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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" )' returned 469 results. Modify search

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Klismos

(96 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κλισμός, lat. cathedra). Der K. ist ein hoher Stuhl ohne Armlehnen mit breiter, ausladender Rückenlehne, seit Homer (z.B. Il. 8,436; Od. 4,136) als Sitz der Vornehmen, Götter und Heroen belegt. In der griech. und röm. Kunst findet dies Bestätigung, aber ebenso ist er in Hausgemach-, Schulszenen und weiteren Alltagsdarstellungen oft genug zu sehen. Mitunter legen die Sitzenden aus Bequemlichkeit und zur Entspannung einen Arm auf die Rückenlehne, häufig wird das entspannte Sitzen durch Fußschemel und Sitzkissen unterstützt. Diphros; Möbel Hurschmann, Rolf (H…

Phlyakenvasen

(160 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Noch vor dem E. des 5. Jh.v.Chr. begannen die griech. Vasenmaler, groteske Komödienszenen der Phlyakenposse darzustellen; die ca. 250 erh. Vasen bzw. Vasen-Frg. zeigen ein reiches Repertoire aus der Götter- und Heldenburleske (z.B. Zeus und Hermes beim Liebesabenteuer, Herakles beim Opfer), Mythentravestie (Oidipus und die Sphinx) und dem täglichen Leben (Bestrafung eines Diebes, Liebesszenen, Hochzeit). In Griechenland selbst sind Ph. recht selten, dagegen häufig in der apulisch…

Pilos

(165 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (πῖλος). Eigentlich Filz als Unterfutter des Helmes (Hom. Il. 10,265), der Schuhe und Kappen (Hes. erg. 542-546) und schützender Teil der Rüstung (Thuk. 4,34,4), dann auch Begriff für Decken (Hdt. 4,73 und 75) und Schuhe aus Filz (Kratinos 100 CAF), bes. aber für eine kegelförmige Kopfbedeckung (Hes. erg. 546, Anth. Pal. 6,90 und 199, vgl. Hdt. 3,12; 7,61; 62; 92 zu den Filzmitren und -tiaren der östlichen Völker), der Hälfte eines Eies ähnlich (Lykophr. 506), mitunter mit einer Schlaufe an der Spitze zum Aufhängen und Tragen an einem Finger. Den p. trugen Handwerker …

Dipylon-Maler

(254 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Attischer Vasenmaler der geom. Zeit (Spätgeom. I, Mitte 8. Jh.v.Chr.; geometrische Vasenmalerei), benannt nach dem Friedhof am Dipylon-Tor in Athen, an dem sich seine Hauptwerke fanden. Der D.-M. und die Maler seiner Werkstatt schufen ca. 20 monumentale Vasen (Kratere; Amphoren), die als Spendegefäße auf das Grab gestellt wurden (Bestattung); von diesen ist die Amphora Athen, NM 804, mit einer Höhe von 155 cm (Fuß ergänzt und daher einst vielleicht noch höher) das bekannteste Wer…

Harpaston

(176 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἁρπαστόν, harpastum). Bezeichnung für einen kleinen, festen Ball, dann auch für ein Fangballspiel mit diesem (Poll. 9,105; Athen. 1,14f.), dem phainínda ähnlich (vgl. Clem. Al. 3,10,50 [und schol.]). Im zweiten Fall handelte es sich um ein körperbetontes Kampfspiel; Einzelheiten zum Spielverlauf sind nicht bekannt. Eine Spielpartei attackiert den gegnerischen, ballführenden Spieler und versucht, ihm den Ball abzunehmen (ἁρπάζειν, “[hastig] greifen”, “raffen”, “rauben”). Dieser ist bestrebt, seine e…

Lykurgos-Maler

(149 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Apulischer Vasenmaler des ornate style (Apulische Vasen) aus der Mitte des 4. Jh. v.Chr., Schüler des Iliupersis-Malers, benannt nach der Darstellung des ‘Wahnsinns des Lykurg auf einem Kelchkrater (London, BM Inv. F 271, [1. 415, Nr. 5, Taf. 147]). Der L. bemalte meist großflächige Gefäße (Kratere, Hydrien, Situlen), die er gerne mit myth. Themen zierte. Er entwickelte die Anwendung von räumlicher Tiefe und Perspektive weiter, verteilte seine myth. Darstellungen auf zwei oder drei E…

Lomentum

(135 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] [1] Kosmetikum Aus Bohnenmehl (Plin. nat. 18,117) hergestelltes Kosmetikum (Kosmetik), von den Römerinnen dazu verwandt, Hautfalten zu verdecken und zu glätten (Mart. 3,42; 14,60); mit dem Zusatz von in der Sonne getrockneten und zerriebenen Schnecken (Plin. nat. 30,127) machte l. die Haut weich und weiß. Ferner diente l. als Heilmittel bes. bei Geschwüren, Brandwunden oder Geschwulsten (Plin. nat. 20,127; 22,141). Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] [2] Zwei Sorten blauer Farbe Zwei Sorten blauer Farbe, die aus dem “Himmelblau” ( caeruleum, vgl. […

Mastix

(229 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (μαστίχη, lat. mastiche, mastix). Wohlriechendes Harz des M.-Baumes ( schínos; Pistacia lentiscus L.) und des aus den Beeren gewonnenen Öles. Name wohl von masásthai, “kauen”, da man das Harz wegen seines guten Geschmackes und seiner Härte zur Zahnpflege und Bekämpfung von Mundgeruch gerne kaute, wie man auch Stäbchen aus M.-Holz als Zahnstocher gebrauchte. Der immergrüne, niedrige M.-Baum (und -Strauch) wurde im ganzen Mittelmeergebiet angepflanzt und kultiviert, doch war sein Harz nicht überall von Q…

Fimbriae

(142 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κροσσοί, krossoí; θύσανοι thýsanoi). Eigentlich die am Stoffrand stehengelassenen Fadenenden, die - mehrere zusammengeknotet oder einzeln hängend - Stoffe aller Art wie Tücher, Decken, Gewänder verzierten. Sie konnten auch gesondert gearbeitet und angenäht sein. So werden z.B. das ταραντῖνον ( tarantínon), ein Luxusgewand, oder die rica, ein röm. Kopftuch, ausdrücklich als mit f. besetzt definiert (Fest. 288,10; Non. 549,9). Bereits die oriental. und ägypt. Gewänder weisen f. auf; ebenso sind sie in der griech., etrusk. und röm. Kunst dargeste…

Herd

(621 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἐσχάρα, ἑστία, focus, ara, lar, vgl. auch Altar). Bei Griechen und Römern genießen H. und H.-Feuer bes. Verehrung (Hestia, Lares, Penates, Vesta, Feuer), da an ihm die Hausgötter Kult und Sitz hatten. Zudem war er die zentrale Stelle im Haus, an dem die Familie sich zum Mahle treffen konnte, ferner Licht- und Wärmequelle; von daher kann H. zu einem Synonym für Haus werden. Bei der Hochzeit (Hochzeitsbräuche) wird die in das Haus des Bräutigams geführte Braut um den H. geleitet und mit den katachýsmata überschüttet, vgl. die amphidrómia des neugeborenen Kindes (Ari…

Sakkos

(136 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (σάκκος). Eine geschlossene Haube, die sich insbesondere im 5. und 4. Jh. v. Chr. als Kopfbedeckung griech. Frauen großer Beliebtheit erfreute. Der s. wurde nach Ausweis der Vasenbilder und Grabreliefs der attischen Kunst vorwiegend von Dienerinnen getragen, dagegen konnte er in der unterital. Kunst als Kopfbedeckung jeder Frau dargestellt werden. Sákkoi hatten vielfach auf der Kalotte eine Schlaufe zum Aufhängen, dazu herabhängende Troddeln; manche s. waren unverziert oder mit einfachen Strichen versehen, andere dagegen mit einer reichen Or…

Acerra

(82 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Weihrauchbehälter, pyxís (πυξίς, κυλιχνίς, λιβανωτίς). Das auf den gr. Denkmälern runde (vgl. Seitenwange des Ludovisischen Throns [1. Abb. 118]) und im röm. oft rechteckige und reich dekorierte Kästchen (z. B. an der Ara Pacis) diente zur Entnahme des Weihrauchs während der Opferzeremonie, zu deren notwendigen Geräten es zählte (Suet. Tib. 44; Galba 8; Plin. nat. 35,70). turibulum Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography 1 R. Lullies, Gr. Plastik, 1979. F. Fless, Opferdiener und Kultmusiker auf stadtröm. histor. Reliefs, 1995, 16-19, 21.

Hausrat

(1,455 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (griech. τὰ ἔπιπλα, ἡ σκευή; lat. supellex, instrumentum). H. umfaßt die Gegenstände, die man zum täglichen Leben braucht und die den Hauptteil der beweglichen Habe ausmachen; dazu gehören in erster Linie Möbel, Koch- und Küchengeschirr, Beleuchtungsgerät, Teppiche, Decken, im weiteren Sinn auch Schmuck und Kleidung, ferner nach heutigem Verständnis Teile aus dem Bereich der Immobilien, z.B. die Türen und Dachziegel des Hauses. Daneben sind diejenigen Gegenstände als H. anzuführen, die …

Kosymbe

(99 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κοσ(σ)ύμβη, κόσ(σ)υμβος, auch θύσανος/ thýsanos, κρόσσος/ króssos). Bezeichnung für die am Gewandrand stehengebliebenen Kettfäden, dann Franse, Fransenkleid und Fransenfrisur (Poll. 2,30); vielfach wurde die K. als Schmuck des Gewandes gesondert hergestellt. Bereits bei Homer (Il. 14,181) für den Gürtel der Hera gen., hier als θύσανος/ thýsanos bezeichnet, in der Kunst oftmals an Kleidern und Tüchern angebracht. In den Mysterienkulten erlangte die K. symbolische Bed., bes. zeigen in der hell.-röm. Kunst die Darstellungen der Isis die K. an ihrem Mantel. …

Perizoma

(188 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (περίζωμα, lat. perizoma). Griech. Schurz zur Bedeckung des Unterkörpers, der entweder um den Unterleib gelegt und von einem Gürtel gehalten, als Tuch um die Hüfte und dann zw. den Beinen durchgeführt oder in Form einer Shorts-ähnlichen Hose angezogen wurde. Das p. trugen Arbeiter, Handwerker, Opferdiener, Priester, Sklaven, aber auch Soldaten (vgl. Pol. 6,25,3; 12,26a 4) und Sportler als einziges Bekleidungsstück (Nacktheit C.) oder als Untergewand. Auf Darstellungen sind zumeist Männer mit dem P. bekleidet, seltener …

Mantele

(147 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] ( mantellum, mantelium, χειρόμακτρον/ cheirómaktron). Ein rechteckiges Tuch aus Leinen mit Borten und Fransen; es diente bei Kulthandlungen als Handtuch, das die Opferdiener bei sich trugen, bei Mahlzeiten zum Reinigen der Hände (z.B. Xen. Kyr. 1,3,5) und als Tischtuch (Mart. 12,28). Bei Sappho (99 Diehl) wird das cheirómaktron als Kopfschmuck erwähnt. In seinen hauptsächlichen Funktionen als Tisch- und Handtuch entspricht das m. der mappa, die zudem ein beliebtes Geschenk an den Saturnalien war (Mart. 5,18,1). Seit Nero (Suet. Nero 22) ist …

Badehose

(86 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ᾤα λουτρίς, subligar). Beim gemeinsamen Bad in den Badeanstalten trugen Männer und Frauen einen Schamgürtel bzw. ein Badetuch (Poll. 7,66; 10,181, perizoma , subligaculum ) aus Schafsfell oder Stoff, Frauen auch eine Brustbinde (Vasenbilder, “Bikinimädchen” aus Piazza Armerina). Für Männer konnte die B. ( aluta, Mart. 7,35,1) aus Leder sein. Im Pap. Cair. Zen. 60,8 wird eine ἐκλουστρίς erwähnt. Ungewiß ist das Tragen einer Haube ( vesica). Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography R. Ginouvès, Balaneutikè, 1962, 223-225  W. Heinz, Röm. Thermen. Badewesen u…

Arca

(201 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (λάρναξ). Kasten, Kiste, Truhe, dann speziell die Geldtruhe aus Holz oder metallbeschlagenem Holz im Atrium (Iuv. 11,26; 14,259 u.ö.), von denen Exemplare bzw. deren Reste aus Pompeji bekannt sind. A. hießen eine große Anzahl sakraler, staatlicher und privater Geldkassen, z. B. die der virgines vestales. Die A. konnten so groß sein, daß sich eine Person darin verbergen konnte (App. civ. 4,44). Aus der Spätant. haben sich kleine A. erh., die als Geschenke mit Glückwunschformeln an die Frau überreicht wurden und auf ihrem Me…

Paragauda

(124 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (παραγαύδης). Eine erst im 3. Jh.n.Chr. belegte Bezeichnung für eine goldene oder purpurne Borte in Form eines griech. Gammas (Γ), die in ein Gewand eingewebt war (SHA Claud. 17,6); dann auch übertragen auf ein dem Ärmelchiton (Chiton) ähnliches Gewand ( paragaúdion) aus feinem Seidenstoff, das der röm. Kaiser je nach Verdienst mit einer bis fünf Borten als Auszeichnung vergab (SHA Aurelian. 15,4,46; SHA Probus 4,5). Von daher war das Tragen des Gewandes Privatpersonen verboten (Cod. Theod. 10,21,1 und 2). Aufgrund de…

Brattea

(258 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[German version] (πέταλον; pétalon). Ancient term uncommon in archaeological terminology; in Greek originally the ‘leaf or foliage of a tree’ (Hom. Il. 2,312; Od. 19,520), in Bacchyl. 5,186 the Olympian wreath of the wild olive, in the 2nd cent. BC at the latest considered to be the artificial metal leaves of a golden  wreath. In Roman sources brattea is used to describe a thin metal foil, mostly silver or gold for gilding objects, also veneers of precious wood (Plin. HN 16,232) or tortoiseshell (Mart. 9,59,9), but mostly gold leaf or gold foil is mea…
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