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Landesausbau
(764 words)

Der Begriff L. steht für den Prozess der Urbarmachung von Feuchtgebieten und der Besiedlung nicht oder wenig genutzter Landstriche, der ab dem 17. Jh. in weiten Teilen Europas einsetzte. Auch die Wiederbesiedlung von im Verlauf des Dreißigjährigen Kriegs wüst gefallenen Bauernstellen und Dörfern (Wüstung) ist zum L. zu rechnen. Es handelte sich um eine Art Entwicklungspolitik im eigenen Lande, die eng mit dem Staats-Bildungsprozess verbunden war. Den Anschauungen des Merkantilismus bzw. Kameralismus gemäß betrieben die absolutistischen Fürsten Europas eine Wirtschaftspoli…

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Gudermann, Rita, “Landesausbau”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Copyright © J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag GmbH 2005–2012. Consulted online on 06 June 2020 <http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_SIM_300747>
First published online: 2019



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