Search

Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" )' returned 469 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Festtracht

(377 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Man kann davon ausgehen, daß bei privaten und öffentlichen Festen die Kleidung durch eine bes. Färbung bzw. Verzierung gegenüber der Alltagskleidung hervorstach; so erhielten in Sybaris die Frauen, die an den Festen der Stadt teilnahmen, ein Jahr vorher darüber Nachricht, um sich entsprechend vorzubereiten (Athen. 12,521c; Plut. mor. 147e). Ein Auftreten in der Öffentlichkeit setzte ein sauberes Erscheinen voraus (vgl. Plat. symp. 174a). Bei festlichen Anlässen wurde verschiedentlich ein Umhang, ξυστίς ( xystís) genannt (Aristoph. Lys. 1190, Nub. 70;…

Decke

(220 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (griech. στρῶμα, strṓma; lat. stragulum). D. wurden gewöhnlich aus Leinen oder Wolle gefertigt, aber auch aus dem Fell des Maulwurfes (Plin. nat. 8, 226) und aus Pelzen (Textilkunst). Sie gehören zum Hausrat; viele davon zu besitzen war Zeichen des Wohlstandes (Hom. Il. 16,224; Hom. Od. 3,348). D. wurden über die Matratze der Speisesofas gelegt und dienten zum Zudecken des Schlafenden (Hom. Il. 9,661; Hom. Od. 6,38; 11,189; 13,73). Auch legte man D. wie Kissen oder Felle über Stühle.…

Filter

(131 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] F. dienten zum Durchseihen und Filtern von Wasser, Wein, Ölen, Parfüm, Essig, Honig und flüssiger Medizin. Hierzu verwandte man verschiedene Materialien: Tücher aus Leinen, Bastgeflechte, Asche, Ton oder Holz. Die griech. und röm. Ant. kannte ferner unterschiedliche Filtergefäße (ἡθμός/ hēthmós, ὑλιστήρ/ hylistḗr, colum, infundibulum, saccus u.a.), zu denen die maked. Prachtgeräte hell. Zeit gehören, dann die v.a. aus der röm. Kaiserzeit bekannten metallenen Kellen mit siebartigem Boden und Weinsiebe (Hildesheimer Silberfu…

Antyx

(95 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Erhöhter Metallrand des gr. Schildes (Hom. Il. 6,118; 15,645; 18,479 u.ö.), zugleich auch reifenartiges Geländer oder Brüstung des gr. Renn- und Streitwagens (archaische Vasenbilder [1.524 Abb. 44]), an dem man sich während des Auf- und Absteigens festhalten konnte (Hom. Il. 5,728 f.; 16,406). Offensichtlich aus Holz gefertigt (Hom. Il. 21,38). Wenn der Wagen stand, konnte man die Zügel um die A. schlingen (Hom. Il. 5,262). Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography 1 C. Weiss, M. Boss, Original und Restaurierung, in: AA 1992, 522-528. J. Wiesner, Fahren und Reit…

Ostrakinda

(137 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ὀστρακίνδα). Das “Scherben-” oder “Tag-Nacht-Spiel”, ein Lauf- und Fangspiel der griech. Knaben: Von zwei zahlenmäßig gleich starken Gruppen steht die eine nach Osten (Tag), die andere nach Westen (Nacht) gewandt an einer Linie, über die ein Spieler eine Scherbe (ὄστρακον, óstrakon) wirft, die auf der einen Seite weiß = Tag (ἡμέρα, hēméra) und auf der anderen Seite schwarz = Nacht (νύξ, nýx) bemalt ist; dabei ruft der Werfer ‘Tag oder Nacht’. Fällt die Scheibe auf die schwarze Seite, so versuchen die Westlichen die davonlaufenden Östliche…

Barbier

(247 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κουρεύς/ kureús; tonsor). Wann der B.- und Friseurberuf in Griechenland als eigenständiges Gewerbe ansässig wurde, ist ungewiß; im Mythos wird der B. nur selten erwähnt (Midas); frühe Darstellung eines B.: böotische Terrakotta in Berlin [1]. Der B. gilt als geschwätzig, neugierig (Plut. mor. 2,177a; 508) und weiß jede Neuigkeit. Die B.-Stube (κουρεῖον/ kureíon) ist der Ort des Beisammenseins (Lys. 24,3,20; Plut. Timoleon 14; Plut. mor. 716ff.), wo man auch Geschäfte abwickelt. Der B. schneidet Haare, Fuß- und Fingernägel, Bärte, …

Paestanische Vasen

(326 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Die P.V. entstanden erst in den Jahren um 360 v.Chr.; einige aus Sizilien eingewanderte Künstler gründeten im unterital. Paestum (Poseidonia) eine neue Werkstatt, die bes. in den Vasenmalern Asteas und Python ihre führenden Meister hatte; beide sind zudem die einzigen Vasenmaler Unteritaliens, von denen Signaturen auf Vasen bekannt sind. Die P.V.-Maler bevorzugten als Bildträger Glockenkratere, Halsamphoren, Hydrien, Lebetes Gamikoi, Lekaniden, Lekythoi und Kannen (Gefäße, Gefäßf…

Ostrakon

(245 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ὄστρακον). Scherbe aus Ton, mitunter aus Kalkstein, die bereits im vorptolem. Äg. und dann bis zum Ausgang der griech.-röm. Ant. dazu diente, Kurzmitteilungen des Alltags, kleinere Urkunden, Quittungen usw. schriftlich zu fixieren; seltener verwandte man sie für lit. Texte (Sappho fr. 2 Lobel-Page). Die jeweiligen Texte wurden mit Tinte geschrieben oder in das o. eingeritzt; es sind solche in hieratischer, demotischer, griech., koptischer und arabischer Sprache erhalten. Im Gegensatz zum teueren Papyrus standen óstraka als Abfallprodukte des Haushalt…

Euergides-Maler

(181 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Anonymer att. Schalenmaler des späten 6. Jh. v.Chr., benannt nach dem Töpfer Euergides; ebenso war er auch für den Töpfer Chelis (Schale Paris, LV Inv. G 15 [1. 91, Nr. 51)] tätig, evtl. auch für andere. Seine ca. 150 überlieferten Schalen bemalte er überwiegend mit Genrebildern (Sport-, Pferde- und Gespann-, Symposion- und Komosszenen), myth. (Herakles, Theseus, Peleus-Thetis, Ajax-Achill beim Brettspiel u.a.) und dionysischen Themen; Fabelwesen (Greif, Sphinx, Pegasos) tauchen …

Lakonikai

(62 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (λακωνικαί). Männerschuhe bzw. -stiefel, dem Embas (Schuhe) vergleichbar. Urspr. ein lakedaimonisches (spartanisches) Fabrikat (Aristoph. Vesp. 1158-1165), dann aber auch anderswo gerne getragen (Aristoph. Eccl. 74; 269; 345; 507, Aristoph. Thesm. 142); die eleganten L. waren weiß (Athen 215c) und rot (Poll. 7,88). Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography O. Lau, Schuster und Schusterhandwerk in der griech.-röm. Lit. und Kunst, 1967, 126f.

Duodecim scripta

(151 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Spiel, bei dem man versuchte, auf einem Brett die eigenen 15 Steine über das Ende der anderen Seite zu bringen. Mit zwei oder drei Würfeln bestimmte man die eigenen Züge; befanden sich auf einer Linie zwei oder drei Steine des Gegners, konnte auf diese Linie nicht gesetzt werden; war dort aber nur ein Stein, konnte man ihn entfernen. Nach Isid. orig. 18,60 spielte man d. s. mit Spielturm, Würfel und Spielsteinen. Das Spielfeld bestand aus 36 Feldern, die mit geom. Figuren wie Kreisen oder Quadraten, Buchstaben(-gruppen) und Sinnsprüchen verseh…

Loculi

(170 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (auch lucellus). Unter l. versteht man jedes in mehrere Fächer eingeteilte Behältnis von unterschiedlicher Größe, worunter Kästchen, Schränkchen, Kassetten etc. fallen. Die l. dienten zur Aufnahme der Rechensteine ( calculi) der Schüler für den Unterricht sowie zur Aufbewahrung von Schmuck oder Geld (Hor. sat. 1,3,17; 2,3,146; Frontin. aqu. 118); in dieser Funktion konnte man sie sogar als Portemonnaie bei sich tragen (Iuv. 11,38; Mart. 14,12f., vgl. Petron. 140); ebenso konnten die Gelasse für jede Art von …

Cera

(192 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κηρός). Nach Plin. nat. 11,11 war (Bienen-) Wachs einer der am meisten gebrauchten Werkstoffe. Zu den Eigenschaften der c. gehören Formbeständigkeit, Abdichtungs- und Haftvermögen (Hom. Od. 12,47-49 u.ö.), gute Brennbarkeit (Beleuchtung), Glanz; auch fördert c. den Heilungsprozeß (Dioskurides 2,83,3; Plin. nat. 22,116). C. ist im erwärmten Zustand leicht zu bearbeiten, doch wird sie ebenso bei Erwärmung weich bzw. flüssig (Ikaros). Man verwandte c. in der Plastik, Malerei, beim Bronzeguß, in der Magie für Amulette und Gliederpuppen u.ä., d…

Fischteller

(275 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Unter F. versteht die arch. Forschung Teller, die fast ausschließlich mit Fischen und anderen Meerestieren (Muschel, Tintenfisch, Garnele, Krabbe, Zitterrochen u.v.a.m.) in Malerei verziert sind; selten sind andere Motive (z.B. Hippokamp, Heuschrecke, Frauenkopf oder rein florale Ornamentik). Die F. haben einen breitem Standring und einen unterschiedlich hohen Stiel. Ihre Platte, mit nach außen umgebogenem Rand, neigt sich muldenförmig zum vertieftem Zentrum hin. Als keramisches …

Crepundia

(78 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Meist metallenes Schmuck- und Spielzeug kleiner Kinder in Rom; neben der Bulla (Lebensalter) trugen sie, an einer Kette aufgereiht, um den Hals oder über die Schulter verschiedene solcher Miniaturgegenstände als Amulett. Die c. waren gleichzeitig Erkennungsmerkmal für ausgesetzte Kinder und wurden in einer cistella (Kistchen) zusammen mit anderen Kindersachen aufbewahrt (Plaut. Cist. 634ff., Plaut. Rud. 1151ff.). Amulett; Schmuck Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography E. Schmidt, Spielzeug und Spiele im klass. Altertum, 1971, 18-21 m. Abb. 1.

Limbus

(78 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Band, Borte oder Bordüre mit vielfältiger Bed. L. bezeichnet das Kopfband und den Gürtel, mehr aber den Besatzstreifen und Saum an Gewändern (Ov. met. 6, 127; Verg. Aen. 4,137), der auch bunt oder aus Gold sein konnte (Ov. met. 5, 51). Ferner nannte man den über dem Himmelsglobus laufenden Streifen, der den Tierkreis enthält, l. (Varro rust. 2,3,7, Tierkreiszeichen). Daneben waren l. die Schnüre an den Fangnetzen der Jäger und Fischer. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Geldbeutel

(343 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Im Griech. wie auch im Lat. gab es eine Vielzahl von Begriffen, die den G. bezeichneten, z.B. βαλ(λ)άντιον ( bal(l)ántion), μαρσίππιον ( marsíppion), θύλακος ( thýlakos), φασκώλιον ( phaskṓlion), crumina, marsuppium, pasceolus, saccus, sacculus, sacciperium, versica, ohne daß heute im einzelnen eine genaue Differenzierung möglich ist; vielleicht wurde nur eine Unterscheidung nach Farbe, Form und Größe getroffen, was man aus Plaut. Rud. 1313-1318 (dazu 548) vermuten darf. Die G. waren kleine Säckchen, die man, da d…

Anaxyrides

(122 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Iranische Hosen, von Skythen, Persern und benachbarten Völkern (Hdt. 7,61 ff.) sowie mythischen Gestalten des Orients (Amazonen, Troianer, Orpheus u. a.) getragen, zu deren Kennzeichnung sie dienten. Die A. waren den Griechen bereits im 6. Jh. v. Chr. bekannt (verschiedene Vasenbilder; “Persischer” Reiter, Athen AM Inv. 606). In der ant. Kunst werden die A. eng an den Beinen anliegend dargestellt, oft in Verbindung mit einem trikotartigen Oberteil, das die Arme bedeckt. Die orien…

Kosmetik

(558 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] In der griech. und röm. Ant. war der Bedarf an Essenzen, Ölen oder Pomaden immens. Man salbte sich, um die Haut zu pflegen, weich und zart zu halten (Athen. 15,686); die Salbung erstreckte sich auf den Kopf und den ganzen Körper, und vielfach war es üblich, sich mehrfach am Tag zu salben, wobei oft für jeden Körperteil eine andere Salbe benutzt wurde (Athen. 12,553d); ungesalbt galt man als schmutzig. Der Überl. nach waren Tierfett und Butter die ersten dazu verwandten Mittel (vg…

Delphica

(65 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Die runden Prunktische auf drei Füßen (Hausrat; Möbel) wurden von den Römern D. genannt in Anlehnung an den Delphischen Dreifuß (Prok. BV 1,21). Die in der Lit. erwähnten D. (Mart. 12,66f.; Cic. Verr. 2,4,131) sind evtl. mit den v.a. aus den Vesuvstädten überlieferten Tischen zu identifizieren. Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography G.M.A. Richter, The Furniture of the Greeks, Etruscans and Romans, 1966, 111-112.
▲   Back to top   ▲