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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf" )' returned 268 results. Modify search

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Wiege

(174 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (λίκνον/ líknon, σκάφη/ skáphē; lat. cunae, cunabula, N. Pl.). Als W. nutzte man das líknon, eigentlich “Getreideschwinge” (Hom. h. 4,150; 254; 290; 358; [1. 298, Abb. 285]; vgl. Kall. h. 1,48). Als zweite Form der W. diente ein wannenähnliches Behältnis (Soph. TrGF IV, 385; Athen. 13,606f; 607a; skáphē ). Einkerbungen oder kleine Streben an der Rahmung der W. dienten vielfach zum Befestigen von Stricken. Quer über die W. konnten Sicherungsgurte gezogen werden. Mitunter konnten in ihnen zwei Kinder Platz fi…

Trauerkleidung

(246 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] T. gehörte zuerst in den persönlichen Bereich von Familie und Freundeskreis, doch konnte sie auch öffentliche Trauer begleiten. Bei Homer tragen nur die trauernden Göttinnen einen dunklen Schleier (Hom. Il. 24,93 f.; Hom. h. 2,42). Die von Homer beschriebene Ges. begnügte sich damit, Kleidung mit Staub und Asche zu beschmutzen oder zu zerreißen (Hom. Il. 18,22 f.; 23,40 f.; 24,640; 28,25). Diese Verhaltensformen wurden in histor. Zeit von Griechen und Römern beibehalten (z. B. Pl…

Windel

(132 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (σπάργανον/ spárganon; lat. incunabula). W. in der heutigen Form kannte die Ant. nicht; statt dessen wurde das Kleinkind mit schmalen Wollstreifen vollständig - mit Ausnahme des Kopfes - umhüllt. Die Einhüllung sollte für einen geraden Bau des Körpers und der Gliedmaßen sorgen (Sen. benef. 6,24,1, vgl. Plin. nat. 7,3). In Thessalien hüllte man nur die untere Hälfte des Kindes ein, in Sparta verzichtete man ganz auf W. (Plut. Lykurgos 16,3). Darstellungen von Wickelkindern sind seit …

Tisch

(418 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (lat. mensa, auch cartibum, cartibulum; griech. τράπεζα/ trápeza, τρίπους/ trípus oder τετράπους/ tetrápus). Die griech. und röm. Ant. überl. drei T.-Formen: rechteckig mit drei oder vier Beinen, rund mit einer zentralen Stütze oder drei Beinen und langrechteckig mit zwei an den Enden des Rechtecks befindlichen Stützen; letztere Variante wurde v. a. in Gartenanlagen aufgestellt und war aus Marmor, wobei die Außenseiten der Stützen vielfach mit Reliefs versehen wurden. Die übrigen T.-Formen w…

Toga

(470 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf

Unterweltsvasen

(142 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Gefäße (v. a. Volutenkratere) der apulischen rf. Vasenmalerei mit Darstellungen der Unterwelt; man findet das Götterpaar Hades und Persephone, mitunter in einer Palastarchitektur thronend, oft mit Hermes. Weiter können auch anwesend sein: Hekate, Dike [1], Totenrichter (Triptolemos, Aiakos, Rhadama…

Vorhang

(123 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (παραπέτασμα/ parapétasma, προκάλυμμα/ prokálymma, αὐλαία/ aulaía; lat. velum, aulaea). In griech. und röm. Zelten (Athen. 12,538d), Häusern, Palästen, vereinzelt auch in Tempeln (Lk 23,45; vgl. Paus. 5,12,4), waren V. an Türen, Fenstern (Iuv. 9,105), als Wanddekoration (Iuv. 6,227) und an den Interkolumnien der Atrien und Peristyle…

Kopfbedeckungen

(409 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] spielen in Mythos und Gesch. nur eine geringe Rolle. Zu erwähnen ist die Tarnkappe des Hades, derer Athena sich bedient (κυνέη Ἄϊδος/ kynéē Áïdos, Hom. Il. 5,844 f.) und die sie dann an Perseus [1] weitergibt. Midas verbirgt seine Eselsohren unter einem Turban (Tiara), Ov. met. 11,180 f. Eine K. (Pilleus) wird Lucumo (Tarquinius [11] Priscus) von einem Adler weggenommen und wieder gebracht, worin man ein günstiges Omen für die Zukunft sieht, Liv. 1,34; ein Wind weht Alexandros [4] d.Gr. die Kausia vom Kopf (Arr. an. 7,22,2 f.). Im Alltag gingen griech. und röm. M…

Simpuvium

(81 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] ( simpulum, simpuium). Schöpfkelle mit kurzem Stiel der röm. Priester und Vestalinnen, mei…

Tiara

(237 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (τιάρα). Kopfbedeckung vorderasiatischer Völkerschaften (Armenier, Assyrer, Saker, insbes. Perser; Hdt. 3,12; 7,61; 7,64 u.ö), turbanähnlich; daneben eine hohe, mit Sternen verzierte und aufrecht stehender Spitze versehene T., die bei den Persern nur dem König, seinen Verwandten und hohen Würdenträgern zukam (Xen. an. 2,5,23; Xen. Kyr. 8,3,13). In griech. Quellen wird die T. auch kurbasía oder kíd(t)aris genannt (z. B. Aristoph. Av. 487). Die T. als Kopfbedeckung vornehmer Orientalen war auch in röm. Zeit üblich (Suet. Nero 13; Paus.…

Zeira

(93 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ζειρά). Ein weiter, bis auf die Füße reichender und in der Mitte gegürteter bunter Mantel der Araber (Hdt. 7,69) und Thraker (Hdt. 7,75), der gegen Kälte schützte und im Unterschied zur

Schirm

(214 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf

Xenon-Gattung

(217 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Sondergruppe der unteritalischen Vasenmalerei, benannt nach der Aufschrift eines Gefäßes in Frankfurt mit der Vorbereitung des Wagenlenkers Xenon zur Ausfahrt [1]. Bei der X.-G. wurde die Dekoration mit rotem Tonschlicker auf das mit dunklem Glanzton bedeckte Gefäß aufgetragen (Gnathiavasen). Die verwendeten Gefäße sind ausgesprochen kleinformatig. Die Dekoration beschränkt sich hauptsächlich auf Ornamente wie Efeu- und Lorbeerzweige, Stabornamente, Wellenlinien, Mäander usw.; Da…

Triga

(311 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (lat. aus triiuga; griech. τρίπωλος/ trípōlos; “Dreigespann”). In ihrer Bed. als Renn-, Jagd- oder Streitwagen tritt die T. weit hinter den Bigae oder der Quadriga zurück. Bei Homer werden nur Beipferde von Zweigespannen genannt (vgl. Hom. Il. 8,80-86; 16,152-154 und 467-476) und einmal ein Geschenk von drei Pferden erwähnt (Hom. Od. 4,590); auch sonst sind die lit. Quellen zur T. eher rar (z. B. Dion. Hal. ant. 7,73). Entsprechendes gilt auch für ihre Darstellung in der Kunst; hier s…

Seife

(191 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Feste S. im h. Sinn war dem Altertum unbekannt. Zur Reinigung des Körpers verwendete man Bimsstein, Kleie, Natron, Öl, Soda, Tonerde - wobei die Kimolische bes. bekannt war (Aristoph. Ran. 712) - und Wasser. Diese Reinigungsmittel nannten die Griechen ῥύμμα/ rhýmma oder σμῆγμα/ smḗgma (ein entsprechender lat. Begriff fehlt). In den öffentlichen Badeanstalten wurden die Waschmittel vom Bademeister auf Verlangen zur Verfügung gestellt (Aristoph. Lys. 377; Athen. 8,351e) oder man brachte sie von zu Hause mit. Wie die h. S. w…

Stuhl

(354 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Unentbehrliches Sitzmöbel des sparsam möblierten ant. Haushalts, vornehmlich aus Holz (Ahorn, Buche, Eiche), gelegentlich auch aus Br. und teilweise oder zur Gänze aus Gold (Hdt. 1,14; Athen. 12,514) bzw. Marmor gefertigt. Mitunter bestanden Einzelteile des S. auch aus anderen Materialien wie Elfenbein oder Onyx (Plin. nat. 36,59), Metall oder Edelmetall. Daneben gab es Korb-S. aus Weidenzweigen (Plin. nat. 16,174), deren Aussehen aus Darstellungen oder steinernen Nachbildungen bekannt ist. Als Hauptformen (vgl. Athen. 5,192e-f) kannte die Ant. den díphro…

Unteritalische Vasenmalerei

(1,084 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] I. Anfänge Um die Mitte des 5. Jh. v. Chr. entstanden, von athenischen Vasenmalern gegründet, in Unteritalien die ersten Werkstätten für rf. Keramik. Dort wurden einheimische Künstler ausgebildet. So wurde die urspr. Abhängigkeit von attischen Vorbildern, die sich u. a. in Motivwahl oder attizierenden Formen äußerte (Lukanische Vasen), durch einen eigenen Malstil und Dekor- und Motivschatz ersetzt. Mit dem E. des 5. Jh. v. Chr. kam es in der apulischen Vasenmalerei (Apulische Vasen) zur Entwicklung des sog. ornate- und plain-style, wobei die Maler des orn…

Solium

(172 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] [1] Sitz Hoher röm. Sitz mit Fußbank, Arm- und Rückenlehne, Thron; das s. war Sitz der Könige (Ov. fast. 3,358; 6,353) und verm. schon in Etrurien der repräsentative Sitz des pater familias . Er vererbte sich vom Vater auf den Sohn, sein Verkauf galt als ehrenrührig ( salutatio ). Hurschmann, Rolf Bibliography F. Prayon, Frühetr. Grab- und Hausarchitektur, 1975, 111 f.  Th. Schäfer, Imperii Insignia. Sella curulis und Fasces. 29. Ergh. MDAI(R), 1989, 26 f. [English version] [2] Badewanne Röm. Badewanne für eine (Mart. 2,42; Vitr. 9 praef. 10; Plin. nat. …

Trigon

(113 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Röm. Ballspiel, für die Kaiserzeit belegt; man spielte es auf dem Marsfeld (Hor. sat. 1,6,126) und in den Bädern (Petron. 27,1-3). Zum T. waren drei Spieler (Mart. 7,72,9) nötig, die sich zu einem Dreieck aufstellten und einander einen oder mehrere kleine Bälle zuspielten, die entweder gefangen (Mart. 12,82,4) oder mit beiden Händen geschlagen wurden, so daß sie zum Werfer zurück bzw. zum dritten Mitspieler weitergeleitet wurden (Mart. 14,46,1), z. T. so heftig, daß hiervon die H…

Ofellius

(137 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] [2a] O. Ferus, C. campanischer Händler Im letzten Viertel des 2. Jh. v. Chr. ehrten die auf Delos niedergelassenen Italiker den campanischen Händler O. wegen seiner Verdienste mit einer marmornen Porträtstatue (Bildhauer: Dionysios [48] und Timarchides [1]). Die frg. erh. Statue wurde 1880 bei den frz. Ausgrabungen auf der Agora der Italiker gefunden; O. wurde mit Paludamentum auf der linken Schulter, Schwert in der gesenkten Linken und ausgestrecktem rechten Arm, der ehemals eine Lan…
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