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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf" )' returned 536 results. Modify search

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Sandale

(561 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (πέδιλον, σανδάλον, -ιον; lat. sandalion, solea, alle meist im Pl.). Die S. (eine Sohle, die durch Riemen am Fuß befestigt wird und bis zum Knöchel oder nur wenig darüber reicht) war sicherlich die am häufigsten getragene, in unterschiedlichen Varianten gefertigte ant. Fußbekleidung. Griech. S. wurden mit dünnen Riemen bis zu den Knöcheln geschnürt [2. 270, Abb. 5]; erst in der röm. Kaiserzeit tauchten die bandartigen Lederriemen auf, die sich über dem Fuß kreuzten oder schräg zusamme…

Teano-Gattung

(159 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Vasengattung aus dem letzten Viertel des 4. Jh. und der 1. H. des 3. Jh. v. Chr., benannt nach ihrem Hauptfundort im nördlichen Kampanien, dem ant. Teanum Sidicinum, das wohl auch Produktionszentrum war. Üblich sind flache Schalen auf kleinem Standring, sog. Fußteller mit hohem Stiel, Skyphoi, Gutti, Oinochoen, Kernoi und Gefäße in Vogelform (s. Abb.); andere Gefäßtypen, wie z. B. Kelchkratere, sind ausgesprochen selten. Die Verzierung der mit dunklem Glanzton bedeckten Vasen bes…

Billienus, C.

(103 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Der röm. Proconsul B. wurde um 100 v. Chr. auf Delos von privater Seite durch eine marmorne Panzerstatue mit einer Stütze in Form eines Schiffsbugs geehrt (H ca. 235 cm), die vor der Ostwand der Stoa des Antigonos [2] Gonatas aufgestellt und bei den frz. Ausgrabungen 1909 bis auf die fehlenden Arme, den Kopf und den linken Unterschenkel in situ gefunden wurde. Mit dem Namen B. verbindet man h. die erste sicher benennbare Panzerstatue überhaupt. Hurschmann, Rolf Bibliography J. Marcadé, Au Musée de Délos, 1969, 134, 329-333, Taf. 75  K. Tuchelt, Frühe Denkmäler Rom…

Sportula

(103 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] ( sporta, sportella). Röm. Körbchen (Isid. orig. 20,9,10; Petron. 40), mit dem man einkaufte (Apul. met. 1,24 und 25), dann das Körbchen, das für die Klienten Geld oder Speisen (Petron. 40; Iuv. 1,95 f.; salutatio ) enthielt. Daher bedeutete s. eine öffentliche Speisung (vgl. Suet. Claudius 21,4) bzw. die den Beamten für ihre Amtshandlungen zustehenden Gebühren. S. hießen auch die im 4. und 5. Jh. n. Chr. an Gerichten von Beamten für Dienstleistungen erhobenen Gebühren (Cod. Iust. 3,2). Donativum Hurschmann, Rolf Bibliography H. A. Cahn et al., Der spätröm…

Werbung

(481 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Die wohl einfachste und effektivste Art, W. für ein Produkt zu betreiben bzw. etwas anzukündigen, war das laute Ausrufen auf Marktplätzen und Straßen (vgl. Propaganda). Daneben sprach die geogr. Herkunft eines Produktes für seine Qualität; so sind Formulierungen wie “tarentinische” oder “amorginische Gewänder”, “chiotischer Wein”, “Falerner Wein” usw. auch als Gütesiegel oder Qualitätsmerkmal überl. Ferner konnte W. in Schriftform an Hauswänden (Graffiti, s. Nachträge), durch Briefe, Epigramme usw. erfolgen. Abzusetzen von kommerzieller W. sind di…

Sportgeräte

(742 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Gerätschaften, die man in der Ant. zum Training und Ausüben einer Sportart benötigte. 1) Der Waffenlauf (Verb ὁπλιτοδρομεῖν/ hoplitodromeín) wurde 520 v. Chr. (65. Ol.) als letzter Laufwettbewerb in das Programm der Olympischen Spiele ( Olýmpia IV.) aufgenommen. Anfänglich führte man ihn in voller Rüstung (Helm, Beinschiene, Rundschild) durch, jedoch wurde die Bewaffnung immer mehr reduziert, bis nur noch der Schild (ἀσπίς/ aspís) übrigblieb (vgl. Paus. 6,10,4). Bes. auf Vasenbildern ist diese Disziplin, zu der nur erwachsene Männer antraten, dargestellt. 2…

Schreibtafel

(356 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Die Verwendung einer mit Wachs überzogenen Holztafel (δέλτος/ déltos, vgl. Hdt. 8,135, bzw. δελτίον/ deltíon, vgl. Hdt. 7,239), um schriftliche Nachr. zu übermitteln (also in Form eines Briefes: Plat. epist. 312d), scheint bei den Griechen seit E. des 8. Jh. v. Chr. bekannt gewesen zu sein (Schrift). Das homer. Epos (Hom. Il. 6,168-170) spricht in diesem Zusammenhang von einem πίναξ πτυκτός/ pínax ptyktós (vgl. Hdt. 7,239: δελτίον δίπτυχον/ deltíon díptychon). Diese “zusammengeklappte” Holztafel (Diptychon) bestand aus zwei Brettchen, die mit e…

Tropa

(125 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (τρόπα). Griechisches Kinderspiel mit Astragalen (Astragal [2]), Nüssen u. a. (Poll. 9,103; schol. Plat. Lys. 206e); es kam darauf an, den eigenen Astragal (oder die Nuß usw.) so zu werfen, daß dieser den Astragal des Gegenspielers von der Stelle bewegte. Bei einer Variante des Spiels mußte man versuchen, einen Astragal in eine kleine Grube im Boden zu versenken; T. wurde wohl auch von jungen Römern gespielt (Mart. 4,14,9). Mit dem T.-Spiel wird eine nur lit. überl. Gruppe des P…

Tropaion

(411 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (τρόπαιον; lat. tropaeum) war urspr. das Zeichen, das vom Sieger an der Stelle auf dem Schlachtfeld errichtet wurde, an der sich der Gegner zur Flucht wandte (von griech. τρέπειν/ trépein, “wenden”), im späteren ant. Sprachgebrauch allg. das Siegesmal, so z. B. Tropaea Augusti (vgl. z. B. Tac. ann. 15,18). Der Begriff t. ist seit dem 5. Jh. v. Chr. üblich (Batr. 159; Aischyl. Sept. 277). Das t. bestand aus einem Baumstumpf oder Pfahl, mitunter mit Querholz (vgl. Diod. 13,24,5), an dem die vom Feind erbeuteten Waffen (Helm, Schild, Panzer, …

Schemel

(218 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (θρῆνυς/ thrḗnys, ὑποπόδιον/ hypopódion, σφέλας/ sphélas, selten χελώνη/ chelṓnē; lat. scabellum, scamnum). Der Sch. diente als Fußbank, wenn man auf dem Klismos, Thron oder einer ähnlich hohen Sitzgelegenheit saß (vgl. Hom. Od. 17,409 f.), oder als Tritt, um auf die Kline auf- oder von ihr herunterzusteigen. Es gab drei Sch.-Varianten: rechteckige Sch. mit einfachen, senkrechten Beinen, rechteckige Sch. mit geschwungenen Beinen, die in Tierfüßen (Löwenfüßen), Sphingen u. a. endeten, sowie …

Tribon

(106 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (τρίβων, τριβώνιον). Ein Mantel ( himátion, vgl. pallium ) aus “kratzigem” Wollstoff, den Kreter (Strab. 10,4,20) und Spartaner (Plut. Lykurgos 30; Plut. Agesilaos 30; Ail. var. 7,13) trugen; später auch in Athen üblich (Thuk. 1,6,3). Er gehörte zur Tracht der einfachen Leute (Aristoph. Eccl. 850; Aristoph. Vesp. 1131), Bauern (Aristoph. Ach. 184; 343) und der sog. lakōnizóntes (“Nachahmer spartanischer Sitten”, Demosth. or. 54,34). Seit Sokrates (Plat. symp. 219b; Plat. Prot. 335d; Xen. mem. 1,6,2) war der T. auch der typische Mantel…

Subligaculum

(90 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Ein den Unterleib bedeckender Schurz der Männerkleidung (Varro ling. 6,21; Non. 29,17), der wohl urspr. unter der röm. Toga getragen (Non. 29,17; Isid. orig. 19,22,5) und später von der Tunica ersetzt wurde. Dagegen ist das subligar ein Schurz, der bei bes. Gelegenheiten, so von Schauspielern (Iuv. 6,70) und im Bade von einer Frau (Mart. 3,87,3), oder allg. von Arbeitern (Plin. nat. 12,59) getragen werden konnte. Perizoma Hurschmann, Rolf Bibliography M. Pausch, Neues zur Bekleidung im Mosaik der “Bikini-Mädchen” von Piazza Armerina in Sizilien, i…

Subsellium

(215 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (βάθρον/ báthron). Schmale, längliche Sitzbank auf vier Füßen und niedriger als die sella, Varro ling. 5,128 (Stuhl); meist ohne Rückenlehne, gelegentlich auch mit Lehne (Suet. Iul. 84,3; Suet. Claud. 41; Suet. Nero 26,2); hergestellt aus Holz, Marmor und Bronze. Das s. war in jedem röm. Haushalt zu finden, daneben diente es als Wartebank für Kunden in Läden und Werkstätten; bei Versteigerungen (Suet. Claud. 39) oder öffentlichen Vorträgen nahmen die Anwesenden darauf Platz (Suet. Claud. 41; Iuv. 7,45; 7,86). Auch Schüler saßen auf dem s. (Diog. Laert. 2,130; 7…

Teller

(96 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (pίναξ/ pínax, λεκάνη/ lekánē; lat. catillus). Der T. diente wie die flacheren Platten und tieferen Schüsseln zum Zubereiten und Servieren von Speisen bei Tisch (z. B. Hom. Od. 1,141; 16,49 f.); er konnte rund oder eckig, mit und ohne Standfuß, mit gewölbter oder mit steiler Wandung gebildet sein. Im arch. Fundgut ist der T. seit dem 8. Jh. v. Chr. bis zum Ausgang der Ant. in unterschiedlichen Materialien (Bronze, Holz, Silber, Ton, Zinn usw.) belegt. Catinus [1]; Eßgeschirr; Eßkultur; Fischteller; Lanx Hurschmann, Rolf Bibliography S. Künzl, Das Tafelgesc…

Tiara

(237 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (τιάρα). Kopfbedeckung vorderasiatischer Völkerschaften (Armenier, Assyrer, Saker, insbes. Perser; Hdt. 3,12; 7,61; 7,64 u.ö), turbanähnlich; daneben eine hohe, mit Sternen verzierte und aufrecht stehender Spitze versehene T., die bei den Persern nur dem König, seinen Verwandten und hohen Würdenträgern zukam (Xen. an. 2,5,23; Xen. Kyr. 8,3,13). In griech. Quellen wird die T. auch kurbasía oder kíd(t)aris genannt (z. B. Aristoph. Av. 487). Die T. als Kopfbedeckung vornehmer Orientalen war auch in röm. Zeit üblich (Suet. Nero 13; Paus.…

Zeira

(93 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ζειρά). Ein weiter, bis auf die Füße reichender und in der Mitte gegürteter bunter Mantel der Araber (Hdt. 7,69) und Thraker (Hdt. 7,75), der gegen Kälte schützte und im Unterschied zur chlamýs lang genug war, um beim Reiten die Füße warmzuhalten (Xen. an. 7,4,4). Auf den Thrakerdarstellungen der att. Vasenmalerei hat man ihn aufgrund seiner Länge und der ornamentalen Verzierungen identifiziert. Hurschmann, Rolf Bibliography W. Raeck, Zum Barbarenbild in der Kunst Athens, 1981, 69-72  I. Mader, Thrakische Reiter auf dem Fries des Parthenon?, in: F. Blakolmer …

Schirm

(214 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (σκιάδιον/ skiádion oder σκιάδειον/ skiádeion; lat. umbella, umbraculum). Runde, zusammenklappbare Sch. und solche mit festem Gestänge kannten die Griechen seit dem 5. Jh. v. Chr.; wie in den vorderasiatischen Staaten war auch in Griechenland der Sch. ein Standessymbol und Würdezeichen. Vornehme griech. Frauen ließen ihn sich von einer Dienerin nachtragen (Athen. 12,534a, vgl. Ail. var. 6,1). Bei griech. Männern galt das Tragen von Sch. als Zeichen der Verweichlichung (Pherekrates PCG 7…

Xenon-Gattung

(217 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Sondergruppe der unteritalischen Vasenmalerei, benannt nach der Aufschrift eines Gefäßes in Frankfurt mit der Vorbereitung des Wagenlenkers Xenon zur Ausfahrt [1]. Bei der X.-G. wurde die Dekoration mit rotem Tonschlicker auf das mit dunklem Glanzton bedeckte Gefäß aufgetragen (Gnathiavasen). Die verwendeten Gefäße sind ausgesprochen kleinformatig. Die Dekoration beschränkt sich hauptsächlich auf Ornamente wie Efeu- und Lorbeerzweige, Stabornamente, Wellenlinien, Mäander usw.; Da…

Tarantinon

(73 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ταραντῖνον). Ein leichtes, durchsichtiges Luxusgewand mit Fransen, das im 4. Jh. v. Chr. erstmals lit. belegt ist (Men. Epitr. 272); der urspr. Herstellungsort war Tarent (Taras), vgl. Poll. 7,76. Hetären legten es ohne Untergewand an (Aristain. 1,25, vgl. Ail. var. 7,9). Bei Athen. 14,622b tragen die männlichen Teilnehmer eines dionysischen Festzuges das t. Barbaron Hyphasmata; Coae Vestes; Fimbriae; Kleidung Hurschmann, Rolf Bibliography U. Mandel, Zum Fransentuch des Typus Colonna, in: MDAI(Ist) 39, 1989, 547-554.

Tisch

(418 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (lat. mensa, auch cartibum, cartibulum; griech. τράπεζα/ trápeza, τρίπους/ trípus oder τετράπους/ tetrápus). Die griech. und röm. Ant. überl. drei T.-Formen: rechteckig mit drei oder vier Beinen, rund mit einer zentralen Stütze oder drei Beinen und langrechteckig mit zwei an den Enden des Rechtecks befindlichen Stützen; letztere Variante wurde v. a. in Gartenanlagen aufgestellt und war aus Marmor, wobei die Außenseiten der Stützen vielfach mit Reliefs versehen wurden. Die übrigen T.-Formen w…
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