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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf" )' returned 268 results. Modify search

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Pedum

(246 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Uggeri, Giovanni (Florenz)
[English version] [1] Armlanger Stock (lat. für καλαῦροψ/ kalaúrops, κορύνη/ korýnē, λαγωβόλον/ lagōbólon, ῥάβδος καμπύλη/ rhábdos kampýlē, ῥόπαλον/ rhópalon, “Hasenholz”). Armlanger, knotiger Stock mit gekrümmtem Ende; letzteres konnte auch verziert sein (Verg. ecl. 5,888-892). Das p. war der Hirtenstab (z.B. Anth. Pal. 6,177; Theokr. 7,43), daneben diente es den Jägern als Wurfholz bes. bei der Hasenjagd (Anth. Pal. 6,188; 296). Von daher ist das p. in Darstellungen der Lit. und der Kunst Attribut von myth. Jägern wie Aktaion, den Kentauren und Orion, fern…

Armschmuck

(297 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Bereits in den alten Kulturen des Vorderen Orients und Ägyptens war das Tragen von A. üblich (Schmuck). Im ägäischen Bereich sind Beispiele aus frühkykladischer Zeit, der min. und myk. Epoche bekannt. Man trug A. am Unterarm, oberhalb des Handgelenks oder am Oberarm, wobei A. des öfteren an beiden Armen, bzw. Unter- und Oberarmen gleichzeitig getragen wurde. Als Grundform diente ein Reif, der für Verzierungen und Inschr. ausreichend Platz bot und entweder völlig geschlossen oder …

Simpuvium

(81 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] ( simpulum, simpuium). Schöpfkelle mit kurzem Stiel der röm. Priester und Vestalinnen, meist aus Ton (Plin. nat. 35,158); sie diente dazu, den für das Opfer (mit Abb.) benötigten Wein auf die Opferschale zu gießen. S. sind verschiedentlich auf Mz. und Reliefs dargestellt. Im Alltag wurde das s. durch den langstieligen griech. kýathos ersetzt (Varro ling. 5,124). Hurschmann, Rolf Bibliography E. Zwierlein-Diehl, Simpuvium Numae, in: H. A. Cahn (Hrsg.), Tainia. FS R. Hampe 1980, 405-422 (ebd. Anm. 58 und 69 zur Wortform simpuium).

Paludamentum

(256 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Rechteckig geschnittener, meist purpurner, aber auch roter oder weißer röm. Umhang aus Leinen oder Wolle, der der griech. Chlamys entsprach; ungewöhnlich dagegen das goldurchwirkte P. der Agrippina (Plin. nat. 33,63). Das P. wurde zunächst nur von röm. Feldherren und höheren Offizieren getragen; es avancierte in der Kaiserzeit zu einem Insigne kaiserlicher Herrschaftsgewalt. Das P. gehörte zur Kriegstracht des Feldherren bzw. Kaisers (vgl. Varro ling. 7,37) und durfte nicht inner…

Beleuchtung

(642 words)

Author(s): Sievertsen, Uwe (Tübingen) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Vorderer Orient und Ägypten Vorderer Orient: Die B. der Räume war im allg. gedämpft; an Außenwänden fanden sich gewöhnlich nur hochliegende Fenster, belegt vornehmlich durch Architekturdarstellungen, selten im Original. Bei Räumen an Höfen genügte vermutlich durch Türen einfallendes Licht. Innenliegende Räume speziell größerer Architekturkomplexe erforderten bes. B. mittels verschiedener Dachhöhen und hochgelegener Wandöffnungen oder durch verschließbare Oberlichter in den Decken. …

Latrunculorum ludus

(217 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Das Spiel, bei dem es darauf ankam, dem Gegner alle Steine durch geschicktes Setzen der eigenen zu schlagen, hat seinen Namen von lat. latro (“Söldner”, später auch “Bandit”); der Sieger erhielt den Titel Imperator (vgl. dazu SHA Proculus 13,2). Der Spielverlauf ist nicht völlig geklärt, doch aus den lit. Quellen (Varro ling. 10,22; Ov. ars 3,357f., vgl. 2,207; Sen. de tranquillitate animi 14,7; Laus Pisonis 190-208) ergibt sich ein ungefähres Bild: L.l. wurde von zwei Partnern an einem schachbrettähnlichem Spielbrett gespielt, das normalerweise 8 ×…

Viergöttersteine

(214 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] sind ein Teil der Iuppiter-Giganten-Säulen (Säulenmonumente III.) und befinden sich unmittelbar auf deren Unterbau (es folgen nach oben hin der Zwischensockel mit den sog. “Wochengöttern” - z. B. Venus für den Freitag, Saturn für den Samstag -, ein schuppen- oder girlandenverzierter Säulenschaft mit Basis und ein Kopfkapitell mit dem einen Giganten niederreitenden Iuppiter). Die Götterfiguren der V. stehen in meist eingetieften Feldern: Üblicherweise handelt es sich um Iuno (Vs.)…

Karchesion

(79 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] [1] s. Schiffahrt s. Schiffahrt Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] [2] Trinkgefäß Ein recht großes, dem Kantharos [1] ähnliches Trinkgefäß (Athen. 11,474e-475b; Macr. Sat. 5,21,1-6) für Wein (Mart. 8,56,14; Ov. met. 12,317), das nach Athen. 11,500f. zu den Gefäßen eines griech. Symposions gehörte, ferner im Röm. ein Opfergefäß (z.B. Ov. met. 7,246). Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography W. Hilgers, Lat. Gefäßnamen, BJ, 31. Beih., 1969, 48; 140f.  S. Rottroff, Hellenistic Pottery, The Athenian Agora 29, 1997, 88f.

Mastruca

(60 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (auch mastruga). Sardisches Wort (Quint. inst. 1,5) für ein aus (Schaf-)Fell gefertigtes Gewand, eng am Körper liegend, ärmellos und bis auf die Oberschenkel reichend. Seine Träger galten bei den Römern als unzivilisiert (Cic. Scaur. 45d; Cic. prov. 15), so Alaricus bei Prud. in Symm. 1,659f. Bei Plaut. Poen. 1310-1313 auch als Schimpfwort verwendet. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Gebärden

(3,570 words)

Author(s): Bonatz, Dominik (Berlin) | Dominicus, Brigitte (Diersdorf) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Alter Orient Die Ausdrucksformen in der altoriental. Bildkunst werden durch eine ausgeprägte G.-Sprache unterstützt, die im bes. der Kommunikation zw. Sterblichen und Göttern sowie zw. untergebenen und höhergestellten Personen dient. Im sakralen Bereich bringen G. individuelle Gefühle und Wünsche zum Ausdruck; im profanen Bereich tritt ihr offizieller Informationsgehalt stärker in den Vordergrund. Gebets-G. werden häufig mittels vor der Brust zusammengelegter Hände dargestellt [1…

Schlauch

(161 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ἀσκός/ askós; lat. culleus, uter). Zum Transport von festen (Thuk. 4,26) und flüssigen Nahrungsmitteln (Hom. Il. 3,247; Hom. Od. 5,265; 9,196) nutzte man neben Fässern auch Tierhäute (von Rind, Schaf, Ziege; im arabischen Bereich auch Kamelhaut, Hdt. 3,9), die zugenäht wurden, wobei ein Tierbein als Ein- bzw. Ausguß diente. Darstellungen von Sch. sind in der ant. Kunst bei Transportszenen häufig; auch gehört der den Wein-Sch. tragende Silen fest zur Ikonographie dionysischer Szenen …

Schwamm

(287 words)

Author(s): Hünemörder, Christian | Hurschmann, Rolf
[English version] I. Naturwissenschaft Σπόγγος/ spóngos, σπογγία/ spongía (attisch σπογγιά/ spongiá), lat. spongia (mit Spezialname peniculus bei Komödiendichtern wie Plautus und Terenz, penicillus bei Colum. 12,18,5 und Plinius) ist der im Mittelmeer wachsende Bade-Sch. (Euspongia officinalis Bronn.). Vier geogr. Unterarten, drei schwarze und eine weiße (ἀπλυσία/ aplysía aus der Gattung Sarcotragus Schmidt), unterscheidet Aristoteles in seiner genauen Beschreibung (hist. an. 5,16,548a 30-549a 13; vgl. Plin. nat. 9,148-150) und eine weitere…

Feder

(267 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κάλαμος, calamus). Neben dem Griffel war die F. das zweite unentbehrliche Schreibgerät der Ant. Sie diente zum Beschreiben von Papyrus und Pergament, ferner der geweißten bzw. unbeschichteten Holztäfelchen mit roter oder schwarzer Tinte. Die aus den Stengeln von Schilfrohr (κάλαμος, calamus) angefertigten F. spitzte man mit einem F.-Messer (σμίλη, scalprum librarium) an und versah sie mit einem Spalt in der Mitte, so daß sie in ihrem Aussehen durchaus modernen Stahl-F. ähnelten und entsprechend funktionierten (Pers. 3,10-14). N…

Acclamatio

(305 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Rhythmisch oder sprechchorartig vorgetragene Zurufe, die Glückwunsch, Lob, Beifall, Freude oder Gegenteiliges ausdrücken. Neben der anfänglich bestehenden spontanen a. setzte sich im Laufe der Zeit eine festformulierte und bei bestimmten Anlässen immer wiederkehrende a. durch. Eine frühe Erwähnung der a. findet sich in Hom. Il. 1,22, daneben sind a. bei den Beschlüssen in griech. Volksversammlungen [1] oder Kultvereinen bekannt. In Rom wurde die a. bei Hochzeitszügen als Talasse und Hymen, Hymenaee io (Catull. 61-62; Liv. 1,9,12 oder bei Bestattungen als Val…

Gruß

(1,108 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
I. Grußgebärden [English version] A. Handreichung Nach griech. und röm. Sitte gab man Gastfreunden, Familienmitgliedern, Vertrauten oder Freunden die rechte Hand und drückte sie fest (Hom. Il. 10,542 u.ö.; Xen. Kyr. 3,2,14; Aristoph. Nub. 81; Plut. Cicero 879; Plut. Antonius 952; Plut. de amicorum multitudine 94b), sowohl bei der Begrüßung (bei Plut. Caesar 708 schon eher Leutseligkeit) wie auch beim Abschied. Der Handschlag galt als Zeichen der Freundschaft und des Vertrauens (Xen. Kyr. 3,2,14; Liv. …

Griffel

(284 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
(γραφίς, γραφεῖον; lat. stilus, graphium). [English version] [1] Werkzeug zum Zeichnen Werkzeug zum Zeichnen, auch Reißfeder genannt, s. Bautechnik, Bauwesen. Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] [2] Schreibgerät Schreibgerät für die mit einer Wachsschicht versehenen Holztäfelchen ( cera ). Mit dem spitzen unteren Ende des G. gravierte man den zu schreibenden Text auf die Täfelchen ein und konnte gegebenenfalls Schreibfehler mit dem oberen abgeflachten Ende wieder löschen, indem man das Wachs verstrich ( stilum vertere, z.B. Hor. sat. 1,10,72). Darstellungen …

Kreisel

(120 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (στρόβιλος, ferner βέμβηξ, κῶνος, στρόμβος, στρόφαλος, lat. rhombus, turbo). Das K.-Spiel war in der Ant. ein beliebtes Kinderspiel; der hölzerne, aus Buchsbaum gefertigte (daher auch lat. buxum genannte), mit Querrillen versehene K. wurde mit den Fingern in eine rotierende Bewegung versetzt und dann mit der Peitsche vorwärts getrieben (Verg. Aen. 7,373-383 in einem epischen Gleichnis; Kall. epigr. 1,9; Tib. 1,5,3; Anth. Pal. 7,89). Originale K. aus Ton, Bronze, Blei und anderen Materialien haben sich als…

Daunische Vasen

(194 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Keramikgattung der Italiker aus den heutigen Prov. um Bari und Foggia mit lokalen Produktionsorten bes. in Ordona und Canosa. Seit der Frühphase (um 700 v.Chr.) zeigen die Gefäße ein vom griech. Motivschatz unabhängiges geom. Dekor, das in roter und braun bis schwarzer Erdfarbe auf die handgeformten Gefäße aufgetragen wird. Dazu gehören Rauten-, Dreiecksmuster und Bandornament, Wellenlinie, Kreis, Kreuz, Quadrat, Bogen, Swastika u.a. (Ornament). Auch bei den Vasenformen erfolgte eine anfangs von griech. Vorbildern unabhängige Entwicklung. Die typischen Gefäße der in zwei Gruppen (nord- und süddaunische Keramik) eingeteilten D.V. sind der Fußkrater, Askos, Trichtergefäß und fußlose Schale mit Schlaufenhenkel; auffällig sind die Hand-, Tier- und anthropomorphen Protomen an den Wandungen und Henkeln bzw. deren zeichnerische Wiedergabe auf den Gefäßen. Im 5. Jh.v.Chr. übernimmt man die Drehscheibe, im Verlauf des 4. Jh.v.Chr. auch griech. Dekorationsformen. Ab 330 v.Chr. sind Glocken-, Kolonettenkrater, Kantharos und Kalathos häufiger. In der Jung-Canosiner Stufe (ca. 350 - 250 v.Chr.) enden die traditionellen Dekorformen zugunsten von Efeu- und Palmettenfriesen, “Laufendem Hund”, figürlichen Darstellungen u.a. Dominant sind jetzt nur wenige Gefäßformen: Doppelgefäß, Kolon…

Kamm

(370 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ὁ κτείς, lat. pecten). K. für Wolle und Kopfhaare waren bereits im vorgesch. Europa, Ägypten und Vorderasien bekannt. Sie waren aus unterschiedlichen Materialien (Oliven- oder Buchsbaumholz, Elfenbein, Knochen, später auch aus Bronze, Eisen) und konnten auch in der Form variieren (trapezförmig oder länglich). In der nachmyk. Zeit wurden sie auch zweizeilig gezahnt, wobei im letzteren Fall eine Seite enger angebrachte Zähne besaß. In der archa. Zeit kamen noch halbkreisförmige Kämme hinzu. Die klass. griech. und röm…

Purpurissum

(78 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Kostbare Farbe und Schminke (Plin. nat. 35,44), hergestellt aus der Mischung von erhitztem Purpursaft und Silberton (bzw. -kreide, creta argentaria); p. fiel umso heller aus, je mehr man von dem Silberton hinzufügte. Als Malerfarbe war p. aufgrund seiner lebhaften Farbe sehr geschätzt (Plin. nat. 35,30; 35,44 f.; 35,49). Frauen nutzten p. zusammen mit Bleiweiß ( cerussa) zum Färben von Wangen und Lippen (vgl. Plaut. Most. 258, 261; Plaut. Truc. 290). Farben; Kosmetik Hurschmann, Rolf (Hamburg)
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