Search

Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf" )' returned 536 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Viergöttersteine

(214 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] sind ein Teil der Iuppiter-Giganten-Säulen (Säulenmonumente III.) und befinden sich unmittelbar auf deren Unterbau (es folgen nach oben hin der Zwischensockel mit den sog. “Wochengöttern” - z. B. Venus für den Freitag, Saturn für den Samstag -, ein schuppen- oder girlandenverzierter Säulenschaft mit Basis und ein Kopfkapitell mit dem einen Giganten niederreitenden Iuppiter). Die Götterfiguren der V. stehen in meist eingetieften Feldern: Üblicherweise handelt es sich um Iuno (Vs.)…

Schlauch

(161 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ἀσκός/ askós; lat. culleus, uter). Zum Transport von festen (Thuk. 4,26) und flüssigen Nahrungsmitteln (Hom. Il. 3,247; Hom. Od. 5,265; 9,196) nutzte man neben Fässern auch Tierhäute (von Rind, Schaf, Ziege; im arabischen Bereich auch Kamelhaut, Hdt. 3,9), die zugenäht wurden, wobei ein Tierbein als Ein- bzw. Ausguß diente. Darstellungen von Sch. sind in der ant. Kunst bei Transportszenen häufig; auch gehört der den Wein-Sch. tragende Silen fest zur Ikonographie dionysischer Szenen …

Seife

(191 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Feste S. im h. Sinn war dem Altertum unbekannt. Zur Reinigung des Körpers verwendete man Bimsstein, Kleie, Natron, Öl, Soda, Tonerde - wobei die Kimolische bes. bekannt war (Aristoph. Ran. 712) - und Wasser. Diese Reinigungsmittel nannten die Griechen ῥύμμα/ rhýmma oder σμῆγμα/ smḗgma (ein entsprechender lat. Begriff fehlt). In den öffentlichen Badeanstalten wurden die Waschmittel vom Bademeister auf Verlangen zur Verfügung gestellt (Aristoph. Lys. 377; Athen. 8,351e) oder man brachte sie von zu Hause mit. Wie die h. S. w…

Stuhl

(354 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Unentbehrliches Sitzmöbel des sparsam möblierten ant. Haushalts, vornehmlich aus Holz (Ahorn, Buche, Eiche), gelegentlich auch aus Br. und teilweise oder zur Gänze aus Gold (Hdt. 1,14; Athen. 12,514) bzw. Marmor gefertigt. Mitunter bestanden Einzelteile des S. auch aus anderen Materialien wie Elfenbein oder Onyx (Plin. nat. 36,59), Metall oder Edelmetall. Daneben gab es Korb-S. aus Weidenzweigen (Plin. nat. 16,174), deren Aussehen aus Darstellungen oder steinernen Nachbildungen bekannt ist. Als Hauptformen (vgl. Athen. 5,192e-f) kannte die Ant. den díphro…

Unteritalische Vasenmalerei

(1,084 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] I. Anfänge Um die Mitte des 5. Jh. v. Chr. entstanden, von athenischen Vasenmalern gegründet, in Unteritalien die ersten Werkstätten für rf. Keramik. Dort wurden einheimische Künstler ausgebildet. So wurde die urspr. Abhängigkeit von attischen Vorbildern, die sich u. a. in Motivwahl oder attizierenden Formen äußerte (Lukanische Vasen), durch einen eigenen Malstil und Dekor- und Motivschatz ersetzt. Mit dem E. des 5. Jh. v. Chr. kam es in der apulischen Vasenmalerei (Apulische Vasen) zur Entwicklung des sog. ornate- und plain-style, wobei die Maler des orn…

Solium

(172 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] [1] Sitz Hoher röm. Sitz mit Fußbank, Arm- und Rückenlehne, Thron; das s. war Sitz der Könige (Ov. fast. 3,358; 6,353) und verm. schon in Etrurien der repräsentative Sitz des pater familias . Er vererbte sich vom Vater auf den Sohn, sein Verkauf galt als ehrenrührig ( salutatio ). Hurschmann, Rolf Bibliography F. Prayon, Frühetr. Grab- und Hausarchitektur, 1975, 111 f.  Th. Schäfer, Imperii Insignia. Sella curulis und Fasces. 29. Ergh. MDAI(R), 1989, 26 f. [English version] [2] Badewanne Röm. Badewanne für eine (Mart. 2,42; Vitr. 9 praef. 10; Plin. nat. …

Trigon

(113 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Röm. Ballspiel, für die Kaiserzeit belegt; man spielte es auf dem Marsfeld (Hor. sat. 1,6,126) und in den Bädern (Petron. 27,1-3). Zum T. waren drei Spieler (Mart. 7,72,9) nötig, die sich zu einem Dreieck aufstellten und einander einen oder mehrere kleine Bälle zuspielten, die entweder gefangen (Mart. 12,82,4) oder mit beiden Händen geschlagen wurden, so daß sie zum Werfer zurück bzw. zum dritten Mitspieler weitergeleitet wurden (Mart. 14,46,1), z. T. so heftig, daß hiervon die H…

Sparbüchse

(190 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ἀργυροθήκη/ argyrothḗkē; lat. arcula, crumena). Spezielle S. für Geld waren im archa. und klass. Griechenland offenbar unbekannt; Geld wurde in Truhen und Kästen zusammen mit Schmuck und anderen Wertgegenständen aufbewahrt (z. B. Theophr. char. 10). Die wohl älteste erh. S. stammt aus Priene (2./1. Jh. v. Chr.) und hat die Form eines Tempelchens mit einem Schlitz im Giebel zum Einwerfen des Geldes, das man durch eine verschließbare Öffnung auf der Rückseite wieder entnehmen konnte […

Sizilische Vasen

(233 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Noch vor Ende des 5. Jh. v. Chr. begann in Himera und Syrakus auf Sizilien die Produktion von rf. Vasen. Diese lassen in Stil, Ornamentik, Vasenform und Thematik eine starke Anlehnung an die att. Vasenmalerei (Meidias-Maler) erkennen. Mit dem 2. Viertel des 4. Jh. v. Chr. wanderten einige sizil. Vasenmaler aus, um auf dem it. Festland den Grundstock für die kampanische und paestanische Vasenmalerei zu legen (Kampanische Vasenmalerei; Paestanische Vasen). In begrenztem Maße blieb …

Stola

(174 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Die s. war das Gewand der röm. Matronen ( matrona [1]), d. h. der freigeborenen Frauen (Plin. nat. 33,40), das sie in der Öffentlichkeit über der engeren tunica bzw. weiteren calasis und unter der palla trugen, so daß der Körper vollständig umhüllt war (vgl. Hor. sat. 1,2,99). Das Gewand reichte bis auf die Knöchel und war weit, faltenreich und im Brust- oder Taillenbereich gegürtet (Mart. 3,93,4). Die s. bestand aus einer Stoffröhre, in die die Trägerin hineinschlüpfte; durch in sich gedrehte Bänder oder Schnüre wurde sie auf den Schultern ge…

Tunica

(275 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Das aus zwei Teilen geschnittene und vernähte, meist weiße Woll- oder Leinenhemd wurde von röm. Männern und Frauen der Oberschicht als Untergewand (Suet. Aug. 94,10) unter der toga , von den unteren Schichten als einzige Bekleidung getragen. Frauen scheinen häufiger zwei tunicae übereinander getragen zu haben; dann nannte man die untere t. subucula (Varro ling. 5,131) und die obere supparus. Bei Kälte und schlechter Witterung zogen auch Männer mehrere t. an (Suet. Aug. 82,1). Urspr. war die t. eng und ärmellos, doch mit dem ausgehenden 1. Jh. v. Chr. wurd…

Zeira

(93 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ζειρά). Ein weiter, bis auf die Füße reichender und in der Mitte gegürteter bunter Mantel der Araber (Hdt. 7,69) und Thraker (Hdt. 7,75), der gegen Kälte schützte und im Unterschied zur chlamýs lang genug war, um beim Reiten die Füße warmzuhalten (Xen. an. 7,4,4). Auf den Thrakerdarstellungen der att. Vasenmalerei hat man ihn aufgrund seiner Länge und der ornamentalen Verzierungen identifiziert. Hurschmann, Rolf Bibliography W. Raeck, Zum Barbarenbild in der Kunst Athens, 1981, 69-72  I. Mader, Thrakische Reiter auf dem Fries des Parthenon?, in: F. Blakolmer …

Schirm

(214 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (σκιάδιον/ skiádion oder σκιάδειον/ skiádeion; lat. umbella, umbraculum). Runde, zusammenklappbare Sch. und solche mit festem Gestänge kannten die Griechen seit dem 5. Jh. v. Chr.; wie in den vorderasiatischen Staaten war auch in Griechenland der Sch. ein Standessymbol und Würdezeichen. Vornehme griech. Frauen ließen ihn sich von einer Dienerin nachtragen (Athen. 12,534a, vgl. Ail. var. 6,1). Bei griech. Männern galt das Tragen von Sch. als Zeichen der Verweichlichung (Pherekrates PCG 7…

Xenon-Gattung

(217 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Sondergruppe der unteritalischen Vasenmalerei, benannt nach der Aufschrift eines Gefäßes in Frankfurt mit der Vorbereitung des Wagenlenkers Xenon zur Ausfahrt [1]. Bei der X.-G. wurde die Dekoration mit rotem Tonschlicker auf das mit dunklem Glanzton bedeckte Gefäß aufgetragen (Gnathiavasen). Die verwendeten Gefäße sind ausgesprochen kleinformatig. Die Dekoration beschränkt sich hauptsächlich auf Ornamente wie Efeu- und Lorbeerzweige, Stabornamente, Wellenlinien, Mäander usw.; Da…

Tarantinon

(73 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ταραντῖνον). Ein leichtes, durchsichtiges Luxusgewand mit Fransen, das im 4. Jh. v. Chr. erstmals lit. belegt ist (Men. Epitr. 272); der urspr. Herstellungsort war Tarent (Taras), vgl. Poll. 7,76. Hetären legten es ohne Untergewand an (Aristain. 1,25, vgl. Ail. var. 7,9). Bei Athen. 14,622b tragen die männlichen Teilnehmer eines dionysischen Festzuges das t. Barbaron Hyphasmata; Coae Vestes; Fimbriae; Kleidung Hurschmann, Rolf Bibliography U. Mandel, Zum Fransentuch des Typus Colonna, in: MDAI(Ist) 39, 1989, 547-554.

Tropa

(125 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (τρόπα). Griechisches Kinderspiel mit Astragalen (Astragal [2]), Nüssen u. a. (Poll. 9,103; schol. Plat. Lys. 206e); es kam darauf an, den eigenen Astragal (oder die Nuß usw.) so zu werfen, daß dieser den Astragal des Gegenspielers von der Stelle bewegte. Bei einer Variante des Spiels mußte man versuchen, einen Astragal in eine kleine Grube im Boden zu versenken; T. wurde wohl auch von jungen Römern gespielt (Mart. 4,14,9). Mit dem T.-Spiel wird eine nur lit. überl. Gruppe des P…

Strophium

(195 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
(στρόφιον). Ein um etwas gewundenes oder in sich gedrehtes Band. [English version] [1] Brustband Brustband der Frauen in Griechenland und Rom (Aristoph. Thesm. 139; 251; 255; 638; Aristoph. Lys. 931; Catull. 64,65), auch μίτρα/ mítra (Anth. Pal. 5,13,4; Apoll. Rhod. 3,867), μηλοῦχος/ mēlúchos (Anth. Pal. 6,211), στηθόδεσμος/ stēthódesmos (Poll. 7,66), mamillare (Mart. 14,66 lem.), fascia pectoralis (Mart. 14,134 lem., vgl. Ov. ars 3,274; Prop. 4,9,49) genannt. In der Kunst sind verschiedentlich Frauen mit s. bzw. beim Anlegen des s. dargestellt. Oft gaben über die Schulte…

Würfelspiel(e)

(508 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (κυβεία/ kybeía; lat. alea). Angeblich von den Lydern (Hdt. 1,94,3), von Palamedes [1] vor Troia (Paus. 2,20,3; 10,31,1) oder dem ägypt. Gott Thot (Plat. Phaidr. 274c-d) erfunden. Im Mythos wird das W. gelegentlich erwähnt (Hdt. 2,122,1); so spielt Eros mit Ganymedes (Apoll. Rhod. 3,114-126), Herakles mit einem Tempelwächter (Plut. Romulus 5,1 f.) oder Patroklos mit Klysonymos (Hom. Il. 23,87 f.). Zum W. brauchte man entweder die vierseitigen Knöchel (Astragal [2], lat. auch talus), die mit den Werten eins und sechs sowie drei und vier belegt waren…

Torus

(128 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Lat. Terminus (griech. τύλη/ týlē; τυλεῖον/ tyleíon) für alles erhaben oder wulstartig Gearbeitete wie z. B. die konvexen Rundglieder der ionischen Säulenbasis (Säule B. 3. mit Abb.; der Begriff ist in der bei Vitr. 3,5,2-3 gebräuchlichen gräzisierten Form ( t.) in die nachant. Architekturterminologie eingegangen), die schwielige Haut im Nacken und auf den Schultern der Lastenträger (Aristoph. Ach. 860; 954: týlē) oder die Schwellung von Tiermuskeln (Plin. nat. 18,78: t.). Týlē nannte man ferner Kissen auf Klinen und Sitzmöbeln (Sappho fr. 46 Lobe…

Schere

(167 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ψαλίς/ psalís; lat. forfex, forpex, forficula). Sch. aus Eisen oder Br. wurden gebraucht bei der Schaf- und Ziegenschur, um Tuche und Metall zu zerschneiden, zur Haar- und Bartschur, in der Flickschusterei und in der Landwirtschaft zum Zerschneiden von Pflanzen und Früchten bzw. zum Schneiden von Weintrauben aus den Rebstöcken. Die Sch. scheint ab dem beginnenden 5. Jh. v. Chr. in Griechenland in Gebrauch gewesen zu sein, im ital. Raum der schriftl. Überl. nach um 300 v. Chr. (Varro …
▲   Back to top   ▲