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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" )' returned 469 results. Modify search

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Fischteller

(275 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Unter F. versteht die arch. Forschung Teller, die fast ausschließlich mit Fischen und anderen Meerestieren (Muschel, Tintenfisch, Garnele, Krabbe, Zitterrochen u.v.a.m.) in Malerei verziert sind; selten sind andere Motive (z.B. Hippokamp, Heuschrecke, Frauenkopf oder rein florale Ornamentik). Die F. haben einen breitem Standring und einen unterschiedlich hohen Stiel. Ihre Platte, mit nach außen umgebogenem Rand, neigt sich muldenförmig zum vertieftem Zentrum hin. Als keramisches …

Crepundia

(78 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Meist metallenes Schmuck- und Spielzeug kleiner Kinder in Rom; neben der Bulla (Lebensalter) trugen sie, an einer Kette aufgereiht, um den Hals oder über die Schulter verschiedene solcher Miniaturgegenstände als Amulett. Die c. waren gleichzeitig Erkennungsmerkmal für ausgesetzte Kinder und wurden in einer cistella (Kistchen) zusammen mit anderen Kindersachen aufbewahrt (Plaut. Cist. 634ff., Plaut. Rud. 1151ff.). Amulett; Schmuck Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography E. Schmidt, Spielzeug und Spiele im klass. Altertum, 1971, 18-21 m. Abb. 1.

Limbus

(78 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Band, Borte oder Bordüre mit vielfältiger Bed. L. bezeichnet das Kopfband und den Gürtel, mehr aber den Besatzstreifen und Saum an Gewändern (Ov. met. 6, 127; Verg. Aen. 4,137), der auch bunt oder aus Gold sein konnte (Ov. met. 5, 51). Ferner nannte man den über dem Himmelsglobus laufenden Streifen, der den Tierkreis enthält, l. (Varro rust. 2,3,7, Tierkreiszeichen). Daneben waren l. die Schnüre an den Fangnetzen der Jäger und Fischer. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Geldbeutel

(343 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Im Griech. wie auch im Lat. gab es eine Vielzahl von Begriffen, die den G. bezeichneten, z.B. βαλ(λ)άντιον ( bal(l)ántion), μαρσίππιον ( marsíppion), θύλακος ( thýlakos), φασκώλιον ( phaskṓlion), crumina, marsuppium, pasceolus, saccus, sacculus, sacciperium, versica, ohne daß heute im einzelnen eine genaue Differenzierung möglich ist; vielleicht wurde nur eine Unterscheidung nach Farbe, Form und Größe getroffen, was man aus Plaut. Rud. 1313-1318 (dazu 548) vermuten darf. Die G. waren kleine Säckchen, die man, da d…

Anaxyrides

(122 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Iranische Hosen, von Skythen, Persern und benachbarten Völkern (Hdt. 7,61 ff.) sowie mythischen Gestalten des Orients (Amazonen, Troianer, Orpheus u. a.) getragen, zu deren Kennzeichnung sie dienten. Die A. waren den Griechen bereits im 6. Jh. v. Chr. bekannt (verschiedene Vasenbilder; “Persischer” Reiter, Athen AM Inv. 606). In der ant. Kunst werden die A. eng an den Beinen anliegend dargestellt, oft in Verbindung mit einem trikotartigen Oberteil, das die Arme bedeckt. Die orien…

Kosmetik

(558 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] In der griech. und röm. Ant. war der Bedarf an Essenzen, Ölen oder Pomaden immens. Man salbte sich, um die Haut zu pflegen, weich und zart zu halten (Athen. 15,686); die Salbung erstreckte sich auf den Kopf und den ganzen Körper, und vielfach war es üblich, sich mehrfach am Tag zu salben, wobei oft für jeden Körperteil eine andere Salbe benutzt wurde (Athen. 12,553d); ungesalbt galt man als schmutzig. Der Überl. nach waren Tierfett und Butter die ersten dazu verwandten Mittel (vg…

Delphica

(65 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Die runden Prunktische auf drei Füßen (Hausrat; Möbel) wurden von den Römern D. genannt in Anlehnung an den Delphischen Dreifuß (Prok. BV 1,21). Die in der Lit. erwähnten D. (Mart. 12,66f.; Cic. Verr. 2,4,131) sind evtl. mit den v.a. aus den Vesuvstädten überlieferten Tischen zu identifizieren. Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography G.M.A. Richter, The Furniture of the Greeks, Etruscans and Romans, 1966, 111-112.

Fritillus

(136 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (φιμός, phimós). Der Würfelbecher diente zum Werfen der Spielsteine und Astragale bei unterschiedlichen Brettspielen und Würfelspielen (Hor. sat. 2,7,17; Iuv. 14,5; Mart. 4,14,7-9; 5,84,1-5 u.ö.; Sen. apocol. 12,3,31; 14,4; 15,1; Sidon. epist. 2,9,4 usw.). Neben den aus vergänglichem Material hergestellten Würfelbechern gab es solche aus Ton [1. Abb. 15 aus Mainz-Kastell, Wiesbaden] und Bronze (schol. Iuv. 14,5 nennt Horn). Eine entsprechende Funktion nahmen die ( turricula oder pyrgus genannten) Spieltürme aus Elfenbein, Holz oder Kupferblech e…

Perirrhanterion

(203 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (περιρ(ρ)αντήριον). Großes Becken aus Ton, Marmor oder Kalkstein auf hohem Ständer mit zylindrischem Schaft und Basis von z.T. beträchtlichen Ausmaßen, wobei das Becken mit dem Ständer entweder fest verbunden oder abnehmbar ist. In Form und Aussehen dem Luterion (Labrum) ähnlich, diente das P. zum rituellen Reinigen durch Besprengen mit Wasser und stand vor Tempeln, an den Eingängen zu Heiligtümern bzw. an Kultorten in Gymnasien oder bei Hermen (während man das Luterion zur körpe…

Pilleus

(194 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (auch pileus). Halbkugel- oder kegelförmige, eng anliegende Kopfbedeckung aus Fell, Filz, Leder oder Wolle, die die Römer von den Etruskern übernahmen (vgl. Liv. 34,7). In Rom ist der p. das Abzeichen des freien Bürgers und wurde bei der Freilassung den Sklaven (Petron. 41), Kriegsgefangenen oder Gladiatoren (Tert. de spectaculis 21) verliehen. Daher ist der p. libertatis zusammen mit der vindicta das Attribut der Libertas, das diese auf röm. Mz. in Händen hält. Syn. kann p. als Ausdruck für Freiheit verwandt werden (Mart. 2,68; Suet. Nero 57, vgl. Pla…

Kottabos

(283 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κότταβος, Verb: κοτταβίζειν). Griech. Gesellschaftsspiel, wohl sizilischen Ursprungs (schol. Aristoph. Pax 1244; Anakr. fr. 41 D), das von Frauen (Hetären) und Männern während des Symposions gespielt wurde. K. ist häufig in der ant. Lit. erwähnt (seit Anakr. fr. 41 D = Athen. 10,427d) und insbes. auf Vasenbildern seit dem ausgehenden 6. Jh.v.Chr. festgehalten. Es kam darauf an, eine Metallscheibe, die auf ein leuchterartiges Gestänge aufgelegt war, mit dem Rest des Weines, den m…

Puppen

(287 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κόρη/ kórē, νύμφη/ nýmphē; lat. pup[ p] a) wurden in der Ant. aus Holz, Bein, Wachs, Stoff, Ton, Edelmetall u. a. hergestellt und haben sich seit der frühen Brz. bis zum Ausgang der Ant. in sehr großer Zahl erh. Man kannte sowohl P. in menschlicher Form als auch Tier-P. (Gell. 10,12,9) und Spielzeug wie z. B. Mobiliar (Betten, Tische, Stühle) und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Kamm, Lampe, Spiegel, Thymiaterion usw.). Bei der Ausstattung der menschlichen P. wurde auf große Sorgfalt ge…

Kampyle

(77 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (καμπύλη). Stock mit gebogenem Griff, der überwiegend von Bauern und Hirten, Bettlern, Greisen und Reisenden benutzt wurde, im Gegensatz zum gerade geformten Spazier- oder Wanderstab baktēría (βακτηρία) der Vollbürger. Gemäß der vit. Soph. 6 (nach Satyros) soll Sophokles die K. in das Theater eingeführt haben, bei Poll. 4,119 tragen die Greise in der Komödie die K. Auf den Theaterdenkmälern sind vielfach Schauspieler mit einer K. abgebildet. Lituus; Stab Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography Lit.: Stab.

Nagel

(318 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἧλος/ hḗlos, lat. clavus, seltener πάτταλος/ páttalos, γόμφος/ gómphos, lat. palus). N. haben sich seit der frühen Brz. in einer Fülle an Exemplaren erh.; sie weisen einen gerundeten oder kantigen Stift und einen unterschiedlich geformten Kopf (rund, spitz, flach, konisch, kugelförmig usw.) auf. Die erh. N. sind aus Bronze oder Eisen, Zier-N. können auch aus Gold oder Silber gefertigt sein oder nur einen N.-Kopf aus Edelmetall haben; daneben sind in der Ant. aber auch solche aus Holz verw…

Cista

(198 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κίστη, kístē). Ein aus Weidenruten oder Baumrinde geflochtener, runder Korb mit einem Deckel, der vielfach die gleiche Höhe wie der untere Teil hat und über diesen gestülpt werden kann; auch mit Klappdeckel oder einem scheibenförmigen Deckel überliefert. Die c. sind auf zahlreichen Denkmälern, u.a. auf att. und unterit. Vasenbildern, Totenmahlreliefs oder Lokrischen Tontafeln dargestellt; daneben sind Modelle bekannt. Auf Hochzeitsszenen fungieren sie als Gabe an die Frau. Sie vertreten offenbar den Lebensbereich de…

Ohrschmuck

(860 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Alter Orient s. Schmuck Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] II. Klassische Antike Im griech. Mythos wird O. (ἐνώτια/ enṓtia, ἐνωτάρια/ enōtária, ἐνωτίδιον/ enōtídion, lat. inaures) nur selten erwähnt (Hom. Il. 14,183; Hom. Od. 18,298; Hom. h. ad Venerem 8), doch belegen zahlreiche Funde und Darstellungen, daß O. bereits in frühen Zeiten zum Schmuck von Männern (Hom. Od. 18,298) und Frauen gehörte. In der klass. Zeit und später galt das Tragen von O. bei Männern als ein Kennzeichen von Verweic…

Keroma

(79 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κήρωμα, ceroma). Im medizinischen Sinn ein Umschlag, Hippokr. Acut. 8 (Bd. 2, p. 424) oder eine Salbe (Mart. 4,4,10). In der röm. Kaiserzeit bezeichnet k. ein gewachstes Täfelchen, ferner den lehmigen, wachsfarbenen Untergrund für einen Ringplatz, der den Körper oder Nacken der Athleten beschmutzt (Iuv. 3, 68); davon ging der Begriff K. auf den damit bedeckten Ringplatz bzw. die -anstalt über (Plin. nat. 30,5). Auch erhielten die dort Beschäftigten den Namen kērōmatistaí. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Calener Vasen

(132 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Sammelbegriff für unterital. Schwarzfirnisware (Reliefkeramik), geläufig von der 2. H. des 4.Jh. bis ins 2.Jh. v.Chr. Die Bezeichnung C.V. (Askoi, Schalen, Omphalosphialen, Gutti) hat sich für diese Gefäßgruppe eingebürgert, doch ist sicher, daß sie auch in anderen Regionen (Paestum, Sizilien, Tarent) produziert wurde. Bekannt sind v.a. Schalen mit Medaillons in mittelhohem Relief (“Arethusa-Schalen”), deren Herkunft durch Formschalen und Werkstattsignaturen aus Cales (Calenos) b…

Konopion

(64 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (τὸ κωνώπιον, lat. conopium, conopeum). Urspr. war das K. ein Schlafnetz zum Schutz gegen Mücken, Fliegen usw. (Anth. Pal. 9,764; Prop. 3,11,45), wozu nach Hdt. 2,95 die Ägypter sogar ihre Fischernetze nahmen; dann in vielfältiger Verwendung benutzter Begriff für Sänfte und Ruhebett (über das ma. canapeum zu “Kanapee”). Man nannte auch eine Wiege conopeum. Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography Lit.: s. Ruhebett.

Mazonomon

(74 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (μαζονόμον, μαζονόμιον, lat. mazonomus), aus μάζα/ máza (“Gerstenbrot”) und νέμω/ némō (“zuteilen”). Urspr. ein Teller aus Holz, um Gerstenbrot zu reichen (vgl. Athen. 5,202c), auch als Trageschüssel aus Bronze und Gold erwähnt (Athen. 4,149a; 5,197f); dann große Servierplatte für Geflügel (Hor. sat. 2,8,86; Varro rust. 3,4,3), die von den Scholiasten mit der röm. lanx gleichgesetzt wird (Porph. Hor. sat. 2,8,86). In der Kunst ist das m. nicht sicher nachgewiesen. Hurschmann, Rolf (Hamburg)
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