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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf" )' returned 268 results. Modify search

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Peplos

(503 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Baumbach, Manuel (Heidelberg)
(Πέπλος). [English version] [1] Tuch Decke, Tuch, auch Leichentuch (Hom. Il. 24,796; Eur. Tro. 627, vgl. Eur. Hec. 432); dann Obergewand oder Mantel von Frauen (Hom. Il. 5,734; Hom. Od. 18,292, vgl. Xen. Kyr. 5,1,6). Im Mythos legen die Troianerinnen dem Kultbild der sitzenden Athena einen P. auf die Knie (Hom. Il. 6,303). Des weiteren Bezeichnung für bes. prachtvolle Gewänder, v.a. für das Kleid der Hera von Olympia, das 16 Frauen alle vier Jahre neu webten (Paus. 5,16), sowie das der Athena Polias …

Mitra

(356 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Renger, Johannes (Berlin)
[English version] [1] Teil der Rüstung (μίτρα, μίτρη). (1) Nach Homer (Hom. Il. 4,137; 187; 216; 5,857) zum Schutz des Unterleibes getragener Teil der Rüstung, der von der arch. Forsch. mit bes. auf Kreta gefundenen, halbkreisförmigen Bronzeblechen der früharcha. Zeit identifiziert wird. Ebenfalls m. heißt das in seiner Funktion entsprechende Rüstungsteil der Salier (Salii; Dion. Hal. ant. 2,70; Plut. Numa 13,4). (2) Gürtel der jungen Frauen (Theokr. 27,55, vgl. μιτροχίτων/ mitrochítōn, Athen. 12,523d) und Göttinnen (Kall. h. 1,120; 4,222, epigr. 39), nach einer s…

Situla

(444 words)

Author(s): Kohler, Christoph; Pingel, Volker | Hurschmann, Rolf
[English version] I. Italisch, keltisch und germanisch Eimerförmiges Gefäß, in der Regel aus Metall, zum Transport und zur kurzzeitigen Aufbewahrung von Flüssigkeiten. Die Form ist generell konisch, mit flacher Schulter und breiter Mündung, an welcher häufig auch die Tragehenkel mittels Ösen befestigt sind. Boden, Körper und Rand sind meist einzeln gearbeitet und anschließend miteinander vernietet. In Etrurien sind S. seit dem 9. Jh. v. Chr. belegt und fanden dort ab der orientalisierenden Zeit weite V…

Kuß

(3,541 words)

Author(s): Binder, Gerhard (Bochum) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Typologie Eine Typologie des K. in der Ant. zu entwerfen, ist bei den vielen Ausprägungen des K., von denen der Liebes-K. nur eine Facette darstellt, schwierig. Bisherige Ansätze gehen diesbezüglich über Materialsammlungen kaum hinaus [1; 2; 3]. Soweit die Überl. es zuläßt, werden daher im folgenden zwei Haupttypen unterschieden: förmlicher K. (in Politik; Klientelverhältnissen; Kult, Rel.) und privater K. (in Familie, Verwandtschaft; Freundschaft; Liebesbeziehungen). Innerhalb …

Catinus

(143 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] [1] Schüssel aus Ton oder Metall für Speisen Schüssel aus Ton oder Metall für Speisen (Fisch, Fleisch, Mehlspeisen). Küchen- und Kochgefäß, für Opfergaben und zum Metallschmelzen; wohl identifiziert durch Graffiti mit den Gefäßformen Dragendorff 31 und 32 (Tongefäße). Auch Näpfe ( acetabulum ) nannte man c. Terra sigillata; Tongefäße Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography G. Hilgers, Lat. Gefäßnamen, BJ 31. Beih. 1969, 48f., 142-144  F. Fless, Opferdiener und Kultmusiker auf stadtröm. histor. Reliefs, 1995, 19f. [English version] [2] Schmelztiegel Catinus…

Krepis

(324 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] [1] Architekturbegriff (κρηπίς, κρηπίδωμα/ krēpídōma). Ant., in Bauinschr. vielfach dokumentierte Bezeichnung für den gestuften Sockel, der als Unterbau für Architekturen aller Art, bes. aber des griech. Säulenbaus diente (Quellen: Ebert 7-9). Die K. lagert auf der Euthynterie (als der obersten, erstmals exakt nivellierten Fundamentschicht) und endet im Stylobat, der Standfläche für die Säulen. Die Ausformung der zunächst ein- oder zweistufigen K. im frühen 6. Jh.v.Chr. ist ein wicht…

Spiegel

(869 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf | Prayon, Friedhelm | Pingel, Volker
(κάτοπτρον/ kátoptron; lat. speculum). [English version] I. Griechisch Bereits die myk. Zeit kannte den kreisrunden Hand-S. aus Bronze mit verziertem elfenbeinernem Griff. Danach sind S. wieder seit der 2. Hälfte des 8. Jh. v. Chr. belegt. Griech. S. teilen sich in Griff- oder Hand-S., Stand- und Klapp-S. Silberne S. haben sich aus myk. Zeit nicht und später nur ausnahmsweise erh. Runde Hand-S. entstanden in unmittelbarer Anlehnung an äg. Vorbilder. Der Stiel konnte aus Bein, Holz, Knochen oder Br. best…

Follis

(627 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Klose, Dietrich (München)
[English version] [1] Blasebalg (φῦσα, Blasebalg). Das bereits bei Homer (Il. 18, 372; 412; 468-70) erwähnte Arbeitsgerät des Schmiedes ist in der griech. Kunst vor allem mit Hephaistos verbunden (Schatzhaus von Siphnos, Delphi), jedoch auf Werkstattdarstellungen selten. In den Werkstätten befanden sich zwei (Hdt. I 68) oder mehrere (Hom. Il. 18,468-470) folles. In der röm. Kunst ist der f. ebenfalls relativ selten dargestellt; auf einem Grabstein eines Schmiedes in Aquileia (Mus. Inv. Nr. 166) hält der Arbeiter am f. einen Schutzschirm vor sich; ein Fresko im Vettier-Hau…

Gürtel

(651 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Keltisch-Germanisch Seit dem E. des Neolithikums (3.Jt. v.Chr.) sind in Mitteleuropa G. im arch. Fundgut (meist Grabbeigaben) durchgängig nachgewiesen. Die G. selbst waren aus organischem Material (Leder usw.) und sind nicht erh., dagegen aber die (metallenen) Besatzstücke als Verschluß (G.-Haken/-Ringe) bzw. zur Verzierung (G.-Bleche). Aus der Frühphase (E. 3.Jt. v.Chr.) sind auch G.-Haken aus Knochen bekannt. In der Brz. (2.Jt. v.Chr.) wurden die G.-Teile meist aus Bronze gego…

Kosmetes

(281 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Rhodes, Peter J. (Durham)
(κοσμητής, “Ordner”). [English version] [1] athen. Beamter zum Training der Epheben In Athen der hauptverantwortliche Beamte für das Training der Epheben nach der Reorganisation der ephēbeía um 335/4 v.Chr. Der k. wurde vom Volk gewählt, vermutl. aus den über 40 J. alten Bürgern ([Aristot.] Ath. pol. 42,2). In der Zeit der zweijährigen Ausbildung war ein k. wohl beide J. für ein Kontingent von Epheben verantwortlich. Er wird in vielen Ephebenlisten vom 4. Jh. v.Chr. bis zum 3. Jh. n.Chr. genannt; hierhin gehören auch die kaiserzeitlichen Hermenporträts att. kosmētaí. Hurschmann…

Brettspiele

(800 words)

Author(s): Bendlin, Andreas (Erfurt) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] A. Alter Orient Nachgewiesen seit der 2. H. des 4. Jt. dienten B. dem Zeitvertreib, aber auch divinatorischen Praktiken (Divination; Kombination mit Lebermodellen [3]). Die Spielbretter mit 5 × 4 Feldern bestanden aus Holz (mit bunten Einlagen oder geschnitzt), Stein (bemalt oder mit Einlagen) oder gebranntem Ton, die Spielfiguren und Würfel aus Elfenbein oder Knochen; zum Spielverlauf sind keine Angaben möglich. Mit dem ägypt. 30-Felder Spiel (bereits prädynastisch) besteht vermutl…

Spiel

(1,500 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg; Renger, Johannes | Hurschmann, Rolf
[English version] I. Ägypten und Alter Orient Die Grenzen zw. S. und Sport sind fließend; hier werden nur Ruhe-S. (Brettspiele) behandelt, die z. B. für Äg. als Originale aus Grabzusammenhängen und bildlichen Darstellungen reichlich bekannt sind. Beliebt war z. B. das Senet-Brett-S. ( znt). Die Quellenlage für den Alten Orient ist aus klimatischen Gründen (Holz kaum erh.) sehr begrenzt. Zu S.-Regeln gibt es jeweils nur Vermutungen. Zusätzlich zu den S.-Brettern finden sich S.-Steine, Astragale [2], Würfel und Wurfstäbchen, die auf eine…

Astragal

(241 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Scheibler, Ingeborg (Krefeld)
(Ἀστράγαλος). [English version] [1] s. Ornament s. Ornament Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] [2] Spielstein Spielstein ( talus). Fußwurzelknochen von Kälbern und Schafen/Ziegen, ebenso aus Gold, Glas, Marmor, Ton, Metallen und Elfenbein verfertigt, bereits bei Hom. Il. 23,85-88 als Spielgerät erwähnt. Man verwandte den A. als Zählmarke für Glücks-, Würfel- und Wurfspiele, wozu das Spiel “Grad oder ungrad” (Plat. Lys. 206e) oder πεντάλιθα ( pentálitha, Geschicklichkeitsspiele) gehörten. Beim A.-Spiel hatten die einzelnen Seiten unterschiedliche Zä…

Strigilis

(261 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf | Groß, Walter Hatto | Künzl, Ernst
(griech. στλεγγίς/ stlengís, ξύστρα/ xýstra). [English version] [1] Sport- und Kosmetikgerät Ant. Sport- und Kosmetikgerät vornehmlich aus Br. oder Eisen zum Abstreifen von Öl, Schweiß und Staub nach sportlichen Übungen und nach Besuch des Schwitzbades ( laconica bzw. sudatoria) in den balnea bzw. Thermen. Sie war Bestandteil eines Sets zur Körperpflege, zu dem bei den Griechen noch Schwamm und ein Ölfläschchen (Alabastron, Lekythos [1]), bei den Römern die ampulla (Ölfläschchen) und patera (Griffschale zum Übergießen des Körpers mit Wasser o…

Thron

(558 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg | Niemeyer, Hans Georg | Hurschmann, Rolf
[English version] I. Alter Orient und Ägypten Zeremoniell ausgestaltetes Sitzmöbel für Götter und Herrscher mit erhöhter Rücklehne, oft mit Armlehnen. Die Seitenteile waren häufig als Tiere bzw. Tierprotomen gestaltet; auch die Stuhlbeine waren in Form von Tierbeinen ausgearbeitet. Abgesehen von wenigen Frg. in Stein waren wohl die meisten Th. aus Holz gefertigt und sind daher im vorderasiatischen Bereich nicht erh., jedoch aus zahlreichen Abb. bekannt. Th. waren verm. meist mit metallenen (Gold) oder …

Möbel

(1,353 words)

Author(s): Cholidis, Nadja (Berlin) | Veigel, Isabell (Berlin) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Alter Orient M. lassen sich für den alten Orient seit dem 6. Jt. v.Chr. nachweisen, so im Bildnis einer weiblichen Figur aus Çatal Hüyük, die auf einem von Feliden flankierten Stuhl thront. Fundiertere Aussagen sind jedoch erst ab dem 3. Jt.v.Chr. möglich, als schriftl. Quellen hinzukommen. Von den meist aus Holz, Schilfrohr, textilem Flechtwerk oder Leder gefertigten M. ist im Vorderen Orient aufgrund des aggressiven Klimas kaum etwas erh. geblieben. Kostbare Einzelstücke konnte…

Abolla

(191 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Manganaro, Giacomo (Sant' Agata li Battiata)
[English version] [1] röm. Mantel Röm. Mantel von unbekannter Form, der aus lit. Quellen bekannt ist, sich aber auf Denkmälern nicht mit Sicherheit nachweisen läßt. Die A. wird als Bauern- und Kriegsgewand der Toga gegenübergestellt (Non. 538,16) und bei Satirikern auch als Mantel der kynischen und stoischen Philosophen bezeichnet (Mart. 4,53; Iuv. 3,115). Offensichtlich war die A. im Aussehen und in der Tragweise der Chlamys (Serv. Verg. Aen. 5,421) ähnlich. Möglicherweise ist A. eine allg. Bezeichnung für den Schultermantel (vgl. Iuv. 4,76, als Mantel des praefectus urbi erwähn…

Tettix

(212 words)

Author(s): Bowie, Ewen; Ü:RE.M. | Hurschmann, Rolf
(Τέττιξ, wörtl. “Zikade”). [English version] [1] Stadtgründer am Eingang zum Hades Ein Kreter, der eine Stadt am Tainaron in der Nähe des mutmaßlichen Eingangs zum Hades gegründet haben soll: Dorthin sandte das Orakel von Delphi Kal(l)ondas, (Spitzname: Korax), der Archilochos im Kampf getötet hatte, um dessen Geist am Grab zu besänftigen (Plut. de sera 17,560e, davon abhängig Suda α 4112, vielleicht mittels Ail. fr. 80). Die Hypothese von [1], daß Archilochos sich selbst “T.” genannt habe, bleibt trotz Lukian. Pseudologistes 1 und Archil. fr. 223 West unbewiesen. Bowie, Ewen; Ü:R…

Nacktheit

(1,823 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Weiler, Ingomar (Graz) | Willers, Dietrich (Bern)
[English version] A. Mythos N. und Entblößung sind im griech. Mythos recht selten thematisiert; die eindrucksvollste Schilderung ist das Entkleiden der Aphrodite durch Anchises im homer. Hymnos auf Aphrodite (Hom. h. in Aphr. 155-167), auch wenn die N. der Göttin nicht ausdrücklich erwähnt wird (vgl. Hom. Od. 8,265-305). Häufiger ist das eher zufällige Beobachten einer Göttin im Bade, das bei seinem Ertapptwerden mit einer Bestrafung (Verwandlung, Erblindung u.a.) endet; Erymanthos, Aktaion und Teir…

Thymiaterion

(422 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf | A.FR.; Niemeyer, Hans Georg
(θυμιατήριον). [English version] I. Klassische Antike Räuchergerät zum Verbrennen von Duftstoffen (Weihrauch o.ä.) - in der altgriech. Kultur aus dem Orient übernommen - aus Br., Ton, Edelmetall, selten aus Stein, im Götter-, Herrscher- und Totenkult verwendet. Das Th. gehörte zum Hausinventar (Demosth. or. 24,183) und wurde bei feierlichen Anlässen im privaten Bereich (Hochzeit, Symposion) gebraucht. Bei festlichen Umzügen und Prozessionen wurden sie mitgetragen (Athen. 5,196 f). Das Th. bestand aus einer Räucherkapsel mit durchlöchertem Deckel, in der der D…
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