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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" )' returned 469 results. Modify search

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Kemai

(120 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Kampanische Vasengattung des späten 4. und frühen 3. Jh.v.Chr., benannt nach der Inschr. auf einer Vase in London (BM, Inv. F 507, [1. 674 Nr.4]). Die vorherrschende Gefäßform ähnelt einem Stamnos (Gefäße, Abb. C 6) mit allerdings senkrechten Henkeln, scharf eingezogener Gefäßschulter und ausladender Lippe; oftmals haben sich auch die Deckel erh., so daß die arch. Forsch. die Gefäße auch als Pyxis bezeichnet. Die Bemalung ist ornamental und besteht aus Palmetten, Kreuzmustern, We…

Chlaina

(213 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (χλαῖνα, von χλιαίνω, “wärmen”). Bereits bei Homer (Il. 16,224; Od. 4,50 u.ö.) als wärmender Mantel aus Schafswolle gegen Kälte und Regen für Männer erwähnt. Die ch. konnte einfach (ἀπλοίς) oder doppelt (δίπλαξ) über die Schultern gelegt und mit einer Nadel zusammengehalten werden; sie konnte rot- oder purpurgefärbt und gemustert bzw. figürlich verziert sein (Hom.Il. 10,133; 22,441). Die ch. wurde nach Poll. 7,46 als Umhang über den Chiton getragen und gehörte zur Tracht der Bauern und Hirten wie auch der vornehmen Bevölkerung beiderle…

Kausia

(164 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (καυσία). Vornehmlich makedonische Kopfbedeckung mit breit ausladender Krempe zum Schutz gegen Sonnenstrahlen ( kaúsis), doch konnte sie ebenso als Helm dienen (Anth. Pal. 6,335). Die k. war aus Leder oder Filz gefertigt und mitunter mit einem Kinnriemen versehen. Bereits auf Münzbildern des 5. Jh.v.Chr. als Bekleidung der maked. Könige belegt, wird die jetzt purpurne k. seit Alexandros [4] d.Gr. (Athen. 12,537e) zu einem der Hauptelemente der maked. Königstracht (Plut. Antonius 54; vgl. Arr. an. 7,22,2) und mit einem Diadem ( diádēma ) ge…

Ephedrismos

(146 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἐφεδρισμός). Spiel, bei dem mit einem Stein oder Ball ein Ziel (δίορος, díoros) auf der Erde getroffen werden sollte; der Verlierer mußte den Sieger, der ihm die Augen verdeckte, auf seinem Rücken tragen, bis er das Ziel mit seinem Fuß berührte. Knaben und Mädchen beteiligten sich am E., der nach Ausweis der Denkmäler im 5. Jh.v.Chr. populär wurde und in verschiedenen Abläufen abgebildet ist. Die Darstellungen zeigen auch Satyrn und Eroten beim E. Das Huckepack-Motiv ist in der griech. und …

Kissen

(221 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἡ τύλη, τὸ κνέφαλλον, lat. cervical, pulvinus). K. dienten zum weichen Sitzen oder Liegen auf Stühlen, Klinen (Petron. 32), in Sänften (Iuv. 6,353) oder für das Lagern auf der Erde. Auch für die Bequemlichkeit im Circus wurden Sitzkissen angeboten (Mart. 14,160). Als Material für K. dienten u.a. Leinen, Wolle oder Leder, die oftmals prachtvoll verziert waren. Als Füllung dienten Stroh, Heu, Schilf, Seegras oder Binsen (Ov. met. 8,655) sowie Wollflocken. Beliebt waren dafür Vogelfedern aller Art - von daher konnten K. im Röm. auch pluma heißen -, unter denen die…

Gnathiavasen

(420 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Moderner arch. t.t., abgeleitet von dem Ort Egnazia (ant. Gnathia) im Osten Apuliens, wo man im mittleren 19. Jh. die ersten Vasen dieser Gattung fand. Bei den G. wird - anders als bei den rf. Vasen - die Dekoration in verschiedenen Deckfarben auf den gefirnißten Vasenkörper aufgetragen. Zusätzlich können durch Ritzungen Strukturen an Personen und Gegenständen angezeigt oder diese sogar durch Ritzung ganz wiedergegeben werden. Die Produktion der G. setzte um 370/360 v.Chr. in Apu…

Depas

(201 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (δέπας). Bei Homer mehrfach erwähntes, wohl schon im Hethitischen bezeugtes Weingefäß zum Trinken, Spenden, Mischen und Schöpfen, aus Edelmetall gefertigt und mit Verzierungen versehen (“Nestorbecher”, Hom. Il. 11,632ff.). Syn. verwendet Homer ἄλεισον ( áleison), ἀμφικύπελλον ( amphikýpellon), κύπελλον ( kýpellon); danach verstand man den D. als zweihenkeligen Becher, ähnlich dem Kantharos (Gefäßformen). Durch arch. Funde und die Interpretation der Linear B-Täfelchen aus Pylos und Knossos (dort jeweils als di-pa bezeichnet) scheint seine lange in…

Laena

(122 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Mantelähnlicher Umhang aus dicker Wolle (griech.: (ch)laína). In Rom als Bekleidungsstück der augures und flamines beim Opfer sowie der mythischen Könige gen. und auf den Denkmälern zu finden; in der Kaiserzeit Bestandteil der Männer- und Frauentracht. Die L. war eine Sonderform der Toga und entstand durch Verdoppelung des halbkreisförmigen Schnittes der toga praetexta zu einem nahezu runden Stoff. Das Zusammenlegen der beiden Kreissegmente bildete ein togaähnliches Gewand, das um die Schultern gelegt wurde und beide Arme verhüllt…

Messer

(377 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Das Wesentliche des M. ist die Schneide, deren Gestaltung und Entwicklung durch die jeweilige Funktion und Benutzungsart des Abschneidens bzw. Zerschneidens bestimmt wird. Außerdem dient zum Stechen der Dolch. Das M. ist eines der ältesten und unentbehrlichsten Hilfsmittel des Menschen, das er im Haushalt (Hausrat), bei der Jagd, als Werkzeug in vielen Bereichen (z.B. bei der Holz- und Lederbearbeitung: σμίλη/ smílē, σμίλιον/ smílion, τομεύς/ tomeús, lat. scalprum, culter, crepidarius), in der Landwirtschaft (Baum-, Hau-, Laub-, Reb-M., Hippe) od…

Kinderspiele

(616 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Der erzieherische Wert des kindlichen Spiels war bereits der Ant. bekannt; so sah Platon (Plat. leg. 643b-c; vgl. Aristot. pol. 7,17,1336a) in Spielen, die Tätigkeiten der Erwachsenen imitierten, die Vorbereitung auf das spätere Leben. Quintilian (Quint. inst. 1,1,20; 1,1,26; 1,3,11) forderte Rätselraten, das Spiel mit elfenbeinernen Buchstaben und ein Lernen im Spiel, um geistige Fähigkeiten des Kindes zu fördern; hierzu war bes. das ostomáchion-Spiel ( loculus Archimedius) geeignet, bei dem vierzehn unterschiedlich geformte geometrische Figur…

Karbatine

(60 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (καρβατίνη, vgl. lat. pero). Bes. von Hirten und Bauern getragener Schuh aus rohem Leder, dann auch ein Soldatenschuh (Xen. an. 4,5,14), der offenbar geschnürt wurde (vgl. Lukian. Alexandros 39). Bei Aristot. hist. an. 499a 29 auch der Hufschuh der Kamele. Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography O. Lau, Schuster und Schusterhandwerk in der griech.-röm. Lit. und Kunst, 1967, 119-121.

Körperpflege und Hygiene

(748 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] A. Allgemeines Zum körperlichen Wohlbefinden gehörte in der Ant. saubere und regelmäßig gewechselte Kleidung, ferner das Waschen bzw. Baden und das anschließende Salben des Körpers mit einfachem oder mit parfürmiertem Olivenöl und sonstigen wohlriechenden Duftölen (Kosmetik), wobei letzteres auch aus gesundheitlichen Gründen angewandt wurde. Dem griech. und röm. Reinlichkeitsempfinden mußten Völker oder Personen, die schmutzig und ungepflegt waren, unangenehm auffallen (Hor. sat. 1…

Pataikoi

(177 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (Πάταικοι). Zwergfiguren, die nach Hdt. 3,37 auf dem Vorderteil phönizischer Dreiruderer angebracht waren. Die Mz. von Arados [1] und Sidon ab dem ausgehenden 4. Jh.v.Chr. zeigen Halbfiguren bzw. Kopfprotomen auf Schiffen [1. Taf. 2,1, Taf. 18,12-14]. Von diesen phöniz. Figuren ging die Bezeichnung über auf Zwerggestalten; pátaikos wurde so zum charakterisierenden Eigennamen kleinwüchsiger Menschen (Hdt. 7,154; vgl. auch das Fest auf Delos, Pataíkeia, benannt nach seinem Stifter Pátaikos); der Begriff wurde aber auch sprichwörtlich für Diebe. …

Ratespiele

(309 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] aus der Ant. sind nur in geringer Zahl bekannt (Rätsel). Um zu ermitteln, wer beginnen durfte, wurde gern das Spiel capita aut navia gewählt. Benannt ist dieses nach den altröm. Mz. mit dem Kopf des Ianus ( capita) und Schiffsschnabel ( navia, wohl ein Pl. in Parallele zu capita). Man warf eine Mz. in die Luft: Zu raten war (wie beim h. “Kopf oder Zahl”), welches Bild oben lag. Ein R. für zwei Spieler war Par-Impar (ἀρτιάζειν/ artiázein oder ποσίνδα/ posínda): Der erste hält in der rechten Hand eine Anzahl kleinerer Gegenstände (Astragale, Bohnen, Nüsse o.ä.…

Sänfte

(477 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (φορεῖον/ phoreíon; lat. lectica, sella sc. gestatoria, portatoria). Die S. als Beförderungsmittel ist im Orient seit ältester Zeit bekannt; in Griechenland wird sie erstmals im 4. Jh. v. Chr. erwähnt (Deinarch. 1,36); im Hell. ist sie ein Luxusgegenstand (Athen. 5,195c; 212c; Diod. 31,8,12). Wann die S. im röm. Reich eingeführt wurde, läßt sich nicht festlegen, doch war sie ab dem 2. Jh. v. Chr. in allg. Verwendung (vgl. Liv. 43,7,5; Gell. 10,3,51); ihr übermäßiger Gebrauch in Rom zwang bereits Caesar, ihre Benutzung in…

Matta

(84 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ψίαθος/ psíathos). Matte oder grobe Decke aus Binsen und Stroh, in Ägypten auch aus Papyrus (vgl. Theophr. h. plant. 4,8,4). Sie diente den Bauern, Reisenden und armen Leuten zum Lagern auf dem Boden; in einer att. Inschr. auch unter dem Hausmobilar aufgeführt [1]. Nach Augustinus (contra Faustum 5,5) ist jemand, der auf der M. schläft, ein Anhänger einer Lehre, die Bedürfnislosigkeit predigt ( mattarius). Die Schlafmatte konnte auch χαμεύνη/ chameúnē genannt werden (Poll. 6,11). Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography 1 Hesperia 5, 1936, 382 Nr. 6 A.

Pergament

(334 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Zu einem der Beschreibstoffe der Ant. zählte das gereinigte, enthaarte und gegerbte Leder (Hdt. 5,58,3). P. entstand durch eine verfeinerte Bearbeitung der Tierhaut (von Esel, Kalb, Schaf, Ziege), bei der auf die Gerbung verzichtet wurde; statt dessen legte man die Tierhaut einige Tage in eine Kalklösung, entfernte sodann Fleischreste, Haare und Oberhaut, und legte sie danach in ein Kalkbad zur Reinigung (Kalzinierung). Anschließend spannte man die Haut in einen Rahmen, trocknete…

Epiblema

(78 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἐπίβλημα). Griech. Begriff für Decke, Tuch, Mantel (Poll. 7,49f.). In der modernen arch. Terminologie bezeichnet E. das Schultertuch der dädalischen, bes. der kretischen Frauenstatuetten. In der Regel wird das E. auf der Brust, aber auch über dem Hals und dem Schlüsselbein befestigt; der obere Rand ist mitunter verziert. Auf Denkmälern des 7. Jh.v.Chr. findet sich das E. häufig dargestellt. Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography C. Davaras, Die Statue aus Astritsi, 8. Beih. AK, 1972, 26-27, 59-64.

Fer(i)culum

(131 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] seltener feretrum (z.B. Ov. met. 3,508; 14,747). Damit werden Tragevorrichtungen unterschiedlicher Form bezeichnet, die zum Befördern von Sachgütern nötig waren, speziell aber solche Gerüste, auf denen bei Aufzügen (Triumph, Bestattung o.ä.) Gegenstände präsentiert wurden, z.B. Beutestücke, Gefangene, Götterbilder u.a. (Suet. Caes. 76); ferner diente das f. zum Transport des Verstorbenen oder der Dinge, die mit ihm bestattet oder verbrannt werden sollten (Stat. Theb. 6,126). F. nannte man auch (Hausrat) das Speisebrett, die flache Schüssel, m…

Petasos

(180 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (πέτασος). Griech. Hut aus Filz mit breiter Krempe, aufgrund seiner Herkunft auch als “thessalischer Hut” bezeichnet (Soph. Oid. K. 313); er wurde von Frauen und Männern getragen, die sich viel im Freien aufhielten (Fischer, Hirten, Jäger) oder auf Reisen waren; zu den bekanntesten myth. P.-Trägern zählen Hermes, Peleus, Perseus, Oidipus, Theseus. Weitere Träger sind - seltener - Wagenlenker (Athen. 5,200f.), Reiter (z.B. am Parthenonfries) und die att. Epheben ( ephēbeía ). Für einen sicheren Halt des p. sorgte ein Riemen, der unter das Kinn geführt wur…
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