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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" )' returned 469 results. Modify search

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Sabanum

(83 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Ein grobes leinenes röm. Tuch, das zum Abtrocknen und Abreiben des Körpers nach dem Bade (Apul. met. 1,23, vgl. Mart. 12,70) bzw. als Umhang diente, um nach einem Dampfbad ins Schwitzen zu kommen; des weiteren nutzte man das s. zum Auspressen der Honigwaben und Umhüllen der Speisen beim Kochen (Apicius 6,215; 239). In der Spätant. verstand man unter s. ein leinenes, mit Gold und Edelsteinen geschmücktes Gewand (Ven. Fort. vita S. Radegundis 9) bzw. einen Mantel. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Salutatio

(418 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (“Begrüßung”). Der morgendliche Empfang der Klienten ( cliens, clientes ) durch den patronus diente als Aufwartung, zur Entgegennahme von Ratschlägen (Hor. epist. 2,1,102) und von Unterstützung z. B. durch Geld ( sportula ). Er fand in den ersten beiden Morgenstunden statt (Mart. 4,8); hierbei hatte der Klient ( salutator) in der toga zu erscheinen (Iuv. 3,126 f.), weswegen Martial (3,46,1) den Klienteldienst auch togata opera nennt. Die Besucher versammelten sich im vestibulum oder atrium des Hauses ihres patronus und warteten auf Einlaß (Hor. epist. 1,5…

Epostrakismos

(56 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἐποστρακισμός). Knabenspiel, bei dem man eine Scherbe oder einen flachen Stein so auf das Wasser warf, daß er aufschlug und weiterhüpfte. Sieger war derjenige, dessen Stein oder Scherbe am weitesten flog und am häufigsten sprang (Poll. 9, 119; Hes. s.v. E.; Min. Fel. 3; Eust. in Hom. Il. 18,543). Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Brattea

(232 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (πέταλον). In der arch. Terminologie ungebräuchlicher ant. Begriff; im Griech. urspr. nur als “Blatt, Laub eines Baumes” (Hom. Il. 2,312; Od. 19,520), bei Bakchyl. 5,186 “Kranz des Ölbaums von Olympia”, spätestens im 2.Jh. v.Chr. als artifizielles Erzeugnis für die Blätter des Goldkranzes (Kranz) verstanden. In röm. Quellen bezeichnet b. eine auf einen Gegenstand aufgelegte dünne Folie aus Metall, meist Silber oder Gold, auch Furniere aus kostbarem Holz (Plin. nat. 16,232) oder Schildpatt (Mart. 9,59,9), doch ist meist Blattgo…

Perücke

(263 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (φενάκη/ phenákē, πηνήκη/ pēnḗkē, lat. capillamentum, galerus). Die Verwendung der P. hat in Griechenland offenbar im ausgehenden 6. Jh.v.Chr. eingesetzt; die spätarcha. Koren zeigen Frisuren, die ohne angesetzte Haarteile nicht denkbar sind. Auch im Theater bediente man sich der P. im 5. Jh.v.Chr. (Aristoph. Thesm. 258) und nutzte auch falsche Bärte (Aristoph. Eccl.25), ebenso tragen Musiker und Gaukler P. und Haarteile (Ail. var. 1,26; Lukian. Alexandros 3). Der Gebrauch von P. und H…

Manicae

(278 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
(χειρίς/ cheirís). [English version] A. Ärmel Bereits die minoisch-myk. Kleidung wies sowohl bis an die Handwurzel als auch kürzere bis zur Ellenbeuge oder nur bis zum Oberarm reichende Ärmel auf; in der archa. und klass. Zeit war der Chiton mit Ärmeln bei “Barbaren” (Perser, Skythen u.a.) üblich, wurde aber auch von Griechen getragen. An der röm. Tracht waren M. anfänglich ein Zeichen der Verweichlichung (Tunica) - so wird noch Commodus gerügt, weil er eine Tunica mit Ärmeln trug (Cass. Dio 72,17, vg…

Plaga

(224 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] [1] Römisches Jagdnetz Röm. Jagdnetz, speziell Fangnetz, in das Wild (Hirsche, Eber) durch Hunde bei der Treibjagd hineingehetzt wurde (Hor. epod. 2,31-32; Hor. epist. 1,6,58; 1,18,45) im Gegensatz zu den retia (Schlagnetzen) und casses (Fall- und Sacknetzen); von den aus Stricken geflochtenen plagae waren die aus Cumae am meisten geschätzt (Plin. nat. 19,11). Die Treibjagd mit der p., schon früh in der ant. Kunst dargestellt (Becher von Vaphio), war dann v.a. ein Motiv der röm. Mosaik- und Sarkophagkunst. Der Terminus p. ist in der mod. arch. Forsch. nicht …

Geschicklichkeitsspiele

(488 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] wurden vor allem von Kindern veranstaltet. Bei einem Teil dieser Spiele dienten Astragale, Nüsse, kleine Steine, Münzen, kleine Kugeln oder Scherben als Spielzeug (Kinderspiel), bei anderen Stöcke, Scheiben, Räder usw. Beliebt war das πεντάλιθα ( pentálitha) genannte G. (Poll. 9,126), bei dem man fünf Steine (Nüsse, Kugeln o.ä.) hochwarf und mit der Handfläche oder dem Handrücken wieder auffing; bei einem anderen G., dem orca-Spiel, warf man in ein sich oben verengendes Gefäß Nüsse, Steine u.a. (Ps.-Ov. Nux 85f.; Pers. 3,50); diesem Spiel äh…

Armarium

(197 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (Schrank). Neben der arca das zweite wichtige Möbel zum Aufbewahren von Sachgütern. A. scheint ein typisch röm. Einrichtungsgegenstand gewesen zu sein, der den Griechen erst spät zur Kenntnis gelangte ( purgiskos). In seiner Grundfunktion bezeichnet A. den Geräteschrank, dann auch den Schrank für Speisen, Geld und Schmuck; auch die Bücherschränke bzw. -regale der Bibliotheken hießen A. Ein Grabrelief in Rom (TM 184) zeigt das A. in einer Schusterwerkstatt [3. 114-115 Taf. 117,1-2] bzw. als Einrichtungsgegenstand im Haushalt zusammen u.a. mit der arca (Leide…

Forum

(7,310 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing) | Paulus, Christoph Georg (Berlin) | Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Uggeri, Giovanni (Florenz)
I. Archäologisch-urbanistisch [English version] A. Definition und Funktion Lat. Begriff für Markt, Marktplatz; darüber hinaus in seltenen Fällen der Vorhof eines Grabes (im Sinne des griech. drómos, z.B. Cic. leg. 2,61) oder ein Teil der Weinkelter (Varro, rust. 1,54; Colum. 11,2,71). Als merkantiler und administrativer Mittelpunkt der röm. Stadt entsprach das als großer Freiplatz mit rahmender Bebauung gestaltete F. grundsätzlich der Agora griech. Städte; die Lage am Schnittpunkt von decumanus und cardo in der Stadtmitte ist bei allen neua…

Follis

(627 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Klose, Dietrich (München)
[English version] [1] Blasebalg (φῦσα, Blasebalg). Das bereits bei Homer (Il. 18, 372; 412; 468-70) erwähnte Arbeitsgerät des Schmiedes ist in der griech. Kunst vor allem mit Hephaistos verbunden (Schatzhaus von Siphnos, Delphi), jedoch auf Werkstattdarstellungen selten. In den Werkstätten befanden sich zwei (Hdt. I 68) oder mehrere (Hom. Il. 18,468-470) folles. In der röm. Kunst ist der f. ebenfalls relativ selten dargestellt; auf einem Grabstein eines Schmiedes in Aquileia (Mus. Inv. Nr. 166) hält der Arbeiter am f. einen Schutzschirm vor sich; ein Fresko im Vettier-Hau…

Pallium

(240 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Ein dem griech. Himation entsprechender röm. Mantel aus einer rechteckigen Stoffbahn; als Materialien dienten Wolle, Leinen oder Seide. Das P. konnte unterschiedlich gefärbt (weiß, diverse Rottöne, gelblich, schwarz), golddurchwirkt und mit Purpurstreifen versehen sein. Es ist seit dem 3. Jh.v.Chr. bekannt, und anfänglich trugen es nur Freunde der griech. Kultur, Philosophen u.a. (Liv. 29,10); doch es erfreute sich recht bald aufgrund seiner Bequemheit und einfachen Tragweise grö…

Gürtel

(651 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Keltisch-Germanisch Seit dem E. des Neolithikums (3.Jt. v.Chr.) sind in Mitteleuropa G. im arch. Fundgut (meist Grabbeigaben) durchgängig nachgewiesen. Die G. selbst waren aus organischem Material (Leder usw.) und sind nicht erh., dagegen aber die (metallenen) Besatzstücke als Verschluß (G.-Haken/-Ringe) bzw. zur Verzierung (G.-Bleche). Aus der Frühphase (E. 3.Jt. v.Chr.) sind auch G.-Haken aus Knochen bekannt. In der Brz. (2.Jt. v.Chr.) wurden die G.-Teile meist aus Bronze gego…

Barbaron hyphasmata

(129 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (βαρβάρων ὑφάσματα). Als b.h. bezeichneten die Griechen die kostbaren medisch-persischen Gewänder, Stoffe, Decken u.a. mit bunten Ornamenten, detaillierten figürlichen Verzierungen, Misch- und Fabelwesen. Nach Griechenland gelangten b.h. durch Handel (Aristoph. Vesp. 1132ff.), als Beutegut (Hdt. 9,80) oder Geschenk (Athen. 2,48d). Als Weihung stiftete man b.h. in Heiligtümer (Paus. 5,12,4) oder man trug sie als Luxusgewänder zur Demonstration von Reichtum und Macht. Die b.h. führten zu Veränderungen der griech. Tracht (Zeira) und Textilien …

Bigae

(513 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Kurzform aus lat. biiugae (griech.: δίζυξ; συνωρίς); eigentlich zwei unter einem Joch gehende Tiere (Pferd, Rind, Maulesel), vornehmlich für Pferdegespanne verwandt. Neben den bereits aus der min.-myk. Kultur erh. Darstellungen auf Fresken, Sigelringen u.ä. bzw. den Modellen aus Ton oder Br., ist vor allem die lebendige Schilderung bei Homer (Il. 23,392f., Leichenspiele für Patroklos) eines Pferderennens im Zweigespann für die griech. Frühzeit zu erwähnen. Diese leichten Gespanne wu…

Nimbus

(1,386 words)

Author(s): Willers, Dietrich (Bern) | Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Renger, Johannes (Berlin) | Quack, Joachim (Berlin)
[English version] [1] Nimbus vitreus N. vitreus (“gläserne Wolke”), ein Wortspiel Martials (14,112), das seit Friedländers Erläuterungen [1. 322] zumeist und bis in jüngste Komm. [2. 174] mißverstanden wird und als ‘gläsernes Sprenggefäß mit zahlreichen Öffnungen’ übers. wird. Gemeint ist die Wirkung eines solchen Instruments, wenn Wein versprüht wird. Willers, Dietrich (Bern) Bibliography 1 L. Friedländer (ed.), M. Valerii Martialis epigrammaton libri (mit erklärenden Anm.), Bd. 2, 1886 2 T.J. Leary (ed.), Martial Book XIV. The Apophoreta, 1996 (mit Einführun…

Akazie

(177 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἀκακία, Dioskurides 1,133; ἄκανθα, Theophr. h. plant. 6,1,3). Der bereits bei Hdt. 2,96 gen. ägypt. Schotendorn oder Gummibaum gehört zur im Mittelmeergebiet weit verbreiteten Gattung der Mimosengewächse. Der von dem Baum ausgeschwitzte Saft ( kommì, Gummi) fand bei den Ägyptern Verwendung bei der Einbalsamierung von Leichen (Hdt. 2,86), dann aber auch in der Humanmedizin (Augenheilkunde) und wurde in röm. Zeit teuer gehandelt (Plin. nat. 13,63). Den A.-saft verarbeitete man zu Mundpastillen (Plin. nat. 24,109) …

Acetabulum

(104 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Von lat. acetum (Essig); das kelchförmige Gefäß mit eingeschnürter Wandung diente zur Aufnahme von Essig und Honig, als Tisch- und Kochgefäß bzw. zum Wachsschmelzen; auch Becher der Taschenspieler. Das A. bestand meist aus Ton oder Glas, seltener aus Edelmetall. Sein Volumen war sehr gering (0,068 l [1]); bei Apicius (6,8,3) und Apici excerpta a Vindario VI ist A. auch ein Kochgefäß. catinus Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography 1 F. Hultsch, s. v. A., RE I, 155 f. G. Hilgers, Lat. Gefäßnamen, BJ (Beih. 31), 1969, 33 f.  E. M. Stern, B. Schlick-Nolte, Frühes Glas d…

Kalathos

(276 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ὁ κάλαθος; Dim. τὸ καλάθιον/ kaláthion und ὁ/τὸ καλαθίσκος, -ν/ kalathískos/-n; lat. calathus). Sich blütenartig öffnender Korb aus unterschiedlichen Materialien wie Ton, Holz, Edelmetall (Hom. Od. 4,125), der auch aus Ruten geflochten sein kann [1]. Er diente als Arbeitskörbchen der Wollspinnerinnen (z.B. Iuv. 2,54; Ov. ars 1,693 und 2,219) - so ist er Requisit der Frauengemachszenen (z.B. Rhyton London, BM E 773 [2]) - oder im Haushalt als Behältnis für Käse, Milch oder Öl; daher konnte d…

Kekryphalos

(226 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κεκρύφαλος, -άλιον, lat. reticulum), Haarnetz, Haartuch. Bereits bei Hom. Il. 22,469 als Bestandteil der weiblichen Tracht erwähnt, diente der K. dazu, das Kopfhaar oder Teile desselben zu bedecken. Die griech. (vgl. z.B. Aristoph. Thesm. 257) und röm. Frau trug nicht nur nachts einen K., um die sorgfältig angeordneten Frisuren zusammenzuhalten, sondern auch bei Tag (Varro ling. 130; Non. 14,32 u.a.). Wenn vereinzelt Männer den K. trugen, war dies allerdings rügenswert (Athen. 15,6…
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