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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf" )' returned 268 results. Modify search

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Peuketische Vasen

(185 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Gattung indigener Keramik, benannt nach dem ant. Peuketia, der Landschaft des östlichen Apennin zw. Bari und Egnazia (Peucetii). Die P.V. setzen mit dem beginnenden 7. Jh.v.Chr. ein und tragen zunächst eine von geom. Mustern geprägte Dekoration (Swastika, Rauten, waagerechte und senkrechte Linien), die bes. in der spätgeom. Phase (vor 600 v.Chr.) ein enges ornamentales Raster bildet. Leitformen der P.V. sind Krater, Amphora, Kantharos und Stamnos; seltener sind Schalen. Die zweit…

Rudis

(102 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] [1] Dünner Stab Dünner Stab, Löffel zum Umrühren von Speisen, Arzneimitteln u. a. (griech. κύκηθρον/ kýkēthron, Aristoph. Pax 654), in kleiner Form rudicula (Plin. nat. 34,176) genannt, meist aus Holz, seltener aus Eisen gefertigt (Plin. nat. 34,170). Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] [2] Degen aus Holz Stock, Degen aus Holz für die Fechtübungen der Soldaten und Gladiatoren. Daneben diente die r. als Abzeichen des lanista , um streitende Gladiatoren zu trennen oder ihren Kampf zu ordnen. Ausgediente Gladiatoren erhielten die r., wenn sie sich zur …

Geneleos

(218 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Bildhauer der archa. Zeit, berühmt durch die mit seiner Signatur versehene Familiengruppe im Heraion von Samos (560/550 v.Chr.). Die Gruppe besteht aus der gelagerten Stifterfigur ...ιλάρχος, drei stehenden Mädchen (unbekannter Name, Philippe, Ornithe), den Fragmenten einer Jünglingsfigur und der thronenden Mutter Phileia; bis auf Ornithe (Berlin, SM, Inv. 1739) befinden sich die anderen auf Samos (Vathy, Mus. Inv. 768). G. erweist sich als Meister der ion. Bildhauerei aufgrund d…

Lampe

(641 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] L. als Behälter für das brennbare Öl und Halter des Dochtes sind, ihrer Verwendung entsprechend, allgegenwärtige Funde aus der Ant., sofern sie aus Ton sind; weniger zahlreich sind L. aus Br., Marmor und Gips. Als Grundform der L. diente die Steinschale, die bereits in der Altsteinzeit als L. genutzt wurde. Frühe L. aus Ton folgen dieser Grundform; sie sind auf der Töpferscheibe gedreht, besitzen einen zur Mitte hin umgeknickten Rand und sind ein- oder mehrfach eingeknickt, um de…

Perservase

(148 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Apulischer Volutenkrater aus Canosa (1851 gefunden) in Neapel (NM, Inv. 81947 [H 3253], H 130 cm, [1]), aufgrund der zentralen Gestalt des Perserkönigs auch als “Dareioskrater” bezeichnet; eponymes Werk des danach benannten Dareios-Malers. Die Hauptseite zeigt im Zentrum den Kronrat des Dareios [1] I., darunter Zahlmeister und Tributträger, darüber Athena mit Hellas vor Zeus und Apate vor Asia. Die arch. Forsch. sieht darin eine Spiegelung der Siege Alexandros' [4] d.Gr. in Persi…

Matratze

(113 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (τύλη/ týlē; lat. culcita, torus). M. bildeten das Auflager der griech. und röm. Kline (auf den Haltegurten der Kline liegend, Petron. 97,4) oder wurden unmittelbar auf den Boden gebreitet (Athen. 15,675a; Alki. 4,13,14; χαμεύνη/ chameúnē: Theokr. 7,133; 13, 33). Die Füllung der M. bestand aus Wolle, Stroh, Schilf, Seegras, Heu, Haaren, Federn, wobei die Federn germanischer Gänse bes. geschätzt waren (Plin. nat. 10,54, vgl. Ov. met. 8,655 zu Binsen). Daneben gab es das κνέφαλλον/ knéphallon (Poll. 10,42) und das τυλεῖον/ tyleíon, das feine Unterbett aus der …

Palimpsest

(320 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (παλίμψηστος [βίβλος/ bíblos oder χάρτης/ chártēs], lat. codex rescriptus). Das “wieder abgeschabte”, d.h. nach der Tilgung der ersten Beschriftung wieder zum Schreiben präparierte, Buch, Papyrus- oder Pergamentblatt. Den ersten Text wischte man mit einem Schwamm oder schabte ihn mit Bimsstein ab. Dieses Verfahren wurde schon in Äg. (z.B. PBerlin 3024, 12. Dyn., ab ca. 2000 v.Chr.) angewandt und war auch später normal, sei es aus Sparsamkeit (Cic. fam. 7,18,2), sei es aus Mangel an unbes…

Centuripe-Gattung

(138 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Buntbemalte Keramik des 3./2.Jh. v.Chr., benannt nach dem FO in Sizilien. Die Gefäßformen sind die Pyxis, Lekanis und der Lebes, selten andere Typen wie die Lekythos. Die in Temperafarben (weiß, pink, schwarz, gelb, rot, gold, vereinzelt auch grün und blau) auf die Grundierung des orangefarbenen Tons ausgeführte Bemalung (Akanthos-, Ranken- und architektonische Friese, Köpfe, Büsten) wird nur auf einer Seite des Gefäßes aufgetragen. Die Gefäße sind von beträchtlicher Höhe (50 cm …

Orarium

(126 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (auch sudarium). Der Gebrauch des “Gesichts”- ( o.) oder “Schweißtuches” ( sudarium) ist seit dem 1. Jh. v.Chr. bezeugt (Quint. inst. 6,3,60; 11,3,148); man benutzte es, um den Schweiß abzuwischen, den Mund zu bedecken (Suet. Nero 25), den Kopf zu verhüllen (Suet. Nero 45) und die Hände abzutrocknen (Petron. 67). Auch konnte man es um den Hals tragen (Suet. Nero 51; Petron. 67). Nach Catull 12,14 und 25,7 war das sudarium aus spanischem Leinen. Die Bezeichnung o. taucht erst seit dem 3. Jh.n.Chr. auf; beide werden syn. verwandt, wobei das o. jetzt zum Beifallspenden…

Naïskosvasen

(253 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Im 2. Viertel des 4. Jh.v.Chr. tritt mit der Darstellung des Naïskos (Diminutiv von naós, “Tempel”) auf unteritalischen Vasen eine neue Form der Grabmalsdarstellung auf, die wohl auf den Iliupersis-Maler zurückzuführen ist. In der apulischen Vasenmalerei sind N. nach der Mitte des 4. Jh.v.Chr. ungewöhnlich häufig, in den übrigen unterital. Kunstlandschaften eher die Ausnahme. Die N. sind speziell für den Totenkult hergestellte Vasen, deren Bildwelt nicht nur damit zusammenhängende Szenen, son…

Eintritts- und Erkennungsmarken

(425 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (σύμβολον, tessera). In Athen gab der Staat ab 450 v.Chr. den ärmeren Bürgern für den Besuch der Aufführungen im Dionysos-Theater Freibillets im Werte von zwei Obolen (θεωρικόν διόβολον); diese σύμβολα ( sýmbola) genannten E. gab man dem Theaterpächter, der dann dafür das entsprechende Geld aus der Staatskasse einzog. Die Einrichtung wurde später auf alle Bürger ausgedehnt, woran sich Zahlungen für die Teilnahme an Volksversammlungen und Gericht anschlossen. Zahlreiche bronzene Symbola aus der Zeit von der 2. …

Kothurn

(236 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ὁ κόθορνος, cot[h]urnus). Der griech. K. war ein hoher Schaftstiefel aus weichem Leder, der sich eng an Fuß und Bein anschmiegte (von daher als Synonym für einen anpassungsfähigen Menschen verwandt bei Xen. hell. 2,3,30-31) und mit Bändern umwickelt oder vorne an einem Schlitz am Schaft verschnürt wurde. Der K. wird als Frauenschuh erwähnt (Aristoph. Eccl. 341-346; Lys. 657), aber bes. oft von den eleganten Jünglingen bei Symposion und Komos getragen. Bevorzugte Fußbekleidung von …

Fächer

(376 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ῥιπίς, rhipís; flabellum). F. wurden im Orient und Ägypt. von alters her als Standessymbol verwandt. Nach Griechenland kam der F. wohl erst im 5. Jh. v.Chr.; Eur. Or. 1426-1430 (erste Erwähnung) nennt den F. noch “barbarisch”, doch avancierte er schnell zu einem der wichtigsten Requisiten der Frau (vgl. Poll. 10,127), die sich mit ihm selbst Luft zufächerte oder von einer Dienerin zufächern ließ (vgl. die flabellifera bei Plaut. Trin. 252 und der flabrarius als männliches Pendant bei Suet. Aug. 82). Auf griech. Vasen und an Terrakotten (“Tanagra-Fi…

Dalmatica

(117 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Langärmelige, bis zu den Knien fallende Tunica, benannt nach ihrem Herkunftsland Dalmatien; erstmals lit. an der Wende zum 2. Jh.n.Chr. erwähnt. Nach Ausweis der Schriftquellen und Denkmäler war die D. weiß mit purpurnem clavus , der von den Schultern senkrecht zum Saum führte; als Material dienten Wolle, Seide, Halbseide und Leinen. Die D. wird von Männern (im Dienst mit einem cingulum militiae) und Frauen getragen. Bereits im 3. Jh.n.Chr. wird sie in die liturgische Gewandung der Kirche übernommen und zur typischen Bekleidung der Diakone…

Lauf- und Fangspiele

(428 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Für L.- und F. boten sich Plätze und Straßen an (z.B. Kall. epigr. 1,9; Verg. Aen. 7,379), auf denen Kinder das Nachlaufen (Hor. ars 455f.; vgl. Hor. ars 412-415 evtl. Wettlaufen) oder das überaus beliebte Reifenschlagen spielen konnten (τροχός, trochus), das vor allem auf griech. Vasenbildern (auch bei Ganymedes [1]) abgebildet ist (Poll. 10,64). Nach Ausweis der röm. Quellen gehörte es geradezu zum Straßenbild (Mart. 14,168; 14,169; vgl. ebd. 12,168; 14,157); auch auf zugefrorenen Flüssen (Mart. 7,80,8) spielte man …

Mimik

(461 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Unter M. versteht man die Ausdrucksbewegungen (Mienenspiel) des gesamten Gesichtes oder einzelner Teile desselben, die eine momentane Befindlichkeit des Menschen spontan anzeigen oder absichtlich mit dem Ziel eines bestimmten Ausdrucks angenommen werden. M. ist vielfach situationsgebunden und wird durch Gesten (Gebärden, Gestus) ergänzt oder durch sie erst verständlich. Auf der Bühne werden die einzelnen Charaktere mit unterschiedlicher M. angezeigt (Maske, Mimos), ebenso ist die…

Lanx

(175 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Platte oder flache röm. Schüssel von unterschiedlicher Größe, Form (oval, vier- oder vieleckig) und Funktion; sie diente für Küchenarbeiten (z.B. Petron. 28,8), mehr aber noch zum Auftragen von Speisen wie Fisch, Fleisch und Geflügel (Mart. 7,48,3; 11,31,19); auf einer L. wurden die Trinkbecher gereicht. Auch im röm. Rechtsverkehr fand sie Verwendung. Außerdem wird sie als Folterinstrument erwähnt, und das Haupt Johannes des Täufers wurde auf einer L. präsentiert. Im Kult bezeich…

Baltimore-Maler

(99 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Apulischer Vasenmaler aus dem letzten Viertel des 4.Jh. v.Chr., benannt nach einem Gefäß in Baltimore. Der B. bemalte vorwiegend großflächige Gefäße (Volutenkratere, Amphoren, Loutrophoren, Hydrien u.a. Gefäßtypen/-formen) mit Grabszenen (Naiskosvasen), mythologischen Szenen (Bellerophon, Götterversammlungen) und dionysischen Sujets; seltener sind Genreszenen, wie Frauen-, Hochzeits- und Erotenbilder. Seine Anwesenheit und künstlerische Tätigkeit in Canosa (Canusium) kann als wah…

Iliupersismaler

(174 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Apul. Vasenmaler des 2. Viertels des 4. Jh. v.Chr., benannt nach einem Volutenkrater in London (BM Inv. F 160 [1. 193 Nr. 8]) mit Darstellung der Iliupersis. Der I. gehört zu den innovativ tätigen Vasenmalern mit bahnbrechenden Neuerungen für die Entwicklung der späteren apulischen Vasenmalerei; hierunter fallen u.a. die Einführung von Grabszenen (Naiskosvasen), ferner die Riefelung von Gefäßen in ihrem unteren Teil und die Verzierung der Henkel an Volutenkrateren mit runden Meda…

Repositorium

(132 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Urspr. ein röm. Tablett, dann ein Gestell bzw. Tafelaufsatz, der zum Auftragen und Anrichten der Speisen für einen Menügang (Petron. 33; 40; 49) diente und als Luxusgeschirr wohl im beginnenden 1. Jh. v. Chr. eingeführt wurde. Das r. konnte von einfacher, runder oder viereckiger Form, aber auch mehrstöckig sein und eine beträchtliche Höhe einnehmen; ferner wurde es auch figürlich verziert (Petron. 36), mit kostbaren Hölzern furniert und an Ecken und Kanten mit Silber ausgelegt (Plin. nat. 33,146). Es galt als schlechtes Omen, das r. wegzutragen, wenn ein Gast …
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