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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" )' returned 469 results. Modify search

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Rasiermesser

(211 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ξυρόν/ xyrón; lat. novacula, cultellus, culter tonsorius). Zum Rasieren des Bartes und Abschneiden des Kopfhaares z. B. bei Trauer diente seit frühgriech. Zeit das R., das in zahlreichen Expl. überl. ist. Seine Länge konnte weit über 20 cm betragen; als Materialien für die Klinge dienten Eisen und Br., für den Griff Br., Elfenbein, Holz. Das R. ist in unterschiedlichen Formen belegt: So konnte es spatel- oder halbmondförmig, lang und schmal mit gerader oder geschwungener Klinge, breit…

Periskelis

(139 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (περισκελίς, περισκέλιον, lat. periscelis, periscelium). In der arch. Forsch. h. nicht mehr gebräuchlicher Terminus für ein einfaches Band aus Stoff oder Metall, das als Oberschenkelschmuck oberhalb des Knies von Frauen der niederen Schichten und Prostituierten (Hor. epist. 1,17,56; Alki. fr. 4; Petron. 67), seltener von Frauen aus höheren Kreisen getragen wurde (Petron. 67; Longos 1,5). Davon zu unterscheiden sind Spangen, die man oberhalb des Fußknöchels trug, sogenannte compedes (Petron. 67; Plin. nat. 33,39-40 und 152). Darstellungen solcher…

Probolion

(114 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (προβόλιον). Kurzer Speer (Hdt. 7,76), mehr aber noch Jagdspieß (Hesych. s. v. π.), bes. zur Eber- (Xen. kyn. 10; Philostr. imag. 1,28,5) und Löwenjagd; in der mod. arch. Forsch. als Terminus kaum verwendet, auch wenn man versucht hat, das p. auf Jagdszenen der minoisch-myk. und geom. Kunst zu erkennen (zu dem bei Philostr. imag. 1,2,2 als p. bezeichneten Attribut des Komos s. [1]). Des weiteren nannte man p. auch einen festen Platz, eine Festung (Xen. mem. 3,5,7; Dion. Hal. ant. 10,16,4). Jagd Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography 1 A. Kossatz-Deissmann, s. v. K…

Chlamys

(244 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (χλαμύς). Schultermantel aus Wolle für Reisende, Krieger und Jäger. Die vielfach bunt gefärbte und bestickte ch. tritt im 6.Jh. v.Chr. auf und stammte urspr. aus Thessalien (Poll. 7,46; 10,124; Philostr. her. 674), wo sie auch als Siegespreis nach Agonen vergeben wurde (Eust. in Hom. Il. 2,732), oder Makedonien (Aristot. fr. 500 Rose). Charakteristisch ist ihre Tragweise: Die oval oder viereckig zugeschnittene Tuchbahn des Mantels wurde vertikal gefaltet, um die linke Körperseite gelegt, von vo…

Lasimos-Krater

(101 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Ein vom späten 18. bis zum frühen 20. Jh. aufgrund seiner Inschr., die einen weiteren unterital. Vasenmaler nennt, vielzitierter Volutenkrater (Paris, LV, Inv. K 66 [N 3147], [1]). Man diskutierte in der damaligen Forsch. die Schriftform der Buchstaben und die künstlerische Einordnung des angeblichen Vasenmalers Lasimos. Erst die neuere Forschung erwies die Inschr. als rezente Beifügung. Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography 1 Trendall/Cambitoglou, 914, Nr. 36. S. Reinach, Peintures de vases antiques recueillés par Millin (1813) et Millingen…

Dareios-Maler

(153 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Apulischer Vasenmaler der Zeit um 340/320 v.Chr., benannt nach der Hauptgestalt der Perservase. Auf seinen z.T. monumentalen Gefäßen (Volutenkratere, Lutrophoroi, Amphoren u.a.) behandelt er überwiegend Szenarien der klass. Tragödie (Euripides) bzw. Themen des griech. Mythos; davon sind einige nur in seinem Œuvre belegt. Andere Vasen zeigen Hochzeits-, Frauen-, Erosszenen und dionysische Motive, seltener sepulkrale Darstellungen (Naiskosvasen). Bemerkenswert ist seine Neigung, Personen und Darstellungen inschr. zu benennen ( Persai, Patroklu Táp…

Peniculus

(65 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (auch penicillum). Staubwedel, ein Stab mit dem haarigen Ende eines Tierschwanzes (Paul. Fest. 208; 231 M.), mit dem man Tische abwischte (Plaut. Men. 77f.), Schuhe putzte (Plaut. ebd. 391) oder landwirtschaftliche Geräte und Gefäße reinigte (Colum. 12,18,5). Der p. diente ferner als Pinsel zum Tünchen der Wände (Plin. nat. 28,235) und als Malpinsel (Plin. nat. 35,60f.; 103; 149). Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Coae Vestes

(157 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Prachtgewänder (Kleidung) von der Insel Kos, die den Körper wie entblößt durchscheinen ließen. Sie waren schon Aristoteles (hist. an. 5,19; vgl. Plin. nat. 4,62) bekannt und werden dann bes. in der röm. Kaiserzeit erwähnt. Die C.V. galten als Luxusgewänder der Lebedamen (z.B. Hor. sat. 1,2,101; Tib. 2,3,57), sie wurden jedoch auch von Männern als leichte Sommerkleidung getragen. Man rühmte u.a. ihren Glanz, die Purpurfarbe und Verzierungen mit Goldfäden. Das Gewebe wurde aus der …

Chiton

(442 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (χιτών). Griech. Untergewand, urspr. aus Leinen, dann aus Wolle, wohl semit. Ursprungs (Kleidung). Die häufigen Erwähnungen bei Homer (z.B. Il. 2,42; 262; 416; 3,359; Od. 14,72; 19,242) zeigen, daß der Ch. schon recht früh Bestandteil der griech. Tracht war und bevorzugt von Männern getragen wurde. In der Frauentracht kam der Ch. während der 1. H. des 6.Jh. v.Chr. in Mode und löste später den Peplos ab (Vasenbilder, plastische Werke). Der Ch. besteht aus zwei rechteckig gewebten Stoffbahnen ( ptéryges, Flügel) von 150 bis 180 cm Breite und unterschiedliche…

Recta

(97 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Der röm. Knabe trug beim erstmaligen Anlegen der toga virilis als Untergewand die ( tunica) recta, die bei Ritter- und Senatorensöhnen mit dem Rangabzeichen ( latus clavus) versehen war. R. oder regilla hieß die lange, weiße tunica mit engen oberen Ärmeln der röm. Braut, die sie am Vorabend der Hochzeit anzog, in der sie schlief und die sie am Hochzeitstag trug (Plin. nat. 8,194). Kleidung; Toga Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography Blümner, PrAlt., 336, 350 f.  C. M. Wilson, The Clothing of the Ancient Romans, 1938, 138-145  D. Balsdon, Die Frau in der röm. Ant.…

Ballspiele

(552 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (σφαιρίσεις, pilae lusus). Bereits die homer. Gesellschaft erfreute sich an B. (Hom. Od. 6,110-118; 8,372-380), die auch in Zukunft von Personen aller sozialen Schichten (Athen. 1,14e, 15c; 12,548b; Plut. Alexander 39,5; Cic. Tusc. 5,60) und Altersgruppen ausgeübt wurden. Viele B. haben die Römer von den Griechen übernommen. Einige waren Mannschaftsspiele wie Harpaston oder ἐπίσκυρος, epískyros (Poll. 9,103f.; schol. Plat. Tht. 146 u.a.), bei dem die gegnerische Partei durch Weitwürfe allmählich aus dem Feld gedrängt wurde, vielleic…

Owl-Pillar-Gruppe

(153 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Nach einem ihrer Motive (stehende Eule auf Säule bzw. Pfeiler) benannte rf. kampanische Vasengruppe aus dem 2. und 3. Viertel des 5. Jh.v.Chr. Keramische Leitform ist die attische (“nolanische”) Amphora (Gefäßformen, Abb. A 5), ungleich seltener sind Kalpis (Gefäßformen, Abb. B 12), Krater und Kanne. In der Übernahme der besonderen Amphoren- und Kalpisform wie auch im Stil versuchen die Maler der O., die zeitgleichen att. Vasenmaler zu imitieren; hinzu kommt die auf den “nolanisc…

Apulische Vasen

(429 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Führende Gattung der rf. unteritalischen Vasenmalerei, ca. 430 - ca. 300 v. Chr., mit Produktionszentrum Tarent. Man unterteilt die a.V. in plain- und ornate-style, wobei in ersterem bei weitgehendem Verzicht auf Zusatzfarben vornehmlich Glocken-, Kolonettenkratere und kleinere Gefäßtypen mit einfachem Dekor und Kompositionen von einer bis vier Personen versehen werden (Sisyphos-, Tarporley-Maler). Myth. Themen bilden einen Schwerpunkt, daneben die Darstellung von Frauenköpfen, Kriegern (Kampf- und Abs…

Armschmuck

(297 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Bereits in den alten Kulturen des Vorderen Orients und Ägyptens war das Tragen von A. üblich (Schmuck). Im ägäischen Bereich sind Beispiele aus frühkykladischer Zeit, der min. und myk. Epoche bekannt. Man trug A. am Unterarm, oberhalb des Handgelenks oder am Oberarm, wobei A. des öfteren an beiden Armen, bzw. Unter- und Oberarmen gleichzeitig getragen wurde. Als Grundform diente ein Reif, der für Verzierungen und Inschr. ausreichend Platz bot und entweder völlig geschlossen oder …

Paludamentum

(256 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Rechteckig geschnittener, meist purpurner, aber auch roter oder weißer röm. Umhang aus Leinen oder Wolle, der der griech. Chlamys entsprach; ungewöhnlich dagegen das goldurchwirkte P. der Agrippina (Plin. nat. 33,63). Das P. wurde zunächst nur von röm. Feldherren und höheren Offizieren getragen; es avancierte in der Kaiserzeit zu einem Insigne kaiserlicher Herrschaftsgewalt. Das P. gehörte zur Kriegstracht des Feldherren bzw. Kaisers (vgl. Varro ling. 7,37) und durfte nicht inner…

Latrunculorum ludus

(217 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Das Spiel, bei dem es darauf ankam, dem Gegner alle Steine durch geschicktes Setzen der eigenen zu schlagen, hat seinen Namen von lat. latro (“Söldner”, später auch “Bandit”); der Sieger erhielt den Titel Imperator (vgl. dazu SHA Proculus 13,2). Der Spielverlauf ist nicht völlig geklärt, doch aus den lit. Quellen (Varro ling. 10,22; Ov. ars 3,357f., vgl. 2,207; Sen. de tranquillitate animi 14,7; Laus Pisonis 190-208) ergibt sich ein ungefähres Bild: L.l. wurde von zwei Partnern an einem schachbrettähnlichem Spielbrett gespielt, das normalerweise 8 ×…

Karchesion

(79 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] [1] s. Schiffahrt s. Schiffahrt Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] [2] Trinkgefäß Ein recht großes, dem Kantharos [1] ähnliches Trinkgefäß (Athen. 11,474e-475b; Macr. Sat. 5,21,1-6) für Wein (Mart. 8,56,14; Ov. met. 12,317), das nach Athen. 11,500f. zu den Gefäßen eines griech. Symposions gehörte, ferner im Röm. ein Opfergefäß (z.B. Ov. met. 7,246). Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography W. Hilgers, Lat. Gefäßnamen, BJ, 31. Beih., 1969, 48; 140f.  S. Rottroff, Hellenistic Pottery, The Athenian Agora 29, 1997, 88f.

Mastruca

(60 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (auch mastruga). Sardisches Wort (Quint. inst. 1,5) für ein aus (Schaf-)Fell gefertigtes Gewand, eng am Körper liegend, ärmellos und bis auf die Oberschenkel reichend. Seine Träger galten bei den Römern als unzivilisiert (Cic. Scaur. 45d; Cic. prov. 15), so Alaricus bei Prud. in Symm. 1,659f. Bei Plaut. Poen. 1310-1313 auch als Schimpfwort verwendet. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Feder

(267 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κάλαμος, calamus). Neben dem Griffel war die F. das zweite unentbehrliche Schreibgerät der Ant. Sie diente zum Beschreiben von Papyrus und Pergament, ferner der geweißten bzw. unbeschichteten Holztäfelchen mit roter oder schwarzer Tinte. Die aus den Stengeln von Schilfrohr (κάλαμος, calamus) angefertigten F. spitzte man mit einem F.-Messer (σμίλη, scalprum librarium) an und versah sie mit einem Spalt in der Mitte, so daß sie in ihrem Aussehen durchaus modernen Stahl-F. ähnelten und entsprechend funktionierten (Pers. 3,10-14). N…

Acclamatio

(305 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Rhythmisch oder sprechchorartig vorgetragene Zurufe, die Glückwunsch, Lob, Beifall, Freude oder Gegenteiliges ausdrücken. Neben der anfänglich bestehenden spontanen a. setzte sich im Laufe der Zeit eine festformulierte und bei bestimmten Anlässen immer wiederkehrende a. durch. Eine frühe Erwähnung der a. findet sich in Hom. Il. 1,22, daneben sind a. bei den Beschlüssen in griech. Volksversammlungen [1] oder Kultvereinen bekannt. In Rom wurde die a. bei Hochzeitszügen als Talasse und Hymen, Hymenaee io (Catull. 61-62; Liv. 1,9,12 oder bei Bestattungen als Val…
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