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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" )' returned 469 results. Modify search

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Naïskosvasen

(253 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Im 2. Viertel des 4. Jh.v.Chr. tritt mit der Darstellung des Naïskos (Diminutiv von naós, “Tempel”) auf unteritalischen Vasen eine neue Form der Grabmalsdarstellung auf, die wohl auf den Iliupersis-Maler zurückzuführen ist. In der apulischen Vasenmalerei sind N. nach der Mitte des 4. Jh.v.Chr. ungewöhnlich häufig, in den übrigen unterital. Kunstlandschaften eher die Ausnahme. Die N. sind speziell für den Totenkult hergestellte Vasen, deren Bildwelt nicht nur damit zusammenhängende Szenen, son…

Herd

(621 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἐσχάρα, ἑστία, focus, ara, lar, vgl. auch Altar). Bei Griechen und Römern genießen H. und H.-Feuer bes. Verehrung (Hestia, Lares, Penates, Vesta, Feuer), da an ihm die Hausgötter Kult und Sitz hatten. Zudem war er die zentrale Stelle im Haus, an dem die Familie sich zum Mahle treffen konnte, ferner Licht- und Wärmequelle; von daher kann H. zu einem Synonym für Haus werden. Bei der Hochzeit (Hochzeitsbräuche) wird die in das Haus des Bräutigams geführte Braut um den H. geleitet und mit den katachýsmata überschüttet, vgl. die amphidrómia des neugeborenen Kindes (Ari…

Sakkos

(136 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (σάκκος). Eine geschlossene Haube, die sich insbesondere im 5. und 4. Jh. v. Chr. als Kopfbedeckung griech. Frauen großer Beliebtheit erfreute. Der s. wurde nach Ausweis der Vasenbilder und Grabreliefs der attischen Kunst vorwiegend von Dienerinnen getragen, dagegen konnte er in der unterital. Kunst als Kopfbedeckung jeder Frau dargestellt werden. Sákkoi hatten vielfach auf der Kalotte eine Schlaufe zum Aufhängen, dazu herabhängende Troddeln; manche s. waren unverziert oder mit einfachen Strichen versehen, andere dagegen mit einer reichen Or…

Acerra

(82 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Weihrauchbehälter, pyxís (πυξίς, κυλιχνίς, λιβανωτίς). Das auf den gr. Denkmälern runde (vgl. Seitenwange des Ludovisischen Throns [1. Abb. 118]) und im röm. oft rechteckige und reich dekorierte Kästchen (z. B. an der Ara Pacis) diente zur Entnahme des Weihrauchs während der Opferzeremonie, zu deren notwendigen Geräten es zählte (Suet. Tib. 44; Galba 8; Plin. nat. 35,70). turibulum Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography 1 R. Lullies, Gr. Plastik, 1979. F. Fless, Opferdiener und Kultmusiker auf stadtröm. histor. Reliefs, 1995, 16-19, 21.

Hausrat

(1,455 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (griech. τὰ ἔπιπλα, ἡ σκευή; lat. supellex, instrumentum). H. umfaßt die Gegenstände, die man zum täglichen Leben braucht und die den Hauptteil der beweglichen Habe ausmachen; dazu gehören in erster Linie Möbel, Koch- und Küchengeschirr, Beleuchtungsgerät, Teppiche, Decken, im weiteren Sinn auch Schmuck und Kleidung, ferner nach heutigem Verständnis Teile aus dem Bereich der Immobilien, z.B. die Türen und Dachziegel des Hauses. Daneben sind diejenigen Gegenstände als H. anzuführen, die …

Kosymbe

(99 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κοσ(σ)ύμβη, κόσ(σ)υμβος, auch θύσανος/ thýsanos, κρόσσος/ króssos). Bezeichnung für die am Gewandrand stehengebliebenen Kettfäden, dann Franse, Fransenkleid und Fransenfrisur (Poll. 2,30); vielfach wurde die K. als Schmuck des Gewandes gesondert hergestellt. Bereits bei Homer (Il. 14,181) für den Gürtel der Hera gen., hier als θύσανος/ thýsanos bezeichnet, in der Kunst oftmals an Kleidern und Tüchern angebracht. In den Mysterienkulten erlangte die K. symbolische Bed., bes. zeigen in der hell.-röm. Kunst die Darstellungen der Isis die K. an ihrem Mantel. …

Perizoma

(188 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (περίζωμα, lat. perizoma). Griech. Schurz zur Bedeckung des Unterkörpers, der entweder um den Unterleib gelegt und von einem Gürtel gehalten, als Tuch um die Hüfte und dann zw. den Beinen durchgeführt oder in Form einer Shorts-ähnlichen Hose angezogen wurde. Das p. trugen Arbeiter, Handwerker, Opferdiener, Priester, Sklaven, aber auch Soldaten (vgl. Pol. 6,25,3; 12,26a 4) und Sportler als einziges Bekleidungsstück (Nacktheit C.) oder als Untergewand. Auf Darstellungen sind zumeist Männer mit dem P. bekleidet, seltener …

Mantele

(147 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] ( mantellum, mantelium, χειρόμακτρον/ cheirómaktron). Ein rechteckiges Tuch aus Leinen mit Borten und Fransen; es diente bei Kulthandlungen als Handtuch, das die Opferdiener bei sich trugen, bei Mahlzeiten zum Reinigen der Hände (z.B. Xen. Kyr. 1,3,5) und als Tischtuch (Mart. 12,28). Bei Sappho (99 Diehl) wird das cheirómaktron als Kopfschmuck erwähnt. In seinen hauptsächlichen Funktionen als Tisch- und Handtuch entspricht das m. der mappa, die zudem ein beliebtes Geschenk an den Saturnalien war (Mart. 5,18,1). Seit Nero (Suet. Nero 22) ist …

Badehose

(86 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ᾤα λουτρίς, subligar). Beim gemeinsamen Bad in den Badeanstalten trugen Männer und Frauen einen Schamgürtel bzw. ein Badetuch (Poll. 7,66; 10,181, perizoma , subligaculum ) aus Schafsfell oder Stoff, Frauen auch eine Brustbinde (Vasenbilder, “Bikinimädchen” aus Piazza Armerina). Für Männer konnte die B. ( aluta, Mart. 7,35,1) aus Leder sein. Im Pap. Cair. Zen. 60,8 wird eine ἐκλουστρίς erwähnt. Ungewiß ist das Tragen einer Haube ( vesica). Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography R. Ginouvès, Balaneutikè, 1962, 223-225  W. Heinz, Röm. Thermen. Badewesen u…

Arca

(201 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (λάρναξ). Kasten, Kiste, Truhe, dann speziell die Geldtruhe aus Holz oder metallbeschlagenem Holz im Atrium (Iuv. 11,26; 14,259 u.ö.), von denen Exemplare bzw. deren Reste aus Pompeji bekannt sind. A. hießen eine große Anzahl sakraler, staatlicher und privater Geldkassen, z. B. die der virgines vestales. Die A. konnten so groß sein, daß sich eine Person darin verbergen konnte (App. civ. 4,44). Aus der Spätant. haben sich kleine A. erh., die als Geschenke mit Glückwunschformeln an die Frau überreicht wurden und auf ihrem Me…

Paragauda

(124 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (παραγαύδης). Eine erst im 3. Jh.n.Chr. belegte Bezeichnung für eine goldene oder purpurne Borte in Form eines griech. Gammas (Γ), die in ein Gewand eingewebt war (SHA Claud. 17,6); dann auch übertragen auf ein dem Ärmelchiton (Chiton) ähnliches Gewand ( paragaúdion) aus feinem Seidenstoff, das der röm. Kaiser je nach Verdienst mit einer bis fünf Borten als Auszeichnung vergab (SHA Aurelian. 15,4,46; SHA Probus 4,5). Von daher war das Tragen des Gewandes Privatpersonen verboten (Cod. Theod. 10,21,1 und 2). Aufgrund de…

Quadriga

(496 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (τετραορία/ tetraoría, τέθριππον/ téthrippon; lat. meist im Pl. quadrigae). Viergespann, der mit vier nebeneinander laufenden Pferden bespannte zweirädrige Wagen, der stehend gelenkt wurde, nach ant. Trad. von Trochilos oder Erichthonios [1] (Verg. georg. 3,113, vgl. Plin. nat. 7,202) erfunden. In den homerischen Epen werden Viergespanne recht selten erwähnt (z. B. Hom. Il. 8,185; 11,699), tauchen dann aber in der lit. Überl. z. B. bei myth. Wettfahrten (Oinomaos und Pelops, vgl. Philost…

Kranz

(621 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (στέφανος/ stéphanos, στεφάνη/ stephánē, lat. corolla, corona). Aus Blumen, Blättern und Zweigen geformt oder in deren Nachbildung (Bronze, Silber, Gold; s. z.B. [1]) gefertigt, ist der K. Bestandteil griech. und röm. Alltags- und Kulturlebens, ein Symbol der Weihung, Auszeichnung und des Schmuckes für Menschen und Götter; der K.-träger hob sich aus den anderen hervor (vgl. Apul. met. 11,24.4), und ihn anzugreifen war verwerflich (vgl. Aristoph. Plut. 21). K. werden seit mythischer Urzeit getragen (Tert. De corona 13). K. sind im Kult unerläßlich (FGrH 33…

Monopodium

(124 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (griech. trápeza monópus, Poll. 10,69). Runde oder viereckige Tische mit nur einer zentralen Stütze, deren Fuß aus floralen oder myth. Figuren gebildet sein konnte. Im Griech. sind solche Tische seit der Archaik bekannt, werden aber erst im Hell. häufiger; in Rom waren monopodia seit ihrem Bekanntwerden (erstmals im Triumph von 187 v.Chr. mitgeführt, Liv. 39,6,7; Plin. nat. 34,14) sehr beliebt und haben sich v.a. aus den Vesuvstädten erhalten. Varro (ling. 5,125) erwähnt das cartibulum, das im compluvium stand, um Geschirr aufzunehmen. Delp…

Cesnola-Maler

(175 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Benannt nach seinem ehem. in der Cesnola-Sammlung befindlichen Krater spätgeom. Zeit (H. 114,9 cm mit Deckel, aus Kourion/Zypern, jetzt New York, MMA, Inv. 74. 51. 965; geometrische Vasenmalerei). Der anonyme Vasenmaler verbindet in seinen Werken vorderasiatische mit mutterländischen und inselgriech. Motiven. Die ungewöhnliche Form des eponymen Kraters wie auch die Kombination der auf ihm angebrachten Motive führten in der Vergangenheit zu Diskussionen über die Datier. und Herkun…

Lukanische Vasen

(286 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Die Produktion der rf. L.V. setzt in den J. um 430 v.Chr. mit dem Pisticci-Maler ein, benannt nach einem Fundort seiner Vasen. Er steht noch ganz in att. Trad., die sich in der stilistischen Behandlung seiner Personen, der Ornamente und Gefäßformen äußert; er bevorzugt Glockenkratere, die er mit Verfolgungs- und Alltagsszenen oder dionysischen Bildern ziert. Seine Nachfolger, der Amykos- und der Kyklops-Maler, haben sich offenbar in Metapontium niedergelassen und hier eine Werkst…

Sabanum

(83 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Ein grobes leinenes röm. Tuch, das zum Abtrocknen und Abreiben des Körpers nach dem Bade (Apul. met. 1,23, vgl. Mart. 12,70) bzw. als Umhang diente, um nach einem Dampfbad ins Schwitzen zu kommen; des weiteren nutzte man das s. zum Auspressen der Honigwaben und Umhüllen der Speisen beim Kochen (Apicius 6,215; 239). In der Spätant. verstand man unter s. ein leinenes, mit Gold und Edelsteinen geschmücktes Gewand (Ven. Fort. vita S. Radegundis 9) bzw. einen Mantel. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Salutatio

(418 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (“Begrüßung”). Der morgendliche Empfang der Klienten ( cliens, clientes ) durch den patronus diente als Aufwartung, zur Entgegennahme von Ratschlägen (Hor. epist. 2,1,102) und von Unterstützung z. B. durch Geld ( sportula ). Er fand in den ersten beiden Morgenstunden statt (Mart. 4,8); hierbei hatte der Klient ( salutator) in der toga zu erscheinen (Iuv. 3,126 f.), weswegen Martial (3,46,1) den Klienteldienst auch togata opera nennt. Die Besucher versammelten sich im vestibulum oder atrium des Hauses ihres patronus und warteten auf Einlaß (Hor. epist. 1,5…

Epostrakismos

(56 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἐποστρακισμός). Knabenspiel, bei dem man eine Scherbe oder einen flachen Stein so auf das Wasser warf, daß er aufschlug und weiterhüpfte. Sieger war derjenige, dessen Stein oder Scherbe am weitesten flog und am häufigsten sprang (Poll. 9, 119; Hes. s.v. E.; Min. Fel. 3; Eust. in Hom. Il. 18,543). Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Brattea

(232 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (πέταλον). In der arch. Terminologie ungebräuchlicher ant. Begriff; im Griech. urspr. nur als “Blatt, Laub eines Baumes” (Hom. Il. 2,312; Od. 19,520), bei Bakchyl. 5,186 “Kranz des Ölbaums von Olympia”, spätestens im 2.Jh. v.Chr. als artifizielles Erzeugnis für die Blätter des Goldkranzes (Kranz) verstanden. In röm. Quellen bezeichnet b. eine auf einen Gegenstand aufgelegte dünne Folie aus Metall, meist Silber oder Gold, auch Furniere aus kostbarem Holz (Plin. nat. 16,232) oder Schildpatt (Mart. 9,59,9), doch ist meist Blattgo…
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