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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf" )' returned 536 results. Modify search

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Petasos

(180 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (πέτασος). Griech. Hut aus Filz mit breiter Krempe, aufgrund seiner Herkunft auch als “thessalischer Hut” bezeichnet (Soph. Oid. K. 313); er wurde von Frauen und Männern getragen, die sich viel im Freien aufhielten (Fischer, Hirten, Jäger) oder auf Reisen waren; zu den bekanntesten myth. P.-Trägern zählen Hermes, Peleus, Perseus, Oidipus, Theseus. Weitere Träger sind - seltener - Wagenlenker (Athen. 5,200f.), Reiter (z.B. am Parthenonfries) und die att. Epheben ( ephēbeía ). Für einen sicheren Halt des p. sorgte ein Riemen, der unter das Kinn geführt wur…

Canosiner Vasen

(113 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Gattung der apulischen Vasen, zwischen ca. 350 und 300 v.Chr. wohl ausschließlich für den Grabgebrauch hergestellt. Als ihr besonderes Kennzeichen kann die in wasserlöslichen, verschiedenen Farben (blau, rot/rosa, gelb, hellviolett, braun) ausgeführte Bemalung auf weißem Grund gelten. Bevorzugte Gefäßformen sind Volutenkrater, Kantharos, Oinochoe und Askos, deren Gefäßkörper häufig mit auf kleinen Podesten stehenden Frauenfiguren und plastischem Dekor (geflügelte Köpfe, Gorgoneia…

Bustum

(90 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Der bereits im Zwölftafelgesetz (Cic. leg. 2, 64) als “Grab” definierte Terminus war nach Paul. Fest. 6, 78; 25,3; 27,11 und Serv. Aen. 11,201 der Ort, an dem die Leiche verbrannt und die Reste bestattet wurden, während die Brandstätte allgemein ustrinum heißt. Arch. ist diese Bestattungsform vielfach belegt. Bestattung Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography T. Bechert, Röm. Germanien zwischen Rhein und Maas, 1982, 244-246  M. Struck(Hrsg.), Römerzeitliche Gräber als Quellen zu Rel., Bevölkerungsstruktur und Sozialgesch., 1993 (Arch. Schrift…

Ring

(768 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (δακτύλιος/ daktýlios, ἀκαρές/ akarés; lat. anulus). Unter R. werden im folgenden ausschließlich Finger-R. verstanden (zu Ohr-R. s. Ohrschmuck). Bereits die R. der Aigina- und Thyreatis-Schatzfunde aus dem beginnenden 2. Jt. v. Chr. zeigen hervorragende Beherrschung der Technik und hohe künstlerische Qualität. Aus der frühmyk. Zeit sind Golddraht- und Silber-R. zu nennen, daneben auch die sog. Schild-R., die sich zu einer Leitform des myk. Schmucks entwickeln und ihren Namen nach der …

Löffel

(269 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] L. fanden zunächst als Rühr- oder Koch-L. (griech. τορύνη/ torýnē, Aristoph. Equ. 984, vgl. Anth. Pal. 6,305; 306, lat. trua oder trulla) bei der Zubereitung von Speisen Verwendung. Zum Schöpfen von flüssigen Nahrungsmitteln oder Wein diente der κύαθος/ kýathos. Wenn der L. auch schon früh bekannt war, so fand er trotzdem beim Speisen wenig Verwendung, da man vornehmlich ausgehöhltes Brot (μυστίλη/ mystílē, μύστρον/ mýstron) zum Verzehr von Breien, Brühen oder Suppen u.ä. benutzte (Aristoph. Equ. 1168-1174). Der Römer unterschied Löffel mit ovaler Schale ( ligul…

Perizoma

(188 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (περίζωμα, lat. perizoma). Griech. Schurz zur Bedeckung des Unterkörpers, der entweder um den Unterleib gelegt und von einem Gürtel gehalten, als Tuch um die Hüfte und dann zw. den Beinen durchgeführt oder in Form einer Shorts-ähnlichen Hose angezogen wurde. Das p. trugen Arbeiter, Handwerker, Opferdiener, Priester, Sklaven, aber auch Soldaten (vgl. Pol. 6,25,3; 12,26a 4) und Sportler als einziges Bekleidungsstück (Nacktheit C.) oder als Untergewand. Auf Darstellungen sind zumeist Männer mit dem P. bekleidet, seltener …

Mantele

(147 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] ( mantellum, mantelium, χειρόμακτρον/ cheirómaktron). Ein rechteckiges Tuch aus Leinen mit Borten und Fransen; es diente bei Kulthandlungen als Handtuch, das die Opferdiener bei sich trugen, bei Mahlzeiten zum Reinigen der Hände (z.B. Xen. Kyr. 1,3,5) und als Tischtuch (Mart. 12,28). Bei Sappho (99 Diehl) wird das cheirómaktron als Kopfschmuck erwähnt. In seinen hauptsächlichen Funktionen als Tisch- und Handtuch entspricht das m. der mappa, die zudem ein beliebtes Geschenk an den Saturnalien war (Mart. 5,18,1). Seit Nero (Suet. Nero 22) ist …

Badehose

(86 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ᾤα λουτρίς, subligar). Beim gemeinsamen Bad in den Badeanstalten trugen Männer und Frauen einen Schamgürtel bzw. ein Badetuch (Poll. 7,66; 10,181, perizoma , subligaculum ) aus Schafsfell oder Stoff, Frauen auch eine Brustbinde (Vasenbilder, “Bikinimädchen” aus Piazza Armerina). Für Männer konnte die B. ( aluta, Mart. 7,35,1) aus Leder sein. Im Pap. Cair. Zen. 60,8 wird eine ἐκλουστρίς erwähnt. Ungewiß ist das Tragen einer Haube ( vesica). Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography R. Ginouvès, Balaneutikè, 1962, 223-225  W. Heinz, Röm. Thermen. Badewesen u…

Arca

(201 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (λάρναξ). Kasten, Kiste, Truhe, dann speziell die Geldtruhe aus Holz oder metallbeschlagenem Holz im Atrium (Iuv. 11,26; 14,259 u.ö.), von denen Exemplare bzw. deren Reste aus Pompeji bekannt sind. A. hießen eine große Anzahl sakraler, staatlicher und privater Geldkassen, z. B. die der virgines vestales. Die A. konnten so groß sein, daß sich eine Person darin verbergen konnte (App. civ. 4,44). Aus der Spätant. haben sich kleine A. erh., die als Geschenke mit Glückwunschformeln an die Frau überreicht wurden und auf ihrem Me…

Paragauda

(124 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (παραγαύδης). Eine erst im 3. Jh.n.Chr. belegte Bezeichnung für eine goldene oder purpurne Borte in Form eines griech. Gammas (Γ), die in ein Gewand eingewebt war (SHA Claud. 17,6); dann auch übertragen auf ein dem Ärmelchiton (Chiton) ähnliches Gewand ( paragaúdion) aus feinem Seidenstoff, das der röm. Kaiser je nach Verdienst mit einer bis fünf Borten als Auszeichnung vergab (SHA Aurelian. 15,4,46; SHA Probus 4,5). Von daher war das Tragen des Gewandes Privatpersonen verboten (Cod. Theod. 10,21,1 und 2). Aufgrund de…

Quadriga

(496 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (τετραορία/ tetraoría, τέθριππον/ téthrippon; lat. meist im Pl. quadrigae). Viergespann, der mit vier nebeneinander laufenden Pferden bespannte zweirädrige Wagen, der stehend gelenkt wurde, nach ant. Trad. von Trochilos oder Erichthonios [1] (Verg. georg. 3,113, vgl. Plin. nat. 7,202) erfunden. In den homerischen Epen werden Viergespanne recht selten erwähnt (z. B. Hom. Il. 8,185; 11,699), tauchen dann aber in der lit. Überl. z. B. bei myth. Wettfahrten (Oinomaos und Pelops, vgl. Philost…

Kranz

(621 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (στέφανος/ stéphanos, στεφάνη/ stephánē, lat. corolla, corona). Aus Blumen, Blättern und Zweigen geformt oder in deren Nachbildung (Bronze, Silber, Gold; s. z.B. [1]) gefertigt, ist der K. Bestandteil griech. und röm. Alltags- und Kulturlebens, ein Symbol der Weihung, Auszeichnung und des Schmuckes für Menschen und Götter; der K.-träger hob sich aus den anderen hervor (vgl. Apul. met. 11,24.4), und ihn anzugreifen war verwerflich (vgl. Aristoph. Plut. 21). K. werden seit mythischer Urzeit getragen (Tert. De corona 13). K. sind im Kult unerläßlich (FGrH 33…

Monopodium

(124 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (griech. trápeza monópus, Poll. 10,69). Runde oder viereckige Tische mit nur einer zentralen Stütze, deren Fuß aus floralen oder myth. Figuren gebildet sein konnte. Im Griech. sind solche Tische seit der Archaik bekannt, werden aber erst im Hell. häufiger; in Rom waren monopodia seit ihrem Bekanntwerden (erstmals im Triumph von 187 v.Chr. mitgeführt, Liv. 39,6,7; Plin. nat. 34,14) sehr beliebt und haben sich v.a. aus den Vesuvstädten erhalten. Varro (ling. 5,125) erwähnt das cartibulum, das im compluvium stand, um Geschirr aufzunehmen. Delp…

Cesnola-Maler

(175 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Benannt nach seinem ehem. in der Cesnola-Sammlung befindlichen Krater spätgeom. Zeit (H. 114,9 cm mit Deckel, aus Kourion/Zypern, jetzt New York, MMA, Inv. 74. 51. 965; geometrische Vasenmalerei). Der anonyme Vasenmaler verbindet in seinen Werken vorderasiatische mit mutterländischen und inselgriech. Motiven. Die ungewöhnliche Form des eponymen Kraters wie auch die Kombination der auf ihm angebrachten Motive führten in der Vergangenheit zu Diskussionen über die Datier. und Herkun…

Lukanische Vasen

(286 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Die Produktion der rf. L.V. setzt in den J. um 430 v.Chr. mit dem Pisticci-Maler ein, benannt nach einem Fundort seiner Vasen. Er steht noch ganz in att. Trad., die sich in der stilistischen Behandlung seiner Personen, der Ornamente und Gefäßformen äußert; er bevorzugt Glockenkratere, die er mit Verfolgungs- und Alltagsszenen oder dionysischen Bildern ziert. Seine Nachfolger, der Amykos- und der Kyklops-Maler, haben sich offenbar in Metapontium niedergelassen und hier eine Werkst…

Sabanum

(83 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Ein grobes leinenes röm. Tuch, das zum Abtrocknen und Abreiben des Körpers nach dem Bade (Apul. met. 1,23, vgl. Mart. 12,70) bzw. als Umhang diente, um nach einem Dampfbad ins Schwitzen zu kommen; des weiteren nutzte man das s. zum Auspressen der Honigwaben und Umhüllen der Speisen beim Kochen (Apicius 6,215; 239). In der Spätant. verstand man unter s. ein leinenes, mit Gold und Edelsteinen geschmücktes Gewand (Ven. Fort. vita S. Radegundis 9) bzw. einen Mantel. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Salutatio

(418 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (“Begrüßung”). Der morgendliche Empfang der Klienten ( cliens, clientes ) durch den patronus diente als Aufwartung, zur Entgegennahme von Ratschlägen (Hor. epist. 2,1,102) und von Unterstützung z. B. durch Geld ( sportula ). Er fand in den ersten beiden Morgenstunden statt (Mart. 4,8); hierbei hatte der Klient ( salutator) in der toga zu erscheinen (Iuv. 3,126 f.), weswegen Martial (3,46,1) den Klienteldienst auch togata opera nennt. Die Besucher versammelten sich im vestibulum oder atrium des Hauses ihres patronus und warteten auf Einlaß (Hor. epist. 1,5…

Epostrakismos

(56 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἐποστρακισμός). Knabenspiel, bei dem man eine Scherbe oder einen flachen Stein so auf das Wasser warf, daß er aufschlug und weiterhüpfte. Sieger war derjenige, dessen Stein oder Scherbe am weitesten flog und am häufigsten sprang (Poll. 9, 119; Hes. s.v. E.; Min. Fel. 3; Eust. in Hom. Il. 18,543). Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Brattea

(232 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (πέταλον). In der arch. Terminologie ungebräuchlicher ant. Begriff; im Griech. urspr. nur als “Blatt, Laub eines Baumes” (Hom. Il. 2,312; Od. 19,520), bei Bakchyl. 5,186 “Kranz des Ölbaums von Olympia”, spätestens im 2.Jh. v.Chr. als artifizielles Erzeugnis für die Blätter des Goldkranzes (Kranz) verstanden. In röm. Quellen bezeichnet b. eine auf einen Gegenstand aufgelegte dünne Folie aus Metall, meist Silber oder Gold, auch Furniere aus kostbarem Holz (Plin. nat. 16,232) oder Schildpatt (Mart. 9,59,9), doch ist meist Blattgo…

Perücke

(263 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (φενάκη/ phenákē, πηνήκη/ pēnḗkē, lat. capillamentum, galerus). Die Verwendung der P. hat in Griechenland offenbar im ausgehenden 6. Jh.v.Chr. eingesetzt; die spätarcha. Koren zeigen Frisuren, die ohne angesetzte Haarteile nicht denkbar sind. Auch im Theater bediente man sich der P. im 5. Jh.v.Chr. (Aristoph. Thesm. 258) und nutzte auch falsche Bärte (Aristoph. Eccl.25), ebenso tragen Musiker und Gaukler P. und Haarteile (Ail. var. 1,26; Lukian. Alexandros 3). Der Gebrauch von P. und H…
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