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Your search for 'dc_creator:( "U.-B. Kuechen" ) OR dc_contributor:( "U.-B. Kuechen" )' returned 24 results. Modify search

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Nestorianische Schrift

(197 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
eine vom 6. Jh. n. Chr. bis heute benutzte Form der syrischen Schrift, hat sich aus dem Estrangelā entwickelt. Infolge konfessioneller Spaltung der Syrer in Ostsyrer (Nestorianer) und Westsyrer (Jacobiten) bildeten sich auch zwei weitere eigene Schriften, die n. S. und das jacobitische Sertō. Alle drei Schriften sind linksläufige Kursive mit 22 Konsonantenzeichen. Während im Estrangelā nur andeutungsweise eine Vokalisation erfolgte, entwickelte die n. S. ein vollst. System der Vokalbezeichnung d…

Sülus (Sulus, Thuluth)

(93 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
bezeichnet einen arab. Schriftduktus, dessen Schriftzeichen oft kunstvoll ineinander verschlungen sind. Er wurde als dekorative Zierschrift u. a. für Buchtitel und Rahmeninschriften benutzt. Zwar wurde er in allen islamischen Ländern angewandt, jedoch entwickelten ihn Persien und bes. die Türkei in Kalligraphenschulen zu einem hohen ästhetischen Stilmittel, dem noch heute manche Kalligraphen verpflichtet sind. Inschriften in Sülus (oben) und stilisiertem Kufi (unten) an der Schah-Moschee in Isfahan, Iran. 1629. U.-B. Kuechen Bibliography Alparslan, A.: Ḵẖaṭṭ (Writti…

Möller, Georg Christian Julius

(177 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
* 5. 11. 1876 in Caracas, 2. 10. 1921 in Uppsala, Ägyptologe. Schon 1896 war M. in der ägyptischen Abt. der Berliner Kgl. Museen tätig, denen er zeit seines Lebens verbunden blieb. 1904 bis 1907 und 1911 leitete er Grabungen in Ägypten, lehrte dann an der Univ. Berlin, wo er 1921 Professor wurde. Seine Publikationen spiegeln seine breiten Kenntnisse auf allen Gebieten der Ägyptologie. Sein Hauptinteresse galt der Erforschung der ägyptischen Schrift. Die hieratische Buchschrift in ihrer Entwicklu…

Sinaitische Schrift

(235 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
(Altsinaitische, Protosinaitische Inschriften), eine lineare, frühe alphabetische Schrift, deren Zeichen eine starke Affinität zu ägyptischen Hieroglyphen haben. Sie stammt vielleicht von Asiaten, deren Sprache semitisch war; sie hinterließen sie anläßlich von Expeditionen in die Türkisminen des Sinai dort auf Felswänden, Steinplatten, Statuetten, Werkzeug und einer Sphinx. Die Inschriften haben keine Worttrenner, sind meist in vertikalen Kolumnen angebracht und von oben nach unten beziehungswei…

Horapollon

(169 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
ägyptischer Autor eines im 4./5. Jh. entstandenen Buches «Hieroglyphika», das nur in griech. Sprache erhalten ist. Selbstaussagen des Werks über seine Autorschaft verdienen noch kritische Untersuchungen. Es beschreibt etwa hundert ägyptische Hieroglyphen nach Form und Bedeutung und bietet Erklärung für Zusammenhänge von bildhaften Zeichen und allegorischen Deutungen. Dabei geht H. aus Unkenntnis des ägyptischen Schriftsystems von einer reinen Bilderschrift aus unter völliger Vernachlässigung pho…

Hieroglyphen

(592 words)

Author(s): U.-B.Kuechen
bezeichnen allg. Schriftzeichen, welche die Form von Bildern haben (dagegen Bilderschrift), wie die noch unentzifferten der Harappakultur (Induskultur, ca. 3.–2. Jahrtausend v. Chr.), die nur inhaltlich ein wenig gedeuteten der Osterinsel (Ursprung und zeitliche Erstreckung noch unerforscht), die der Nakhi (tibetobirmanische Sprache seit Christi Geburt), die des weitgehend entzifferten H.-hethitisch (anatolische Sprache um 1500 v. Chr.–nach 1. Jahrtausend v. Chr.) und speziell die der ägyptischen Schrift, welche erstmals die Griechen «heilige Schriftzeichen» ιερογλυ…

Ideographie

(63 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
ist eine Schrift, die aus bildhaften Elementen (Bilderschrift), sog. Ideogrammen, besteht. Das ideographische Lesen von Zeichen einer Schrift ist auch ohne Kenntnis der jeweiligen zugrundeliegenden Sprache möglich, im Gegensatz zum phonetischen Lesen von Zeichen, die einen Lautwert repräsentieren. Ideographische Schriften gibt es bei Völkern verschiedener Zeiten und Sprachen, z. B. in der ägyptischen Schrift, Indus-Schrift und chinesischen Schrift, Ideenschriften U.-B. Kuechen

Niebuhr, Carsten

(201 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
* 17. 3. 1733 Lüdingworth, † 26.4.1815 Meldorf, Reisender und Geograph. N. studierte in Göttingen angewandte Mathematik und nahm 1761 bis 1767 zunächst als Geograph an einer dän. Forschungsreise in den Nahen Osten teil, die ihn bis nach Indien führte. Als einziger Überlebender übernahm N. sämtliche Arbeiten der Expeditionsteilnehmer und kehrte von Indien über Persien, Mesopotamien und Kleinasien zurück. Die Aufzeichnungen der Reise und ihrer wiss. Ergebnisse bereitete N. für die Veröff. vor; 177…

Sumerische Schrift

(284 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
ist neben der ägyptischen Schrift die älteste Schrift überhaupt, die ca. 2600 v. Chr. in Sumer, dem südlichen Teil von Mesopotamien, ent-stand und bis ca. 1600 v. Chr. geschrieben wurde. Schriftträger dieser Keilschrifttexte sind überwiegend Ton- und Steintafeln, Plaketten, Tonzylinder, Statuen, Stelen, Back-steine und Werkzeuge. Die Texte dieser ca. 900 Jahre repräsentieren größtenteils nur eine tote Literatursprache, da Sumerisch nur noch zu Beginn dieser Epoche gespro-chen wurde und es vom Ak…

Ideogramm

(55 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
(Begriffszeichen) ist ein Zeichen, das innerhalb eines Textes direkt den dargestellten Gegenstand bezeichnet, ohne dessen Lautwert zu berücksichtigen. Das I. kommt somit den Vorstellungen einer Bilderschrift am nächsten. So verwendete man z. B. in der ägyptischen Schrift die Hieroglyphe ʘ, welche die Sonnenscheibe darstellt, als I. zur Schreibung des Wortes «Sonne». U.-B. Kuechen

Grotefend, Georg Friedrich

(208 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
* 9. 6. 1775 in Münden, † 15. 12. 1853, Altphilologe und Orientalist, Gymnasialprofessor in Göttingen, Frankfurt am Main und Hannover. G. gelang es erstmals, die altpersische Keilschrift teilweise richtig zu entziffern; er schuf damit die Basis zur Entzifferung aller anderen Keilschriften. Auf Vorarbeiten des Rostocker Orientalisten Oluf Tychsen und des Dänen Frederik Münter aufbauend, erkannte G. annähernd richtig die altpersische Namensform der Achämenidenkönige Dareios, Xerxes und Hystaspes s…

Schikästä

(85 words)

Author(s): U. B. Kuechen
(Shikasta) bezeichnet einen arab. kalligraphischen Schriftduktus, der tachygraphischen Bedürfnissen entgegenkommt. Er wurde im 15. Jh. n. Chr. in Persien entwickelt. Wegen der zahlreichen Ligaturen und dem Fehlen diakritischer Punkte ist die Schrift oft schwer lesbar. Sie wurde hauptsächlich in Persien bes. für Briefe und andere Dokumente des täglichen Lebens bis ins späte 19. Jh. verwendet, heute selten noch für künstlerische Zwecke. U. B. Kuechen Bibliography Alparslan, A.: Khațț (Writing). In: The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Bd. 4. Leiden 1978, S. …

Meroitische Schrift

(193 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
die nach der altsudanesischen Hauptstadt Meroe ihren Namen hat, wurde vom bis ins 4. Jh. n. Chr. in Nubien verwendet. Sie liegt in einer hieroglyphischen und einer kursiven Form vor, die beide aus dem Ägyptischen abgeleitet sind, wobei die überwiegend angewandte meroitische Kursivschrift aus dem demotischen Schriftduktus der i. Hälfte der 26. Dynastie Ägyptens entwickelt wurde und mit dem Lautsystem der äthiopischen Reichssprache verbunden wurde. Beide Schriftarten bestehen nur aus 23 Zeichen un…

Palmyrenische Schrift

(277 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
gehört zu den nordsemitischen Schriften, die sich aus der westaramäischen Schrift des Achämenidenreiches entwickelt hat. Sie ist nach der Hauptstadt Palmyra (heute Tadmur) des gleichnamigen Königreiches benannt. Inschriften sind 32 v. Chr. — 274 n. Chr. belegt; sie sind in Palmyra, aber auch in Dura-Europos, Jerusalem, Ägypten, Nordafrika, in Tomis am Schwarzen Meer, in Ungarn, Italien und sogar in England gefunden worden. Es handelt sich um Ehren- und Weihinschriften auf Stein und in Ton, häufi…

Indus-Schrift

(257 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
ist eine noch nicht entzifferte Schrift einer unbekannten Sprache des Industals aus der Zeit von ca. 2500 bis 1770 v. Chr. Sie wurde seit 1875 durch Funde (z. B. in Harappa, Mohendscho-Daro, Chankhu-Daro) von beschrifteten Steatitsiegeln, Kupferplättchen und Ton bekannt. Die I. erscheint zunächst als Bilderschrift, die reale und stilisierte Darstellungen von Tieren, Bäumen, Menschen und Kultgegenständen kennt. Das Schriftinventar umfaßt 419 Zeichen. Die sehr kurzen Texte bestehen im Durchschnitt…

Nagari–Schrift (nägan, sanskrit «städtische Schrift»)

(197 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
(gehört zur nordindischen Schriftengruppe, die sich aus der alten Brahmlschrift über das Guptaalphabet seit dem 7. Jh. n. Chr. entwickelt hat. Vom 17. Jh. an wird sie mit DevaniigarT bezeichnet. F.s ist eine rechtsläufige Silben schrift, die Zeichen für Vokale und Konsonanten und Hilfszeichen z. B. für Vokallosigkeit kennt. Konsonantengruppen werden durch Ligaturen ausgedrückt, und die Zeichen insgesamt sind durch die Verwendung von langen Deckstrichen charakterisiert. Die N.– bzw. Devanä–gari–S…

Rosette-Stein

(173 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
(Stein von Rosette). Der aus schwarzem Basalt bestehende Stein wurde 1799 in der Nähe von Rosette (Rashid) in Ägypten stark beschädigt gefunden. Er trägt ein Dekret der ägyptischen Priestersynode vom 27. 3. 196 v. Chr., die sich zu Ehren des Königs Ptolemaios V. Epiphanes in Memphis versammelte. Es ist in drei verschiedenen Schriftarten abgefaßt: in Hieroglyphen, in demotischer und in griech. Schrift. Daher eignete sich diese Inschrift zur Entzifferung der Hieroglyphen. Nachdem erkannt worden wa…

Hieratische Schrift

(416 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
ist die Kursivform der ägyptischen Hieroglyphen, die diese beim Schreiben mit der Binse (später auch Rohrfeder) auf einer glatten Fläche (Papyrus, Kalkstein, Ton, Holz, Leder, Leinen) annehmen. Es liegt also das gleiche hieroglyphische Zeichensystem vor, und im Prinzip entspricht ein hieratisches Zeichen je einem hieroglyphischen, jedoch tendieren die hieratischen Zeichen zur Vereinfachung, zur Ligaturbildung sowie zur Auflösung der ursprünglichen hieroglyphischen Bildhaftigkeit. Die h. S. kennt…

Carnarvon, George Edward Stanhope Molyneux Herbert

(142 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
5 th Earl of,* 26. 6. 1866, 6. 4. 1923 in Kairo, brit. Ägyptologe, finanzierte Ausgrabungen, durch die 1922 Howard Carter das Tutanchamun–Grab fand. C. besaß eine Bibl., zu der eine kleine exquisite Slg. franz. Bücher des 18. Jh.s gehörte, die er 1904 an den Pariser Buchhändler Edouard Rahir für £ 30000 verkaufte (103 Nummern); einige davon gingen in die Bibl. Sir David Salomons über. U.-B. Kuechen Bibliography Cat. of Books selected from the Library of an English Amateur. 2 Bde. Privatdruck 1893 — 1897 (London BL: 667.k3) Carter, H. / Mace, A. C.The Tomb of Tut–Ankh–Amen. Bd. 1. London…

Champollion, Jean François

(266 words)

Author(s): U.B. Kuechen
* 23. 12. 1790 in Figeac (Lot), † 4. 3. 1832 in Paris, entzifferte die ägyptischen Hieroglyphen und begründete damit die wiss. Ägyptologie. Unter dem Einfluß seines älteren Bruders, des Altertumswissenschaftlers Jacques Joseph C.–Figeac (1778 bis 1867), interessierte sich C. schon als Schüler fur alte Sprachen und Archäologie. Er studierte später orientalische Sprachen mit dem Ziel, die ägyptischen Hieroglyphen zu entziffern. Hierbei erwiesen sich das Koptische und das Demotische als ein wesentl…
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