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Ausbildung (medizinische)

(565 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] In der Ant. lernten die meisten Heilkundigen ihr Handwerk von ihren Vorfahren oder als Autodidakten, doch gingen einzelne auch bei einem Meister in die Lehre (z.B. Pap. Lond. 43, 2.Jh. v.Chr.) oder reisten zu medizinischen Hochburgen, um dort Unterricht zu nehmen. Überreste solcher A.-Zentren finden sich in Babylonien [1] und in Ägypten, wo das unter Dareios um 510 v.Chr. wieder aufgebaute “Haus des Lebens” in Sais als ein solches Schulungszentrum und Skriptorium gedient haben ma…

Aderlaß

(345 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] In babylonischer, ägypt. wie auch griech. Medizin war der Blutentzug Teil der ärztlichen Behandlung. Der Eingriff wurde gelegentlich durch direktes Eröffnen einer Vene vorgenommen, durch Anritzen derselben oder durch Verwendung eines Schröpfkopfes, der das Blut zu einem kleinen Einstich saugte. Gemessen an der Häufigkeit, mit der Schröpfköpfe auf Ärztedarstellungen abgebildet wurden, scheint die letztgenannte Methode die verbreitetste gewesen zu sein [1]. Für den A. mögen zwei Vo…

Augenheilkunde

(954 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] A. Ägyptisch Ägyptische Augenärzte standen bereits in hohem Ansehen, als der persische König Kyros den Pharao Amasis um 540 v.Chr. um Vermittlung eines solchen Augenarztes bat (Hdt. 3,1; vgl. 2,84). In Ägypten waren Augenkrankheiten keine Seltenheit. Drei von sieben frühen medizinischen Papyri handeln von ihnen. Allein im Pap. Ebers finden sich über 100 Rezepte gegen Blindheit. Einige Rezepte verwenden Ingredienzen aus der Dreckapotheke, andere beispielsweise Leber, die reich an V…

Pneumatiker

(448 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (πνευματικοί, lat. pneumatici). Medizinische Schule innerhalb der griech. Medizin, gegründet von Athenaios [6] von Attaleia unter dem Einfluß des Stoizismus. Galenos (de causis contentivis 2) erklärt Athenaios zum Schüler des Poseidonios [2], was auf eine Lebenszeit in der 2. H. des 1. Jh.v.Chr. hindeutet. Allerdings weiß Cornelius Celsus [7], der Mitte des 1. Jh.n.Chr. in Rom schrieb, offenbar nichts von dieser Schulrichtung, deren berühmteste Vertreter Agathinos, Herodotos [3], A…

Mnesitheos

(112 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (Μνησίθεος). Athenischer Arzt, um 350 v.Chr. Sein Grab beschreibt Paus. 1,37,4. Er war wohlhabend genug, um Statuen errichten zu können, und einer der Stifter der schönen Weihinschr. IG II2 1449 an Asklepios. M. wurde oft mit Dieuches [1] in Verbindung gebracht; er schrieb ausführlich über Diätetik einschließlich der Ernährung von Kindern und wird zu den bedeutenderen dogmatischen Ärzten gezählt (Dogmatiker) [1]. Galenos schreibt ihm eine an Platon logisch orientierte Klassifizierung von Krankheiten zu (fr.…

Medizinische Ethik

(1,192 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] A. Einleitung M.E. läßt sich definieren als das Verhalten von Heilkundigen gegenüber denjenigen, die sie heilen wollen. Wie es sich im einzelnen darstellt, variiert je nach Gruppenzugehörigkeit des Heilkundigen bzw. der Ges., in der er tätig ist. Zudem können Heilende und zu Heilende durchaus unterschiedliche Ansichten zur m.E. haben. Ein Verhalten im gen. Sinne läßt sich gesetzlich bzw. standesrechtlich oder außerrechtlich durch die sanktionierende Kraft der öffentlichen Meinung oder der Meinung einzelner Gruppen regeln. Nutton, Vivian (London) …

Aelius Promotus

(90 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Aus Alexandreia stammend, war A. in der 1. Hälfte des 2. Jh. als Arzt und Schriftsteller tätig. Er schrieb über Arzneimittel und sympathetische Heilmittel [1; 2]. Die Mss. zählen zu den Schriften von A. auch eine Abhandlung über Toxikologie [3], deren Kern zur Zeit des A. entstand und die anscheinend eine der Hauptquellen für Aetios [3] von Amida war, auch wenn sie Spuren zwischenzeitlicher Überarbeitungen zeigt. Nutton, Vivian (London) Bibliography 1 E. Rohde, KS Bd.1, 1901, 380-410 2 M. Wellmann, in: SBAW 1908, 772-777 3 S. Ihm, 1995.

Chrysermos von Alexandreia

(116 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (IDélos 1525). Ch. lebte ca. 150-120 v.Chr.; Verwaltungsbeamter, “Verwandter des Königs Ptolemaios”, Exegetes (d.h. Leiter des öffentlichen Dienstes in Alexandria), Direktor des Museums und ἐπὶ τῶν ἰατρῶν, ein Titel, der oftmals so verstanden wurde, als bezeichne er den für alle Ärzte Ägyptens Verantwortlichen, woraus wiederum der Schluß auf eine staatliche Ärzteorganisation gezogen wurde. Kudlien vertritt hingegen die Ansicht, daß sich dieser Titel auf den Bevollmächtigten für d…

Anonymus de herbis

(71 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Verschiedene Dioskurides-Mss. enthalten ein anonymes, 215 hexametrische Verse umfassendes Gedicht über die Eigenschaften von Kräutern, das wahrscheinlich im 3. Jh. in hoch stilisiertem Griech. geschrieben wurde. Es geht auf Nikandros, Dioskurides und Andromachos [4, d. Ä.] zurück. Die Dichtersprache hat nach [1] Verbindungen zu den Orphika (neueste Ausgabe: [1; vgl. 2]). Nutton, Vivian (London) Bibliography 1 E. Heitsch, in: AAWG 1964, 23-38 2 NGAW 1963, 2, 44-49.

Numisianos

(203 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (Νουμισιανός). Anatom und Lehrer der Medizin im 2. Jh.n.Chr. Als Schüler von Quintus schrieb er zahlreiche griech. Werke zur Anatomie, die jedoch von seinem Sohn Herakleianos gehortet und später bei einem Brand zerstört wurden (Galenos, Administrationes anatomicae 14,1). Auch wenn Galenos lobend erwähnt, daß N. die Anatomie gefördert habe, schreibt er ihm keine einzige Entdeckung zu. Wie andere Ärzte in Alexandreia kommentierte auch N. hippokratische Texte (Galenos, In Hippocrati…

Pleistonikos

(322 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (Πλειστόνικος). Arzt, wirkte um 270 v.Chr., Schüler von Praxagoras von Kos (Celsus, De medicina, praef. 20) und einer der “Klassiker” der griech. Medizin in der sog. Dogmatischen Trad. (Dogmatiker [2]; Gal. methodus medendi 2,5; Gal. de examinando medico 5,2). Seine Persönlichkeit auszumachen, fällt schwer, da der Überl. - d.h. im wesentlichen Galenos - zufolge seine Ansichten mit denen des Praxagoras oder anderer Dogmatiker übereinstimmten. Wie sein Lehrer war auch P. ein überze…

Galenos aus Pergamon

(3,268 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] A. Leben 129 bis ca. 216 n.Chr., griech. Arzt und Philosoph. Als Sohn eines wohlhabenden Architekten namens Aelius oder Iulius Nikon (nicht Claudius, wie ältere Ausgaben wollen) genoß G. eine breitangelegte Erziehung, v.a. in der Philos. Als er 17 Jahre alt war, erschien Asklepios dem Nikon in einem Traum, der G. für die medizinische Laufbahn bestimmte. Nach einem Studium bei Satyros, Aiphikianos und Stratonikos in Pergamon ging G. ca. 149 nach Smyrna, um Pelops, einen Schüler des …

Diätetik

(375 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London) RWG
[English version] Klass., auf den hippokratisch-galenischen Theoremen eines Säftegleichgewichts beruhende diätetische Vorstellungen spielten bis ins 20. Jh. hinein in der Medizin eine bedeutende Rolle (Säftelehre). In der Arabischen Medizin gilt, daß alle Nahrungsmittel Kräfte enthalten, die, einmal über die Nahrung aufgenommen, die Gesundheit des Körpers zum Guten wie zum Schlechten beeinflussen können. Daher gehörte es zu den Aufgaben des Arztes, Lebensordnungen für den Gesundheits- wie für den …

Phanostrate

(63 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (Φανοστράτη). Griech.-athenische Hebamme und Ärztin, dargestellt auf attischen Grabstelen vom E. des 4. Jh.v.Chr. (IG II/III2 6873; Clairmont, 2. 890). Die Verbindung mit der Berufsbezeichnung Hebamme deutet auf einen gewissen Grad der medizinischen Spezialisierung hin und zeigt zugleich, daß Frauen als Ärztinnen tätig sein und beträchtliche Einkünfte erzielen konnten. Für letzteres sprechen Qualität und individuelle Gestaltung der Steinmetzarbeit. Nutton, Vivian (London)

Erasistratos

(932 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] A. Leben Arzt, 4.-3. Jh. v.Chr., geb. in Iulis auf Keos als Sohn des Kleombrotos, eines Arztes des Seleukos I., und der Kretoxene; Bruder und Neffe weiterer Ärzte (fr. 1-8 Garofalo). Die Nachrichten über seinen Bildungsweg sind widersprüchlich, doch scheint eine Verbindung zu Theophrastos und zum Peripatos möglich, wenn man der Nachricht bei Eusebios keine Beachtung schenkt, E. habe den Zenit seiner Laufbahn im Jahre 258 v.Chr. erreicht [7]. Die berufliche Tätigkeit des Vaters und …

Demokedes

(252 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (Δημοκήδης) aus Kroton. Griech. Arzt, wirkte um 500 v.Chr. und war Hdt. 3,125 zufolge der beste Arzt seiner Zeit. Er war der Sohn des Kalliphon und praktizierte in Kroton, bevor er nach Aigina ging. Nach einem Jahr nahm ihn die Stadt Aigina für ein Talent als Gemeindearzt in Dienst, wiederum ein Jahr später wechselte er bei höherem Gehalt nach Athen und schließlich in den Dienst des Polykrates von Samos, der zwei Talente zahlte. Nach dessen Ermordung wurde D. als Sklave nach Susa…

Agnellus [von Ravenna]

(293 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Iatrosophist und Kommentator medizinischer Texte um 600 n. Chr. Mailand, Ambr. G 108 f. enthält seine Komm. über Galens De sectis, Ars medica, De pulsibus ad Teuthram und Ad Glauconem, wie sie von Simplicius (nicht der berühmte Aristoteleskommentator!) festgehalten wurden. Der erstgenannte entspricht an vielen Stellen einem Komm., der Iohannes Alexandrinus oder Gesios zugeschrieben wird, sowie griech. Textpassagen, die mit Iohannes und Archonides (?) in Verbindung gebracht werden. So umstritten die Frage ist…

Akesidas

(52 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Paus. 5,14 zufolge wurde A. in Olympia als Held angesehen und war an anderer Stelle unter dem Namen Idas bekannt. Sein Name läßt vermuten, daß er als Heilgott verehrt wurde, der womöglich mit Paionios, Iason und Herakles einen auf dem Peloponnes weit verbreiteten Heilkult teilte. Nutton, Vivian (London)

Genfer Gelöbnis

(115 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London) RWG
[English version] Eine der ersten Amtshandlungen der 1947 gegr. Weltgesundheitsorganisation bestand in der Abfassung des G. G., einer zeitgemäßen Neuformulierung des hippokratischen Eides, die 1968 weitere Verbesserungen erfuhr. Der sog. Abtreibungsparagraph und das Chirurgieverbot machten zeitgemäßeren, allg. Vorschriften Platz, das menschliche Leben vom Zeitpunkt der Empfängnis an zu achten und medizinisches Wissen stets in Einklang mit den Geboten der Menschlichkeit einzusetzen. Zwar blieb es b…

Archigenes

(323 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] aus Apameia. Arzt, Schüler des Agathinos, lebte unter Trajan (98-117 n. Chr.) und starb im Alter von 63 Jahren (Suda s. v. Archigenes). Er war Eklektiker und stand der hippokratischen Auffassung nahe, Krankheit entstehe durch eine Dyskrasie von Heiß, Kalt, Feucht und Trocken. A. stand bes. unter dem Einfluß der Pneumatiker und schrieb ausführlich über die Pulslehre. Seine Auflistung der 8 verschiedenen Pulsqualitäten kritisiert Galen (8,625-635) als zu subtil. Einige der von A. g…

Geisteskrankheiten

(938 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] A. Naher Osten G. werden sowohl in jüd. wie auch in babylon. Texten beschrieben. Teils werden körperliche Symptome genannt wie bei der Epilepsie, teils Verhaltensweisen beschrieben wie in 1 Sam 16,14-16; 21,13-15, doch werden alle G. dem Eingreifen Gottes oder seit 500 v.Chr. einer Vielzahl von Dämonen zugeschrieben [1]. Die Behandlung beschränkt sich dabei auf Arrest (Jer 29,26-8) oder exorzistische Praktiken einschließlich Musik, doch faßten die jüd. “Therapeuten” auch die gesamte…

Definitiones medicae

(213 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Die Verwendung von definitiones (“Erörterungen”) war in der medizinischen Lehre - sowohl in der griech. als auch in der röm. - weit verbreitet (Gal. 1,306 K.; 19,346-7 K.). Das umfangreichste erh. Werk dieser Art sind die Galen zugeschriebenen d.m. (19,346-462 K.), deren Echtheit bereits in der Spätant. angezweifelt wurde (Schol. in Oreib. Syn, CMG 6,2,1, 250,29). Wellmann [1. 66] vertrat die Meinung, daß der Verf. gegen Ende des 1. Jh.n.Chr. lebte und der pneumatischen Schule angehörte. Aber auch wenn das Werk pneum…

Gesios

(284 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] oder Gessios aus Petra (Steph. Byz. s.v. Γέα), Arzt und Lehrer, E. 5./Anf. 6. Jh. n.Chr., eng befreundet mit Aineias [3] (epist. 19; 20) und Prokopios von Gaza (epist. 38; 58; 123; 134). Er studierte Medizin in Alexandreia bei dem Juden Domnos (Suda s.v. Γέσιος) wo er als iatrosophistḗs (Lehrer der Medizin) tätig war. Obwohl Gegner des Christentums, ließ er sich auf Veranlassung des Kaisers Zenon taufen, blieb freilich bei einer spöttisch ablehnenden Haltung gegenüber seiner neuen Religion. Er beschützte in…

Hippokratischer Eid

(632 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London) RWG
[English version] Die Belege für einen Gebrauch des H. E. in der Spätant. sind uneindeutig. Gregor von Nazianz (or. 7,10) berichtet, sein Bruder Caesarius habe als Medizinstudent in Alexandreia den Eid nicht abgelegt, womit impliziert ist, daß andere ihn sehr wohl geschworen haben. Doch findet sich für die byz. und muslimische Welt kein Nachweis für eine offizielle Verbindlichkeit, den Schwur zu leisten, auch wenn der Eid wohlbekannt war. In der Praxis trat er hinter dem galenischen Konzept zurück…

Krinas

(78 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (Crinas) aus Marseille (Massalia), Arzt, der zu Neros Lebzeiten nach Rom kam (Plin. nat. 29,9). Er erwarb sich hohes Ansehen, als er die Astronomie mit der Medizin verband, indem er die Diätpläne für seine Patienten nach dem Lauf der Sterne ausrichtete. Als er starb, hinterließ er 10 Millionen Sesterzen, nachdem er einmal bereits die gleiche Summe aufgewandt hatte, um die Befestigungswälle und andere Anlagen in seiner Geburtsstadt wieder instandsetzen zu lassen. Nutton, Vivian (London)

Artorius, M.

(131 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Arzt und Anhänger des Asklepiades von Bithynien (Caelius Aurelius morb. acut. 3,113), war mit Octavian in Philippi, wo ein Traum dem zukünftigen Kaiser das Leben rettete (Plut. Antonius 22; Brutus 47; Val. Max. 1,7,2; Vell. 2,70,1). Er wurde, wohl anläßlich einer Reise nach Delos (IDélos 4116), von den Athenern geehrt (IG II/III2 4116) und starb um 27 v.Chr. bei einem Schiffbruch (Hieron. chron. Olymp. 127). A. glaubte, daß Tollwut das Gehirn zuerst angreife, daß sie auf den Magen übergreife und Schlucken verursache, unstillbaren…

Diätetik

(1,107 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] I. Griechenland Die griech. Medizin hebt sich von der ägypt. oder babylon. entscheidend dadurch ab, daß sie der D. im weiten Sinn einer Eß-, Trink-, Bewegungs- und Badekultur innerhalb der Therapeutik eine zentrale Stellung einräumt [2. 395-402; 3]. Urspr. bedeutete D. die Verabreichung von aufeinander abgestimmten Nahrungsmitteln in flüssiger, breiiger oder fester Form je nach Grad der Erkrankung (Hippokr. de medicina vetere 5 [4. 241-257]). Um die Mitte des 5. Jh.v.Chr. wuchs sie…

Arabische Medizin

(1,939 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London) RWG
Nutton, Vivian (London) RWG [English version] A. Grundlagen (RWG) Spätestens um 500 n.Chr. basierte die griech. Medizin auf Galen (Galenismus). Konkurrierende medizinische Theorien waren kaum mehr in Umlauf, und sogar pragmatisch orientierte Ärzte wie Alexander von Tralleis lehnten galenische Theoreme nicht vollkommen ab. In Alexandreia selbst und auch sonst im byz. Reich, wo man der alexandrinischen Trad. folgte, z.B. in Ravenna, gab es ein Curriculum, das aus galenischen Texten, den sog. 16 Büchern Summaria Alexandrinorum sowie hippokratischen Texten bestand, die in…

Aeficianus

(82 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Griech. Arzt und Philosoph, Lehrer des Galenos, lebte um 150 n. Chr. in Kleinasien (Gal. 19,58, CMG V 10,2,2, 287). Als langjähriger Schüler des Quintus (Gal. 18A, 575) und Anhänger des Hippokrates interpretierte er zumindest einige ihrer Lehren in stoischerem Sinne, z. B. aus dem Bereich der Psychologie, in der er dem Stoiker Simias folgte (Gal. 19,58; 18b, 654]. Die Hippokratesdeutung, die ihm in der Galenausgabe von Kühn bei Gal. 16,484 zugeschrieben wird, ist eine Renaissancefälschung. Nutton, Vivian (London)

Empiriker

(696 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] A. Geschichte Die E. sind eine griech. Ärzteschule, gegr. um 250 v.Chr. von Philinos von Kos, einem Schüler des Herophilos (Ps.-Galen Introductio; Gal. 14,683). Nach Celsus (De med. pr. 10) wurde sie hingegen etwas später von Serapion von Alexandria begründet. Nach einigen Doxographen war der Gründer Akron von Akragas (um 430 v.Chr.; fr. 5-7 Deichgräber). In den medizinischen Doxographien wird sie als eine der drei Hauptströmungen in der griech. Medizin noch zur Zeit des Isidorus v…

Fieber

(375 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (πυρετός, febris) bezeichnet eigentlich ein Symptom, eine erhöhte Körpertemperatur, doch wird der Begriff von allen ant. medizinischen Autoren häufig zur Bezeichnung einer Krankheit oder einer Krankheitsklasse verwendet. Im mod. diagnostischen Sprachgebrauch deckt der Begriff eine Reihe von Zuständen ab, so daß die Identifizierung jedes antiken “F.” ohne weitere Untergliederung von F.-Arten oder ohne sonstige Symptombeschreibung zum Scheitern verurteilt ist. Solche Identifizierung…

Phylotimos

(231 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (Φυλότιμος) von Kos. Arzt und Jahresbeamter ( mónarchos) von Kos in der ersten H. des 3. Jh. v.Chr.; zusammen mit Herophilos [1] war er Schüler des Praxagoras und wurde eine der klass. Autoritäten der griech. Medizin (vgl. Gal. de examinando medico 5,2), auch wenn seine Schriften h. nur noch in Fr. greifbar sind. Er verfolgte anatomische Interessen, legte den Sitz der Seele in das Herz und hielt das Gehirn für eine bloße und überflüssige Ausdehnung des Rückenmarks (Gal. de usu partium 8…

Iatromaia

(92 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (“Geburtshelferin”, “Hebamme”). Geburtshilfe wurde gewöhnlich von Frauen geleistet, lag jedoch nicht ausschließlich in ihren Händen. So berichtet eine parische Inschr. von zwei männlichen Geburtshelfern (IG 12,5,199), außerdem richten sich die erh. geburtshilflichen Schriften an ein männliches Publikum. I. als Berufsbezeichnung taucht auf zwei röm. Inschr. aus dem 3. bzw. 4. Jh. n.Chr. auf (CIL 6,9477f.); in ersterer wird Valeria Verecunda die ‘erste i. in ihrer Gegend’ gen., ein Epitheton, das eher auf die Qualität ihrer Arbeit als auf ei…

Kontagion

(286 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (lat. contagio, “Ansteckung”). Krankheitsübertragung von einer Person auf eine andere auf direktem oder indirektem Wege. Mit K. verbindet sich die Vorstellung der Befleckung; im Judentum z.B. gilt, daß Menschen, die an bestimmten Krankheiten (wie Lepra) leiden, oder etwa menstruierende Frauen gemieden werden müssen (Kathartik). Die angeführten Gründe lassen sich entweder in hygienischem oder rel. Sinne verstehen. Ähnliche Empfehlungen sind auch aus dem alten Babylonien und Grieche…

Krankenhaus

(1,832 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] A. Definition K. im Sinne öffentlicher Einrichtungen zur medizinischen Versorgung ausschließlich Kranker finden sich nicht vor dem 4. Jh.n.Chr., und auch dann noch weist die Vielzahl der verwendeten Bezeichnungen (griech. xenṓn, xenodocheíon, ptōcheíon, gerontokomeíon, lat. xenon, xenodochium, ptochium, gerontocomium, valetudinarium; “Fremdenhaus”, “Pilgerhaus”, “Armenhaus”, “Altersheim”, “K.”) auf eine Vielfalt sich z.T. überschneidender Funktionen, Zielgruppen und Dienstleistungen hin. Privathäuser für kranke Angeh…

Mustio

(181 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (auch Muscio). Übersetzer bzw. Übermittler von zwei gynäkologischen Schriften des Soranos von Ephesos ins Lateinische. Bei der einen handelt es sich um ein kurzes Hdb. von Fragen und Antworten, dessen griech. Fassung verlorengegangen ist, bei der anderen um die berühmte Gynaikeía (‘Gynäkologie). Einige Hss. von M.s Kompendium enden mit einem Anhang, in dem Scheidenpessare aufgelistet sind. Wenn M.s Adaptation auch keine getreue Übers. des Soranos darstellt, so hilft sie doch bei der Konstitution des griech. Textes. In …

Kallianax

(100 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (Καλλιάναξ). Arzt, Anhänger des Herophilos [1] und Mitglied seines “Hauses”, was womöglich darauf hindeutet, daß er Mitte des 3. Jh.v.Chr. tätig war [1]. Bakcheios [1] erwähnt in seiner Denkschrift über die frühen Herophileer (Galen in Hippocratis Epidemiarum 6 comment. 4,10 = CMG V 10,2,2,203), K. habe Homer und die griech. Trag.-Dichter zit., wenn ihm seine Patienten ihre Angst vor dem Sterben bekannt hätten. Damit habe er ihnen zu verstehen gegeben, daß nur Unsterbliche dem To…

Epidemische Krankheiten

(954 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] I. Vor- und Frühgeschichte Seit der mittleren Bronzezeit, d.h. seit ca. 2800 v.Chr., sind e.K., worunter man im weitesten Sinne Krankheiten versteht, die eine große Anzahl von Lebewesen gleichzeitig befallen, arch. bezeugt. Ihr Auftreten wird mit einem Bevölkerungswachstum und der dadurch bedingten Erleichterung der Krankheitsübertragung vom Tier auf den Menschen und von Mensch zu Mensch in Zusammenhang gebracht [9. 251]. In Ägypt. dürften Pocken seit etwa 1250 v.Chr. bekannt gewesen…

Anonymus Parisinus

(337 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Paris, BN, suppl. gr. 636, enthält Auszüge eines doxographischen Werkes über akute und chronische Krankheiten. Seine Bedeutung als medizinhistor. Quelle wurde zuerst von C. Daremberg in seiner Oreibasios-Ausgabe von 1851, S. XL erkannt, der später mindestens zwei weitere Mss. kollationierte, ohne daß es zu einer Edition gekommen wäre. Einem Hinweis von G. Costomiris folgend, übernahm R. Fuchs 1894 die editio princeps auf der Grundlage zweier Pariser Mss. [1], stiftete jedoch dabei Verwirrung, als er den doxographischen vom therapeutischen…

Salpe

(68 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (Σάλπη). Hebamme aus hell. Zeit, deren medizinische und kosmetische Rezepturen Plinius [1] in seiner Historia naturalis (Plin. nat. 28,38; 28,66; 28,82; 28,262; 32,135; 32,140) zitiert. Athenaios [3] (Athen. 322a) kennt eine S. als Verfasserin von παίγνια/ paígnia, “Spielereien”, doch bereitet die Identifizierung der beiden Probleme [1]. Nutton, Vivian (London) Bibliography 1 D. Bain, Salpe's ΠΑΙΓΝΙΑ; Athenaeus 322a and Plin. H. N. 28,38, in: CQ 48, 1998, 262-268.

Praxagoras

(494 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (Πραξαγόρας) von Kos. Arzt, E. des 4. Jh. v. Chr., Lehrer von Herophilos [1], Phylotimos, Pleistonikos und Xenophon. Seine Familie führte ihre Abstammung auf Asklepios zurück, sein gleichnamiger Großvater wie auch sein Vater Nikarchos waren ebenfalls Ärzte. Die Familie gehörte auch noch Generationen nach P. der koischen Prominenz an [1]. Auf einer Statue hat sich ein Gedicht erh., das Krinagoras zu seinen Ehren verfaßte (Anth. Plan. 273). Unter den Werken dieses Arztes findet sich eine Abh. über Therapie in mindestens 4 B., eine Schrift über Kr…

Charmis

(113 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Griech. Arzt aus Massilia, der ca. 55 n.Chr. nach Rom gelangte. Dank seiner Kaltwasserkuren machte er sich dort bald einen Namen und gewann zahlreiche wohlhabende Patienten (Plin. nat. 29,10). Einem aus der Prov. stammenden Patienten stellte er für eine Heilbehandlung HS 200000 in Rechnung (Plin. nat. 29, 22) und verlangte einen vergleichbar exorbitanten Preis von 1000 att. Drachmen für eine einzige Dosis eines Gegengiftes (Gal. 14,114,127). Ch. investierte zu Lebzeiten HS 20 Mio…

Aretaios

(410 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] aus Kappadokien. Griech. Arzt, der als Hippokratiker von pneumatischen Lehren beeinflußt wurde. Von [13] daher in die Mitte des 1. Jh. n. Chr. datiert. Als Autor einer Schrift über Prophylaxe zuerst Ende des 2. Jh. erwähnt von Ps.-Alex. Aphr. De febribus 1, 92, 97, 105 der A.' Namen erwähnt; Galen aber wiederholt in Subfig. emp. 10 = Deichgräber 75-9, die von A. in morb. chron. 4,13,20 geschilderte Gesch. eines Leprosen ohne Quellenangabe. 30 Jahre später behauptete Gal. in Simp.…

Kallimorphos

(78 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Militärarzt, der Lukian (Quomodo historia 16,24 = FGrH II 210) zufolge in einem höchst tragischen und geschraubten Stil unter dem Titel Parthica eine Gesch. der Partherkriege des Lucius Verus in den Jahren 162-166 n.Chr. schrieb. Falls es sich bei ihm nicht um eine Ausgeburt der lukianischen Phantasie handelt, dürfte er im Partherkrieg gedient haben, und zwar entweder in der legio VI Ferrata, oder in einer ala contariorum (einem Truppenflügel von Pikenträgern). Nutton, Vivian (London)

Hicesius

(109 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] Greek physician, head of an Erasistratean school in Smyrna, early 1st cent. BC (Str. 12,8,20); he wrote on  dietetics (Plin. HN 14,130; 20,35; 27,31), embryology (Tert. De anima 25) and toothache (Plin. HN 12,40). He was the inventor of a famous black plaster that ‘helped with all types of wounds’ (Gal. 13,787). Galen, who recorded four different recipes for this medication (13,780; 787; 810; 812) and cites the four authors ( Andromachus [5] the Younger,  Heras,  Heraclides [27] a…

Geneva Declaration

(155 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] One of the first official acts of the World Medical Association, founded in 1947, was drafting the Geneva Declaration (GD), a contemporary reformulation of the Hippocratic Oath; further improvements were made in 1968. The so-called abortion paragraph and the ban on surgery made way for more modern general provisions to respect human life from the moment of conception and always to use medical knowledge in harmony with the laws of humanity. It retained mention of a doctor's obliga…

Fever

(438 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (πυρετός/ pyretós, Lat. febris) strictly refers to a symptom only, i.e. a raise in body temperature, but all ancient medical authors frequently use this term to refer to a specific illness or class of illness. In modern diagnostic usage, the term covers a variety of conditions; thus the identification of any ancient ‘fever’ without any further sub-classification or other description of symptoms is bound to fail. Such aids to identification could consist of observations regarding the periodicity of fever attacks, as in the febris tertiana or febris quartana, when epi…

Crinas

(73 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] from Marseilles ( Massalia), physician, who came to Rome in the time of Nero (Plin. HN. 29,9). He gained renown when he combined astronomy with medicine by orienting the diet plans for his patients according to the course of the stars. When he died, he left 10 million sesterces after having already spent the same sum on repairing the walls and other defences in his native town. Nutton, Vivian (London)

Democedes

(260 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (Δημοκήδης; Dēmokḗdēs) of Croton. Greek physician, lived about 500 BC and according to Hdt. 3,125 was the best physician of his age. He was the son of Calliphon and practised in Croton before going to Aegina. After a year the town of Aegina employed him for one talent as the community's physician but a year later he moved to Athens for a higher salary and finally into the service of Polycrates of Samos who paid two talents. After Polycrates' assassination D. was taken as a slave to…

Acumenus [of Athens]

(72 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (Ἀκουμενός; Akoumenós) [of Athens] Doctor from the late 5th cent. BC. As father of the doctor  Eryximachus, who was a friend of Socrates and Phaedrus, A. emerges briefly as a fictitious dialogue partner in Pl. Phdr. 268a and 269a, in order to emphasize the thesis that the art of medicine comprises more than merely knowledge, which has been gleaned from books and teachers. Nutton, Vivian (London)

Phylotimus

(248 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (Φυλότιμος; Phylótimos) of Cos. Physician and chief magistrate ( mónarchos) of Cos in the first half of the 3rd cent. BC; along with Herophilus [1], he was a pupil of Praxagoras and became one of the classic authorities of Greek medicine (cf. Gal. De examinando medico 5,2), although only fragments of his writings now survive. He pursued anatomical interests, placed the seat of the soul in the heart and held that the brain was merely a useless extension of the spinal medulla (Gal. De usu pa…

Humoral theory

(722 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] The idea that physical health was connected with bodily fluids was widespread. Mucus is already mentioned in ancient Egyptian medicine, and also in Babylonian medicine particular attention was paid to the quantity and colour of bodily fluids. The Greeks regarded   ichṓr of the gods, blood (α(̃ιμα; haîma) in humans and sap (χυμός; chymós) in plants as the bearers of life. These fluids (χυμοί/ chymoí, Latin humores) could also become dangerous in excess. Two humours, phlegm (φλέγμα; phlégma) and bile (χόλος; chólos or χολή; cholḗ), are already represented as hazard…

Eustochius

(53 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] Evodus (Εὐστόχιος; Eustóchios) from Alexandria. He encountered  Plotinus towards the end of the latter's life ( c. AD 269), who converted him to philosophy. E. also acted as Plotinus' physician, accompanied him on his last journey, and was with him when he died (Porphyrius V. Plot. 7). Nutton, Vivian (London)

Hippocratic Oath

(704 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Documentary evidence for a use of the HO in Late Antiquity is ambiguous. Gregory of Nazianzus (Greg. Naz. Or. 7,10) reported that his brother Caesarius did not have to swear the oath as a medical student in Alexandria, thus implying that others probably had to. However, there is no record for the Byzantine or Muslim world to confirm any official obligation to swear this oath, even though it was evidently well-known. In practice, it was superseded by the Galenic concept equating e…

Leprosy

(396 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] also ‘Hansen's Disease’. A chronic disease caused by Mycobacterium leprae affecting the peripheral nerves, and often also the skin. Palaeopathological finds prove its existence in the Mediterranean area only for the Hellenistic period [1], but texts from Babylon, Egypt and Israel from c. 800 BC onwards describe disfiguring skin diseases, among which could be included leprosy, even though the descriptions probably refer to psoriasis. The biblical name of the disease ṣaraʿat, in the Middle Ages wrongly translated as leprosy, referred to a disease whic…

Dietetics

(1,163 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] I. Greece Greek medicine is fundamentally different from Egyptian and Babylonian medicine because it allots dietetics in the broader sense of a regime of eating, drinking, exercise and bathing, a key role within therapeutics [2. 395-402; 3]. Originally, dietetics referred to the administering of balanced foods in liquid, pasty or solid form, depending on the degree of illness (Hippocr. De medicina vetere 5 [4. 241-257]). However, about the mid 5th cent. BC it expanded well beyond a …

Anonymus de herbis

(74 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] Several MSS of Dioscorides contain an anonymous poem of 215 hexameter verses about the qualities of herbs, which was written probably in the 3rd cent. in highly stylized Greek. It refers back to Nicander, Dioscorides and Andromachus [4, the Elder] According to [1], the poetic language shows similarities with the Orphica (newest edition: [1; cf. 2]). Nutton, Vivian (London) Bibliography 1 E. Heitsch, in: AAWG 1964, 23-38 2 NGAW 1963, 2, 44-49.

Largius Designatianus

(98 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] Medical writer, 4th cent. AD, author of a Latin paraphrase of a Greek letter to (an undefined) king Antigonus that is passed down under the name of Hippocrates [6] and that contained a dietetic plan and advice on treating diseases of the head, chest, belly and kidneys. This paraphrase is extant in the introduction to a medical treatise of Marcellus Empiricus, where it is preceded by a letter of L. to his sons. Both texts probably belonged to the introduction to a medical work by L. that is lost today. Nutton, Vivian (London)

Iacobus Psychrestus

(108 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] Physician, the son of Hesychius of Damascus, changed his residence in the early 6th cent. AD in order to join his father's medical practice in Constantinople. He treated emperor Leo, whereupon he became a   comes and   archiatros (Chron. pasch. 8254a; Malalas, Chronographia 370 Dindorf; Photius, Bibliotheca 344A). As a pagan philosopher who was honoured in Athens and Constantinople with statues, he ordered the rich to help the poor. The latter he incidentally treated without charging a fee. His nic…

Galenism

(389 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Whereas between about AD 500 and 1100,  Galen was almost unknown in Western Europe, the orthodox  medicine of the Byzantine and Muslim world was substantially based on his concepts that were increasingly systemized and put into a logical order, with a particular focus on their theoretical content.  Galen's monotheism and teleology commended his works also to an environment dominated by religion. From the 12th cent. on, Galenism reached Western Europe in an Arabic guise where it s…

Salpe

(75 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (Σάλπη/ Sálpē). Midwife of the Hellenistic era, whose medical and cosmetic recipes were quoted by Plinius [1] in his Historia naturalis (Plin. HN 28,38; 28,66; 28,82; 28,262; 32,135; 32,140). Athenaeus [3] (Ath. 322a) knows a S. as the author of παίγνια/ paígnia (‘light poems’), but it is problematic to consider the two identical [1]. Nutton, Vivian (London) Bibliography 1 D. Bain, Salpe's ΠΑΙΓΝΙΑ; Athenaeus 322a and Plin. H. N. 28,38, in: CQ 48, 1998, 262-268.

Iatrosophistes

(216 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] Originally meaning a teacher of medicine (esp. in Alexandria), iatrosophistes could later refer to any experienced practitioner ( medicus sapientissimus, Corpus Glossatorum Latinorum 3,600,32 Goetz), either in orthodox medicine (e.g.  Agnellus, In Galeni De sectis commentarium 33) or in the magical arts of healing (Ps.-Callisthenes, Vita Alexandri 1,3) [1]. Contrary to the emendation by von Arnim in Dion. Chrys. 33,6, the term was probably not coined before the late 4th cent. AD (Epiphanius, Adversu…

Phanostrate

(79 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (Φανοστράτη; Phanostrátē). Greek-Athenian midwife and doctor, depicted on Attic grave stelae from the end of the 4th cent. BC (IG II/III2 6873; Clairmont, 2. 890). The inclusion of the professional title midwife suggests a certain degree of specialisation in medicine and shows at the same time that women were able to work as doctors and earn a considerable income, as is suggested by the quality and individual designs of the stone mason’s craftsmanship. Nutton, Vivian (London)

Melancholy

(534 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (μέλαινα χολή/ mélaina cholḗ, ‘black bile’). The fourth humour in the tradition of Hippocratic medicine represented by De natura hominis, ch. 4, and later by Rufus of Ephesus and Galen. It was predominant in autumn, associated with the element earth, and cold and dry. It was viewed as the antithesis of blood, having many deadly properties [1]. According to Galen (De atra bile 5,104-148 K.) in its purest form it was highly destructive to everything it touched, and had its origin in the spleen. Not ev…

Phlebotomy

(371 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] In Babylonian, Egyptian and also Greek medicine, blood-letting was part of standard medical practice. This procedure was carried out either by directly opening a vein, by scarification or by using a cupping vessel. Considering how often the latter are depicted on monuments connected with physicians, cupping may have been the most common method [1]. Two notions seem to have favoured phlebotomy: on the one hand, it supposedly prevented the stagnating of the blood and its transformat…

Acesidas

(59 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (Ἀκεσίδας; Akesídas). According to Paus. 5,14, A. was considered a hero in Olympia and was elsewhere known under the name Idas. His name offers the assumption that he was worshipped as a healing god, who possibly shared a healing cult, which was very common on the Peloponnese, with  Paeonius,  Iason and  Heracles. Nutton, Vivian (London)

Erotianus

(328 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] Greek grammarian, middle or end of the 1st cent. AD, author of a glossary of Hippocratic words, which he dedicated to  Andromachus [4 or 5], a doctor at the imperial court in Rome [2; 3]. The alphabetic structure of the glossary, in its surviving form, does not go back to E. since, in his preface (9), he expressly emphasizes that he had explained the words in the sequence of their appearance in c. 37 Hippocratic texts which in turn could be classified into 1) semiotic, 2) physiological-aetiological, 3) therapeutic texts, 4) miscellaneous, 5) texts on…

Acesias

(50 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (Ἀκεσίας; Akesías). Greek doctor of 3rd cent. BC (?). According to an intentionally ambiguous proverb, he only treated those who suffered the worst (suffering or doctor) (Aristoph. Byz., Zenob. 1,52). It is possible that he also wrote about culinary art (Ath. 12, 516c). Nutton, Vivian (London)

Praxagoras

(541 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (Πραξαγόρας; Praxagóras) of Cos. Doctor, at the end of the 4th cent. BC, teacher of Herophilus [1], Phylotimus, Pleistonicus and Xenophon. His family claimed its descent from Asclepius; his grandfather who shared the same name and his father, Nicarchus, were likewise doctors. His family continued to be very prominent on Cos for generations [1]. A poem composed by Crinagoras still survives on a statue in his honour (Anth. Plan. 273). Amongst the works of this doctor are a treatise on therapy in at least 4 books, a work about diseases in at least 3 bo…

Dietetics

(386 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Classical ideas of dietetics, based on the Hippocratic and Galenic notions of a balance between the four humours, continued to play an important role in medicine  into the 20th cent. (Humoral Theory). In Arabic medicine, all substances taken into the body had properties that could affect its health, for good or ill, and hence it was the doctor's duty to prescribe diets for health, as well as for disease, and equally that of his patient  to understand the rules for a healthy lifes…

Ophthalmology

(1,093 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] A. Egypt The eye-doctors of Egypt were already famous when in about 540 BC the Persian king Cyrus [1] asked the Pharaoh Amasis for one to cure him (Hdt. 3,1; cf. 2,84). Diseases of the eyes were quite common in Egypt. Three of the seven early medical papyri are devoted to such diseases. P. Ebers alone contains more than 100 recipes for blindness. Some of these prescriptions involve Dreckapotheke, while others, for example, use liver - rich in vitamin A and a valuable remedy for xerophthalmia. Eye surgery seem to have been rarely performed and Egy…

Medicine, Historiography of

(2,043 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
Nutton, Vivian (London) [German version] A. Arabic Medical Historiography (CT) The historiography of ancient medicine goes back at least to Late Antiquity, when a 'History of the Physicians' is said to have been written by John Philoponus (6th cent.). Material from this work was drawn upon by Ishaq ibn Hunayn (d. 910/911), for his own 'History' ( Ta'rikh al-atibba), which is largely concerned with chronology [11]. Ishaq's example was followed by a variety of writers in Arabic, some, like the bookseller Ibn an-Nadim (fl. 987), producing largely lists of…

Medical ethics

(1,348 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] A. Introduction Medical ethics can be defined as the attitude of those schooled in the art of healing towards those whom they want to heal. How this appears in detail, depends on the healer's social group and standing and also the society in which he or she works. Furthermore, healers and those seeking healing may well have completely divergent views on medical ethics. It is possible to regulate for any desired attitude in the sense of the earlier definition by laws or professional …

Numisianus

(198 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (Νουμισιανός; Noumisianós), anatomist and teacher of medicine in the 2nd cent. AD. A pupil of Quintus, he wrote many works on anatomy in Greek, but these were hoarded by his son Heracleianus and were eventully destroyed by fire (Galen, Administrationes anatomicae 14,1). Although Galen praises his promotion of anatomy, he attributes no discovery to him. Like other Alexandrians, N. commented upon Hippocrates (Galen, In Hippocratis Epidemiarum librum II, commentum 4: CMG V 10,1, 345-3…

Humoral Theory

(1,080 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] The doctrine that the human body was made up of four humours, blood, phlegm, bile and black bile, and that health consisted in their being in balance, was accepted as the creation of Hippocrates well before the 2nd cent. AD. Galen's authority, buttressed by his logical and rhetorical skills, ensured that it became for centuries the dominant theory in Western medicine and in its oriental siblings. It was expounded in short (often pseudonymous) tracts like the ps.-Galenic Perì chymôn [16] or the Epistula Yppocratis de quattuor humoribus [1] , as well as in large com…

Arabic medicine

(1,884 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
Nutton, Vivian (London) [German version] A. Origins (CT) By AD 500, Greek medicine had become largely Galenic Galenism. Alternative medical theories no longer flourished, and even pragmatists like Alexander of Tralles did not reject Galenic ideas entirely. In Alexandria, and elsewhere in the Byzantine world that followed Alexandrian traditions, e.g. Ravenna, there was a teaching syllabus of Galen, the so-called 16 books - Summaria Alexandrinorum, and of Hippocrates that was commented upon by lecturers who expected of their audience also a grasp of Aristoteli…

Chrysermus of Alexandria

(135 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (IDélos 1525). C. lived in about 150-120 BC; administrative official, ‘relative of king Ptolemy’, exegete (i.e. head of the civil service in Alexandria), director of the museum and ἐπὶ τῶν ἰατρῶν, a title that is often understood to mean the person responsible for all Egyptian doctors, which in turn led to the conclusion that there was a state organization of doctors. Kudlien is of the opinion that the title refers to the person responsible for the person in charge of the ‘tax on …

Heracleianus

(130 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] Physician and anatomist from Alexandria, active c. AD 152, the son of the anatomist and teacher  Numisianus. He compiled an extract of his father's works (Gal. De musculorum dissectione 18 B, 926, 935 K.), demonstrating his own considerable knowledge (Gal. Admin. anat. 16,1). He had a conversation with  Galen, when the latter arrived in Alexandria in c. AD 151, and Galen initially followed his anatomical lectures with benevolence (CMG V,9,1, p. 70). However, when Galen later requested to see the works by H.'s late father, their relatio…

Empiricists

(726 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] A. History The Empiricists are a Greek school of physicians founded in about 250 BC by Philinus of Cos, a pupil of  Herophilus (Ps.-Galen Introductio; Gal. 14,683). According to Celsus (De med. pr. 10) it was founded somewhat later by Serapion of Alexandria. According to some doxographers the founder was Acron of Acragas (about 430 BC; fr. 5-7 Deichgräber). It is mentioned in the medical doxographies as one of the leading movements in Greek medicine even in the time of Isidorus of S…

Definitiones medicae

(237 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] The use of definitiones (‘discussions’) was extensive in medical teaching in the Greek as well as the Roman world (Gal. 1,306 K.; 19,346-7 K.). The most substantial surviving work of this genre is the Definitiones medicae ascribed to Galen (19,346-462 K.), the authenticity of which was doubted even in late antiquity (schol. in Orib. Syn, CMG 6,2,1, 250,29). Wellmann [1. 66] was of the opinion that their author lived towards the end of the 1st cent. AD, and was a member of the Pneumatic school. Although the work con…

Uliadae

(148 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (Οὐλιάδαι; Ouliádai). Family connected with medicine and healing cults in Velia [1] in southern Italy. The name derives from lios (Οὔλιος;  Str. 14,1,6-8), one of the numerous epithets of Apollo (B. 4), and refers to his power both to harm and to heal (cf. Asclepius/Asclepiadae). The first verifiable member of this family was Parmenides. Statues and inscriptions in Velia, which were created primarily c. AD 20, represent members of the family, bearing the names Ulis or Uliades, as physicians and as φώλαρχοι/ phṓlarchoi; this probably suggests a cultic communit…

Uterus

(339 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] The two Greek terms μήτρα/ mḗtra and ὑστέρα/ hystéra are both of disputed etymology (Soran. Gynaecia 1,6) and are often used in the plural (the belief in its many chambers derives from animal anatomy). Hippocratic authors ( Corpus Hippocraticum ) shared the idea of the uterus as a jar moving up and down a tube in the body ( Vulva ) and closing in on itself during pregnancy. They were of the view that the uterus can, like a living creature, be attracted or repelled by pleasant or unpleasant smells, and that it held no fix…

Aeficianus

(88 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] Greek doctor and philosopher, teacher of  Galen, lived about AD 150 in Asia Minor (Gal. 19,58, CMG V 10,2,2, 287). A long-standing student of  Quintus (Gal. 18A, 575) and follower of  Hippocrates, he interpreted at least some of their teachings in a Stoic sense, e.g., from the field of psychology, in which he followed the Stoic Simias (Gal. 19,58; 18b, 654]. The Hippocratic commentary, which is ascribed to him in the Galen edition by Kühn at Gal. 16,484, is a Renaissance forgery. Nutton, Vivian (London)

Anonymus Parisinus

(350 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] Paris, BN, suppl. gr. 636, contains excerpts from a doxological work about acute and chronic diseases. C. Daremberg first discovered its significance for the history of medicine in his 1851 edition of Oribasius, p. XL, and collated at least two other MSS, without ever producing an edition. Following a hint by G. Costomiris, R. Fuchs took over the editio princeps in 1894 on the basis of two Paris MSS [1] but caused confusion by separating the doxographic part from the therapeutic part. Fuchs did not edit the section on acute diseases unt…

Pulse

(548 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (σφυγμός/ sphygmós, Latin pulsus). Although a pounding pulse was long recognized as an indication of illness, it seems to have been Aristotle [6] (Hist. an. 521a; De respiratione 479b) who was the first to connect the phenomenon with the heart [1]. His assertion that the pulse was a normal, constant presence in all blood vessels was disproved by Praxagoras, who was able to show that only arteries had a pulse. His view that arteries contained only pneûma and functioned independent of the heart was in turn questioned by his pupil Herophil…

Callianax

(110 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (Καλλιάναξ; Kalliánax). Doctor, adherent of  Herophilus [1] and member of his ‘house’, which possibly refers to the fact that he worked in the mid 3rd cent. BC [1].  Bacchius [1] in his memoir on the early followers of Herophilus (Galen in Hippocratis Epidemiarum 6 comment. 4,10 = CMG V 10,2,2,203), mentions that C. quoted Homer and the Greek tragic writers if his patients told him that they were afraid of dying. He gave them to understand by this that only the immortals could esca…

Acron [of Acragas]

(131 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (Ἄκρων; Ákrōn) [of Acragas] Son of a doctor of the same name (Diog. Laert. 8,65), older contemporary of Hippocrates. He was supposed to have rid Athens of the pest by lighting big fires in 430 BC (Plut. De Is. et Os. 80 [cf. 1]). The  Empiricists (Ps.-Gal. 14,638) considered A. as founder of their school and as such he entered the doxographic tradition [2]. It is possible that he participated in the debates regarding the epistemological value of sensory perception (he was familiar …

Euryphon of Cnidus

(339 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] Greek physician, mid 5th cent. BC. The story recounted in Sor. Vita Hipp. 5, that E. cured Perdiccas II of Macedonia of an illness caused by unrequited love, arose comparatively late and is rather fantastical. According to Galen (17a,886), he provided the most important contributions to the so-called ‘Cnidian Sentences’, which have survived only in fragments [1. 65-66; 2. 14-26]. In the opinion of some ancient scholars some of his works, especially those dealing with dietetics, were taken up into the Hippocratic Corpus (Gal. 6,473; 7,960; 16,3). E. regarded disea…

Summaria Alexandrinorum

(296 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] In Late Antiquity in Alexandria [1] writings by Galenus and to a lesser extent by Hippocrates [6] were assembled into a medical compendium. Known as the '16 Books of Galen', it covers the basic areas of medicine  (including anatomy, physiology and therapeutics). According to Arab sources [1], a number of teachers ( Iatrosophistḗs ) in Alexandria are supposed to have written a series of summaries or abridgements of the books contained in this compendium, which were then collected under the title SA and translated into Arabic and perhaps also into Hebrew [2]. In…

Philagrius

(127 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (Φιλάγριος; Philágrios). Doctor from Epirus, fl. 3rd-4th cents. AD; he practised in Thessalonica and was the author of more than 70 books: treatises on dietetics, gout, dropsy and rabies as well as a commentary on Hippocrates [1]. He is often cited by later authors, especially in Arabic, for his treatment of diseases of the liver and spleen. Doctrinally, he often follows Galen, but pays particular attention to pneuma (Pneumatists) as the co-ordinating force in organisms. His name appears often in garbled form as Filaretus (e.g. frr. 131-133: Rhazes, Continens, V…

Lippitudo

(175 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] An eye disease characterized by exudation, covering a variety of specific diseases like trachoma and conjunctivitis. A dry variety of lippitudo, xerophthalmía, in which the purulent eyes become stuck shut over night is also described (Celsus, De medicina 6,6,29). Celsus [7] (ibid. 6,6,2) reports a large number of ointments and other agents against lippitudo, an extremely common condition; this is confirmed by many ‘oculists' stamps’ for eye ointments ( Kollyrion) with the inscriptions ‘against lippitudo’ and by the large number of manufacturers of such …

Adamantius

(110 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] [1] Doctor Doctor and iatrosophist, who as Jew was expelled from Alexandria in c. AD 412, converted to Christianity in Constantinople and returned to Alexandria. Author of an abridged version of the Physiognomy of  Polemon of Laodicea, (ed. R. Förster 1893). Some prescriptions, which are ascribed to him, are handed down by Oribasius (Syn. ad Eustathium 2,58-59; 3,24-25; 9,57). He is probably not the author of the treatise ‘About the Winds’, Ed. V. Rose 1864), which refers to Peripatetic meteorology and apparently dates from the 3rd cent. AD.  …

Vulva

(163 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] According to Varro [2] (Rust. 2,1,19) derived from Latin volvere, 'roll', by which is meant the swathing of a fetus. In the early Imperial Period, vulva, like matrix, was used in addition to the technical term uterus as a term for the womb [1]. All three terms remained in use throughout Antiquity; in late Latin medical authors, vulva seldom occurs. In the course of time the term changed in meaning, in that it also included the vagina (Celsus, De medicina 4,1,12) and even the clitoris (Iuv. 6,129). In his Etymology (Isid. Orig. 11,1,137), Isidorus [9] of Seville connec…

Archiatros

(357 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (ἀρχιατρός; archiatrós). In the original use of the name during Hellenistic times, archiatros was the title of the king's personal physician. The term first appeared in connection with the Seleucids (IDelos 1547, cf. TAM V 1,689). A similar title, wr sinw, ‘supreme physician’, is documented in pre-Ptolemaic Egyptian texts; it is missing from early Ptolemaic papyri purely by accident. Dating to 50 BC, documentations are extant from Egypt (Athenagoras, SB 5216) and Pontus (IDelos 1573) [2. 218-226]. A physician known at t…

Pneumatists

(494 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (πνευματικοί/ pneumatikoí, Latin pneumatici). Greek medical sect, founded by Athenaeus [6] of Attaleia under the influence of Stoicism. Galen (De causis contentivis 2) makes Athenaeus a pupil of Posidonius [2], which might indicate a date in the latter half of the 1st cent. BC. However, Cornelius Celsus [7] who wrote in Rome in the mid-1st cent. AD, seems not to have been aware of this sect at all, and its most famous representatives - Agathinus, Herodotus [3], Antyllus [2] and Archi…

Mustio

(169 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (also Muscio) Translator and adapter into Latin of two gynaecological treatises by  Soranus of Ephesus.One of these, now lost in Greek, was a shorter manual of questions and answers; the second the celebrated Gynaikeîa (‘Gynaecology). Some MSS of M.'s compendium end with an appendix listing vaginal pessaries. Although not a faithful translation of Soranus, M.'s adaptation does offer help in the constitution of the Greek text, and it was the most popular treatise on gynaecology to survive from Antiquity into the …

Archigenes

(340 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (Ἀρχιγένης; Archigénēs) of Apamea. Physician, student of  Agathinus, lived under Trajan (AD 98-117) and died at the age of 63 (Suda s. v. Archigenes). He was an eclecticist and had close ties to the Hippocratic view that disease is caused by the dyscrasia of hot, cold, moist and dry. A. was predominantly influenced by the Pneumatists and wrote extensively about the study of the pulse. Galen (8,625-635) criticized his list of eight different pulse qualities as too tenuous. Some of t…

Agathinus

(219 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (Ἀγαθῖνος; Agathînos) of Sparta (Ps.-Gal. 19,353). Greek doctor of the first cent., student of Athenaeus of Attaleia, teacher of Archigenes and the Pneumatist  Herodotus. Even though he was mostly counted among the Pneumatists, some believed that he had founded his own, …

Callimorphus

(80 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] Military doctor, who according to Lucian (Quomodo historia 16,24 = FGrH II 210), wrote, in a highly tragic and stilted style, a history of the Parthian Wars of Lucius Verus in the years AD 162-166 that bore the title Parthica. Unless …

Penis

(165 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (φαλλός/ phallós, lat. mentula (for synonyms, see [1]). Its anatomy, including the glans, scrotum, and testicles, was established by 250 BC, but its physiology, especially its capacity as to achieve an erection, was harder to explain. Galen (
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