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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" )' returned 469 results. Modify search

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Daunische Vasen

(194 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Keramikgattung der Italiker aus den heutigen Prov. um Bari und Foggia mit lokalen Produktionsorten bes. in Ordona und Canosa. Seit der Frühphase (um 700 v.Chr.) zeigen die Gefäße ein vom griech. Motivschatz unabhängiges geom. Dekor, das in roter und braun bis schwarzer Erdfarbe auf die handgeformten Gefäße aufgetragen wird. Dazu gehören Rauten-, Dreiecksmuster und Bandornament, Wellenlinie, Kreis, Kreuz, Quadrat, Bogen, Swastika u.a. (Ornament). Auch bei den Vasenformen erfolgte eine anfangs von gr…

Kamm

(370 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ὁ κτείς, lat. pecten). K. für Wolle und Kopfhaare waren bereits im vorgesch. Europa, Ägypten und Vorderasien bekannt. Sie waren aus unterschiedlichen Materialien (Oliven- oder Buchsbaumholz, Elfenbein, Knochen, später auch aus Bronze, Eisen) und konnten auch in der Form variieren (trapezförmig oder länglich). In der nachmyk. Zeit wurden sie auch zweizeilig gezahnt, wobei im letzteren Fall eine Seite enger angebrachte Zähne besaß. In der archa. Zeit kamen noch halbkreisförmige Kämme…

Purpurissum

(78 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Kostbare Farbe und Schminke (Plin. nat. 35,44), hergestellt aus der Mischung von erhitztem Purpursaft und Silberton (bzw. -kreide, creta argentaria); p. fiel umso heller aus, je mehr man von dem Silberton hinzufügte. Als Malerfarbe war p. aufgrund seiner lebhaften Farbe sehr geschätzt (Plin. nat. 35,30; 35,44 f.; 35,49). Frauen nutzten p. zusammen mit Bleiweiß ( cerussa) zum Färben von Wangen und Lippen (vgl. Plaut. Most. 258, 261; Plaut. Truc. 290). Farben; Kosmetik Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Perservase

(148 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Apulischer Volutenkrater aus Canosa (1851 gefunden) in Neapel (NM, Inv. 81947 [H 3253], H 130 cm, [1]), aufgrund der zentralen Gestalt des Perserkönigs auch als “Dareioskrater” bezeichnet; eponymes Werk des danach benannten Dareios-Malers. Die Hauptseite zeigt im Zentrum den Kronrat des Dareios [1] I., darunter Zahlmeister und Tributträger, darüber Athena mit Hellas vor Zeus und Apate vor Asia. Die arch. Forsch. sieht darin eine Spiegelung der Siege Alexandros' [4] d.Gr. in Persi…

Matratze

(113 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (τύλη/ týlē; lat. culcita, torus). M. bildeten das Auflager der griech. und röm. Kline (auf den Haltegurten der Kline liegend, Petron. 97,4) oder wurden unmittelbar auf den Boden gebreitet (Athen. 15,675a; Alki. 4,13,14; χαμεύνη/ chameúnē: Theokr. 7,133; 13, 33). Die Füllung der M. bestand aus Wolle, Stroh, Schilf, Seegras, Heu, Haaren, Federn, wobei die Federn germanischer Gänse bes. geschätzt waren (Plin. nat. 10,54, vgl. Ov. met. 8,655 zu Binsen). Daneben gab es das κνέφαλλον/ knéphallon (Poll. 10,42) und das τυλεῖον/ tyleíon, das feine Unterbett aus der …

Palimpsest

(320 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (παλίμψηστος [βίβλος/ bíblos oder χάρτης/ chártēs], lat. codex rescriptus). Das “wieder abgeschabte”, d.h. nach der Tilgung der ersten Beschriftung wieder zum Schreiben präparierte, Buch, Papyrus- oder Pergamentblatt. Den ersten Text wischte man mit einem Schwamm oder schabte ihn mit Bimsstein ab. Dieses Verfahren wurde schon in Äg. (z.B. PBerlin 3024, 12. Dyn., ab ca. 2000 v.Chr.) angewandt und war auch später normal, sei es aus Sparsamkeit (Cic. fam. 7,18,2), sei es aus Mangel an unbes…

Centuripe-Gattung

(138 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Buntbemalte Keramik des 3./2.Jh. v.Chr., benannt nach dem FO in Sizilien. Die Gefäßformen sind die Pyxis, Lekanis und der Lebes, selten andere Typen wie die Lekythos. Die in Temperafarben (weiß, pink, schwarz, gelb, rot, gold, vereinzelt auch grün und blau) auf die Grundierung des orangefarbenen Tons ausgeführte Bemalung (Akanthos-, Ranken- und architektonische Friese, Köpfe, Büsten) wird nur auf einer Seite des Gefäßes aufgetragen. Die Gefäße sind von beträchtlicher Höhe (50 cm …

Orarium

(126 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (auch sudarium). Der Gebrauch des “Gesichts”- ( o.) oder “Schweißtuches” ( sudarium) ist seit dem 1. Jh. v.Chr. bezeugt (Quint. inst. 6,3,60; 11,3,148); man benutzte es, um den Schweiß abzuwischen, den Mund zu bedecken (Suet. Nero 25), den Kopf zu verhüllen (Suet. Nero 45) und die Hände abzutrocknen (Petron. 67). Auch konnte man es um den Hals tragen (Suet. Nero 51; Petron. 67). Nach Catull 12,14 und 25,7 war das sudarium aus spanischem Leinen. Die Bezeichnung o. taucht erst seit dem 3. Jh.n.Chr. auf; beide werden syn. verwandt, wobei das o. jetzt zum Beifallspenden…

Naïskosvasen

(253 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Im 2. Viertel des 4. Jh.v.Chr. tritt mit der Darstellung des Naïskos (Diminutiv von naós, “Tempel”) auf unteritalischen Vasen eine neue Form der Grabmalsdarstellung auf, die wohl auf den Iliupersis-Maler zurückzuführen ist. In der apulischen Vasenmalerei sind N. nach der Mitte des 4. Jh.v.Chr. ungewöhnlich häufig, in den übrigen unterital. Kunstlandschaften eher die Ausnahme. Die N. sind speziell für den Totenkult hergestellte Vasen, deren Bildwelt nicht nur damit zusammenhängende Szenen, son…

Papyrus

(1,815 words)

Author(s): Dorandi, Tiziano (Paris) | Quack, Joachim (Berlin) | Renger, Johannes (Berlin) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
I. Material [English version] A. Begriff und Herstellung Das Wort P. wurde über das griech. πάπυρος ( pápyros), lat. papyrus, in die europäischen Sprachen übernommen, letztlich stammt daher das mod. Wort für Papier, paper, papier usw. Man leitet P. hypothetisch von einem (nicht belegten) äg. * pa-prro (“das des Königs”) ab. P., eine Wasserpflanze mit langem Stengel und dreieckigem Querschnitt (cyperus papyrus L.), war in verarbeiteter Form ein in den alten Kulturen des Mittelmeerraums verbreiteter Beschreibstoff (“Papier”). Zur Herstellung …

Kosmetes

(281 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Rhodes, Peter J. (Durham)
(κοσμητής, “Ordner”). [English version] [1] athen. Beamter zum Training der Epheben In Athen der hauptverantwortliche Beamte für das Training der Epheben nach der Reorganisation der ephēbeía um 335/4 v.Chr. Der k. wurde vom Volk gewählt, vermutl. aus den über 40 J. alten Bürgern ([Aristot.] Ath. pol. 42,2). In der Zeit der zweijährigen Ausbildung war ein k. wohl beide J. für ein Kontingent von Epheben verantwortlich. Er wird in vielen Ephebenlisten vom 4. Jh. v.Chr. bis zum 3. Jh. n.Chr. genannt; hierhin gehören auch die kaiserzeitlichen Hermenporträts att. kosmētaí. Hurschmann…

Eintritts- und Erkennungsmarken

(425 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (σύμβολον, tessera). In Athen gab der Staat ab 450 v.Chr. den ärmeren Bürgern für den Besuch der Aufführungen im Dionysos-Theater Freibillets im Werte von zwei Obolen (θεωρικόν διόβολον); diese σύμβολα ( sýmbola) genannten E. gab man dem Theaterpächter, der dann dafür das entsprechende Geld aus der Staatskasse einzog. Die Einrichtung wurde später auf alle Bürger ausgedehnt, woran sich Zahlungen für die Teilnahme an Volksversammlungen und Gericht anschlossen. Zahlreiche bronzene Symbola aus der Zeit von der 2. …

Kothurn

(236 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ὁ κόθορνος, cot[h]urnus). Der griech. K. war ein hoher Schaftstiefel aus weichem Leder, der sich eng an Fuß und Bein anschmiegte (von daher als Synonym für einen anpassungsfähigen Menschen verwandt bei Xen. hell. 2,3,30-31) und mit Bändern umwickelt oder vorne an einem Schlitz …

Fächer

(376 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ῥιπίς, rhipís; flabellum). F. wurden im Orient und Ägypt. von alters her als Standessymbol verwandt. Nach Griechenland kam der F. wohl erst im 5. Jh. v.Chr.; Eur. Or. 1426-1430 (erste Erwähnung) nennt den F. noch “barbarisch”, doch avancierte er schnell zu einem der wichtigsten Requisiten der Frau (vgl. Poll. 10,127), die sich mit ihm selbst Luft zufächerte oder von einer Dienerin zufächern ließ (vgl. die flabellifera bei Plaut. Trin. 252 und der flabrarius als männliches Pendant bei Suet. Aug. 82). Auf griech. Vasen und an Terrakotten (“Tanagra-Fi…

Polos

(544 words)

Author(s): Narcy, Michel (Paris) | Blume, Horst-Dieter (Münster) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
(Πῶλος). [English version] [1] Sophist aus Agrigent aus Agrigent, Sophist. Erwähnt als Schüler bald des Empedokles (31 A 19 DK), bald des Gorgias (82 A 2 und 4 DK; Philostr. vit. soph. 1,13). Platon macht ihn deshalb zu einem der Gesprächpartner des Sokrates im ‘Gorgias (461b-481b). Die technische Abh. Μουσεῖα λόγων (wörtlich: ‘Rhet. Museum), die ihm Plat. Phaidr. 267b-c zuweist, ist vielleicht d…

Dalmatica

(117 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Langärmelige, bis zu den Knien fallende Tunica, benannt nach ihrem Herkunftsland Dalmatien; erstmals lit. an der Wende zum 2. Jh.n.Chr. erwähnt. Nach Ausweis der Schriftquellen und Denkmäler war die D. weiß mit purpurnem clavus , der von den Schultern senkrecht zum Saum führte; als Material dienten Wolle, Seide, Halbseide und Leinen. Die D. wird von Männern (im Dienst mit einem cingulum militiae) und Frauen getragen. Bereits im 3. Jh.n.Chr. wird sie in die liturgische Gewandung der Kirche übernommen und zur typis…

Lauf- und Fangspiele

(428 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Für L.- und F. boten sich Plätze und Straßen an (z.B. Kall. epigr. 1,9; Verg. Aen. 7,379), auf denen Kinder das Nachlaufen (Hor. ars 455f.; vgl. Hor. ars 412-415 evtl. Wettlaufen) oder das überaus beliebte Reifenschlagen spielen konnten (τροχός, trochus), das vor allem auf griech. Vasenbildern (auch bei Ganymedes [1]) abgebildet ist (Poll. 10,64). Nach Ausweis der röm. Quellen gehörte es geradezu zum Straßenbild (Mart. 14,168; 14,169; vgl. ebd. 12,168; 14,157); auch auf zugefrorenen Flüssen (Mart. 7,80,8) spielte man …

Brettspiele

(800 words)

Author(s): Bendlin, Andreas (Erfurt) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] A. Alter Orient Nachgewiesen seit der 2. H. des 4. Jt. dienten B. dem Zeitvertreib, aber auch divinatorischen Praktiken (Divination; Kombination mit Lebermodellen [3]). Die Spielbretter mit 5 × 4 Feldern bestanden aus Holz (mit bunten Einlagen oder geschnitzt), Stein (bemalt oder mit Einlagen) oder gebranntem Ton, die Spielfiguren und Würfel aus Elfenbein oder Knochen; zum Spielverlauf sind keine Angaben möglich. Mit dem ägypt. 30-Felder Spiel (bereits prädynastisch) besteht vermutl…

Mimik

(461 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Unter M. versteht man die Ausdrucksbewegungen (Mienenspiel) des gesamten Gesichtes oder einzelner Teile desselben, die eine momentane Befindlichkeit des Menschen spontan anzeigen oder absichtlich mit dem Ziel eines bestimmten Ausdrucks angenommen werden. M. ist vielfach situationsgebunden und wird durch Ges…

Lanx

(175 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Platte oder flache röm. Schüssel von unterschiedlicher Größe, Form (oval, vier- oder vieleckig) und Funktion; sie diente für Küchenarbeiten (z.B. Petron. 28,8), mehr aber noch zum Auftragen von Speisen wie Fisch, Fleisch und Geflügel (Mart. 7,48,3; 11,31,19); auf einer L. wurden die Trinkbecher gereicht. Auch im röm. Rechtsverkehr fand sie Verwendung. Außerdem wird sie als Folterinstrument erwähnt, und das Haupt Johannes des Täufers wurde auf einer L. präsentiert. Im Kult bezeich…
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