Search

Your search for 'dc_creator:( "J. Hönscheid" ) OR dc_contributor:( "J. Hönscheid" )' returned 95 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Symmachus, Quintus Aurelius

(329 words)

Author(s): J. Hönscheid
(ca. 345–402), röm. Politiker und Redner, als Wortführer des Adels Repräsentant des untergehenden Heidentums in der christli-chen Spätantike. Seine Verteidigung der altröm. Religion brachte ihn in Konflikt mit dem Bischof Ambrosius. Während von seinen Reden nur Fragmente in einem Bobiensis rescriptus aus dem 6. Jh. erhalten sind (die S. betreffenden Seiten befinden sich in Mailand [Ambrosianus E 147 inf.] und Rom [Vaticanus Lat. 5750]) ist der größte Teil seiner Briefe in einer postum von seinem Sohn edierten Sammlung in mehr…

Icones

(77 words)

Author(s): J. Hönscheid
lat. Form für griech. ɛἰxóvɛç, Plural von ɛἰxώv, Bild; gebraucht 1. als Titel für Drucke von meist älteren Slg. von Bildnissen, wie z. B. Icones illustrium aliquot veterum medicorum et philosophorum cum epigrammatibus J. Sambuci. Antwerpen: Plantin 1574, oder Icones plantarum medicinalium. Abb. von Arzneygewächsen. Centuria 1–6. 2. Aufl. Nürnberg 1784–1790; 2. bisweilen für Bildnisse, die erst von Bibl.en zu Slg. zusammengefaßt wurden; 3. als Klassenbeschreibung für Bildnissig, und Abbildungswerke in älteren Klassifikationen. J. Hönscheid

Gymnasion

(171 words)

Author(s): J. Hönscheid
öffentliche griech. Stätte der Körperertüchtigung mit Kultstätte, seit dem 4. Jh. v. Chr. auch Bildungsinstitution, die sich in hellenistischer Zeit zu einer Art Univ. entwickelte; Treffpunkt der Gebildeten. Hier wurden Unterrichtsstunden, Vorträge und Vorlesungen gehalten, und hier sind wohl auch regelmäßig Bibl.en untergebracht gewesen. Im 4. Jh. v. Chr. haben Philosophenschulen sich in den außerhalb Athens liegenden Gymnasien der Akademie, des Lykeion und des Kynosarges angesiedelt, später ei…

Varro, Marcus Terentius

(631 words)

Author(s): J. Hönscheid
* 116 v. Christus, in Rom (?), † 27 v. Christus, röm. Staatsmann, Gelehrter und Dichter. In Rom und wohl auch in Athen erwarb er bei namhaften Lehrern umfangreiche philosophische und lit. Bildung. Im Jahre 47 oder 46 v. Chr. betraute ihn Caesar (wohl unter dem Einfluß hellenistischer Vorbilder) damit, in Rom «eine möglichst große griech. und lat. Bibl. dem Publikum zugänglich zu machen» und mit der «Aufgabe der Beschaffung und Ordnung» der Bestände (Sueton, Ju- lius 44.2). Durch die Ermordung Caesars und die anschließenden poli…

Gellius

(321 words)

Author(s): J. Hönscheid
A(ulus; in Hss. oft Agellius durch Verbindung des Vornamens mit dem Gentilnamen), * um 130 n. Chr., vielleicht in Rom, wo er außer einem Studienaufenthalt in Athen sein Leben verbrachte. Sein Werk, die Noctes Atticae (Titel verweist auf den Beginn der Entstehung in Athen; praef. 4) in 20 Büchern (Anfang und Ende des Werkes sowie Buch VIII außer Inhaltsangabe und einem Fragment verloren), gibt zahlreiche Zitate in buntem Wechsel (Poikilographie) aus etwa 275 Autoren wieder – z. T. wohl aus Mittel…

Gnostische Schriften

(520 words)

Author(s): J. Hönscheid
Von der umfangreichen gnostischen Lit. waren bis Mitte des 19. Jh.s, abgesehen von neutestamentlichen Apokryphen und diesen verwandten Schriften, nur Berichte und Fragmente bei den Kirchenvätern bekannt (Auswahl in: Quellen zur Gesch. der christlichen Gnosis. Hrsg, von W. Völker. Tübingen 1932). Seit der 2. Hälfte des 19. Jh.s wurden g. S. in koptischer Überlieferung veröff.: 1. aus dem Codex Askewianus (Vorbesitzer A. Askew jetzt British Library MS. Add. 5114) eine Gruppe von Schriften, bekannt…

Gnomon

(264 words)

Author(s): J. Hönscheid
(γνώuων = Anzeiger). 1. Titel eines altertumswissenschaftl. Rezensionsorgans: «Kritische Zs. für die klassische Altertumswissenschaft», in jährlich acht Heften mit regelmäßigem Nachrichtenteil. Begründet 1925, erschien der G. bis Bd. 20. 1944 bei Weidmann, Berlin, seit Bd. 21 bei C. H. Beck, München. Seit Beginn erscheint zwei- bis sechsmal, seit Bd. 21. 1949 in der Regel viermal jährlich eine «Bibliographische Beilage», die selbständig (mit Preisangabe) und unselbständig erschienene Lit. anzeigt, und …

Spalatin, Georg

(418 words)

Author(s): J. Hönscheid
(eigentlich Georg Burckhardt [aus Spalt]), * 17. 1. 1484 in Spalt bei Nürnberg, † 16. 1. 1545 in Altenburg, dt. Humanist, Reformator, Bibliothekar. Nach Studium in Erfurt und Wittenberg als Schüler des Humanisten Nikolaus Marschalk, gehörte S. zum Erfurter Humanistenkreis um Mutianus Rufus. Durch diesen kam er nach Lehrtätigkeit im Kloster Georgenthal bei Gotha und nach der Priesterweihe 1508 als Erzieher an den Hof des sächsischen Kurfürsten Friedrich III. des Weisen († 1525). Dieser ernannte i…

Lutherbibel

(1,698 words)

Author(s): J. Hönscheid
Übers.Der Bibeldurch Martin Luther. 1. Aus Luthers neuem theologis chen Verständnis von Sinn und Autorität der Bibel folgt seine Bemühung um die Realisierung seiner Erkenntnis in der Kirche, vor allem durch die Ende 1521 aufgenommene Arbeit an der Übers, der Bibel, zunächst des NT. Gut vorbereitet durch eine auf der Vulgata beruhende intensive Bibelkenntnis, aber auch durch seine Kenntnis der hebräischen und griech. Sprache, nutzte er, nachdem er schon seit 1517 einzelne Texte der Bibel ins Dt. …

Scholion

(340 words)

Author(s): J. Hönscheid
kurze Erklärung sprachlich oder inhaltlich schwieriger Textstellen am Rand einer Papyruskolumne oder einer Hss.seite. Ein S. besteht i.d.R. aus dem Lemma, einem aus dem Text wiederholten Wort oder Kolon, und der Erklärung. Das Lemma kann auch durch ein Verweisungszeichen ersetzt sein. Eine genaue Abgrenzung von Glosse einerseits und Kommentar andererseits ist oft schwierig. Scholion. Ausschnitt aus einem Papyrus-Fragment einer griechischen Odyssee-Handschrift. 2. Jh. n. Chr. Das griech. Wort σχόλιον - erstmals bei Cicero (Att. 16.7.3) – kommt als terminus techni…

Itala

(131 words)

Author(s): J. Hönscheid
Bezeichnung für die altlat. Bibelüben., die heute im allg. nicht mehr gebraucht wird, weil sie unklar ist und in verschiedenen Bedeutungen benutzt wurde: für «Vetus Latina ganz allg. oder nur die europäischen Texte im Gegensatz zu den afrikanischen oder — bes. in den Evangelien — (für) eine bestimmte Gruppe unter den europäischen Textzeugen» (B. Fischer, S. 4). Die Bezeichnung geht auf Augustinus zurück (De doctrina Christiana I115. 22). Bibelhss. Vetus Latina J. Hönscheid Bibliography Fischer, B.: Das NT in lat. Sprache. In: Die alten Übers, des NT, die Kirchenväterzi…

Kollema

(137 words)

Author(s): J Hönscheid
(griech. κολλημα; das, was zusammengekklebt ist, von κολλάω kleben), bezeichnet das einzelne Blatt bestand. So wurde aus Urkunden nach Bd. (τόμος) und Blatt (κολλημα) zitiert. Auch die Klebestellen werden in der Lit. häufig als K. bezeichnet (richtiger: kollesis [κολλησις]). Die einzelnen Bl. derselben Rolle konnten oft von unterschiedlicher Größe sein. Sie wurden so zusammengcklebt, d.h. die zum Schreiben besonders geeigneten, horizontal verlaufenden Fasern bildeten die Innenseite der Rolle (Recto), die Vertikalfasern die Außenseite (Verso), Papyrus Kollergänge, die …

Kollationieren

(325 words)

Author(s): J. Honscheid
(von lat. conferre zusammentragen, ver-gleichen; Substantiv: collatio). 1. Als editionstechnische Bezeichnung: systematische Vergleichung der Hss. eines Textes (nach dem Original oder meistens nach Photographien oder Mikrofilm) zur Ermittlung verschiedener Lesarten, die von einem Ver-gleichsex. abweichen. Sie werden in das Vergleichsex. (meist ein - moglichst durchschossener - gedr. Text) eingetragen bzw. nach dem Vergleichstext erfaBt. Ziel ist die Ermittlung der Abhangigkeitsverhaltnisse der hs.' Uberlieferung, die - wenn moglich - in einem A Stem-ma dargestellt…

Griechischen Christlichen Schriftsteller (GCS), Die

(315 words)

Author(s): J. Hönscheid
1891 beschloß die Preußische Akad. d. Wiss. zu Berlin auf Antrag von T. Mommsen die Herausgabe aller in griech. Sprache geschriebenen christlichen Schriften bis einschließlich Eusebius (ohne das NT, aber mit Einschluß der häretischen und apokryphen und der vom Judentum übernommenen) als Gegenstück des von der Wiener Akademie hrsg. Corpus Scriptorum Ecclesiasticorum Latinorum (CSEL). Als Inaugurator erarbeitete A. von Harnack zunächst eine Bestandsaufnahme (Die Gesch. der altchristlichen Lit. bis…

Tischendorf, Lobegott Friedrich Constantin

(344 words)

Author(s): J. Hönscheid
(seit 1869: von) * 18. 1. 1815 in Lengenfeld (Vogtland), † 7. 12. 1874 in Leipzig, evangelischer Theologe und Hss.forscher. Nach Studium der Theologie (1834–1838) und Habilitation (1840) in Leipzig wurde er ebd. 1845 zum außerordentlichen Professor, 1851 zum ordentlichen Honorarprofessor, 1860 zum ordentlichen Professor ernannt. Mit seiner eigenen Bestimmung seiner «Lebensaufgabe» als «das Ringen um die ursprüngliche Gestalt des Neuen Testaments» ist der Leitfaden für seine wiss. Leistungen gege…

Evangelienharmonie

(482 words)

Author(s): J. Hönscheid
Angesichts der Pluralität der Evangelien (Evangelium) versucht die E., den Inhalt der vier Evangelien unter weitgehender Beibehaltung ihres Wortlauts in i. d. R. fortlaufender Darstellung zu harmonisieren, und ist daher zu unterscheiden von Synopse, obwohl in älterer Zeit die Grenzen bisweilen fließend sind. Zugrunde liegt die Überzeugung von der allg. Übereinstimmung der Evangelien, wie sie historisch wirksam von Augustinus dargelegt wurde (De consensu evangelistarum, um 400). Älteste E., von d…

Manichäische Schriften

(586 words)

Author(s): J. Hönscheid
Schriften des ReÜgionsstifters der starken Missionskraft dieser gnostischen Religion (Gnostiche Schriften) die im Romischen Reich im 6. Jh. vernichtet wurde, in China erst im 17. Jh. endgültig unterging, mußte ihr Schrifttum in zahlreiche Sprachen übersetzt werden. Bis zum Anfang des 20.Jh.s waren keine Originalquellen vorhanden. Das Schrifttum mußte aus Zitaten und Berichten in den Büchern nichtmanichäischer Autoren, insbes. der Gegner des Manichäismus rekonstruiert werden. In den Jahren 1902 —1914 wurden bei vier preußischen Turfanexpeditionen hauptsächlic…

Logia Jesu

(381 words)

Author(s): J. Hönscheid
(Worte Jesu). Mit der Slg. von Worten und Reden Jesu beginnt die «'Literarisierung'» der Jesustradition» (Schneemelcher). Von den kanonischen Schriften (Kanon) des NT benutzten das Matthäus- und das Lukasevangelium eine hypothetisch erschlossene, ihnen wahrscheinlich schriftlich vorliegende Spruchquelle (Evangelium). Slg. von Herrenworten finden sich auch bei den Apostolischen Vätern und bei Häretikern. Daneben gibt es isolierte Worte, die Jesus in der Überlieferung zugeschrieben werden, die aber in den vier kanonischen Evangelien fehlen (Agrapha). Ist die von den b…

Kaiser–Wilhelm–Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften

(371 words)

Author(s): J. Hönscheid
am n. 1. 1911 anläßlich der Hundertjahrfeier der Berliner Univ. gegr., nach Aufnahme von Plänen F. Althoffs vornehmlich durch F. Schmidt–Ott und A. von Harnack (Gründungsdenkschrift vom 21. 11. 1909 von Harnack). Sie beruhte auf dem Zusammenwirken von Wissenschaft, Wirtschaft und Staat mit der Aufgabe, die Wissenschaft insbes. durch Gründung und Erhaltung naturwiss. Forschungsinstitute zu fordern (§ 1 der Satzung), in denen Forscher grundsätzlich vom Lehrbetrieb entlastet und von der haushaltsmä…

Kernstellen

(182 words)

Author(s): J. Hönscheid
zur Unterstreichung ihrer Bedeutung typographisch oder durch Zeichen herausgehobene Stellen in Büchern, vor allem in der Lutherbibel. Hier wurden sie in ersten Ansätzen seit 1529 (Die Weisheit Salomonis. Wittenberg: Hans Lufft) durch Luther selbst schon bezeichnet und in späteren Drucken ausgeweitet. Indem Luther durch Versalien oder auf andere Weise einzelne Wörter, Wortgruppen oder Sätze von besonderem theologischen Gewicht, die auf das heilschaffende Wort Gottes hinweisen, hervorhob, versah er seine Übers, mit einer Anleitung zum richtigen Lesen und Vers…
▲   Back to top   ▲