Search

Your search for 'dc_creator:( "W. Milde" ) OR dc_contributor:( "W. Milde" )' returned 92 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Analytische Handschriftenforschung

(383 words)

Author(s): W. Milde
untersucht die literarischen Handschriften der Neuzeit (besonders des 19. und 20. Jahrhunderts) in ihrem materiellen, greifbaren Charakter: Autorenhandschriften wie Schreiberkopien. Typisch sind dafür Vorarbeiten; Niederschriften zur Ausarbeitung des Textes (Konzepte mit Streichungen und Veränderungen, Versuche, Entwürfe); Reinschriften. Entwickelt in jüngster Zeit besonders in Frankreich als Hilfsdisziplin der neueren Literaturwissenschaft in Anlehnung an Kodikologie (Begriffsprägung 1949) und …

Opistographischer Druck

(97 words)

Author(s): W. Milde
heißt der beidseitige Abdruck von Holzschnitten bzw. Holztafeln in Blockbüchern des 15.J11.S. Zunächst konnte der Abdruck mit dem Reiber durch Handpressung nur einseitig ( Anopistographisch) erfolgen, da sich die Umrisse der Holztafeln so tief in das Papier eindrückten, daß die Rückseite nicht mehr zu bedrucken war. Die Blätter wurden mit ihren unbedruckten Rückseiten zusanmlengeklebt. Erst nach Erfindung der Buchdruckpresse konnten Vorderund Rückseite eines Blattes beidseitig bedruckt werden. W. Milde Bibliography Geldner, F.: Die Drucktechnik der Blockbücher. In:…

Liber floridus

(313 words)

Author(s): W. Milde
ist die Bezeichnung für die vermutlich älteste illuminierte ma. Enzyklopädie, die von Lambert, Kanoniker der Liebfrauenkirche in Saint-Omer, ca. 1090 begonnen und ca. 1120 beendet wurde. Er wollte das gesamte Wissen seiner Zeit dem heiligen Audomarus von Saint-Omer wie den eigenen Zeitgenossen darbieten, zumindest auszugsweise. Er stellte sein Werk aus über hundert Quellen, größtenteils aus Büchern der heimischen Bibl, zus., wobei er die zahlreichen Miniaturen einschließlich der Erd- und Himmels…

Wolfstieg, August

(196 words)

Author(s): W. Milde
Bibliothekar, Professor, Geheimer Regierungsrat, * 21. 6. 1859 in Wolfenbüttel, † 27. 5. 1922 ebenda. Der Sohn eines Sattlermeisters besuchte das humanistische Gymnasium «Große Schule» in Wolfenbüttel, studierte anschließend Philosophie und Gesch. in Berlin und schloß 1883 mit einer Promotion über die Stadt Goslar im 11. und 12. Jh. ab. 1882 Volontär, 1891 Kustos an der UB in Berlin, 1892–1896 Bibliothekar des Staatswissenschaftlichen Seminars. 1897 ging er an die Bibl. des Preußischen Abgeordne…

Lohnschreiber

(186 words)

Author(s): W. Milde
Antike und Spätantike kannten das gewerbsmäßige Abschreiben von Texten durch Berufsschreiber, genannt antiquarii, bibliographii, scriptores bzw. calligraphii librarii. Im frühen MA wurden sie durch Mönche und Nonnen abgelöst, die überwiegend für Gotteslohn, d. h. ohne Entgelt, arbeiteten. Als im 13. Jh. in den älteren Klöstern der wirtschaftliche und kulturelle Niedergang einsetzte, zeigten sich seine Auswirkungen auch in der Vernachlässigung der Scriptorien: Das Abschreiben überließen die des S…

Unziale

(1,895 words)

Author(s): W. Milde
Bezeichnung für eine Form sowohl der griech. wie der lat. Buchschrift. 1. Gr iechische Unziale. Griech. U. ist eine zwischen zwei Linien gesetzte Majuskelschrift mit Neigung zur Rundung der Buchstaben, beginnend in geringem Umfang im 4. Jh. v. Chr. (z. B. auf Papyri aus Ägypten). Die Buchstaben stehen unverbunden nebeneinander, ohne Wort- und Satztrennung. Bes. typische Buchstaben sind €, ω. Nach den beiden Schriftträgern spricht man von Papyrusunziale (4. Jh. v. Chr.–8. Jh. n. Chr.) und von Pergamentunziale (…

Riesenbibeln

(283 words)

Author(s): W. Milde
von dem Kunsthistoriker Georg Swarzenski (1876 — 1957, Frankfurt a.M. / Boston, Massachusetts) in die Gesch. der ma. Buchmalerei eingeführte Bezeichnung eines Typus von Bibeln im Großfolioformat, die mit Initialen, Figuren und szenischen Darstellungen geschmückt sind. Die romanischen R., die unter den illuminierten Hss. des MA eine Gruppe für sich bilden, finden sich zuerst (vor und nach 1100) in Ober– bzw. Mittelitalien (R. aus Hirsau 2. Hälfte n. Jh., R. aus St. Florian ca. 1075, R. aus Cividale 1. Hälfte 12. Jh.). Von ihnen ang…

Praun, Georg Septimus Andreas von

(251 words)

Author(s): W. Milde
* 4. 8. 1701 in Wien, 1. 5. 1786 in Braunschweig, Bibliothekar, Archivar und Minister. P. führte von 1751 an die Oberaufsicht über die herzogliche Bibl, in Wolfenbüttel, war Vorgesetzter von Christian Johann Brandan Hugo (1725 bis 1804), Gotthold Ephraim Lessing (1729 — 1781) und Ernst Theodor Langer (1743 — 1820). Er studierte in Altdorf, wurde 1725 Assessor und Kammeijunker in Oettingen, ca. 1727 Bibliothekar in Blankenburg, Harz, der Residenz des Herzogs Ludwig Rudolf von Braunschweig–Lünebur…

Initia

(358 words)

Author(s): W. Milde
Anfangswörter bzw. Anfangswendungen oder Anfangssätze eines Textes, der am Beginn eines Buches oder am Anfang eines Schriftwerkes steht (meist in Hss.). Die Initien bilden häufig das wichtigste Mittel, einen bestimmten Text (bzw. eine bestimmte Hs.) zu kennzeichnen, wobei oftmals noch entsprechende Sätze oder Wendungen vom Schluß des Textes hinzutreten können. Diesen Kennzeichnungen eines Textes bzw. einer Hs. kam bes. Bedeutung in einer Zeit zu, als exakte Angaben über Verf., Titel, Datierung u…

Aschaffenburg

(169 words)

Author(s): W. Milde
Die Hofbibliothek (Schloß Johannisburg) entstand 1794 durch die Verlegung der Privatbibliothek des Mainzer Kurfürsten und Erzbischofs Friedrich Karl Joseph vonErthal (1774-1802), (Bestand 1785: 8000 Bde.). Mit ihr kam auch der Dichter Wilhelm Heinse (1746-1803) als Bibliothekar von Mainz nach A. In der Sammlung befinden sich u. a. Stücke aus der Mainzer Dombibliothek, darunter fünf Prachthss., die für Erzbischof Kardinal Albrecht von Brandenburg (1490-1545) hergestellt worden waren (z. B. das Ha…

Anopistographisch

(57 words)

Author(s): W. Milde
nennt man Drucke, bei denen das Papier nur einseitig, und zwar meist mit dem Reiber durch Handpressung bedruckt wurde, wie das bei Blockbüchern des 15. Jh.s oftmals der Fall ist. Bei der Benutzung des Reibers drückten sich die Umrisse der Zeichnung so tief in das Papier ein, daß die Rückseite unbedruckt bleiben mußte. W. Milde

Rubrica

(301 words)

Author(s): W. Milde
(lat. rubrica terra, rubrum = rote Erde, rote Farbe, Rötel), einfache Strichelung in Rot beziehungsweise Rotschreibung, als Mittel, um in Hss. Überschriften, wichtige Wörter, Zeilen (Incipit, Explicit), Textabschnitte beziehungsweise Texteinschnitte hervorzuheben, eine Arbeit, die im allg. dem Rubrikator (oftmals identisch mit dem Schreiber) zukam. Meist fin den sich rote oder rot gestrichelte Zeilen am Anfang wie am Schluß von Hss.; innerhalb eines Textes sollte Rot die Gliederung und Übersicht…

Handschriftenkataloge

(1,010 words)

Author(s): W. Milde
Das Verzeichnen von ma. wie nachma. abendländischen Hss. geschieht, obwohl jede Hs. aufgrund ihrer Eigenart (Inhalt, äußere Merkmale, Gesch., Leserschaft) ein Individuum darstellt und dem Bearb. stets neue Probleme bietet, nach Regeln bzw. Richtlinien, die eine gewisse Einheitlichkeit bei der Beschreibung anstreben und z. T. bereits vor Jahrzehnten aufgestellt wurden: in Frankreich (um 1900), Österreich (1975). in der BRDeutschland (1963), in der DDR (1983). Die meisten abendländischen Hss. find…

Pollio, (Gaius) Asinius

(186 words)

Author(s): W Milde
76 v. Chr. — 5 n. Chr., Konsul 40 v. Chr., Anhänger Caesars im röm. Bürgerkrieg, Gründer der ersten öffentlichen Bibl, in Rom. Bereits Caesar hatte den Plan gehabt, in Rom eine Bibl, für alle Bürger einzurichten, in der die lat. Lit. neben der griech. aufgestellt werden sollte. Nach dessen Tod führte P. mit Mitteln aus der Beute des illyrischen Feldzugs von 39 v. Chr. den Plan aus. Er richtete im Atrium Libertatis, dem Behördenhaus neben dem Forum, eine griech. und eine lat. Bibl, ein, geschmück…

Schreibfeder

(162 words)

Author(s): W. Milde
Das Schreibinstrument für das Schreiben mit Tinte war in der Antike das Schreibrohr (calamus), das im MA die Feder (penna). Das Rohr (gewonnen aus Schilfrohr) wurde zunächst auch noch im MA benutzt; frühe Spuren der Feder sind bereits im 5. Jh. nachweisbar. Im ma. Abendland wurde fast ausschließlich mit der Gänsefeder (Schwanz- wie Flügelfeder) geschrieben, gelegentlich auch mit einer Schwanenfeder. Anweisungen für das Schneiden von Federn (temperieren) gibt es aus dem SpätMA. Nur vereinzelt fin…

Quintilianus, Marcus Fabius

(134 words)

Author(s): W. Milde
ca. 35 — 100 n. Chr., aus Calagurris (Spanien), bedeutendster lat. Rhetoriker. Q. war Lehrer der Rhetorik und Prinzenerzieher in Rom unter Kaiser Domitian. Sein Werk «De institutione oratoria» entstand aufgrund seiner Lehrtätigkeit. Es behandelt die Erfindung der Rhetorik, die Ausbildung des Redners, das Memorieren, die Rede und den Vortrag. Im zehnten Buch gibt er eine wichtige Übersicht über die griech. und lat. Dichter und Prosaiker, die der Redner zum Zwecke der Nachahmung kennen sollte. Sei…

Handschriftenkunde

(1,733 words)

Author(s): W. Milde
1hr Gegenstand im weiteren Sinn ist «jede Art von Dokumenten, die mit der Hand aufgezeichnet sind, ohne Rücksicht auf Form, Beschreibstoff, Alter, Ort und Zeit der Entstehung, Inhalt» (Karl Löffler). Spezielle Teile haben sich im Laufe der Zeit ausgegliedert: Aufzeichnungen auf Papyrus gehören zur Papyrologie, auf Stein, Holz und Metall zur Epigraphik, auf Münzen und Medaillen zur Numismatik, auf Siegeln zur Sphragistik, mit ma. Urkunden und neuzeitlichen Akten beschäftigt sich die Diplomatik (U…

Fürstenbibliotheken

(859 words)

Author(s): W. Milde
entstanden durch bibliophile Leidenschaft und Mäzenatentum ihrer adligen Stifter; sie waren als Privatbibl, en konzipiert, sollten aber auch der Wissenschaft offenstehen und der fürstlichen Repräsentation dienen (wie dies in den Baulichkeiten zum Ausdruck kommt). Wenn auch bereits Karl der Große und andere Herrscher des MA bis zu Kaiser Friedrich II. († 1250) Bü-cherslg. anlegten, so gibt es doch die F. als Institution im eigentlichen Sinne erst seit dem späten MA, als die Laienbildung in Europa zunahm und mit ihr die Lateinkenn…

Invocatio

(83 words)

Author(s): W. Milde
Anrufung Gottes bzw. des göttlichen Namens am Anfang ma. Urkunden. Dies kann durch Worte in unterschiedlichen Wendungen (häufig z. B. «In nomine sanctae et individuae trinitatis») oder symbolisch durch das Chrismon (zunächst ein reich verziertes Kreuz, daneben der verzierte Initialbuchstabe C oder das griech. Monogramm Christi) geschehen, aber auch durch Verbindung beider Möglichkeiten. In nomine W. Milde Bibliography Erben, W.: Urkundenlehre. T. 1. München/Berlin 1907, S. 140ff., 2l7ff., 306ff Bresslau, H.: Handb. der Urkundenlehre. Bd. 1. 3. Aufl. Berlin 1958, S. 47.

Metten

(357 words)

Author(s): W. Milde
Benediktinerabtei (Kreis Deggendorf, Niederbayern), gegr. ca. 766, besiedelt wahrscheinlich mit Rei–chenauer Mönchen, 1236 Vernichtung von Kloster, Kirche und Bibliothek durch Brand. 1414 entstanden eine Biblia Pauperum mit zahlreichen hervorragenden Federzeichnungen und eine Benediktinerregel mit ungewöhnlich qualitätvollen Miniaturen aus dem Leben des Heiligen (heute: München, Bayerische SB, Clm 8201 und 820 Id). 1624 wurde ein Bibliotheksbau errichtet, 1724 bis 1726 folgte die Einrichtung des…
▲   Back to top   ▲