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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf" )' returned 536 results. Modify search

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Manicae

(278 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
(χειρίς/ cheirís). [English version] A. Ärmel Bereits die minoisch-myk. Kleidung wies sowohl bis an die Handwurzel als auch kürzere bis zur Ellenbeuge oder nur bis zum Oberarm reichende Ärmel auf; in der archa. und klass. Zeit war der Chiton mit Ärmeln bei “Barbaren” (Perser, Skythen u.a.) üblich, wurde aber auch von Griechen getragen. An der röm. Tracht waren M. anfänglich ein Zeichen der Verweichlichung (Tunica) - so wird noch Commodus gerügt, weil er eine Tunica mit Ärmeln trug (Cass. Dio 72,17, vg…

Plaga

(224 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] [1] Römisches Jagdnetz Röm. Jagdnetz, speziell Fangnetz, in das Wild (Hirsche, Eber) durch Hunde bei der Treibjagd hineingehetzt wurde (Hor. epod. 2,31-32; Hor. epist. 1,6,58; 1,18,45) im Gegensatz zu den retia (Schlagnetzen) und casses (Fall- und Sacknetzen); von den aus Stricken geflochtenen plagae waren die aus Cumae am meisten geschätzt (Plin. nat. 19,11). Die Treibjagd mit der p., schon früh in der ant. Kunst dargestellt (Becher von Vaphio), war dann v.a. ein Motiv der röm. Mosaik- und Sarkophagkunst. Der Terminus p. ist in der mod. arch. Forsch. nicht …

Geschicklichkeitsspiele

(488 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] wurden vor allem von Kindern veranstaltet. Bei einem Teil dieser Spiele dienten Astragale, Nüsse, kleine Steine, Münzen, kleine Kugeln oder Scherben als Spielzeug (Kinderspiel), bei anderen Stöcke, Scheiben, Räder usw. Beliebt war das πεντάλιθα ( pentálitha) genannte G. (Poll. 9,126), bei dem man fünf Steine (Nüsse, Kugeln o.ä.) hochwarf und mit der Handfläche oder dem Handrücken wieder auffing; bei einem anderen G., dem orca-Spiel, warf man in ein sich oben verengendes Gefäß Nüsse, Steine u.a. (Ps.-Ov. Nux 85f.; Pers. 3,50); diesem Spiel äh…

Armarium

(197 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (Schrank). Neben der arca das zweite wichtige Möbel zum Aufbewahren von Sachgütern. A. scheint ein typisch röm. Einrichtungsgegenstand gewesen zu sein, der den Griechen erst spät zur Kenntnis gelangte ( purgiskos). In seiner Grundfunktion bezeichnet A. den Geräteschrank, dann auch den Schrank für Speisen, Geld und Schmuck; auch die Bücherschränke bzw. -regale der Bibliotheken hießen A. Ein Grabrelief in Rom (TM 184) zeigt das A. in einer Schusterwerkstatt [3. 114-115 Taf. 117,1-2] bzw. als Einrichtungsgegenstand im Haushalt zusammen u.a. mit der arca (Leide…

Pallium

(240 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Ein dem griech. Himation entsprechender röm. Mantel aus einer rechteckigen Stoffbahn; als Materialien dienten Wolle, Leinen oder Seide. Das P. konnte unterschiedlich gefärbt (weiß, diverse Rottöne, gelblich, schwarz), golddurchwirkt und mit Purpurstreifen versehen sein. Es ist seit dem 3. Jh.v.Chr. bekannt, und anfänglich trugen es nur Freunde der griech. Kultur, Philosophen u.a. (Liv. 29,10); doch es erfreute sich recht bald aufgrund seiner Bequemheit und einfachen Tragweise grö…

Mantica

(79 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Ein röm. Sack aus Leder, um Gepäck aller Art oder Nahrungsmittel (Apul. met. 1,18) zu transportieren. Man trug die m. auf der Schulter, so daß sie über Rücken und Brust lag (Pers. 4,24; Hor. sat. 1,6,106), oder bei Reisen zu Pferd hinter sich quer über der Kruppe des Pferdes. Eine manticula, den kleinen Ledersack, trugen ärmere Leute; daher bedeutet manticulare auch “stehlen” und “betrügen”, und den Betrüger (“Beutelschneider”) nannte man manticulator ( -arius). Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Diphros

(100 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Hocker mit vier zumeist gedrechselten Beinen. Sitzmöbel der Götter und Heroen (Siphnierschatzhaus in Delphi, Westfries; Ostfries des Parthenon), ferner einfacher Menschen in Alltagsszenen (geom. Amphora Athen, NM Inv. Nr. 804: Werkstattszenen). Als Material dienten einfaches Holz oder wertvolles Ebenholz, in den Schatzlisten des Parthenon werden auch D. mit silbernen Füßen erwähnt. Eine Sonderform ist ein Klappstuhl (D. ὀκλαδίας), dessen Beine in Tierklauen enden. Möbel; Sella curulis Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography G.M.A. Richter, The Furni…

Pilleus

(194 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (auch pileus). Halbkugel- oder kegelförmige, eng anliegende Kopfbedeckung aus Fell, Filz, Leder oder Wolle, die die Römer von den Etruskern übernahmen (vgl. Liv. 34,7). In Rom ist der p. das Abzeichen des freien Bürgers und wurde bei der Freilassung den Sklaven (Petron. 41), Kriegsgefangenen oder Gladiatoren (Tert. de spectaculis 21) verliehen. Daher ist der p. libertatis zusammen mit der vindicta das Attribut der Libertas, das diese auf röm. Mz. in Händen hält. Syn. kann p. als Ausdruck für Freiheit verwandt werden (Mart. 2,68; Suet. Nero 57, vgl. Pla…

Kottabos

(283 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κότταβος, Verb: κοτταβίζειν). Griech. Gesellschaftsspiel, wohl sizilischen Ursprungs (schol. Aristoph. Pax 1244; Anakr. fr. 41 D), das von Frauen (Hetären) und Männern während des Symposions gespielt wurde. K. ist häufig in der ant. Lit. erwähnt (seit Anakr. fr. 41 D = Athen. 10,427d) und insbes. auf Vasenbildern seit dem ausgehenden 6. Jh.v.Chr. festgehalten. Es kam darauf an, eine Metallscheibe, die auf ein leuchterartiges Gestänge aufgelegt war, mit dem Rest des Weines, den m…

Puppen

(287 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κόρη/ kórē, νύμφη/ nýmphē; lat. pup[ p] a) wurden in der Ant. aus Holz, Bein, Wachs, Stoff, Ton, Edelmetall u. a. hergestellt und haben sich seit der frühen Brz. bis zum Ausgang der Ant. in sehr großer Zahl erh. Man kannte sowohl P. in menschlicher Form als auch Tier-P. (Gell. 10,12,9) und Spielzeug wie z. B. Mobiliar (Betten, Tische, Stühle) und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Kamm, Lampe, Spiegel, Thymiaterion usw.). Bei der Ausstattung der menschlichen P. wurde auf große Sorgfalt ge…

Kampyle

(77 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (καμπύλη). Stock mit gebogenem Griff, der überwiegend von Bauern und Hirten, Bettlern, Greisen und Reisenden benutzt wurde, im Gegensatz zum gerade geformten Spazier- oder Wanderstab baktēría (βακτηρία) der Vollbürger. Gemäß der vit. Soph. 6 (nach Satyros) soll Sophokles die K. in das Theater eingeführt haben, bei Poll. 4,119 tragen die Greise in der Komödie die K. Auf den Theaterdenkmälern sind vielfach Schauspieler mit einer K. abgebildet. Lituus; Stab Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography Lit.: Stab.

Nagel

(318 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἧλος/ hḗlos, lat. clavus, seltener πάτταλος/ páttalos, γόμφος/ gómphos, lat. palus). N. haben sich seit der frühen Brz. in einer Fülle an Exemplaren erh.; sie weisen einen gerundeten oder kantigen Stift und einen unterschiedlich geformten Kopf (rund, spitz, flach, konisch, kugelförmig usw.) auf. Die erh. N. sind aus Bronze oder Eisen, Zier-N. können auch aus Gold oder Silber gefertigt sein oder nur einen N.-Kopf aus Edelmetall haben; daneben sind in der Ant. aber auch solche aus Holz verw…

Cista

(198 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κίστη, kístē). Ein aus Weidenruten oder Baumrinde geflochtener, runder Korb mit einem Deckel, der vielfach die gleiche Höhe wie der untere Teil hat und über diesen gestülpt werden kann; auch mit Klappdeckel oder einem scheibenförmigen Deckel überliefert. Die c. sind auf zahlreichen Denkmälern, u.a. auf att. und unterit. Vasenbildern, Totenmahlreliefs oder Lokrischen Tontafeln dargestellt; daneben sind Modelle bekannt. Auf Hochzeitsszenen fungieren sie als Gabe an die Frau. Sie vertreten offenbar den Lebensbereich de…

Ohrschmuck

(860 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Alter Orient s. Schmuck Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] II. Klassische Antike Im griech. Mythos wird O. (ἐνώτια/ enṓtia, ἐνωτάρια/ enōtária, ἐνωτίδιον/ enōtídion, lat. inaures) nur selten erwähnt (Hom. Il. 14,183; Hom. Od. 18,298; Hom. h. ad Venerem 8), doch belegen zahlreiche Funde und Darstellungen, daß O. bereits in frühen Zeiten zum Schmuck von Männern (Hom. Od. 18,298) und Frauen gehörte. In der klass. Zeit und später galt das Tragen von O. bei Männern als ein Kennzeichen von Verweic…

Keroma

(79 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κήρωμα, ceroma). Im medizinischen Sinn ein Umschlag, Hippokr. Acut. 8 (Bd. 2, p. 424) oder eine Salbe (Mart. 4,4,10). In der röm. Kaiserzeit bezeichnet k. ein gewachstes Täfelchen, ferner den lehmigen, wachsfarbenen Untergrund für einen Ringplatz, der den Körper oder Nacken der Athleten beschmutzt (Iuv. 3, 68); davon ging der Begriff K. auf den damit bedeckten Ringplatz bzw. die -anstalt über (Plin. nat. 30,5). Auch erhielten die dort Beschäftigten den Namen kērōmatistaí. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Calener Vasen

(132 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Sammelbegriff für unterital. Schwarzfirnisware (Reliefkeramik), geläufig von der 2. H. des 4.Jh. bis ins 2.Jh. v.Chr. Die Bezeichnung C.V. (Askoi, Schalen, Omphalosphialen, Gutti) hat sich für diese Gefäßgruppe eingebürgert, doch ist sicher, daß sie auch in anderen Regionen (Paestum, Sizilien, Tarent) produziert wurde. Bekannt sind v.a. Schalen mit Medaillons in mittelhohem Relief (“Arethusa-Schalen”), deren Herkunft durch Formschalen und Werkstattsignaturen aus Cales (Calenos) b…

Konopion

(64 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (τὸ κωνώπιον, lat. conopium, conopeum). Urspr. war das K. ein Schlafnetz zum Schutz gegen Mücken, Fliegen usw. (Anth. Pal. 9,764; Prop. 3,11,45), wozu nach Hdt. 2,95 die Ägypter sogar ihre Fischernetze nahmen; dann in vielfältiger Verwendung benutzter Begriff für Sänfte und Ruhebett (über das ma. canapeum zu “Kanapee”). Man nannte auch eine Wiege conopeum. Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography Lit.: s. Ruhebett.

Mazonomon

(74 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (μαζονόμον, μαζονόμιον, lat. mazonomus), aus μάζα/ máza (“Gerstenbrot”) und νέμω/ némō (“zuteilen”). Urspr. ein Teller aus Holz, um Gerstenbrot zu reichen (vgl. Athen. 5,202c), auch als Trageschüssel aus Bronze und Gold erwähnt (Athen. 4,149a; 5,197f); dann große Servierplatte für Geflügel (Hor. sat. 2,8,86; Varro rust. 3,4,3), die von den Scholiasten mit der röm. lanx gleichgesetzt wird (Porph. Hor. sat. 2,8,86). In der Kunst ist das m. nicht sicher nachgewiesen. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Peuketische Vasen

(185 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Gattung indigener Keramik, benannt nach dem ant. Peuketia, der Landschaft des östlichen Apennin zw. Bari und Egnazia (Peucetii). Die P.V. setzen mit dem beginnenden 7. Jh.v.Chr. ein und tragen zunächst eine von geom. Mustern geprägte Dekoration (Swastika, Rauten, waagerechte und senkrechte Linien), die bes. in der spätgeom. Phase (vor 600 v.Chr.) ein enges ornamentales Raster bildet. Leitformen der P.V. sind Krater, Amphora, Kantharos und Stamnos; seltener sind Schalen. Die zweit…

Rudis

(102 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] [1] Dünner Stab Dünner Stab, Löffel zum Umrühren von Speisen, Arzneimitteln u. a. (griech. κύκηθρον/ kýkēthron, Aristoph. Pax 654), in kleiner Form rudicula (Plin. nat. 34,176) genannt, meist aus Holz, seltener aus Eisen gefertigt (Plin. nat. 34,170). Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] [2] Degen aus Holz Stock, Degen aus Holz für die Fechtübungen der Soldaten und Gladiatoren. Daneben diente die r. als Abzeichen des lanista , um streitende Gladiatoren zu trennen oder ihren Kampf zu ordnen. Ausgediente Gladiatoren erhielten die r., wenn sie sich zur …
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