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Sandale

(561 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (πέδιλον, σανδάλον, -ιον; lat. sandalion, solea, alle meist im Pl.). Die S. (eine Sohle, die durch Riemen am Fuß befestigt wird und bis zum Knöchel oder nur wenig darüber reicht) war sicherlich die am häufigsten getragene, in unterschiedlichen Varianten gefertigte ant. Fußbekleidung. Griech. S. wurden mit dünnen Riemen bis zu den Knöcheln geschnürt [2. 270, Abb. 5]; erst in der röm. Kaiserzeit tauchten die bandartigen Lederriemen auf, die sich über dem Fuß kreuzten oder schräg zusamme…

Teano-Gattung

(159 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Vasengattung aus dem letzten Viertel des 4. Jh. und der 1. H. des 3. Jh. v. Chr., benannt nach ihrem Hauptfundort im nördlichen Kampanien, dem ant. Teanum Sidicinum, das wohl auch Produktionszentrum war. Üblich sind flache Schalen auf kleinem Standring, sog. Fußteller mit hohem Stiel, Skyphoi, Gutti, Oinochoen, Kernoi und Gefäße in Vogelform (s. Abb.); andere Gefäßtypen, wie z. B. Kelchkratere, sind ausgesprochen selten. Die Verzierung der mit dunklem Glanzton bedeckten Vasen bes…

Billienus, C.

(103 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Der röm. Proconsul B. wurde um 100 v. Chr. auf Delos von privater Seite durch eine marmorne Panzerstatue mit einer Stütze in Form eines Schiffsbugs geehrt (H ca. 235 cm), die vor der Ostwand der Stoa des Antigonos [2] Gonatas aufgestellt und bei den frz. Ausgrabungen 1909 bis auf die fehlenden Arme, den Kopf und den linken Unterschenkel in situ gefunden wurde. Mit dem Namen B. verbindet man h. die erste sicher benennbare Panzerstatue überhaupt. Hurschmann, Rolf Bibliography J. Marcadé, Au Musée de Délos, 1969, 134, 329-333, Taf. 75  K. Tuchelt, Frühe Denkmäler Rom…

Sportula

(103 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] ( sporta, sportella). Röm. Körbchen (Isid. orig. 20,9,10; Petron. 40), mit dem man einkaufte (Apul. met. 1,24 und 25), dann das Körbchen, das für die Klienten Geld oder Speisen (Petron. 40; Iuv. 1,95 f.; salutatio ) enthielt. Daher bedeutete s. eine öffentliche Speisung (vgl. Suet. Claudius 21,4) bzw. die den Beamten für ihre Amtshandlungen zustehenden Gebühren. S. hießen auch die im 4. und 5. Jh. n. Chr. an Gerichten von Beamten für Dienstleistungen erhobenen Gebühren (Cod. Iust. 3,2). Donativum Hurschmann, Rolf Bibliography H. A. Cahn et al., Der spätröm…

Wiege

(174 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (λίκνον/ líknon, σκάφη/ skáphē; lat. cunae, cunabula, N. Pl.). Als W. nutzte man das líknon, eigentlich “Getreideschwinge” (Hom. h. 4,150; 254; 290; 358; [1. 298, Abb. 285]; vgl. Kall. h. 1,48). Als zweite Form der W. diente ein wannenähnliches Behältnis (Soph. TrGF IV, 385; Athen. 13,606f; 607a; skáphē ). Einkerbungen oder kleine Streben an der Rahmung der W. dienten vielfach zum Befestigen von Stricken. Quer über die W. konnten Sicherungsgurte gezogen werden. Mitunter konnten in ihnen zwei Kinder Platz fi…

Trauerkleidung

(246 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] T. gehörte zuerst in den persönlichen Bereich von Familie und Freundeskreis, doch konnte sie auch öffentliche Trauer begleiten. Bei Homer tragen nur die trauernden Göttinnen einen dunklen Schleier (Hom. Il. 24,93 f.; Hom. h. 2,42). Die von Homer beschriebene Ges. begnügte sich damit, Kleidung mit Staub und Asche zu beschmutzen oder zu zerreißen (Hom. Il. 18,22 f.; 23,40 f.; 24,640; 28,25). Diese Verhaltensformen wurden in histor. Zeit von Griechen und Römern beibehalten (z. B. Pl…

Windel

(132 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (σπάργανον/ spárganon; lat. incunabula). W. in der heutigen Form kannte die Ant. nicht; statt dessen wurde das Kleinkind mit schmalen Wollstreifen vollständig - mit Ausnahme des Kopfes - umhüllt. Die Einhüllung sollte für einen geraden Bau des Körpers und der Gliedmaßen sorgen (Sen. benef. 6,24,1, vgl. Plin. nat. 7,3). In Thessalien hüllte man nur die untere Hälfte des Kindes ein, in Sparta verzichtete man ganz auf W. (Plut. Lykurgos 16,3). Darstellungen von Wickelkindern sind seit …

Tisch

(418 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (lat. mensa, auch cartibum, cartibulum; griech. τράπεζα/ trápeza, τρίπους/ trípus oder τετράπους/ tetrápus). Die griech. und röm. Ant. überl. drei T.-Formen: rechteckig mit drei oder vier Beinen, rund mit einer zentralen Stütze oder drei Beinen und langrechteckig mit zwei an den Enden des Rechtecks befindlichen Stützen; letztere Variante wurde v. a. in Gartenanlagen aufgestellt und war aus Marmor, wobei die Außenseiten der Stützen vielfach mit Reliefs versehen wurden. Die übrigen T.-Formen w…

Toga

(470 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Die von den Etruskern übernommene t. war das offizielle Gewand des röm. Bürgers, das er in der Öffentlichkeit trug und das Nicht-Römern verboten war (Suet. Claud. 15,3; gens togata: Verg. Aen. 1,282). Die wollene t. wurde urspr. auf dem unbekleideten Oberkörper und dem den Unterleib bedeckenden subligaculum , später über der tunica angelegt. Die gewöhnliche t. des einfachen röm. Bürgers war weiß ( t. pura, t. virilis). Daneben gab es die t. praetexta mit purpurfarbenen Randstreifen ( clavi; Statussymbole), die von curulischen Beamten, den Flamines Dialis und Martia…

Unterweltsvasen

(142 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Gefäße (v. a. Volutenkratere) der apulischen rf. Vasenmalerei mit Darstellungen der Unterwelt; man findet das Götterpaar Hades und Persephone, mitunter in einer Palastarchitektur thronend, oft mit Hermes. Weiter können auch anwesend sein: Hekate, Dike [1], Totenrichter (Triptolemos, Aiakos, Rhadamanthys), Orpheus und Eurydike [1], Herakles [1], der den Kerberos bändigt, Megara [1] mit ihren Kindern. Daneben treten myth. Frevler und Büßer auf, wie Danaiden (Danaos), Sisyphos, Tant…

Vorhang

(123 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (παραπέτασμα/ parapétasma, προκάλυμμα/ prokálymma, αὐλαία/ aulaía; lat. velum, aulaea). In griech. und röm. Zelten (Athen. 12,538d), Häusern, Palästen, vereinzelt auch in Tempeln (Lk 23,45; vgl. Paus. 5,12,4), waren V. an Türen, Fenstern (Iuv. 9,105), als Wanddekoration (Iuv. 6,227) und an den Interkolumnien der Atrien und Peristyle angebracht; sie dienten zum Abhalten von Regen oder Sonne (Ov. met. 10,595). Darstellungen solcher V. sind aus der griech. und röm. Kunst bekannt (z. B. die parapétasma-Darstellungen auf röm. Relief-Sarkophagen) und in o…

Kopfbedeckungen

(409 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] spielen in Mythos und Gesch. nur eine geringe Rolle. Zu erwähnen ist die Tarnkappe des Hades, derer Athena sich bedient (κυνέη Ἄϊδος/ kynéē Áïdos, Hom. Il. 5,844 f.) und die sie dann an Perseus [1] weitergibt. Midas verbirgt seine Eselsohren unter einem Turban (Tiara), Ov. met. 11,180 f. Eine K. (Pilleus) wird Lucumo (Tarquinius [11] Priscus) von einem Adler weggenommen und wieder gebracht, worin man ein günstiges Omen für die Zukunft sieht, Liv. 1,34; ein Wind weht Alexandros [4] d.Gr. die Kausia vom Kopf (Arr. an. 7,22,2 f.). Im Alltag gingen griech. und röm. M…

Simpuvium

(81 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] ( simpulum, simpuium). Schöpfkelle mit kurzem Stiel der röm. Priester und Vestalinnen, meist aus Ton (Plin. nat. 35,158); sie diente dazu, den für das Opfer (mit Abb.) benötigten Wein auf die Opferschale zu gießen. S. sind verschiedentlich auf Mz. und Reliefs dargestellt. Im Alltag wurde das s. durch den langstieligen griech. kýathos ersetzt (Varro ling. 5,124). Hurschmann, Rolf Bibliography E. Zwierlein-Diehl, Simpuvium Numae, in: H. A. Cahn (Hrsg.), Tainia. FS R. Hampe 1980, 405-422 (ebd. Anm. 58 und 69 zur Wortform simpuium).

Tarantinon

(73 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ταραντῖνον). Ein leichtes, durchsichtiges Luxusgewand mit Fransen, das im 4. Jh. v. Chr. erstmals lit. belegt ist (Men. Epitr. 272); der urspr. Herstellungsort war Tarent (Taras), vgl. Poll. 7,76. Hetären legten es ohne Untergewand an (Aristain. 1,25, vgl. Ail. var. 7,9). Bei Athen. 14,622b tragen die männlichen Teilnehmer eines dionysischen Festzuges das t. Barbaron Hyphasmata; Coae Vestes; Fimbriae; Kleidung Hurschmann, Rolf Bibliography U. Mandel, Zum Fransentuch des Typus Colonna, in: MDAI(Ist) 39, 1989, 547-554.

Tropa

(125 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (τρόπα). Griechisches Kinderspiel mit Astragalen (Astragal [2]), Nüssen u. a. (Poll. 9,103; schol. Plat. Lys. 206e); es kam darauf an, den eigenen Astragal (oder die Nuß usw.) so zu werfen, daß dieser den Astragal des Gegenspielers von der Stelle bewegte. Bei einer Variante des Spiels mußte man versuchen, einen Astragal in eine kleine Grube im Boden zu versenken; T. wurde wohl auch von jungen Römern gespielt (Mart. 4,14,9). Mit dem T.-Spiel wird eine nur lit. überl. Gruppe des P…

Tropaion

(411 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (τρόπαιον; lat. tropaeum) war urspr. das Zeichen, das vom Sieger an der Stelle auf dem Schlachtfeld errichtet wurde, an der sich der Gegner zur Flucht wandte (von griech. τρέπειν/ trépein, “wenden”), im späteren ant. Sprachgebrauch allg. das Siegesmal, so z. B. Tropaea Augusti (vgl. z. B. Tac. ann. 15,18). Der Begriff t. ist seit dem 5. Jh. v. Chr. üblich (Batr. 159; Aischyl. Sept. 277). Das t. bestand aus einem Baumstumpf oder Pfahl, mitunter mit Querholz (vgl. Diod. 13,24,5), an dem die vom Feind erbeuteten Waffen (Helm, Schild, Panzer, …

Schemel

(218 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (θρῆνυς/ thrḗnys, ὑποπόδιον/ hypopódion, σφέλας/ sphélas, selten χελώνη/ chelṓnē; lat. scabellum, scamnum). Der Sch. diente als Fußbank, wenn man auf dem Klismos, Thron oder einer ähnlich hohen Sitzgelegenheit saß (vgl. Hom. Od. 17,409 f.), oder als Tritt, um auf die Kline auf- oder von ihr herunterzusteigen. Es gab drei Sch.-Varianten: rechteckige Sch. mit einfachen, senkrechten Beinen, rechteckige Sch. mit geschwungenen Beinen, die in Tierfüßen (Löwenfüßen), Sphingen u. a. endeten, sowie …

Tribon

(106 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (τρίβων, τριβώνιον). Ein Mantel ( himátion, vgl. pallium ) aus “kratzigem” Wollstoff, den Kreter (Strab. 10,4,20) und Spartaner (Plut. Lykurgos 30; Plut. Agesilaos 30; Ail. var. 7,13) trugen; später auch in Athen üblich (Thuk. 1,6,3). Er gehörte zur Tracht der einfachen Leute (Aristoph. Eccl. 850; Aristoph. Vesp. 1131), Bauern (Aristoph. Ach. 184; 343) und der sog. lakōnizóntes (“Nachahmer spartanischer Sitten”, Demosth. or. 54,34). Seit Sokrates (Plat. symp. 219b; Plat. Prot. 335d; Xen. mem. 1,6,2) war der T. auch der typische Mantel…

Subligaculum

(90 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Ein den Unterleib bedeckender Schurz der Männerkleidung (Varro ling. 6,21; Non. 29,17), der wohl urspr. unter der röm. Toga getragen (Non. 29,17; Isid. orig. 19,22,5) und später von der Tunica ersetzt wurde. Dagegen ist das subligar ein Schurz, der bei bes. Gelegenheiten, so von Schauspielern (Iuv. 6,70) und im Bade von einer Frau (Mart. 3,87,3), oder allg. von Arbeitern (Plin. nat. 12,59) getragen werden konnte. Perizoma Hurschmann, Rolf Bibliography M. Pausch, Neues zur Bekleidung im Mosaik der “Bikini-Mädchen” von Piazza Armerina in Sizilien, i…

Subsellium

(215 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (βάθρον/ báthron). Schmale, längliche Sitzbank auf vier Füßen und niedriger als die sella, Varro ling. 5,128 (Stuhl); meist ohne Rückenlehne, gelegentlich auch mit Lehne (Suet. Iul. 84,3; Suet. Claud. 41; Suet. Nero 26,2); hergestellt aus Holz, Marmor und Bronze. Das s. war in jedem röm. Haushalt zu finden, daneben diente es als Wartebank für Kunden in Läden und Werkstätten; bei Versteigerungen (Suet. Claud. 39) oder öffentlichen Vorträgen nahmen die Anwesenden darauf Platz (Suet. Claud. 41; Iuv. 7,45; 7,86). Auch Schüler saßen auf dem s. (Diog. Laert. 2,130; 7…

Teller

(96 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (pίναξ/ pínax, λεκάνη/ lekánē; lat. catillus). Der T. diente wie die flacheren Platten und tieferen Schüsseln zum Zubereiten und Servieren von Speisen bei Tisch (z. B. Hom. Od. 1,141; 16,49 f.); er konnte rund oder eckig, mit und ohne Standfuß, mit gewölbter oder mit steiler Wandung gebildet sein. Im arch. Fundgut ist der T. seit dem 8. Jh. v. Chr. bis zum Ausgang der Ant. in unterschiedlichen Materialien (Bronze, Holz, Silber, Ton, Zinn usw.) belegt. Catinus [1]; Eßgeschirr; Eßkultur; Fischteller; Lanx Hurschmann, Rolf Bibliography S. Künzl, Das Tafelgesc…

Triga

(311 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (lat. aus triiuga; griech. τρίπωλος/ trípōlos; “Dreigespann”). In ihrer Bed. als Renn-, Jagd- oder Streitwagen tritt die T. weit hinter den Bigae oder der Quadriga zurück. Bei Homer werden nur Beipferde von Zweigespannen genannt (vgl. Hom. Il. 8,80-86; 16,152-154 und 467-476) und einmal ein Geschenk von drei Pferden erwähnt (Hom. Od. 4,590); auch sonst sind die lit. Quellen zur T. eher rar (z. B. Dion. Hal. ant. 7,73). Entsprechendes gilt auch für ihre Darstellung in der Kunst; hier s…

Seife

(191 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Feste S. im h. Sinn war dem Altertum unbekannt. Zur Reinigung des Körpers verwendete man Bimsstein, Kleie, Natron, Öl, Soda, Tonerde - wobei die Kimolische bes. bekannt war (Aristoph. Ran. 712) - und Wasser. Diese Reinigungsmittel nannten die Griechen ῥύμμα/ rhýmma oder σμῆγμα/ smḗgma (ein entsprechender lat. Begriff fehlt). In den öffentlichen Badeanstalten wurden die Waschmittel vom Bademeister auf Verlangen zur Verfügung gestellt (Aristoph. Lys. 377; Athen. 8,351e) oder man brachte sie von zu Hause mit. Wie die h. S. w…

Stuhl

(354 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Unentbehrliches Sitzmöbel des sparsam möblierten ant. Haushalts, vornehmlich aus Holz (Ahorn, Buche, Eiche), gelegentlich auch aus Br. und teilweise oder zur Gänze aus Gold (Hdt. 1,14; Athen. 12,514) bzw. Marmor gefertigt. Mitunter bestanden Einzelteile des S. auch aus anderen Materialien wie Elfenbein oder Onyx (Plin. nat. 36,59), Metall oder Edelmetall. Daneben gab es Korb-S. aus Weidenzweigen (Plin. nat. 16,174), deren Aussehen aus Darstellungen oder steinernen Nachbildungen bekannt ist. Als Hauptformen (vgl. Athen. 5,192e-f) kannte die Ant. den díphro…

Unteritalische Vasenmalerei

(1,084 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] I. Anfänge Um die Mitte des 5. Jh. v. Chr. entstanden, von athenischen Vasenmalern gegründet, in Unteritalien die ersten Werkstätten für rf. Keramik. Dort wurden einheimische Künstler ausgebildet. So wurde die urspr. Abhängigkeit von attischen Vorbildern, die sich u. a. in Motivwahl oder attizierenden Formen äußerte (Lukanische Vasen), durch einen eigenen Malstil und Dekor- und Motivschatz ersetzt. Mit dem E. des 5. Jh. v. Chr. kam es in der apulischen Vasenmalerei (Apulische Vasen) zur Entwicklung des sog. ornate- und plain-style, wobei die Maler des orn…

Solium

(172 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] [1] Sitz Hoher röm. Sitz mit Fußbank, Arm- und Rückenlehne, Thron; das s. war Sitz der Könige (Ov. fast. 3,358; 6,353) und verm. schon in Etrurien der repräsentative Sitz des pater familias . Er vererbte sich vom Vater auf den Sohn, sein Verkauf galt als ehrenrührig ( salutatio ). Hurschmann, Rolf Bibliography F. Prayon, Frühetr. Grab- und Hausarchitektur, 1975, 111 f.  Th. Schäfer, Imperii Insignia. Sella curulis und Fasces. 29. Ergh. MDAI(R), 1989, 26 f. [English version] [2] Badewanne Röm. Badewanne für eine (Mart. 2,42; Vitr. 9 praef. 10; Plin. nat. …

Trigon

(113 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Röm. Ballspiel, für die Kaiserzeit belegt; man spielte es auf dem Marsfeld (Hor. sat. 1,6,126) und in den Bädern (Petron. 27,1-3). Zum T. waren drei Spieler (Mart. 7,72,9) nötig, die sich zu einem Dreieck aufstellten und einander einen oder mehrere kleine Bälle zuspielten, die entweder gefangen (Mart. 12,82,4) oder mit beiden Händen geschlagen wurden, so daß sie zum Werfer zurück bzw. zum dritten Mitspieler weitergeleitet wurden (Mart. 14,46,1), z. T. so heftig, daß hiervon die H…

Sparbüchse

(190 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ἀργυροθήκη/ argyrothḗkē; lat. arcula, crumena). Spezielle S. für Geld waren im archa. und klass. Griechenland offenbar unbekannt; Geld wurde in Truhen und Kästen zusammen mit Schmuck und anderen Wertgegenständen aufbewahrt (z. B. Theophr. char. 10). Die wohl älteste erh. S. stammt aus Priene (2./1. Jh. v. Chr.) und hat die Form eines Tempelchens mit einem Schlitz im Giebel zum Einwerfen des Geldes, das man durch eine verschließbare Öffnung auf der Rückseite wieder entnehmen konnte […

Sizilische Vasen

(233 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Noch vor Ende des 5. Jh. v. Chr. begann in Himera und Syrakus auf Sizilien die Produktion von rf. Vasen. Diese lassen in Stil, Ornamentik, Vasenform und Thematik eine starke Anlehnung an die att. Vasenmalerei (Meidias-Maler) erkennen. Mit dem 2. Viertel des 4. Jh. v. Chr. wanderten einige sizil. Vasenmaler aus, um auf dem it. Festland den Grundstock für die kampanische und paestanische Vasenmalerei zu legen (Kampanische Vasenmalerei; Paestanische Vasen). In begrenztem Maße blieb …

Stola

(174 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Die s. war das Gewand der röm. Matronen ( matrona [1]), d. h. der freigeborenen Frauen (Plin. nat. 33,40), das sie in der Öffentlichkeit über der engeren tunica bzw. weiteren calasis und unter der palla trugen, so daß der Körper vollständig umhüllt war (vgl. Hor. sat. 1,2,99). Das Gewand reichte bis auf die Knöchel und war weit, faltenreich und im Brust- oder Taillenbereich gegürtet (Mart. 3,93,4). Die s. bestand aus einer Stoffröhre, in die die Trägerin hineinschlüpfte; durch in sich gedrehte Bänder oder Schnüre wurde sie auf den Schultern ge…

Tunica

(275 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Das aus zwei Teilen geschnittene und vernähte, meist weiße Woll- oder Leinenhemd wurde von röm. Männern und Frauen der Oberschicht als Untergewand (Suet. Aug. 94,10) unter der toga , von den unteren Schichten als einzige Bekleidung getragen. Frauen scheinen häufiger zwei tunicae übereinander getragen zu haben; dann nannte man die untere t. subucula (Varro ling. 5,131) und die obere supparus. Bei Kälte und schlechter Witterung zogen auch Männer mehrere t. an (Suet. Aug. 82,1). Urspr. war die t. eng und ärmellos, doch mit dem ausgehenden 1. Jh. v. Chr. wurd…

Strophium

(195 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
(στρόφιον). Ein um etwas gewundenes oder in sich gedrehtes Band. [English version] [1] Brustband Brustband der Frauen in Griechenland und Rom (Aristoph. Thesm. 139; 251; 255; 638; Aristoph. Lys. 931; Catull. 64,65), auch μίτρα/ mítra (Anth. Pal. 5,13,4; Apoll. Rhod. 3,867), μηλοῦχος/ mēlúchos (Anth. Pal. 6,211), στηθόδεσμος/ stēthódesmos (Poll. 7,66), mamillare (Mart. 14,66 lem.), fascia pectoralis (Mart. 14,134 lem., vgl. Ov. ars 3,274; Prop. 4,9,49) genannt. In der Kunst sind verschiedentlich Frauen mit s. bzw. beim Anlegen des s. dargestellt. Oft gaben über die Schulte…

Würfelspiel(e)

(508 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (κυβεία/ kybeía; lat. alea). Angeblich von den Lydern (Hdt. 1,94,3), von Palamedes [1] vor Troia (Paus. 2,20,3; 10,31,1) oder dem ägypt. Gott Thot (Plat. Phaidr. 274c-d) erfunden. Im Mythos wird das W. gelegentlich erwähnt (Hdt. 2,122,1); so spielt Eros mit Ganymedes (Apoll. Rhod. 3,114-126), Herakles mit einem Tempelwächter (Plut. Romulus 5,1 f.) oder Patroklos mit Klysonymos (Hom. Il. 23,87 f.). Zum W. brauchte man entweder die vierseitigen Knöchel (Astragal [2], lat. auch talus), die mit den Werten eins und sechs sowie drei und vier belegt waren…

Torus

(128 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Lat. Terminus (griech. τύλη/ týlē; τυλεῖον/ tyleíon) für alles erhaben oder wulstartig Gearbeitete wie z. B. die konvexen Rundglieder der ionischen Säulenbasis (Säule B. 3. mit Abb.; der Begriff ist in der bei Vitr. 3,5,2-3 gebräuchlichen gräzisierten Form ( t.) in die nachant. Architekturterminologie eingegangen), die schwielige Haut im Nacken und auf den Schultern der Lastenträger (Aristoph. Ach. 860; 954: týlē) oder die Schwellung von Tiermuskeln (Plin. nat. 18,78: t.). Týlē nannte man ferner Kissen auf Klinen und Sitzmöbeln (Sappho fr. 46 Lobe…

Schere

(167 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ψαλίς/ psalís; lat. forfex, forpex, forficula). Sch. aus Eisen oder Br. wurden gebraucht bei der Schaf- und Ziegenschur, um Tuche und Metall zu zerschneiden, zur Haar- und Bartschur, in der Flickschusterei und in der Landwirtschaft zum Zerschneiden von Pflanzen und Früchten bzw. zum Schneiden von Weintrauben aus den Rebstöcken. Die Sch. scheint ab dem beginnenden 5. Jh. v. Chr. in Griechenland in Gebrauch gewesen zu sein, im ital. Raum der schriftl. Überl. nach um 300 v. Chr. (Varro …

Skaphe

(255 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (σκάφη, σκαφίς, σκάφιον, σκάφος; lat. scapha, scaphium). Vielfältig verwendeter Begriff für ein Becken, einen Kessel, Kübel, Trog (oder ein kleines Boot) und eine Wanne aus Holz oder Metall, ein in der Landwirtschaft (Hom. Od. 9,223; vgl. Theokr. 5,59) und im Haushalt genutztes Behältnis (Aristoph. Eccl. 738-739, vgl. Anth. Pal. 6,306). Auch konnte der Nachttopf der Frauen s. heißen. In eine s. warfen Skythen laut Hdt. 4,73,2 heiße Steine für das reinigende “Schwitzbad”. In einer s. sollen Romulus und Remus ausgesetzt worden sein (Plut. Romulus 3; bei …

Truhe

(256 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ζύγαστρον/ zýgastron, κιβωτός/ kibōtós, κιβώτιον/ kibṓtion, λάρναξ/ lárnax, χηλός/ chēlós; lat. arca, cista). Die T. aus Holz, Br. oder anderen Materialien diente im Haushalt zum Verwahren oder Transportieren von Kleidern, Hausrat, Buchrollen ( scrinium ), Geräten, Vorräten usw. T. konnten einfach und schmucklos gestaltet oder aber an Wandungen mit ornamental oder figürlich gestalteten Reliefs (Praenestinische Cisten) verziert sein. T. aus Holz wiesen oftmals Metallbeschläge zur Festigung der …

Viergöttersteine

(214 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] sind ein Teil der Iuppiter-Giganten-Säulen (Säulenmonumente III.) und befinden sich unmittelbar auf deren Unterbau (es folgen nach oben hin der Zwischensockel mit den sog. “Wochengöttern” - z. B. Venus für den Freitag, Saturn für den Samstag -, ein schuppen- oder girlandenverzierter Säulenschaft mit Basis und ein Kopfkapitell mit dem einen Giganten niederreitenden Iuppiter). Die Götterfiguren der V. stehen in meist eingetieften Feldern: Üblicherweise handelt es sich um Iuno (Vs.)…

Schlauch

(161 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ἀσκός/ askós; lat. culleus, uter). Zum Transport von festen (Thuk. 4,26) und flüssigen Nahrungsmitteln (Hom. Il. 3,247; Hom. Od. 5,265; 9,196) nutzte man neben Fässern auch Tierhäute (von Rind, Schaf, Ziege; im arabischen Bereich auch Kamelhaut, Hdt. 3,9), die zugenäht wurden, wobei ein Tierbein als Ein- bzw. Ausguß diente. Darstellungen von Sch. sind in der ant. Kunst bei Transportszenen häufig; auch gehört der den Wein-Sch. tragende Silen fest zur Ikonographie dionysischer Szenen …

Soccus

(94 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Pantoffelähnlicher, leichter Halbschuh (Catull. 61,10), von den Römern wohl aus dem griech. Bereich übernommen (vielleicht σύκχος/ sýkchos oder συκχίς/ sykchís, Anth. Pal. 6,294). Der urspr. Frauenschuh wurde auch von “verweichlichten” Männern getragen (Suet. Cal. 52). Später unterscheidet das Preisedikt des Diocletianus zw. socci für Männer und Frauen in verschiedenen Farben. Der s. galt dazu als Schuh der Schauspieler in der Komödie (vgl. Hor. epist. 2,1,174; Hor. ars 79 f.), so daß s. zu einem Syn. für die Komödie wurde (ähnlich wie der Kothurn …

Schuhe

(680 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Sandalen und Stiefel (St.) gab es der ant. Lit. zufolge (Poll. 5,18; 7,85-94; 10,49; Herodas 7,54 ff.) in großer Variantenvielfalt; die Identifizierung der namentlich genannten mit der auf Kunstdenkmälern dargestellten oder original erh. Fußbekleidung ist nur in wenigen Fällen möglich (z. B. calceus ). Allein aus dem klass.-griech. Bereich sind 82 Namen für Sch. überl., die nach Herkunft, Personen, Form, Farbe, Material oder Gebrauch benannt wurden: Viele Sch.- und St.-Sorten wurden aus dem Ausland übernommen und mit dem…

Trauer

(936 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] I. Literarische Quellen In Griechenland und Rom zeigte man T. (πένθος/ pénthos; lat. luctus) bei Unglücks- oder Todesfällen, bei geschäftlichem oder finanziellem Verlust sowie mil. Niederlage. Neben dem Anlegen der charakteristischen Trauerkleidung äußerte sich T. bei Frauen durch Verzicht auf Goldschmuck (Dion. Hal. ant. 5,48,4; Liv. 34,7,10), durch Schlagen auf die mitunter entblößte Brust (Prop. 2,13,27; Petron. 111,2), Auflösen der Frisur und Raufen der Haare (Catull. 64,348-351; Tib. 1,1…

Tabula

(171 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Allg. lat. Bezeichnung für “Brett” (Plin. nat. 31,128; 33,76; 36,114; Ov. met. 11,428), dann für “Spielbrett” ( t. lusoria, Spiel, Brettspiele, Würfelspiele), “bemalte Tafel” ( t. picta, Plin. nat. 35,20-28), “Votivtafel” ( t. votiva, Hor. carm. 1,5,13; Pers. 6,33). In speziellem Sinn bezeichnet t. die zum Schreiben und Rechnen benötigte Schreibtafel aus geweißtem bzw. mit Wachs beschichtetem Holz oder die Metalltafel (Schreibmaterial, codex ), wie sie bereits bei den Griechen gebräuchlich waren. Tabulae fanden im öffentlichen Bereich Verwendung, z. …

Stab, Stock, Knüppel

(387 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Der S. (βάκτρον/ báktron, κηρύκειον/ kērýkeion, ῥάβδος/ rhábdos, σκῆπτρον/ skḗptron; lat. baculum, bathron, caduceus, lituus [1], rudis , stimulus) konnte gerade, mit einer Rundung am oberen Ende ausgestattet, knotig, gewinkelt oder glatt sein und in Dicke und Länge variieren; er wurde aus hartem Holz (z. B. Oliven- oder Myrtenholz) geschnitzt und konnte roh belassen, allerdings auch mit goldenem Zierrat versehen (Athen. 12,543 f.) und mit Eisen (Theokr. 17,31) verstärkt werden. Er wurde von alte…

Ofellius

(137 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] [2a] O. Ferus, C. campanischer Händler Im letzten Viertel des 2. Jh. v. Chr. ehrten die auf Delos niedergelassenen Italiker den campanischen Händler O. wegen seiner Verdienste mit einer marmornen Porträtstatue (Bildhauer: Dionysios [48] und Timarchides [1]). Die frg. erh. Statue wurde 1880 bei den frz. Ausgrabungen auf der Agora der Italiker gefunden; O. wurde mit Paludamentum auf der linken Schulter, Schwert in der gesenkten Linken und ausgestrecktem rechten Arm, der ehemals eine Lan…

Werbung

(481 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Die wohl einfachste und effektivste Art, W. für ein Produkt zu betreiben bzw. etwas anzukündigen, war das laute Ausrufen auf Marktplätzen und Straßen (vgl. Propaganda). Daneben sprach die geogr. Herkunft eines Produktes für seine Qualität; so sind Formulierungen wie “tarentinische” oder “amorginische Gewänder”, “chiotischer Wein”, “Falerner Wein” usw. auch als Gütesiegel oder Qualitätsmerkmal überl. Ferner konnte W. in Schriftform an Hauswänden (Graffiti, s. Nachträge), durch Briefe, Epigramme usw. erfolgen. Abzusetzen von kommerzieller W. sind di…

Sportgeräte

(742 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Gerätschaften, die man in der Ant. zum Training und Ausüben einer Sportart benötigte. 1) Der Waffenlauf (Verb ὁπλιτοδρομεῖν/ hoplitodromeín) wurde 520 v. Chr. (65. Ol.) als letzter Laufwettbewerb in das Programm der Olympischen Spiele ( Olýmpia IV.) aufgenommen. Anfänglich führte man ihn in voller Rüstung (Helm, Beinschiene, Rundschild) durch, jedoch wurde die Bewaffnung immer mehr reduziert, bis nur noch der Schild (ἀσπίς/ aspís) übrigblieb (vgl. Paus. 6,10,4). Bes. auf Vasenbildern ist diese Disziplin, zu der nur erwachsene Männer antraten, dargestellt. 2…

Schreibtafel

(356 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Die Verwendung einer mit Wachs überzogenen Holztafel (δέλτος/ déltos, vgl. Hdt. 8,135, bzw. δελτίον/ deltíon, vgl. Hdt. 7,239), um schriftliche Nachr. zu übermitteln (also in Form eines Briefes: Plat. epist. 312d), scheint bei den Griechen seit E. des 8. Jh. v. Chr. bekannt gewesen zu sein (Schrift). Das homer. Epos (Hom. Il. 6,168-170) spricht in diesem Zusammenhang von einem πίναξ πτυκτός/ pínax ptyktós (vgl. Hdt. 7,239: δελτίον δίπτυχον/ deltíon díptychon). Diese “zusammengeklappte” Holztafel (Diptychon) bestand aus zwei Brettchen, die mit e…

Tiara

(237 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (τιάρα). Kopfbedeckung vorderasiatischer Völkerschaften (Armenier, Assyrer, Saker, insbes. Perser; Hdt. 3,12; 7,61; 7,64 u.ö), turbanähnlich; daneben eine hohe, mit Sternen verzierte und aufrecht stehender Spitze versehene T., die bei den Persern nur dem König, seinen Verwandten und hohen Würdenträgern zukam (Xen. an. 2,5,23; Xen. Kyr. 8,3,13). In griech. Quellen wird die T. auch kurbasía oder kíd(t)aris genannt (z. B. Aristoph. Av. 487). Die T. als Kopfbedeckung vornehmer Orientalen war auch in röm. Zeit üblich (Suet. Nero 13; Paus.…

Zeira

(93 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ζειρά). Ein weiter, bis auf die Füße reichender und in der Mitte gegürteter bunter Mantel der Araber (Hdt. 7,69) und Thraker (Hdt. 7,75), der gegen Kälte schützte und im Unterschied zur chlamýs lang genug war, um beim Reiten die Füße warmzuhalten (Xen. an. 7,4,4). Auf den Thrakerdarstellungen der att. Vasenmalerei hat man ihn aufgrund seiner Länge und der ornamentalen Verzierungen identifiziert. Hurschmann, Rolf Bibliography W. Raeck, Zum Barbarenbild in der Kunst Athens, 1981, 69-72  I. Mader, Thrakische Reiter auf dem Fries des Parthenon?, in: F. Blakolmer …

Schirm

(214 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (σκιάδιον/ skiádion oder σκιάδειον/ skiádeion; lat. umbella, umbraculum). Runde, zusammenklappbare Sch. und solche mit festem Gestänge kannten die Griechen seit dem 5. Jh. v. Chr.; wie in den vorderasiatischen Staaten war auch in Griechenland der Sch. ein Standessymbol und Würdezeichen. Vornehme griech. Frauen ließen ihn sich von einer Dienerin nachtragen (Athen. 12,534a, vgl. Ail. var. 6,1). Bei griech. Männern galt das Tragen von Sch. als Zeichen der Verweichlichung (Pherekrates PCG 7…

Xenon-Gattung

(217 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Sondergruppe der unteritalischen Vasenmalerei, benannt nach der Aufschrift eines Gefäßes in Frankfurt mit der Vorbereitung des Wagenlenkers Xenon zur Ausfahrt [1]. Bei der X.-G. wurde die Dekoration mit rotem Tonschlicker auf das mit dunklem Glanzton bedeckte Gefäß aufgetragen (Gnathiavasen). Die verwendeten Gefäße sind ausgesprochen kleinformatig. Die Dekoration beschränkt sich hauptsächlich auf Ornamente wie Efeu- und Lorbeerzweige, Stabornamente, Wellenlinien, Mäander usw.; Da…

Mourning dress

(253 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] In the first place mourning dress belonged in the personal area of family and friends, but it could also accompany public mourning. In Homer only mourning goddesses wore dark veils (Hom. Il. 24,93 f.; Hom. H. 2,42). The society described by Homer contented itself with dirtying their clothes with dust and ashes or tearing them (Hom. Il. 18,22 f.; 23,40 f.; 24,640; 28,25). Such behaviour was retained in the historical period by the Greeks and the Romans (e.g. Plut. Solon 21; Eur. El…

Daunian vases

(251 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] Pottery type found among the Italic peoples who inhabited the area of modern provinces around Bari and Foggia, with local production sites particularly in Ordona and Canosa. From their early phase (around 700 BC), the vessels display a geometric ornamentation independent of the Greek range of subjects, which is applied in red and brown to black earthen colours onto the manually formed vessels. Among these are diamond and triangular patterns as well as band ornaments, wavy lines, circle, cross, square, arc, …

Rudis

(99 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] [1] Thin stick Thin stick or spoon for stirring foods, medications, etc. (Greek κύκηθρον/ kýkēthron, Aristoph. Pax 654), called rudicula in its small form (Plin. HN 34,176), usually made of wood, more rarely of iron (Plin. HN 34,170). Hurschmann, Rolf (Hamburg) [German version] [2] Wooden epee Wooden stick or rapier for the fencing exercises of soldiers and gladiators. The rudis also served the lanista as a badge for separating fighting gladiators or for bestowing order on the fight. Retired gladiators received the rudis upon becoming supervisors in the fencing…

Acetabulum

(122 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] From Latin acetum (vinegar); this goblet-shaped vessel with an indented wall profile served as a container for vinegar and honey, as a table and cooking vessel as well as a wax melting utensil; also used as a beaker amongst conjurers. Usually, the acetabulum was made of clay or glass, sometimes of precious metal. Its volume was very small (0,068 l [1]); in Apicius (6,8,3) and Apici excerpta a Vindario VI, the acetabulum is also equivalent to a cooking vessel.  Catinus Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography 1 F. Hultsch, s. v. A., RE I, 155 f. G. Hilgers, Lat. Gefäßnamen, …

Epostrakismos

(62 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (ἐποστρακισμός; epostrakismós). Boys' game, in which a shard or flat stone is skimmed on the water to make it hit the surface and skip. The winner was the one whose stone or shard made the most skips and went the furthest (Poll. 9, 119; Hes. s.v. E.; Min. Fel. 3; Eust. in Hom. Il. 18,543). Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Purse

(356 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] In Greek as in Latin, there were many terms denoting purse, e.g., βαλ(λ)άντιον ( bal(l)ántion), μαρσίππιον ( marsíppion), θύλακος ( thýlakos), φασκώλιον ( phaskṓlion), crumina, marsuppium, pasceolus, saccus, sacculus, sacciperium, versica; but the exact distinctions between them cannot be established today. The words may have referred only to differences in colour, shape and size, as may be inferred from Plaut. Rud. 1313-1318 (and 548). Purses were small bags kept on a cord around the neck or on the belt or ar…

Polos

(258 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (πόλος/ pólos). Cylindrical head-dress without brim, worn by female deities, e.g. Aphrodite (Paus. 2,10,4), Tyche (Paus. 4,30,6), Athena (Paus. 7,5,9), Hera, Demeter, Persephone, Cybele, and by mortals on festive occasions. As a goddess' crown, the pólos came from the Near East (e.g. ivory statuettes from Nimrud, see Kalḫu) to Greece, and was depicted on monuments as early as the Minoan-Mycenaean Period. The height of the pólos could be just a few centimetres, or it could assume considerable proportions, as in the head-dress of Hera of Samos [1. 19 fig. 6]. Such a tall p…

Sicilian vases

(267 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] Just before the end of the 5th cent. BC, production of red-figured vases began in Himera and Syracuse in Sicily. In style, ornamentation, vase shape and themes they reveal considerable influence from Attic vase painting (Meidias Painter). In the second quarter of the 4th century BC a number of Sicilian vase painters emigrated, in order to lay the foundation on the Italian mainland of Campanian and Paestan vase painting  (Campanian vases; Paestan ware). To a limited extent vase pro…

Manicae

(308 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
(χειρίς; cheirís). [German version] A. Sleeve Clothing from as early as the Minoan-Mycenaean period had sleeves down to the wrist, shorter ones to the elbow or just to the upper arm. In the archaic and classical periods the chiton with sleeves was the usual dress for ‘barbarians (Persians, Scythians et al.), but it was also worn by Greeks. In Roman dress manicae were initially a sign of effeminacy ( Tunic) - Commodus could still be censured because he wore a tunic with sleeves (Cass. Dio 72,17, cf. SHA Heliogab. 26,3). From the 3rd cent. AD, the adoption …

Askoliasmos

(153 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (ἀσκωλιασμός; askōliasmós). ‘Hopping on one leg’ (Pl. Symp. 190d with Schol.; Aristoph. Plut. 1129 etc.), also ‘hopping on a wineskin’. Mentioned by Eratosthenes (fr.22) and Didymus (Schol. in Aristoph. ibid.) at Attic grape harvest festivals as dances on a wineskin made of the skin of a pig or pelt of a goat that was filled with air or wine and -- as Poll. 9,121 writes -- oil was rubbed into it to make it harder to stand. The festival Askolia mentioned from time to time was invented by the grammarians. Eubolus (fr.8) mentions the askōliasmós also as an Attic folk entertai…

Kampyle

(84 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (καμπύλη; kampýlē). Staff with a cambered handle, mostly used by farmers and shepherds, beggars, old men and travellers, in contrast to the straight walking stick baktēría (βακτηρία) used by full citizens. According to the Vit. Soph. 6 (according to Satyrus) Sophocles is supposed to have introduced the kampyle into the theatre. According to Poll. 4,119 the old men in comedies carry kampyles. On representations of theatre, actors are often depicted with a kampyle. Lituus; Staff Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography Bibliography: Staff.

Cesnola Painter

(187 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] Named after his geometric krater, formerly in the Cesnola collection (h. 114.9 cm with lid, from Kourion/Cyprus, now in New York, MMA, Inv. 74. 51. 965;  Geometric pottery). The work of the anonymous vase painter combines motifs from the Middle East with those from mainland Greece and the Greek islands. In the past, both the unusual form of the eponymous krater and the combination of decorative motifs led to discussion as to its date and origin, but these are now confirmed by ana…

Pen

(298 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (κάλαμος/ kálamos, lat. calamus). Besides the stylus , the pen was the second indispensable writing implement in antiquity. It was used to write with red or black ink on papyrus and parchment, as well as on whitened or uncoated wooden tablets. Pens made from reed stalks (κάλαμος/ kálamos, lat. calamus) were sharpened with a penknife (σμίλη, scalprum librarium) and given a slit in the middle, so that they resembled the modern steel pen in appearance and functioned correspondingly (Pers. 3,10-14). After longer use, kalamoi which had become blunt could be resharpen…

Games of dexterity

(530 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] were primarily performed by children. With some of these games  astragaloi (knucklebones), nuts, pebbles, coins, small balls or potsherds were used as toys ( Children's games), with others, sticks, discs, wheels, etc. A favourite was the so-called πεντάλιθα ( pentálitha) (Poll. 9,126), in which five stones (nuts, balls, etc.) were thrown up in the air and caught in the palm of the hand or on the back of the hand. In another, the orca-game, nuts, stones etc. were thrown into a narrow-necked container (Ps.-Ov. Nux 85f.; Pers. 3,50). Similar to this game was the ἐς βόθυνον ( es…

Ostrakon

(261 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (ὄστρακον; óstrakon). Sherd of pottery, sometimes of (lime)stone, which was used as writing material for short  messages, smaller documents, receipts, etc.; they were rarely used for literary texts (Sappho fr. 2 Lobel-Page). Ostraca are attested from pre-Ptolemaic Egypt and then up to the end of Graeco-Roman antiquity. The respective texts were written in ink or scratched into the ostrakon; examples have survived in the Hieratic, Demotic, Greek, Coptic and Arabic scripts. In contrast to expensive papyrus, óstraka were waste products of a household, and th…

Barbaron Hyphasmata

(142 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (βαρβάρων ὑφάσματα; barbárōn hyphásmata). The Greeks called the valuable Median-Persian robes, materials, blankets i.a., with colourful  ornaments, detailed figurative decorations, hybrid and fable creatures barbaron hyphasmata (BH ). The BH arrived in Greece through commerce (Aristoph. Vesp. 1132ff.), as loot (Hdt. 9,80) or gifts (Ath. 2,48d). BH were donated as  votive offerings to sanctuaries (Paus. 5,12,4) or they were worn as luxury robes as a demonstration of wealth and power. The BH led to changes in…

Running and catching games

(453 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] Running and catching games tended to be played in open areas and streets (e.g., Callim. Epigr. 1,9; Verg. Aen. 7,379) where children could chase one another (Hor. Ars P 455f.; cf. Hor. Ars P 412-415 perhaps races) or engage in the popular pastime of hoop rolling (τροχός/ trochós, trochus), often depicted on Greek vases in particular (also in Ganymedes [1]) (Poll. 10,64). From indications in Roman sources this game was frequently played in the street (Mart. 14,168; 14,169; cf. ibidem 12,168; 14,157) and even on frozen rivers (Ma…

Comb

(385 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (ὁ κτείς; ho kteís, Lat. pecten). Combs for wool and for the hair were known already in prehistorical Europe, Egypt and the Near East. They were made from a range of different materials (olive wood, boxwood, ivory, bone, later also from bronze and iron) and could also vary in shape (trapezoid or oblong). In the post-Mycenaean period they had two rows of teeth, with those on one side being more narrowly set teeth. Semi-circular combs appeared in the archaic period. The Classical period …

Bustum

(106 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] The term already defined in the  Tabulae duodecim (Cic. Leg. 2, 64) as ‘tomb’ was, according to Paul. Fest. 6, 78; 25,3; 27,11 and Serv. Aen. 11,201, the place where the corpse was cremated and the remains buried, whilst the place where dead bodies were actually burnt was generally known as   ustrinum . There is a lot of archaeological evidence of this type of funeral.  Burial Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography T. Bechert, Röm. Germanien zwischen Rhein und Maas, 1982, 244-246 M. Struck (ed.), Römerzeitliche Gräber als Quellen zu Rel., Bevölkerungsstruktu…

Ring

(802 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (δακτύλιος/ daktýlios, ἀκαρές/ akarés; Latin anulus). In the following, ring refers exclusively to finger rings (for earrings, see Ear ornaments). The rings in the Aegina and Thyreatis treasures from the beginning of the 2nd millennium BC already display outstanding technical command and high artistic quality. From the early Mycenaean period, gold wire and silver rings deserve note, along with the so-called shield rings, which developed into a leading form of Mycenaean jewellery. They …

Kausia

(195 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (καυσία; kausía). Primarily Macedonian head cover with a wide brim to protect the wearer from the rays of the sun ( kaûsis), but it could also serve as a helmet (Anth. Pal. 6,335). The kausia was made from leather or felt and sometimes had a chin strap. Depictions on coins of the 5th cent. BC already document the kausia as part of the attire of Macedonian kings. From Alexander [4] the Great (Ath. 12,537e), the kausia, by then scarlet, has become one of the main features of the Macedonian royal costume (Plut. Antonius 54; cf. Arr. Anab. 7,22,2) and is worn with a tiara ( diádēma

Dolls

(293 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (κόρη/ kórē, νύμφη/ nýmphē; Lat. pup[ p] a) were made in antiquity from wood, bone, wax, cloth, clay, precious metals and the like and have been preserved in very large quantities from the early Bronze Age until the end of antiquity. We know of dolls in human as well as animal shape (Gell. NA 10,12,9) and of toys like e.g. items of furniture (beds, tables, chairs) and household objects (crockery, combs, lamps, mirrors, thymiaterion etc.). Human dolls were fitted out with great care. The …

Coae Vestes

(160 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] Luxury  clothing from the island of Cos, with a transparent effect. They were known as early as Aristotle (Hist. an. 5,19; cf. Plin. HN 4,62) and received special mention during the Roman Imperial period.They were regarded as luxury clothing for demi-mondaines (e.g. Hor. Sat. 1,2,101; Tib. 2,3,57) but were also worn by men as light summer clothing. The sheen, purple colouring and decoration in gold thread, i.a. were highly esteemed. The fabric was woven from the raw silk of the bombyx ( Silk,  Butterfly), whose cocoons produced only short thread…

Parchment

(379 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] Cleaned, depilated and tanned leather was one of the writing materials of Antiquity (Hdt. 5,58,3). Parchment emerged from a refined treatment of animal skin (donkey, calf, sheep, goat), which did not include tanning. Instead, the skin was soaked in a solution of slaked lime (calcium carbonate) for several days, then any remains of flesh, hair and epidermis were scraped off, and the skin was again soaked in a vat of lime for cleansing (calcination). The skin was then stretched over…

Ostrakinda

(162 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (ὀστρακίνδα/ ostrakínda). The 'shard game' or 'day and night game', a running and catching game played by Greek boys: of two groups with an equal number of players, one group stands facing east (day) and the other west (night) on a line over which a player throws a shard (ὄστρακον, óstrakon) that is painted white on one side = day (ἡμέρα, hēméra) and black on the other = night (νύξ, nýx); as he does so, the thrower calls 'day or night'. If the disc falls on the black side, the members of the west team attempt to catch the east team who are running a…

Ceremonial dress

(491 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] Wearing the ceremonial dress (CD) distinguished persons in society and identified them in their official roles. This holds true particularly for priestesses, state officials, but also for delegates (herald's staff) and others. In Greece, priests wore a white robe (Pl. Leg. 12,965a), the ungirded  chiton, which could also be red, or, less often, dyed with saffron or purple. Another characteristic was the  wreath ( stephanophóroi, ‘wearers of the wreath’, was thus the name of priests in e.g. Miletus); less commonly, priests displayed the attribu…

Loculi

(185 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (also lucellus). Loculi refer to boxes of different size that are divided into several compartments, such as caskets, cabinets, coffers etc. The loculi were used to hold the counting stones ( calculi) of students for class as well as to store jewellery or money (Hor. Sat. 1,3,17; 2,3,146; Frontin. Aq. 118); for the latter use, one could even carry them around as a purse (Juv. 11,38; Mart. 14,12f., cf. Petron. Sat. 140); holding spaces for any kind of animal in agriculture could also be referred to as loculi, as could the urns for voting. In the funerary practices, loculus desi…

Delphica

(70 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] The round decorative table on three legs ( Household equipment;  Furniture) was called delphica by the Romans in imitation of the Delphic tripod (Procop. Vand. 1,21). The delphicae mentioned in literature (Mart. 12,66f.; Cic. Verr. 2,4,131) are probably to be identified with surviving tables from, in particular, the cities around Vesuvius. Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography G. M. A. Richter, The Furniture of the Greeks, Etruscans and Romans, 1966, 111-112.

Xenon group

(245 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] A special group of South Italian vases, named after a label on a pot in Frankfurt with the charioteer Xenon preparing to start [1]. The decoration of XG vases was applied with red slip to a pot covered with dark glaze (Gnathia ware). The pots (Pottery) used are quite small in scale. Decoration is chiefly limited to ornamentation (Ornaments) such as ivy and laurel branches, rod ornaments, wavy lines, meanders etc.; in contrast, representations of animals or people are distinctly ra…

Cradle

(193 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (λίκνον/ líknon, σκάφη/ skáphē; Lat. cunae, cunabula, n. pl.). The líknon, actually the ‘grain rocker’, was used as a cradle (H. Hom. 4,150; 254; 290; 358; [1. 298, fig. 285]; cf. Callim. H. 1,48). A container similar to a tub served as a second form of the cradle (Soph. TrGF IV, 385; Ath. 13,606f; 607a;   scáphē ). There were often notches or small struts on the frame of the cradle for attaching cords. Safety belts could be drawn crosswise over the cradle. From time to time two children could be accommodated in them (Plut. Romulus 3,4). Depictions of infants in skáphai are know…

Ephedrismos

(156 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (ἐφεδρισμός; ephedrismós). A game where a target (δίορος; díoros) on the ground is to be hit with a rock or a ball; the loser had to carry the winner, who covered the loser's eyes, on his back until he touched the target with his foot. Boys and girls participated in ephedrismos, which according to the evidence of monuments became popular in the 5th cent. BC and is depicted in various stages. The representations also show satyrs and Erotes playing ephedrismos. The piggyback motif is very widespread in the Greek and Roman art (intaglios, sculpture; group in Ro…

Kemos

(92 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (κημός; kēmós, late Ancient Greek χάμος; chámos; Lat. c[h]amus, -um). Kemoi cover a variety of objects that apparently relate to the basic concept of wrapping, covering, etc. Part of these are nosebags for horses, from which they take their fodder (Hesych. s.v.), as well as bow nets for fish, and the type of cloth that bakers tied around their mouth and nose (Ath. 12,548c) and that women wore in public to cover the lower part of their face. Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography H. Schenkl, s.v. K., RE 11, 157-162.

Alveus

(128 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] [1] Trough-shaped container; actually cavity, vault or trough. The alveus served as wine press trough, bath for newborn children and as hot-water bath tub for one or more persons. Moreover, alveus can also mean a sarcophagus. In archaeological research alveus designates a large hip bath built in stone or brick, in the caldarium of the Roman thermae [1] (the smaller versions were called alveolus), which were heated by the praefurnium above the testudo alvei, a semicircular kettle. Functionally allied with the alveus are solium and   labrum . Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bi…

Swaddling Clothes

(139 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (σπάργανον/ spárganon; Latin incunabula). SC in their modern form were not known in Antiquity; instead, a baby would be wrapped entirely - apart from the head - with narrow strips of wool. Wrapping was supposed to ensure the striaght growth of the body and the limbs (Sen. Ben. 6,24,1,  cf. Plin. HN 7,3). In Thessaly only the lower half of the body was wrapped, in Sparta SC were dispensed with entirely (Plut. Lycurgus 16,3). Depictions of babies survive from the Bronze Age onwards (e.…

Lakonikai

(64 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (λακωνικαί; lakōnikaí). Men's shoes or boots, similar to the embas ( Shoes). Originally a Lacedaemonian (Spartan) phenomenon (Aristoph. Vesp. 1158-1165), later also worn elsewhere (Aristoph. Eccl. 74; 269; 345; 507, Aristoph. Thesm. 142); the elegant lakonikai were white (Ath. 215c) and red (Poll. 7,88). Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography O. Lau, Schuster und Schusterhandwerk in der griech.-röm. Lit. und Kunst, 1967, 126f.

Diphros

(118 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] Four-legged stool, generally with turned legs. A seat for gods and heroes (west frieze of the Siphnian treasury in Delphi; east frieze of the  Parthenon), as well as for common people in scenes from everyday life (geometric amphora Athens, NM Inv. no. 804: workshop scenes). They were made of simple wood or valuable ebony, the inventory lists of the Parthenon even record silver-footed diphroi. A special form is the folding stool (διφρος ὀκλαδίας; díphros okladías), whose legs end in claw-shaped feet.  Furniture;  Sella curulis Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography G…

Darius Painter

(180 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] Apulian vase painter working c. 340/320 BC, named after the main figure on the  Darius Crater. On the vessels he painted (including voluted craters, lutrophoroi, amphorae), some of which are monumental, he generally depicted scenes from classical tragedies (Euripides) and themes from Greek myth; some of these are only documented through his work. Other vases show scenes depicting weddings, women and Eros, as well as Dionysian motifs and rare sepulchral representations ( Naiskos vases). His tendency to name people and representations in inscriptions ( Persai, Pat…

Peniculus

(69 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (also penicillum). Duster, a stick with the hairy end of an animal's tail (Paul Fest. 208; 231 M.); used to wipe down tables (Plaut. Men. 77f.), polish shoes (Plaut. ibid. 391) or clean agricultural implements and vessels (Columella 12,18,5). The peniculus was also used as a brush to whitewash walls (Plin. HN 28,235) and as a paintbrush (Plin. HN 35,60f.; 103; 149). Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Subligaculum

(95 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] Men's item of clothing to cover the abdomen (Varro, Ling. 6,21; Non. 29,17). Originally, it was probably worn under the Roman toga (Non. 29,17; Isid. Orig. 19,22,5) and was later replaced by the tunica . The subligar, on the other hand, is a cloth worn for special occasions, such as by actors (Juv. 6,70) and by women in the bath (Mart. 3,87,3), or generally by labourers (Plin. HN 12,59). Perizoma Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography M. Pausch, Neues zur Bekleidung im Mosaik der 'Bikini-Mädchen' von Piazza Armerina in Sizilien, in: Nikephoros 9, 1996, 171-173.

Petasos

(207 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (πέτασος; pétasos). Greek hat made of felt with a wide brim, also referred to as a 'Thessalian hat' because of its origin (Soph. OC 313); it was worn by women and men who spent a lot of time outdoors (fishermen, herdsmen/women, hunters) or who were travelling; amongst the most best-known mythological petasos wearers were Hermes, Peleus, Perseus, Oedipus and Theseus. Additional wearers are - more rarely - chariot riders (Athen. 5,200f.), horsemen (e.g. on the Parthenon freeze) and the Attic ephebes ( ephēbeía ). The petasos was firmly retained by a strap that was p…

Mastruca

(66 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (also mastruga). Sardian word (Quint. Inst. 1,5) for a close-fitting garment made of (sheep)skin, sleeveless and reaching down to the upper thighs. The Romans considered those who wore it to be uncivilised (Cic. Scaur. 45d; Cic. Prov. cons. 15), thus Alaricus in: Prud. in Symm. 1,659f. In Plaut. Poen. 1310-1313 it is also used as a term of abuse. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Brattea

(258 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (πέταλον; pétalon). Ancient term uncommon in archaeological terminology; in Greek originally the ‘leaf or foliage of a tree’ (Hom. Il. 2,312; Od. 19,520), in Bacchyl. 5,186 the Olympian wreath of the wild olive, in the 2nd cent. BC at the latest considered to be the artificial metal leaves of a golden  wreath. In Roman sources brattea is used to describe a thin metal foil, mostly silver or gold for gilding objects, also veneers of precious wood (Plin. HN 16,232) or tortoiseshell (Mart. 9,59,9), but mostly gold leaf or gold foil is mea…

Household equipment

(1,622 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (Greek τὰ ἔπιπλα/ tà épipla, ἡ σκευή/ hē skeuḗ; Latin supellex, instrumentum). Household equipment (HE) comprises the objects that are needed in daily life and that constitute the majority of moveable belongings; this includes primarily  furniture, cooking utensils and kitchen crockery, lighting devices,  carpets,  blankets, and in a wider sense also  jewellery and  clothing, furthermore, according to current understanding, objects belonging to the sphere of immovables, e.g. the doors and ro…

Repositorium

(144 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] Originally a Roman tray, then a stand or centrepiece used to arrange and serve food for a course (Petron. Sat. 33; 40; 49), introduced probably at the beginning of the 1st cent. BC as luxury tableware. The repositorium could have simple, round or rectangular form, but it could also have several levels and be of considerable height; it was also decorated with figures (Petron. Sat. 36), veneered with valuable woods and fitted with silver on the corners and edges (Plin. HN 33,146). Carrying away the repositorium while a guest was still drinking was considered a bad o…

Hirschfeld Painter

(229 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] Attic vase painter of the geometric period (late geometric I b, after 750 BC;  Geometric vase painting), named after Gustav Hirschfeld (1847-1897), who first described the main work excavated in 1870, the so-called Hirschfeld Krater (Athens, NM Inv. no. 990) [1; 2]. The Hirschfeld Painter (HP) and his workshop worked in the tradition of the  Dipylon Painter and had a preference for monumental kraters of which the eponymous krater and a further one in New York (MMA Inv. no. 14.130.…

Diadema

(359 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (διάδημα; diádēma). The term was originally used to describe all bands worn round the head; different from  wreath. The diadema decorates, consecrates and raises its wearer above others; in this way diademata are symbols of dignity, particularly in cult; to this belong the ‘bust crowns’ or the ‘griffin diadema’ of the priests and deities; of a religious nature are also the ribbon-, gable- and rhomboid-shaped ‘ diademata of the dead’ that from the Mycenaean period onwards (shaft tomb IV, Mycenae) in many cases adorn the forehead of the deceased a…

Litter, Sedan chair

(529 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (φορεῖον/ phoreîon; Latin lectica, sella sc. gestatoria, portatoria). The litter as a means of conveyance has been known in the Orient since earliest times; in Greece it is first mentioned in the 4th cent. BC (Din. 1,36); in Hellenism it is a luxury item (Ath. 5,195c; 212c; Diod. Sic. 31,8,12). We cannot determine when the litter was introduced to the Roman empire but it was in general use from the 2nd cent. BC (cf. Liv. 43,7,5; Gell. NA 10,3,51); its excessive utilization in Rome already compelled Caesar to limit its use in the …

Festival dress

(444 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] It is safe to assume that the dress worn at private and public festivals differed in colour or adornment from everyday wear; women in  Sybaris, for example, who were to partake in one of the municipal festivities, received a year's notice in order to prepare their attire accordingly (Ath. 12,521c; Plut. Mor. 147e). A public appearance called for a clean attire (cf. Pl. Symp. 174a). On some festive occasions, a cloak was worn, referred to as ξυστίς ( xystís) (Aristoph. Lys. 1190, Nub. 70; Theoc. 2,74; Plut. Alcibiades 32,2). The ‘Phoenician’ red chitons, wor…
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