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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf" )' returned 536 results. Modify search

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Teller

(96 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (pίναξ/ pínax, λεκάνη/ lekánē; lat. catillus). Der T. diente wie die flacheren Platten und tieferen Schüsseln zum Zubereiten und Servieren von Speisen bei Tisch (z. B. Hom. Od. 1,141; 16,49 f.); er konnte rund oder eckig, mit und ohne Standfuß, mit gewölbter oder mit steiler Wandung gebildet sein. Im arch. Fundgut ist der T. seit dem 8. Jh. v. Chr. bis zum Ausgang der Ant. in unterschiedlichen Materialien (Bronze, Holz, Silber, Ton, Zinn usw.) belegt. Catinus [1]; Eßgeschirr; Eßkultur; Fischteller; Lanx Hurschmann, Rolf Bibliography S. Künzl, Das Tafelgesc…

Tiara

(237 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (τιάρα). Kopfbedeckung vorderasiatischer Völkerschaften (Armenier, Assyrer, Saker, insbes. Perser; Hdt. 3,12; 7,61; 7,64 u.ö), turbanähnlich; daneben eine hohe, mit Sternen verzierte und aufrecht stehender Spitze versehene T., die bei den Persern nur dem König, seinen Verwandten und hohen Würdenträgern zukam (Xen. an. 2,5,23; Xen. Kyr. 8,3,13). In griech. Quellen wird die T. auch kurbasía oder kíd(t)aris genannt (z. B. Aristoph. Av. 487). Die T. als Kopfbedeckung vornehmer Orientalen war auch in röm. Zeit üblich (Suet. Nero 13; Paus.…

Zeira

(93 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ζειρά). Ein weiter, bis auf die Füße reichender und in der Mitte gegürteter bunter Mantel der Araber (Hdt. 7,69) und Thraker (Hdt. 7,75), der gegen Kälte schützte und im Unterschied zur chlamýs lang genug war, um beim Reiten die Füße warmzuhalten (Xen. an. 7,4,4). Auf den Thrakerdarstellungen der att. Vasenmalerei hat man ihn aufgrund seiner Länge und der ornamentalen Verzierungen identifiziert. Hurschmann, Rolf Bibliography W. Raeck, Zum Barbarenbild in der Kunst Athens, 1981, 69-72  I. Mader, Thrakische Reiter auf dem Fries des Parthenon?, in: F. Blakolmer …

Schirm

(214 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (σκιάδιον/ skiádion oder σκιάδειον/ skiádeion; lat. umbella, umbraculum). Runde, zusammenklappbare Sch. und solche mit festem Gestänge kannten die Griechen seit dem 5. Jh. v. Chr.; wie in den vorderasiatischen Staaten war auch in Griechenland der Sch. ein Standessymbol und Würdezeichen. Vornehme griech. Frauen ließen ihn sich von einer Dienerin nachtragen (Athen. 12,534a, vgl. Ail. var. 6,1). Bei griech. Männern galt das Tragen von Sch. als Zeichen der Verweichlichung (Pherekrates PCG 7…

Xenon-Gattung

(217 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Sondergruppe der unteritalischen Vasenmalerei, benannt nach der Aufschrift eines Gefäßes in Frankfurt mit der Vorbereitung des Wagenlenkers Xenon zur Ausfahrt [1]. Bei der X.-G. wurde die Dekoration mit rotem Tonschlicker auf das mit dunklem Glanzton bedeckte Gefäß aufgetragen (Gnathiavasen). Die verwendeten Gefäße sind ausgesprochen kleinformatig. Die Dekoration beschränkt sich hauptsächlich auf Ornamente wie Efeu- und Lorbeerzweige, Stabornamente, Wellenlinien, Mäander usw.; Da…

Tarantinon

(73 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ταραντῖνον). Ein leichtes, durchsichtiges Luxusgewand mit Fransen, das im 4. Jh. v. Chr. erstmals lit. belegt ist (Men. Epitr. 272); der urspr. Herstellungsort war Tarent (Taras), vgl. Poll. 7,76. Hetären legten es ohne Untergewand an (Aristain. 1,25, vgl. Ail. var. 7,9). Bei Athen. 14,622b tragen die männlichen Teilnehmer eines dionysischen Festzuges das t. Barbaron Hyphasmata; Coae Vestes; Fimbriae; Kleidung Hurschmann, Rolf Bibliography U. Mandel, Zum Fransentuch des Typus Colonna, in: MDAI(Ist) 39, 1989, 547-554.

Sparbüchse

(190 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ἀργυροθήκη/ argyrothḗkē; lat. arcula, crumena). Spezielle S. für Geld waren im archa. und klass. Griechenland offenbar unbekannt; Geld wurde in Truhen und Kästen zusammen mit Schmuck und anderen Wertgegenständen aufbewahrt (z. B. Theophr. char. 10). Die wohl älteste erh. S. stammt aus Priene (2./1. Jh. v. Chr.) und hat die Form eines Tempelchens mit einem Schlitz im Giebel zum Einwerfen des Geldes, das man durch eine verschließbare Öffnung auf der Rückseite wieder entnehmen konnte […

Sizilische Vasen

(233 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Noch vor Ende des 5. Jh. v. Chr. begann in Himera und Syrakus auf Sizilien die Produktion von rf. Vasen. Diese lassen in Stil, Ornamentik, Vasenform und Thematik eine starke Anlehnung an die att. Vasenmalerei (Meidias-Maler) erkennen. Mit dem 2. Viertel des 4. Jh. v. Chr. wanderten einige sizil. Vasenmaler aus, um auf dem it. Festland den Grundstock für die kampanische und paestanische Vasenmalerei zu legen (Kampanische Vasenmalerei; Paestanische Vasen). In begrenztem Maße blieb …

Stola

(174 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Die s. war das Gewand der röm. Matronen ( matrona [1]), d. h. der freigeborenen Frauen (Plin. nat. 33,40), das sie in der Öffentlichkeit über der engeren tunica bzw. weiteren calasis und unter der palla trugen, so daß der Körper vollständig umhüllt war (vgl. Hor. sat. 1,2,99). Das Gewand reichte bis auf die Knöchel und war weit, faltenreich und im Brust- oder Taillenbereich gegürtet (Mart. 3,93,4). Die s. bestand aus einer Stoffröhre, in die die Trägerin hineinschlüpfte; durch in sich gedrehte Bänder oder Schnüre wurde sie auf den Schultern ge…

Tunica

(275 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Das aus zwei Teilen geschnittene und vernähte, meist weiße Woll- oder Leinenhemd wurde von röm. Männern und Frauen der Oberschicht als Untergewand (Suet. Aug. 94,10) unter der toga , von den unteren Schichten als einzige Bekleidung getragen. Frauen scheinen häufiger zwei tunicae übereinander getragen zu haben; dann nannte man die untere t. subucula (Varro ling. 5,131) und die obere supparus. Bei Kälte und schlechter Witterung zogen auch Männer mehrere t. an (Suet. Aug. 82,1). Urspr. war die t. eng und ärmellos, doch mit dem ausgehenden 1. Jh. v. Chr. wurd…

Strophium

(195 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
(στρόφιον). Ein um etwas gewundenes oder in sich gedrehtes Band. [English version] [1] Brustband Brustband der Frauen in Griechenland und Rom (Aristoph. Thesm. 139; 251; 255; 638; Aristoph. Lys. 931; Catull. 64,65), auch μίτρα/ mítra (Anth. Pal. 5,13,4; Apoll. Rhod. 3,867), μηλοῦχος/ mēlúchos (Anth. Pal. 6,211), στηθόδεσμος/ stēthódesmos (Poll. 7,66), mamillare (Mart. 14,66 lem.), fascia pectoralis (Mart. 14,134 lem., vgl. Ov. ars 3,274; Prop. 4,9,49) genannt. In der Kunst sind verschiedentlich Frauen mit s. bzw. beim Anlegen des s. dargestellt. Oft gaben über die Schulte…

Würfelspiel(e)

(508 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (κυβεία/ kybeía; lat. alea). Angeblich von den Lydern (Hdt. 1,94,3), von Palamedes [1] vor Troia (Paus. 2,20,3; 10,31,1) oder dem ägypt. Gott Thot (Plat. Phaidr. 274c-d) erfunden. Im Mythos wird das W. gelegentlich erwähnt (Hdt. 2,122,1); so spielt Eros mit Ganymedes (Apoll. Rhod. 3,114-126), Herakles mit einem Tempelwächter (Plut. Romulus 5,1 f.) oder Patroklos mit Klysonymos (Hom. Il. 23,87 f.). Zum W. brauchte man entweder die vierseitigen Knöchel (Astragal [2], lat. auch talus), die mit den Werten eins und sechs sowie drei und vier belegt waren…

Torus

(128 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Lat. Terminus (griech. τύλη/ týlē; τυλεῖον/ tyleíon) für alles erhaben oder wulstartig Gearbeitete wie z. B. die konvexen Rundglieder der ionischen Säulenbasis (Säule B. 3. mit Abb.; der Begriff ist in der bei Vitr. 3,5,2-3 gebräuchlichen gräzisierten Form ( t.) in die nachant. Architekturterminologie eingegangen), die schwielige Haut im Nacken und auf den Schultern der Lastenträger (Aristoph. Ach. 860; 954: týlē) oder die Schwellung von Tiermuskeln (Plin. nat. 18,78: t.). Týlē nannte man ferner Kissen auf Klinen und Sitzmöbeln (Sappho fr. 46 Lobe…

Schere

(167 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ψαλίς/ psalís; lat. forfex, forpex, forficula). Sch. aus Eisen oder Br. wurden gebraucht bei der Schaf- und Ziegenschur, um Tuche und Metall zu zerschneiden, zur Haar- und Bartschur, in der Flickschusterei und in der Landwirtschaft zum Zerschneiden von Pflanzen und Früchten bzw. zum Schneiden von Weintrauben aus den Rebstöcken. Die Sch. scheint ab dem beginnenden 5. Jh. v. Chr. in Griechenland in Gebrauch gewesen zu sein, im ital. Raum der schriftl. Überl. nach um 300 v. Chr. (Varro …

Skaphe

(255 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (σκάφη, σκαφίς, σκάφιον, σκάφος; lat. scapha, scaphium). Vielfältig verwendeter Begriff für ein Becken, einen Kessel, Kübel, Trog (oder ein kleines Boot) und eine Wanne aus Holz oder Metall, ein in der Landwirtschaft (Hom. Od. 9,223; vgl. Theokr. 5,59) und im Haushalt genutztes Behältnis (Aristoph. Eccl. 738-739, vgl. Anth. Pal. 6,306). Auch konnte der Nachttopf der Frauen s. heißen. In eine s. warfen Skythen laut Hdt. 4,73,2 heiße Steine für das reinigende “Schwitzbad”. In einer s. sollen Romulus und Remus ausgesetzt worden sein (Plut. Romulus 3; bei …

Truhe

(256 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ζύγαστρον/ zýgastron, κιβωτός/ kibōtós, κιβώτιον/ kibṓtion, λάρναξ/ lárnax, χηλός/ chēlós; lat. arca, cista). Die T. aus Holz, Br. oder anderen Materialien diente im Haushalt zum Verwahren oder Transportieren von Kleidern, Hausrat, Buchrollen ( scrinium ), Geräten, Vorräten usw. T. konnten einfach und schmucklos gestaltet oder aber an Wandungen mit ornamental oder figürlich gestalteten Reliefs (Praenestinische Cisten) verziert sein. T. aus Holz wiesen oftmals Metallbeschläge zur Festigung der …

Wiege

(174 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (λίκνον/ líknon, σκάφη/ skáphē; lat. cunae, cunabula, N. Pl.). Als W. nutzte man das líknon, eigentlich “Getreideschwinge” (Hom. h. 4,150; 254; 290; 358; [1. 298, Abb. 285]; vgl. Kall. h. 1,48). Als zweite Form der W. diente ein wannenähnliches Behältnis (Soph. TrGF IV, 385; Athen. 13,606f; 607a; skáphē ). Einkerbungen oder kleine Streben an der Rahmung der W. dienten vielfach zum Befestigen von Stricken. Quer über die W. konnten Sicherungsgurte gezogen werden. Mitunter konnten in ihnen zwei Kinder Platz fi…

Trauerkleidung

(246 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] T. gehörte zuerst in den persönlichen Bereich von Familie und Freundeskreis, doch konnte sie auch öffentliche Trauer begleiten. Bei Homer tragen nur die trauernden Göttinnen einen dunklen Schleier (Hom. Il. 24,93 f.; Hom. h. 2,42). Die von Homer beschriebene Ges. begnügte sich damit, Kleidung mit Staub und Asche zu beschmutzen oder zu zerreißen (Hom. Il. 18,22 f.; 23,40 f.; 24,640; 28,25). Diese Verhaltensformen wurden in histor. Zeit von Griechen und Römern beibehalten (z. B. Pl…

Windel

(132 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (σπάργανον/ spárganon; lat. incunabula). W. in der heutigen Form kannte die Ant. nicht; statt dessen wurde das Kleinkind mit schmalen Wollstreifen vollständig - mit Ausnahme des Kopfes - umhüllt. Die Einhüllung sollte für einen geraden Bau des Körpers und der Gliedmaßen sorgen (Sen. benef. 6,24,1, vgl. Plin. nat. 7,3). In Thessalien hüllte man nur die untere Hälfte des Kindes ein, in Sparta verzichtete man ganz auf W. (Plut. Lykurgos 16,3). Darstellungen von Wickelkindern sind seit …

Schlauch

(161 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ἀσκός/ askós; lat. culleus, uter). Zum Transport von festen (Thuk. 4,26) und flüssigen Nahrungsmitteln (Hom. Il. 3,247; Hom. Od. 5,265; 9,196) nutzte man neben Fässern auch Tierhäute (von Rind, Schaf, Ziege; im arabischen Bereich auch Kamelhaut, Hdt. 3,9), die zugenäht wurden, wobei ein Tierbein als Ein- bzw. Ausguß diente. Darstellungen von Sch. sind in der ant. Kunst bei Transportszenen häufig; auch gehört der den Wein-Sch. tragende Silen fest zur Ikonographie dionysischer Szenen …
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