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Diadema

(297 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (διάδημα). Bezeichnet urspr. jede um den Kopf gewundene Binde; zu unterscheiden vom Kranz. Das D. schmückt, weiht und hebt seinen Träger gegenüber anderen hervor; so sind D. Zeichen der Würde, vor allem im kultischen Bereich; hierhin gehören die “Büstenkronen” bzw. das “Greifen-D.” der Priester und Gottheiten; ein rel. Charakter liegt auch den band-, giebel- und rautenförmigen “Toten-D.” zugrunde, die seit der myk. Zeit (Schachtgrab IV, Mykene) vielfach die Stirn des Verstorbenen…

Festtracht

(377 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Man kann davon ausgehen, daß bei privaten und öffentlichen Festen die Kleidung durch eine bes. Färbung bzw. Verzierung gegenüber der Alltagskleidung hervorstach; so erhielten in Sybaris die Frauen, die an den Festen der Stadt teilnahmen, ein Jahr vorher darüber Nachricht, um sich entsprechend vorzubereiten (Athen. 12,521c; Plut. mor. 147e). Ein Auftreten in der Öffentlichkeit setzte ein sauberes Erscheinen voraus (vgl. Plat. symp. 174a). Bei festlichen Anlässen wurde verschiedentlich ein Umhang, ξυστίς ( xystís) genannt (Aristoph. Lys. 1190, Nub. 70;…

Decke

(220 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (griech. στρῶμα, strṓma; lat. stragulum). D. wurden gewöhnlich aus Leinen oder Wolle gefertigt, aber auch aus dem Fell des Maulwurfes (Plin. nat. 8, 226) und aus Pelzen (Textilkunst). Sie gehören zum Hausrat; viele davon zu besitzen war Zeichen des Wohlstandes (Hom. Il. 16,224; Hom. Od. 3,348). D. wurden über die Matratze der Speisesofas gelegt und dienten zum Zudecken des Schlafenden (Hom. Il. 9,661; Hom. Od. 6,38; 11,189; 13,73). Auch legte man D. wie Kissen oder Felle über Stühle.…

Kleidung

(2,078 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
A. Allgemein [English version] 1. Rohstoffe Von den ältesten Rohstoffen für K. sind neben Wolle und Häuten von Schafen und Ziegen in den frühen Denkmälern der minoischen und myk. Zeit auch Felle und Leder bezeugt. Leinen oder Flachs zur Herstellung von Gewändern kam durch die Vermittlung der Phönizier hinzu; die Eroberungskriege Alexandros' [4] d.Gr. machten die Seide in Griechenland bekannt. Bei den Römern waren die Materialien für K. dieselben wie bei den Griechen; hinzu kam im 2. Jh.v.Chr. noch Bau…

Culter

(122 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (griech. μάχαιρα, máchaira). Urspr. das Messer, speziell das Messer der Schlachter und von daher das Schlachtgerät beim Opfer (Hom. Hym. Apoll. 535f. für máchaira). Auf den griech. und röm. Darstellungen läßt der hiereús bzw. der victimarius sich das Opfermesser auf einem Tablett nachtragen oder hält es in der Hand. Mit dem c. wurden die Halsschlagader des Opfertieres geöffnet und die Eingeweide herausgeschnitten. Nach dem Opfermesser wurde der opfernde victimarius auch cultrarius genannt. Daneben war c. auch Attribut der durch ihren Kampfesmut bekannt…

Nachttopf

(179 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Mit ἀμίς/ amís, λάσανα/ lásana, lat. matella, matellio, matula wurden Gefäße aus unterschiedlichen Materialien bezeichnet, die in der Landwirtschaft (Cato agr. 10,2; 11,3) sowie als Wasser- und Waschgefäße im Haushalt Verwendung fanden; bes. aber verstand man darunter den N. (Aristoph. Plut. 816f.), der in der Latrine aufgestellt oder transportabel war (Anth. Pal. 11,74,7; Hor. sat. 1,6,109; Petron. 27). Athen. 1,519e schrieb den Anf. des Gebrauchs von N. den Sybariten (Sybaris) zu; von …

Lakaina

(101 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (λάκαινα). Ein bei Athen. 11,484f. als Schale aufgeführtes Trinkgefäß, in der arch. Forsch. als t.t. für einen Becher mit kelchartigem Gefäßkörper und bauchigem Unterteil mit zwei Horizontalhenkeln verwendet. Die L., vornehmlich in Sparta seit dem 8. Jh. v.Chr. hergestellt, wurde eine Leitform der lakon. Vasen (lakonische Vasenmalerei) des 7. Jh.v.Chr. und lief als Gefäßtyp nach der Mitte des 6. Jh.v.Chr. aus. Das Dekor der L. war überwiegend ornamental gestaltet, auch sind schwarz-gefirnißte Exemplare bekannt. Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography C.…

Nestoris

(171 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Auch Trozella genannter “ital.” Vasentyp, der in der lukanischen Vasenmalerei noch im 5. Jh., in der apulischen erst um die Mitte des 4. Jh.v.Chr. heimisch wird. Die N. scheint aus der messapischen Vasenkunst übernommen zu sein. Die N. ist in verschiedenen Varianten bekannt; typisch ist ihr ovoider Körper mit Seitenhenkeln und die von der Gefäßschulter aufragenden und zur Gefäßlippe führenden Henkel, die oft mit Scheiben (Rotellen) versehen sind [1. 11 Abb. 3]. Die N. wird in der…

Canistrum

(107 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (griech. κανοῦν). Flacher, aus Weide geflochtener Korb; er diente als Obstkorb (Ov. met. 8,675) und fand in der Landwirtschaft (Verg. georg. 4,280) Verwendung. Canistra aus festem Material (Ton, Silber, Gold) dienten der Aufnahme flüssiger Stoffe, z.B. Honig und Öl. Das c. war ferner ein Opfergerät (Tib. 1,10,27; Ov. met. 2,713 u.a.); in der röm. Kunst in dieser Funktion oft dargestellt, enthält das c. Weihrauch, Früchte und Opferkuchen. C. siccaria nannte man die silbernen Untersätze für Trinkgefäße (Serv. Aen. 1,706). Kanun Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliogr…

Kemai

(120 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Kampanische Vasengattung des späten 4. und frühen 3. Jh.v.Chr., benannt nach der Inschr. auf einer Vase in London (BM, Inv. F 507, [1. 674 Nr.4]). Die vorherrschende Gefäßform ähnelt einem Stamnos (Gefäße, Abb. C 6) mit allerdings senkrechten Henkeln, scharf eingezogener Gefäßschulter und ausladender Lippe; oftmals haben sich auch die Deckel erh., so daß die arch. Forsch. die Gefäße auch als Pyxis bezeichnet. Die Bemalung ist ornamental und besteht aus Palmetten, Kreuzmustern, We…

Chlaina

(213 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (χλαῖνα, von χλιαίνω, “wärmen”). Bereits bei Homer (Il. 16,224; Od. 4,50 u.ö.) als wärmender Mantel aus Schafswolle gegen Kälte und Regen für Männer erwähnt. Die ch. konnte einfach (ἀπλοίς) oder doppelt (δίπλαξ) über die Schultern gelegt und mit einer Nadel zusammengehalten werden; sie konnte rot- oder purpurgefärbt und gemustert bzw. figürlich verziert sein (Hom.Il. 10,133; 22,441). Die ch. wurde nach Poll. 7,46 als Umhang über den Chiton getragen und gehörte zur Tracht der Bauern und Hirten wie auch der vornehmen Bevölkerung beiderle…

Kausia

(164 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (καυσία). Vornehmlich makedonische Kopfbedeckung mit breit ausladender Krempe zum Schutz gegen Sonnenstrahlen ( kaúsis), doch konnte sie ebenso als Helm dienen (Anth. Pal. 6,335). Die k. war aus Leder oder Filz gefertigt und mitunter mit einem Kinnriemen versehen. Bereits auf Münzbildern des 5. Jh.v.Chr. als Bekleidung der maked. Könige belegt, wird die jetzt purpurne k. seit Alexandros [4] d.Gr. (Athen. 12,537e) zu einem der Hauptelemente der maked. Königstracht (Plut. Antonius 54; vgl. Arr. an. 7,22,2) und mit einem Diadem ( diádēma ) ge…

Ephedrismos

(146 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἐφεδρισμός). Spiel, bei dem mit einem Stein oder Ball ein Ziel (δίορος, díoros) auf der Erde getroffen werden sollte; der Verlierer mußte den Sieger, der ihm die Augen verdeckte, auf seinem Rücken tragen, bis er das Ziel mit seinem Fuß berührte. Knaben und Mädchen beteiligten sich am E., der nach Ausweis der Denkmäler im 5. Jh.v.Chr. populär wurde und in verschiedenen Abläufen abgebildet ist. Die Darstellungen zeigen auch Satyrn und Eroten beim E. Das Huckepack-Motiv ist in der griech. und …

Kissen

(221 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἡ τύλη, τὸ κνέφαλλον, lat. cervical, pulvinus). K. dienten zum weichen Sitzen oder Liegen auf Stühlen, Klinen (Petron. 32), in Sänften (Iuv. 6,353) oder für das Lagern auf der Erde. Auch für die Bequemlichkeit im Circus wurden Sitzkissen angeboten (Mart. 14,160). Als Material für K. dienten u.a. Leinen, Wolle oder Leder, die oftmals prachtvoll verziert waren. Als Füllung dienten Stroh, Heu, Schilf, Seegras oder Binsen (Ov. met. 8,655) sowie Wollflocken. Beliebt waren dafür Vogelfedern aller Art - von daher konnten K. im Röm. auch pluma heißen -, unter denen die…

Gnathiavasen

(420 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Moderner arch. t.t., abgeleitet von dem Ort Egnazia (ant. Gnathia) im Osten Apuliens, wo man im mittleren 19. Jh. die ersten Vasen dieser Gattung fand. Bei den G. wird - anders als bei den rf. Vasen - die Dekoration in verschiedenen Deckfarben auf den gefirnißten Vasenkörper aufgetragen. Zusätzlich können durch Ritzungen Strukturen an Personen und Gegenständen angezeigt oder diese sogar durch Ritzung ganz wiedergegeben werden. Die Produktion der G. setzte um 370/360 v.Chr. in Apu…

Depas

(201 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (δέπας). Bei Homer mehrfach erwähntes, wohl schon im Hethitischen bezeugtes Weingefäß zum Trinken, Spenden, Mischen und Schöpfen, aus Edelmetall gefertigt und mit Verzierungen versehen (“Nestorbecher”, Hom. Il. 11,632ff.). Syn. verwendet Homer ἄλεισον ( áleison), ἀμφικύπελλον ( amphikýpellon), κύπελλον ( kýpellon); danach verstand man den D. als zweihenkeligen Becher, ähnlich dem Kantharos (Gefäßformen). Durch arch. Funde und die Interpretation der Linear B-Täfelchen aus Pylos und Knossos (dort jeweils als di-pa bezeichnet) scheint seine lange in…

Laena

(122 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Mantelähnlicher Umhang aus dicker Wolle (griech.: (ch)laína). In Rom als Bekleidungsstück der augures und flamines beim Opfer sowie der mythischen Könige gen. und auf den Denkmälern zu finden; in der Kaiserzeit Bestandteil der Männer- und Frauentracht. Die L. war eine Sonderform der Toga und entstand durch Verdoppelung des halbkreisförmigen Schnittes der toga praetexta zu einem nahezu runden Stoff. Das Zusammenlegen der beiden Kreissegmente bildete ein togaähnliches Gewand, das um die Schultern gelegt wurde und beide Arme verhüllt…

Messer

(377 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Das Wesentliche des M. ist die Schneide, deren Gestaltung und Entwicklung durch die jeweilige Funktion und Benutzungsart des Abschneidens bzw. Zerschneidens bestimmt wird. Außerdem dient zum Stechen der Dolch. Das M. ist eines der ältesten und unentbehrlichsten Hilfsmittel des Menschen, das er im Haushalt (Hausrat), bei der Jagd, als Werkzeug in vielen Bereichen (z.B. bei der Holz- und Lederbearbeitung: σμίλη/ smílē, σμίλιον/ smílion, τομεύς/ tomeús, lat. scalprum, culter, crepidarius), in der Landwirtschaft (Baum-, Hau-, Laub-, Reb-M., Hippe) od…

Kinderspiele

(616 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Der erzieherische Wert des kindlichen Spiels war bereits der Ant. bekannt; so sah Platon (Plat. leg. 643b-c; vgl. Aristot. pol. 7,17,1336a) in Spielen, die Tätigkeiten der Erwachsenen imitierten, die Vorbereitung auf das spätere Leben. Quintilian (Quint. inst. 1,1,20; 1,1,26; 1,3,11) forderte Rätselraten, das Spiel mit elfenbeinernen Buchstaben und ein Lernen im Spiel, um geistige Fähigkeiten des Kindes zu fördern; hierzu war bes. das ostomáchion-Spiel ( loculus Archimedius) geeignet, bei dem vierzehn unterschiedlich geformte geometrische Figur…

Karbatine

(60 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (καρβατίνη, vgl. lat. pero). Bes. von Hirten und Bauern getragener Schuh aus rohem Leder, dann auch ein Soldatenschuh (Xen. an. 4,5,14), der offenbar geschnürt wurde (vgl. Lukian. Alexandros 39). Bei Aristot. hist. an. 499a 29 auch der Hufschuh der Kamele. Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography O. Lau, Schuster und Schusterhandwerk in der griech.-röm. Lit. und Kunst, 1967, 119-121.
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