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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf" )' returned 268 results. Modify search

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Sandale

(561 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (πέδιλον, σανδάλον, -ιον; lat. sandalion, solea, alle meist im Pl.). Die S. (eine Sohle, die durch Riemen am Fuß befestigt wird und bis zum Knöchel oder nur wenig darüber reicht) war sicherlich die am häufigsten getragene, in unterschiedlichen Varianten gefertigte ant. Fußbekleidung. Griech. S. wurden mit dünnen Riemen bis zu den Knöcheln geschnürt [2. 270, Abb. 5]; erst in der röm. Kaiserzeit tauchten die bandartigen Lederriemen auf, die sich über dem Fuß kreuzten oder schräg zusamme…

Teano-Gattung

(159 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Vasengattung aus dem letzten Viertel des 4. Jh. und der 1. H. des 3. Jh. v. Chr., benannt nach ihrem Hauptfundort im nördlichen Kampanien, dem ant. Teanum Sidicinum, das wohl auch Produktionszentrum war. Üblich sind flache Schalen auf kleinem Standring, sog. Fußteller mit hohem Stiel, Skyphoi, Gutti, Oinochoen, Kernoi und Gefäße in Vogelform (s. Abb.); andere Gefäßtypen, wie z. B. Kelchkratere, sind ausgesprochen selten. Die Verzierung der mit dunklem Glanzton bedeckten Vasen bes…

Billienus, C.

(103 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Der röm. Proconsul B. wurde um 100 v. Chr. auf Delos von privater Seite durch eine marmorne Panzerstatue mit einer Stütze in Form eines Schiffsbugs geehrt (H ca. 235 cm), die vor der Ostwand der Stoa des Antigonos [2] Gonatas aufgestellt und bei den frz. Ausgrabungen 1909 bis auf die fehlenden Arme, den Kopf und den linken Unterschenkel in situ gefunden wurde. Mit dem Namen B. verbindet man h. die erste sicher benennbare Panzerstatue überhaupt. Hurschmann, Rolf Bibliography J. Marcadé, Au Musée de Délos, 1969, 134, 329-333, Taf. 75  K. Tuchelt, Frühe Denkmäler Rom…

Sportula

(103 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] ( sporta, sportella). Röm. Körbchen (Isid. orig. 20,9,10; Petron. 40), mit dem man einkaufte (Apul. met. 1,24 und 25), dann das Körbchen, das für die Klienten Geld oder Speisen (Petron. 40; Iuv. 1,95 f.; salutatio ) enthielt. Daher bedeutete s. eine öffentliche Speisung (vgl. Suet. Claudius 21,4) bzw. die den Beamten für ihre Amtshandlungen zustehenden Gebühren. S. hießen auch die im 4. und 5. Jh. n. Chr. an Gerichten von Beamten für Dienstleistungen erhobenen Gebühren (Cod. Iust. 3,2). Donativum Hurschmann, Rolf Bibliography H. A. Cahn et al., Der spätröm…

Werbung

(481 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Die wohl einfachste und effektivste Art, W. für ein Produkt zu betreiben bzw. etwas anzukündigen, war das laute Ausrufen auf Marktplätzen und Straßen (vgl. Propaganda). Daneben sprach die geogr. Herkunft eines Produktes für seine Qualität; so sind Formulierungen wie “tarentinische” oder “amorginische Gewänder”, “chiotischer Wein”, “Falerner Wein” usw. auch als Gütesiegel oder Qualitätsmerkmal überl. Ferner konnte W. in Schriftform an Hauswänden (Graffiti, s. Nachträge), durch Briefe, Epigramme usw. erfolgen. Abzusetzen von kommerzieller W. sind di…

Sportgeräte

(742 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Gerätschaften, die man in der Ant. zum Training und Ausüben einer Sportart benötigte. 1) Der Waffenlauf (Verb ὁπλιτοδρομεῖν/ hoplitodromeín) wurde 520 v. Chr. (65. Ol.) als letzter Laufwettbewerb in das Programm der Olympischen Spiele ( Olýmpia IV.) aufgenommen. Anfänglich führte man ihn in voller Rüstung (Helm, Beinschiene, Rundschild) durch, jedoch wurde die Bewaffnung immer mehr reduziert, bis nur noch der Schild (ἀσπίς/ aspís) übrigblieb (vgl. Paus. 6,10,4). Bes. auf Vasenbildern ist diese Disziplin, zu der nur erwachsene Männer antraten, dargestellt. 2…

Schreibtafel

(356 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Die Verwendung einer mit Wachs überzogenen Holztafel (δέλτος/ déltos, vgl. Hdt. 8,135, bzw. δελτίον/ deltíon, vgl. Hdt. 7,239), um schriftliche Nachr. zu übermitteln (also in Form eines Briefes: Plat. epist. 312d), scheint bei den Griechen seit E. des 8. Jh. v. Chr. bekannt gewesen zu sein (Schrift). Das homer. Epos (Hom. Il. 6,168-170) spricht in diesem Zusammenhang von einem πίναξ πτυκτός/ pínax ptyktós (vgl. Hdt. 7,239: δελτίον δίπτυχον/ deltíon díptychon). Diese “zusammengeklappte” Holztafel (Diptychon) bestand aus zwei Brettchen, die mit e…

Tiara

(237 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (τιάρα). Kopfbedeckung vorderasiatischer Völkerschaften (Armenier, Assyrer, Saker, insbes. Perser; Hdt. 3,12; 7,61; 7,64 u.ö), turbanähnlich; daneben eine hohe, mit Sternen verzierte und aufrecht stehender Spitze versehene T., die bei den Persern nur dem König, seinen Verwandten und hohen Würdenträgern zukam (Xen. an. 2,5,23; Xen. Kyr. 8,3,13). In griech. Quellen wird die T. auch kurbasía oder kíd(t)aris genannt (z. B. Aristoph. Av. 487). Die T. als Kopfbedeckung vornehmer Orientalen war auch in röm. Zeit üblich (Suet. Nero 13; Paus.…

Tropaion

(411 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (τρόπαιον; lat. tropaeum) war urspr. das Zeichen, das vom Sieger an der Stelle auf dem Schlachtfeld errichtet wurde, an der sich der Gegner zur Flucht wandte (von griech. τρέπειν/ trépein, “wenden”), im späteren ant. Sprachgebrauch allg. das Siegesmal, so z. B. Tropaea Augusti (vgl. z. B. Tac. ann. 15,18). Der Begriff t. ist seit dem 5. Jh. v. Chr. üblich (Batr. 159; Aischyl. Sept. 277). Das t. bestand aus einem Baumstumpf oder Pfahl, mitunter mit Querholz (vgl. Diod. 13,24,5), an dem die vom Feind erbeuteten Waffen (Helm, Schild, Panzer, …

Schemel

(218 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (θρῆνυς/ thrḗnys, ὑποπόδιον/ hypopódion, σφέλας/ sphélas, selten χελώνη/ chelṓnē; lat. scabellum, scamnum). Der Sch. diente als Fußbank, wenn man auf dem Klismos, Thron oder einer ähnlich hohen Sitzgelegenheit saß (vgl. Hom. Od. 17,409 f.), oder als Tritt, um auf die Kline auf- oder von ihr herunterzusteigen. Es gab drei Sch.-Varianten: rechteckige Sch. mit einfachen, senkrechten Beinen, rechteckige Sch. mit geschwungenen Beinen, die in Tierfüßen (Löwenfüßen), Sphingen u. a. endeten, sowie …

Tribon

(106 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (τρίβων, τριβώνιον). Ein Mantel ( himátion, vgl. pallium ) aus “kratzigem” Wollstoff, den Kreter (Strab. 10,4,20) und Spartaner (Plut. Lykurgos 30; Plut. Agesilaos 30; Ail. var. 7,13) trugen; später auch in Athen üblich (Thuk. 1,6,3). Er gehörte zur Tracht der einfachen Leute (Aristoph. Eccl. 850; Aristoph. Vesp. 1131), Bauern (Aristoph. Ach. 184; 343) und der sog. lakōnizóntes (“Nachahmer spartanischer Sitten”, Demosth. or. 54,34). Seit Sokrates (Plat. symp. 219b; Plat. Prot. 335d; Xen. mem. 1,6,2) war der T. auch der typische Mantel…

Subligaculum

(90 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Ein den Unterleib bedeckender Schurz der Männerkleidung (Varro ling. 6,21; Non. 29,17), der wohl urspr. unter der röm. Toga getragen (Non. 29,17; Isid. orig. 19,22,5) und später von der Tunica ersetzt wurde. Dagegen ist das subligar ein Schurz, der bei bes. Gelegenheiten, so von Schauspielern (Iuv. 6,70) und im Bade von einer Frau (Mart. 3,87,3), oder allg. von Arbeitern (Plin. nat. 12,59) getragen werden konnte. Perizoma Hurschmann, Rolf Bibliography M. Pausch, Neues zur Bekleidung im Mosaik der “Bikini-Mädchen” von Piazza Armerina in Sizilien, i…

Subsellium

(215 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (βάθρον/ báthron). Schmale, längliche Sitzbank auf vier Füßen und niedriger als die sella, Varro ling. 5,128 (Stuhl); meist ohne Rückenlehne, gelegentlich auch mit Lehne (Suet. Iul. 84,3; Suet. Claud. 41; Suet. Nero 26,2); hergestellt aus Holz, Marmor und Bronze. Das s. war in jedem röm. Haushalt zu finden, daneben diente es als Wartebank für Kunden in Läden und Werkstätten; bei Versteigerungen (Suet. Claud. 39) oder öffentlichen Vorträgen nahmen die Anwesenden darauf Platz (Suet. Claud. 41; Iuv. 7,45; 7,86). Auch Schüler saßen auf dem s. (Diog. Laert. 2,130; 7…

Teller

(96 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (pίναξ/ pínax, λεκάνη/ lekánē; lat. catillus). Der T. diente wie die flacheren Platten und tieferen Schüsseln zum Zubereiten und Servieren von Speisen bei Tisch (z. B. Hom. Od. 1,141; 16,49 f.); er konnte rund oder eckig, mit und ohne Standfuß, mit gewölbter oder mit steiler Wandung gebildet sein. Im arch. Fundgut ist der T. seit dem 8. Jh. v. Chr. bis zum Ausgang der Ant. in unterschiedlichen Materialien (Bronze, Holz, Silber, Ton, Zinn usw.) belegt. Catinus [1]; Eßgeschirr; Eßkultur; Fischteller; Lanx Hurschmann, Rolf Bibliography S. Künzl, Das Tafelgesc…

Triga

(311 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (lat. aus triiuga; griech. τρίπωλος/ trípōlos; “Dreigespann”). In ihrer Bed. als Renn-, Jagd- oder Streitwagen tritt die T. weit hinter den Bigae oder der Quadriga zurück. Bei Homer werden nur Beipferde von Zweigespannen genannt (vgl. Hom. Il. 8,80-86; 16,152-154 und 467-476) und einmal ein Geschenk von drei Pferden erwähnt (Hom. Od. 4,590); auch sonst sind die lit. Quellen zur T. eher rar (z. B. Dion. Hal. ant. 7,73). Entsprechendes gilt auch für ihre Darstellung in der Kunst; hier s…

Toga

(470 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Die von den Etruskern übernommene t. war das offizielle Gewand des röm. Bürgers, das er in der Öffentlichkeit trug und das Nicht-Römern verboten war (Suet. Claud. 15,3; gens togata: Verg. Aen. 1,282). Die wollene t. wurde urspr. auf dem unbekleideten Oberkörper und dem den Unterleib bedeckenden subligaculum , später über der tunica angelegt. Die gewöhnliche t. des einfachen röm. Bürgers war weiß ( t. pura, t. virilis). Daneben gab es die t. praetexta mit purpurfarbenen Randstreifen ( clavi; Statussymbole), die von curulischen Beamten, den Flamines Dialis und Martia…

Unterweltsvasen

(142 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Gefäße (v. a. Volutenkratere) der apulischen rf. Vasenmalerei mit Darstellungen der Unterwelt; man findet das Götterpaar Hades und Persephone, mitunter in einer Palastarchitektur thronend, oft mit Hermes. Weiter können auch anwesend sein: Hekate, Dike [1], Totenrichter (Triptolemos, Aiakos, Rhadamanthys), Orpheus und Eurydike [1], Herakles [1], der den Kerberos bändigt, Megara [1] mit ihren Kindern. Daneben treten myth. Frevler und Büßer auf, wie Danaiden (Danaos), Sisyphos, Tant…

Vorhang

(123 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (παραπέτασμα/ parapétasma, προκάλυμμα/ prokálymma, αὐλαία/ aulaía; lat. velum, aulaea). In griech. und röm. Zelten (Athen. 12,538d), Häusern, Palästen, vereinzelt auch in Tempeln (Lk 23,45; vgl. Paus. 5,12,4), waren V. an Türen, Fenstern (Iuv. 9,105), als Wanddekoration (Iuv. 6,227) und an den Interkolumnien der Atrien und Peristyle angebracht; sie dienten zum Abhalten von Regen oder Sonne (Ov. met. 10,595). Darstellungen solcher V. sind aus der griech. und röm. Kunst bekannt (z. B. die parapétasma-Darstellungen auf röm. Relief-Sarkophagen) und in o…

Kopfbedeckungen

(409 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] spielen in Mythos und Gesch. nur eine geringe Rolle. Zu erwähnen ist die Tarnkappe des Hades, derer Athena sich bedient (κυνέη Ἄϊδος/ kynéē Áïdos, Hom. Il. 5,844 f.) und die sie dann an Perseus [1] weitergibt. Midas verbirgt seine Eselsohren unter einem Turban (Tiara), Ov. met. 11,180 f. Eine K. (Pilleus) wird Lucumo (Tarquinius [11] Priscus) von einem Adler weggenommen und wieder gebracht, worin man ein günstiges Omen für die Zukunft sieht, Liv. 1,34; ein Wind weht Alexandros [4] d.Gr. die Kausia vom Kopf (Arr. an. 7,22,2 f.). Im Alltag gingen griech. und röm. M…

Simpuvium

(81 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] ( simpulum, simpuium). Schöpfkelle mit kurzem Stiel der röm. Priester und Vestalinnen, meist aus Ton (Plin. nat. 35,158); sie diente dazu, den für das Opfer (mit Abb.) benötigten Wein auf die Opferschale zu gießen. S. sind verschiedentlich auf Mz. und Reliefs dargestellt. Im Alltag wurde das s. durch den langstieligen griech. kýathos ersetzt (Varro ling. 5,124). Hurschmann, Rolf Bibliography E. Zwierlein-Diehl, Simpuvium Numae, in: H. A. Cahn (Hrsg.), Tainia. FS R. Hampe 1980, 405-422 (ebd. Anm. 58 und 69 zur Wortform simpuium).
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