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Your search for 'dc_creator:( "Walde, Christine (Basel)" ) OR dc_contributor:( "Walde, Christine (Basel)" )' returned 84 results. Modify search

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Kelmis

(74 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (Κέλμις, lat. Celmis; ältere Form wohl Σκέλμις bei Kall. fr. 100,1 Pf. und Nonn. Dion. 14,39; 37,164). Einer der des Schmiedehandwerks kundigen idäischen Daktyloi. Sprichwörtlich wird Κ. ἐν σιδήρῳ (Zenob. 4,80) in Beziehung auf eine Stelle im sophokleischen Satyrspiel Kōphoí (TGF, fr. 337 N.2) von allzu Kraftbewußten gebraucht. K., der bei Ovid (met. 4,281f.) Spielgefährte des Knaben Zeus ist, wird, weil er Rhea schmäht, in Stahl verwandelt. Walde, Christine (Basel)

Melpomene

(109 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (Μελπομένη, lat. Melpomena; sprechender Name: “singend”; vgl. Diod. 4,7: M. wegen der Melodie, die auf die Hörer einwirkt). Eine der neun Musen (Hes. theog. 77). Von Acheloos [2] ist sie die Mutter der Sirenen (Apollod. epit. 7,18). Über lange Zeit ist M. die unspezifischste und am seltensten erwähnte Muse. Sie wird als Patronin der Trag., bes. der lyrischen Chorpartien, angesehen und mit Theatermaske u.ä. abgebildet (vgl. Anth. Lat. 664). Bei Horaz (Hor. carm. 1,24; 3,30; 4,3) jed…

Kentauros

(72 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
(Κένταυρος). [English version] [1] Vater der Kentauren Nach Pind. P. 2,21ff. Sohn des Ixion und der Nephele (der vermeintlichen Hera). K. zeugt mit den Stuten vom Pelion die Kentauren (Diod. 4,70). Walde, Christine (Basel) [English version] [2] Schiff Bei Vergil (Aen. 5,122; 10,195) Name eines Schiffes mit dem Bild eines Kentauren. Walde, Christine (Basel) [English version] [3] Sternbild Das Sternbild K., üblicherweise mit Chiron oder Pholos identifiziert. Walde, Christine (Basel)

Lavinia

(268 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
(griech. Λαῦνα). Name zweier Frauengestalten, die mit der Aeneas-Sage (Aineias) verknüpft sind. [English version] [1] Tochter des Anios Tochter des Anios, des Priesterkönigs von Delos zur Zeit des Troianischen Krieges (Dion. Hal. ant. 1,59,3), die Aeneas heiratet (Ps.-Orig. 9,2,5) und ihn später als Seherin auf seine Irrfahrten begleitet. L. stirbt an der Stelle, an der Lavinium erbaut wird (Isid. orig. 15,1,52). Walde, Christine (Basel) [English version] [2] Tochter des Latinus und der Amata Tochter des Latinus und der Amata, die nach dem Tode des Bruders einzige Th…

Musen

(1,329 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
(griech. Μοῦσαι, lat. Musae; Camenae: s.u.; Etym. umstritten [3. 7f.]; ant. Lösungsversuche, z.B. Plat. Krat. 406a; Diod. 4,7,3-4; Etym. m. 589,40; weiteres [3. 5f.]). [English version] A. Allgemeines Die M. sind ein Spezifikum der Rel. und des kulturellen Selbstverständnisses der Griechen. Fern davon, nur Personifikationen der Künste zu sein, sind sie vielmehr Ausdruck der ausschließlich dem Menschen vergönnten Fähigkeit zur Selbstreflexion und Verortung im Geschichtsprozeß. Als Göttinnen der memoria (der Erinnerung und der Erinnerungsme…

Carmen de figuris

(119 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] Sachgedicht in 185 lat. Hexametern über die Wortfiguren (Figuren) in alphabetischer Reihenfolge, konzipiert als Gedankenhilfe für den Rhetorikunterricht. Rutilius Lupus und Alexandros [25], Sohn des Numenios, sind als Quelle nachweisbar. Pro Figur werden in der Regel drei Z. (griech. Bezeichnung, eine Z. lat. Definition, zwei Z. Beispiele aus griech. und lat. Klassikern) geboten. Der Verf. ist nicht bekannt (der Adressat Messius ist vielleicht Arusianus Messius); auf Entstehung i…

Nyx

(607 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
(Νύξ; lat. Nox, “Nacht”). Die Nacht als Sphäre des Unheimlichen und Verborgenen wurde in der Ant. nicht nur als täglich wiederkehrende, das Leben des Menschen bestimmende Naturerscheinung, sondern als Göttin und Personifikation gesehen. Die Grenzen zwischen diesen Bereichen sind schwer zu ziehen. [English version] A. Genealogien In verschieden akzentuierten Göttergenealogien [1] ist N. eine kosmogonische Macht. Bei Hesiod gehört N. wie andere Lichterscheinungen der ersten Göttergeneration an (Hes. theog. 123ff.; 211; 744ff.; vgl. ihre Autor…

Momos

(107 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (Μῶμος). Griech. Personifikation der Kritiksucht, als Sohn der Nyx/Nacht vorgestellt (Hes. theog. 214). In den Kýpria ist M. Ratgeber des Zeus (Kypria fr. 1 EpGF). Iulianus (epist. 50) erzählt, daß M. unmäßige Wut befällt, weil er an Aphrodite nichts auszusetzen findet. Nach Kallimachos, der ihn öfter in seinen lit. Fehden als Inbegriff des dümmlich-nörgelnden Kritikasters heranzieht (z.B. Kall. h. 2,113; Kall. fr. 393), wird M. in späterer Lit. viel erwähnt (Lukian. Iuppiter tragoedus 19ff; Lu…

Ker

(328 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (griech. ἡ Κήρ). Der Name K. ist seit Homer in zweifacher Bed. belegt: 1. als “Schädling”, “Schadegeist”, “Verderben” und “Tod” (Hom. Il. 2,302; 12,326-327; Od. 22,66). 2. als “Todeslos”. Die erste Kategorie von K., die in Einzahl, zumeist aber in Scharen ( Kḗres) auftritt, sind weibliche Schadegeister mit unterschiedlicher Wirkung. Während Homer sie u.a. als “schwarz” (Hom. Il. 3,454) und “verderbenbringend” (ebd. 13,665) bezeichnet, bietet Hesiod eine Beschreibung des äußeren Erscheinungsbildes und der Genealogie einer…

Kerambos

(93 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (Κέραμβος, lat. Cerambus). Sohn des Poseidonsohnes Euseiros und der Nymphe Eidothea; Hirte am Othrys, der Syrinx und Lyra erfindet und den Nymphen zum Tanz aufspielt. Pans Rat, dem bevorstehenden kälteklirrenden Winter zu entfliehen, befolgt er nicht. K. und seine Herden erfrieren unter den Schneemassen. Die Nymphen verwandeln ihn in einen Käfer mit langen Hörnern, der einer Lyra gleicht (Antoninus Liberalis 22; Kerambyx: Hirschkäfer; vgl. Hesych. s.v. Κεράμβυξ). Ovid hingegen be…

Kalchos

(62 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (Κάλχος). König der Daunier (Daunia), Geliebter der Kirke vor der Ankunft des Odysseus. Weil er sie gegen ihren Willen weiter belästigt, schlägt sie ihn mittels verzauberter Speisen mit Wahnsinn. Als ein daunisches Heer nach seinem Verbleiben forscht, löst Kirke die Verzauberung, aber erst nachdem K. versprochen hat, nie wieder ihre Insel zu betreten (Parthenios 12). Walde, Christine (Basel)

Memoria (Mnemotechnik)

(597 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] A. Memoria im rhetorischen System In der griech.-röm. Ant. gehörte es zu einem guten Vortrag, ihn auswendig, d.h. ohne schriftliche Vorlage, zu halten (Ausnahme: Ciceros Rede vor dem Senat nach der Rückkehr aus dem Exil, der er lediglich improvisierte Dankesworte voranstellte: Cic. Planc. 74). Auch war für den Redner das Erinnern von Phrasen, Gedanken, Argumenten des rhet. Systems unabdingbar: Die m., das “Schatzhaus der Erinnerung”, ist Grundlage jeder Form von Rhet. (Cic. inv. 1,9; Rhet. Her. 3,28). Insofern ist die m. eine der fünf partes orationis

Hercules Oetaeus

(178 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] Röm. Trag. eines unbekannten Verf., die im Corpus der Trag. Senecas überl. ist. Dieses längste Drama der Ant. (1996 V.) hat höchst kontroverse Wertungen erfahren, zumeist in Abhängigkeit von der Annahme oder Ablehnung der Autorschaft Senecas (Extreme [1] und [2]; vermittelnd [3]). Das Sujet - die Ereignisse vor dem Tod des Hercules und seine Apotheose - ist trotz kunstvoller und intelligenter Intertextualität zu Soph. Trach., Ovid (epist. 9 und met. 9) und zu Senecas Hercules Furens eigenständig bearbeitet. Die Stilisierung des Hercules zum Retter der W…

Polyhymnia

(125 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (Πολύμνια, seltener Πολυύμνια, “die mit den vielen Gesängen” oder “vielstimmiger Chorgesang”; vgl. Diod. 4,7,2 ff.). Eine der neun kanonischen Musen, die in der Dichtung selten individuell erwähnt wird (Ov. fast. 5,9-54). Trotz ihres eindeutigen Namens ist ihr Tätigkeitsbereich unspezifisch bzw. vielseitig. Bei Horaz (carm. 1,1) ist P. als Muse, die große Dinge mit großen Gesängen unsterblich macht, zu fassen. Sie firmiert als Erfinderin der Lyra (schol. Apoll. Rhod. 3,1-5a), als…

Labyrinth

(1,017 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
(λαβύρινθος, labyrinthus). [English version] A. Begriff Der Begriff L. bezeichnet im heutigen Sprachgebrauch entweder das L. im prägnanten Sinn oder im erweiterten Sinne jeden Irrgarten oder jedes unübersichtliche große Gebäude (insbes. seit dem Hell. als Motiv der Lit. oder der bildenden Kunst), oder aber in einer übertragenen Bed. als Metapher oder Allegorie Irrungen und Täuschungen des menschlichen Lebens. Letzteres läßt sich verstärkt ab dem 3. Jh.n.Chr. beobachten. Walde, Christine (Basel) [English version] B. Das Labyrinth im prägnanten Sinne Das L. im prägnanten S…

Metamorphose

(762 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
Terminologie: griech. μεταμόρφωσις (“Verwandlung”); lat. transfiguratio, mutatio, mit den Verben mutare, refigurari, transformare. [English version] A. Definition M. sind bestimmte Typen von Mythen, die insbes. im ant. Griechenland weit verbreitet waren und von dort ihren Weg in die röm. Lit. fanden. Man kann zwei Typen unterscheiden: (1) temporäre Verwandlungen von Göttern (z.B. Zeus bei verschiedenen erotischen Abenteuern), Zauberern oder Trickstern zur Täuschung etc.; (2) dauerhafte Verwandlungen von Menschen…

Romanius Hispo

(105 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] Lat. Rhetor und Rechtsanwalt der frühen Kaiserzeit. Er arbeitete sich durch Intelligenz und Redebegabung aus bescheidenen Verhältnissen zu einem gern gesehenen Gast am Hofe des Tiberius hoch (Quint. inst. 6,3,100; Tac. ann. 1,74). Im Majestätsprozeß des Quaestors Caepio [1] Crispinus gegen den Praetor Granius [II 3] Marcellus trat er als Nebenkläger auf. In den zahlreichen Erwähnungen bei Seneca d. Ä. halten sich Bewunderung für seine außergewöhnliche Sprachbeherrschung und Bildu…

Nyktophylax

(46 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (Νυκτοφύλαξ, “Wächter in der Nacht”). N. ist ein nächtlich erscheinender griech. Dämon. Weil er Krankheiten zu heilen vermag, wurden ihm Altäre und Standbilder errichtet. Nach Lukian. de morte Peregrini 27f. wollte Peregrinos (Proteus) durch seine Selbstverbrennung ein N. werden. Walde, Christine (Basel)

Alliteration

(110 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] Erst von dem neapolitanischen Humanisten G. Pontano (14. Jh.) geprägter Begriff für häufige Wiederholung des gleichen Kons. (auch vok. Anlaut) oder der gleichen Silbe in einer Wortgruppe, aber in der Praxis der ant. Rhet. schon bekanntes Phänomen (entspricht einem positiv gefaßten Homoioprophoron; verwandt mit der Paronomasie). Die A. bewirkt eine Verklammerung von Satzgliedern, hat mnemotechnische Wirkung (z. B. im german. Stabreim) und wird bevorzugt in Sentenzen verwendet (Suet. Iul. 37,2: veni, vidi, vici); in lautmalerischer Absicht auch an die …

Hyperion

(129 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (Ὑπερίων; zur Etym. [1]). In der Trad. Hesiods einer der Titanen, der mit seiner Schwester Theia die Lichtgötter Helios (Sol), Selene und Eos zeugt (Hes. theog. 134; 371-374; Apollod. 1,2,8). Die Überl. ist hinsichtlich seiner Teilnahme an der Titanomachie gespalten (schol. Hom. Il. 14,274 Dindorf contra Serv. Aen. 6,580). Bei Homer hingegen ist H. sowohl Beiwort (Hom. Od. 1,8) als auch selbständige Bezeichnung des Helios (Hom. Il. 19,398, bes. aber in der röm. Dichtung: z.B. Ov.…
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