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Münzgesetze

(745 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
Gesetzliche Anordnungen von Münzberechtigten (Souveränen, Staaten), die das Münzwesen oder den Geldumlauf im Staats- oder Herrschaftsgebiet betreffen. [English version] A. Griechenland 1. Münzdekret der Athener (IG I3 1453; ATL II D 14; [1]): Der Volksbeschluß über die Vereinheitlichung von Münzwesen, Maßen und Gewichten im Attisch-Delischen Seebund datiert wahrscheinlich in die Zeit um 449 v.Chr. Mit diesem Dekret sollten die athen. Währung wie auch die athen. Maße und Gewichte im Seebund allein verbindlich sein (s. §§ 8, 12 der mod. Einteilung bei [1] nach IG3), die Münzprä…

Libella

(90 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] Diminutivum von libra, “kleines Pfund”, “Pfündchen”, bezeichnet wie die sizilische Litra ein Zehntel einer Silbereinheit, seit Anf. des 2. Jh.v.Chr. den As als Zehntel des Denarius und dann des Sestertius. Der Begriff L. wurde lediglich in der Kleingeldrechnung verwendet. Im Sprachgebrauch bezeichnet L. eine beliebig kleine Mz. oder in der Wendung heres ex libella (Cic. Att. 7,2,3) den Erben eines Anteils von einem Zehntel. Stumpf, Gerd (München) Bibliography M. Crawford, Coinage and Money under the Roman Republic. Italy and the Mediterranean Eco…

Münzfunde

(287 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] A. Einzelfunde Unter Einzelfunden - Mz., die nicht absichtlich vergraben wurden - sind Streu- und Siedlungsfunde einzuordnen. Die Aussagekraft einer einzelnen Fund-Mz. ist gering. Selbst wenn sicher ist, daß es sich bei der Mz. um einen Primärfund handelt, diese also schon in der Ant. am Fundort verloren ging, lassen sich kaum histor. Schlüsse ziehen, v.a. keine chronologischen Ansätze. Erst die Auswertung einer größeren Zahl von Streufunden eines geogr. Raumes ermöglicht Aussagen …

Pecunia

(76 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] (abgeleitet von lat. pecus, “Vieh”: Varro ling. 5,92, vgl. [1]) bezeichnet lat. das Vermögen, ursprünglich an Vieh, dann allgemein das Geld. Die Etym. zeigt, daß in Rom dem Metallgeld das Viehgeld voranging. Im 4. Jh.n.Chr. bezeichnet p. die Mz., das Geldstück (Eutr. 9,14), auch mit der Angabe des Metalls (Aug. civ. 4,21; 4,28) oder eingeschränkt das Kupfergeld (SHA Alex. 33,3). Stumpf, Gerd (München) Bibliography 1 Walde/Hofmann, s.v. P., Bd. 2, 272. Schrötter, s.v. P., 492.

Nummularius

(269 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] (von nummulus, “Kleingeld, elendes, schnödes Geld”) bezeichnet denjenigen, der mit Geld umgeht und die Münzprüfung vornimmt, auch spectator oder probator genannt, den Geldwechsler und zuweilen auch den Bankier (Scaevola Dig. 2,14,47,1). Aufgabe des n. war die Kontrolle der ein- und ausgehenden Mz. eines Bankiers oder Kaufmannes auf Gültigkeit und Echtheit durch Sehen, Tasten, Riechen, Hören (Epikt. 1,20,8; Petron. 56,1: n., qui per argentum aes videt; [1]). Münzprüfer sind seit der 2. H. des 2. Jh.v.Chr. namentlich durch die mod. so bezeichneten tesserae nu…

Kyzikener

(258 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] (στατὴρ Κυζικηνός/ statḗr Kyzikēnós). Von Kyzikos seit ca. 600 bis ca. 330 v.Chr. geprägte Statere aus Elektron mit einem Goldgehalt von 32-52% und einem Gewicht von ca. 16 g. Auf dem Rv. haben die rund 220 bekannten Münztypen stets ein Quadratum Incusum, nach dessen Stil sie in vier Gruppen unterteilt werden können: 1. bis ca. 550, hier wird auf dem Av. das Stadtwappen, der Thunfisch, zum Nebentyp; 2. bis ca. 475, Av. Tierbilder/Mischwesen; 3. bis ca 400, Av. myth. Figuren; 4. bis ca. 330, Av. auch Portraits [2; 3]. Der K. war eine Haupthandelsmz. der griech. Welt …

Pentekontadrachmon

(75 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] (πεντηκοντάδραχμον). Goldenes Tetradrachmon im Gewicht von 13,84 g im ptolem. Ägypten mit einem Wert von 50 Silberdrachmen (Drachme), geprägt seit Ptolemaios II. (285-247 v.Chr.) mit den Doppelbildnissen des verstorbenen Herrscherpaares und der Legende ΘΕΩΝ (“der Götter”) und denen des lebenden Herrscherpaares und der Legende ΑΔΕΛΦΩΝ (“der Geschwister”, s. Philadelphos; [1]; Poll. 9,60). Stumpf, Gerd (München) Bibliography 1 SNG Copenhagen (Egypt: The Ptolemies), 133. W. Schwabacher, s.v. P., RE 19, 528f.  Schrötter, s.v. P., 499.

Nikestater

(123 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] Mod. t.t. für Goldstatere Alexanders d.Gr., die in großen Mengen in den Münzstätten des gesamten Reiches ausgeprägt wurden. Diese Statere zeigen auf dem Av. den Kopf der Athena in korinthischem Helm nach rechts, auf dem Rv. die nach links stehende Nike und die Legende ΑΛΕΞΑΝΔΡΟΥ. Die N. mit einem Gewicht von ca. 8,5 - 8,6 g wurden nach dem attischen Münzfuß geprägt, in kleinem Umfang auch als Doppelstatere. Der Münztyp wurde von Philippos III. Arridaios [4] mit der Legende ΦΙΛΙΠΠ…

Kroiseios

(117 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] (Κροίσειος στατήρ). Münze des lydischen Königs Kroisos (Mitte 6. Jh.v.Chr.) aus reinem Gold (99%) mit einander zugewandten Löwen- und Stierprotomen auf dem Av. und zwei vertieften Quadraten (Quadratum Incusum) auf dem Rv., ausgebracht als schwerer und leichter Stater mit 10,71 g bzw. 8,055 g mit Unterteilung in Drittel-, Sechstel- und Zwölftelstater. Neben den Goldmz. wurden in reinem Silber Statere zu 10,70 g und Hemistatere zu 5,35 g geprägt. Bei einem Gold/Silber-Wertverhältni…

Quaternio

(237 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] (“Vierer, Vierzahl”). Mod. Benennung des vierfachen Aureus, auch als Medaillon bezeichnet. Die Stücke sind sehr selten und wegen des im 3. Jh. n. Chr. schwankenden Münzfußes nicht immer eindeutig zu definieren. Nachzuweisen sind quaterniones für Augustus (2 v. Chr.-4 n. Chr., Münzstätte Lugdunum (h. Lyon), RIC 1,204; 205), Domitianus (88 n. Chr., Rom, RIC 2,108, dort als fünf aurei bezeichnet), Commodus (188/9 n. Chr., Rom, RIC 3,184; 185, beide als Medaillons bezeichnet), Severus Alexander (222 n. Chr., Rom, RIC 4.2,15; 317 mit Iulia …

Lepton

(99 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] bezeichnet ebenso wie das Adj. λεπτός, “geschält, dünn, klein”, eine Kleinmz. oder ein kleines Nominal [1]. Möglicherweise ist L. identisch mit dem aus dem NT bekannten Kodrantes bzw. den prutot [2] gen. Kleinmz. der röm. Procuratoren iulisch-claudischer Zeit in Iudaea mit dem Namen des Kaisers oder Statthalters, aber ohne dessen Bild. Spätere Metrologen haben das L. mit 1/6000 Talent = 1 Solidus gleichgesetzt. Stumpf, Gerd (München) Bibliography 1 LSJ s.v. λεπτός 6; III 2 2 B. Overbeck, Das Heilige Land. Ant. Mz. und Siegel aus einem Jt. jüd. Gesch., 1…

Kontorniaten

(273 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] Mod. t.t. für überwiegend in der Münzstätte Rom, aber möglicherweise auch in privaten Werkstätten geprägte oder gegossene ant. Medaillone mit hochgehämmertem Rand (it. contorno) und zusätzlicher gravierter Rille, meist aus Messing, seltener aus Br., Dm durchschnittlich 40 mm. Die Beizeichen, häufig ein Palmzweig und das Monogramm PE [2. Teil 2, 242-306], sind überwiegend nachträglich eingeritzt und manchmal in Niello-Technik mit Silber eingelegt. Die Entstehungszeit der K. datiert in das 4. und 5. Jh. n.Chr. [2. Teil 2, 7ff.; 4]. Auf den Av. der K. beg…

Phanes-Stater

(234 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] Stater aus natürlichem Elektron [3] im Gewicht von ca. 14,2 g, nach 630 v.Chr. verm. in Ephesos/Ionien geprägt, mit einem äsenden Hirsch nach rechts auf dem Av., darüber der retrograden Inschr. in milesischen Buchstaben ΦΑΝΟΣ ΕΜΙ ΣΗΜΑ (‘ich bin das Zeichen/Wappen des Phanes’) und auf dem Rv. zwei aufgerauhten vertieften Quadraten, dazwischen ein rechteckiges Feld. Von diesem Stater sind bislang zwei Exemplare bekannt (London, BM; Frankfurt/Main, Bundesbank; [1.…

Quadrantalfuß

(56 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] In ant. Quellen nicht bezeugte Reduktionsstufe des Aes grave seit ca. 214 v. Chr., wonach der As mit ca. 83 g nur noch ein Viertel des ursprünglichen Pfundgewichtes (vgl. Münzfüße B.; Libra [1]) hatte [2]. Stumpf, Gerd (München) Bibliography 1 H. Chantraine, s. v. Q., RE 24, 672 f. 2 RRC p. 43, 153 f., 596.

Gye

(95 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] (γύη, γύης) wird als Mehrfaches eines Feldmaßes bei Homer (Il. 9,579, Od. 7,113; 18,374) erwähnt. Die genaue Größe des Maßes ist nicht zu ermitteln, da sich in späteren Kommentaren (Eust.) und Lexika (Hesych.) verschiedene Angaben finden. So wäre g. einmal mit 1/2 pléthron bzw. auch 1 röm. iugerum oder 1 pléthron gleichzusetzen. Bei Il. 9,579 und Od. 18,374 entspricht sie wohl etwa dem pléthron, bei Od. 7,113 mindestens 12 pléthra. In Unteritalien kommt eine g. mit 50 pléthra vor. Stumpf, Gerd (München) Bibliography F. Hultsch, Griech. und röm. Metrologie, 21882, 40-…

Runen-Solidi

(65 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] Anglo-friesische Nachahmungen spätröm. Goldmz. des 6. Jh. n. Chr. mit barbarisierter Umschrift in lat. Buchstaben und Runenschrift. Die gegossenen Mz., von denen nur sehr wenige gefunden wurden, dienten als Schmuck oder Amulette und waren nicht für den Zahlungsverkehr bestimmt. Stumpf, Gerd (München) Bibliography 1 P. Berghaus, K. Schneider, Anglo-friesische Runensolidi im Lichte des Neufundes von Schweindorf, 1967 2 Schrötter, s. v. Runen und Runenmünzen, 577.

Gegenstempel

(268 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] Nachträglich auf eine Mz. aufgeprägter kleiner, in der Regel runder oder viereckiger Stempel mit Zahlzeichen, Buchstaben oder Bild. G. begegnen seit der Frühzeit der Münzprägung auf griech., röm. und byz. Mz. bis hin zu neuzeitlichen Geprägen. Zweck der Gegenstempelung war, fremdes Geld im eigenen Währungsgebiet als gültiges Zahlungsmittel einzuführen, eigenes Geld entweder wieder kursfähig zu machen oder höher zu bewerten. Auch stark abgegriffene, lange umgelaufene Münzen wurden gegengestempelt. Als erste Münzen wurden im 6./5. Jh. v.Chr. in Sar…

Quartuncia

(105 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] Mod. Bezeichnung des Viertelunzenstücks, in der Ant. lat. sicilicus und nicht allein auf das Münzwesen beschränkt, sondern allgemein der vierte Teil vom Zwölftel eines Ganzen (=1/48). Die Q. ist der kleinste, stets in Br. geprägte Wert im Semilibralstandard mit Av. behelmter Romakopf, Rv. Prora (“Schiffsvorderteil”), ohne Wertzeichen (Münzstätte Rom, 217-215 v. Chr., RRC 38/8), in Brundisium mit Av. Kopf des Poseidon, Rv. Taras auf Delphin und Wertzeichen C, in Graxa (Apulien) mit Av. Kammuschel, Rv. Delphin und Wertzeichen . Stumpf, Gerd (München) Bibliograp…

Quadrunx

(55 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] (auch Quatrunx). Mod. Bezeichnung des röm. Vierunzenstückes bei dezimaler Teilung des As. Gegossene Quadrunces gibt es aus Ariminum, Asculum Apulum, Hatria und Luceria, geprägte aus Atella, Calatia, Capua, Larinum, Luceria, Rhegion und Theate Apulum [1]. Stumpf, Gerd (München) Bibliography 1 H. Chantraine, s. v. Q., RE 24, 708-710 2 Schrötter, s. v. Q., 543.

Münzreformen

(792 words)

Author(s): Stumpf, Gerd (München)
[English version] Veränderungen im Münzwesen, die Nominal, Münzfuß oder Wertgefüge der Mz. betreffen. 1. Die Maß-, Gewichts- und Münzreform Solons im J. 594/3 v.Chr. wird durch Aristot. Ath. pol. 10 überliefert. Solon ordnete die Gewichte neu, auf denen die später um 540 v.Chr. beginnende athenische Mz.-Prägung basierte. Die solonische Reform kann somit nicht als M. im eigentlichen Sinne bezeichnet werden [1]. 2. Nach dem E. der Bürgerkriege ordnete Augustus das röm. Mz.-System neu (24-21 v.Chr.): Der Aureus (Gold) wog ca. 7,96 g (41 gingen auf das röm. P…
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