Lexikon des gesamten Buchwesens Online

Get access Subject: History
Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Historienbibel

(314 words)

Author(s): H. Wendland
ist eine Zusammenstellung von frei bearbeiteten Prosatexten, die den biblischen Erzählungsstoff möglichst vollständig, erweitert um apokryphe und profangeschichtliche Ergänzungen unter Ausschluß oder Zurückdrängung erbaulicher Glossen, darbietet. Das geschieht ohne Rücksicht darauf, ob gereimte Quellen, die Vulgata, die «Historia scholastica», das «Speculum Historiale» oder andere Texte als Quelle dienten. Historienbibel aus der Werkstatt Diebold Laubers in Hagenau. Um 1440. Seite mit Darstellung der Aussetzung und Auffindung des Mosesknaben…

Historienbücher

(62 words)

Author(s): G. Pflug
Als H. werden in der Germanistik meist anonym überlieferte volkstümliche Prosabearbeitungen ma. Roman- und Novellenstoffe aus dem 15. bis 17. Jh. bezeichnet. Volksbücher G. Pflug Bibliography Heinzle, J.: Mittelhochdt. Dietrichepik. München 1978 Koppitz, H. J.: Studien zur Tradierung der weltlichen mittelhochdt. Epik im 15. und beginnenden 16. Jh. München 1980 Gotzkowsky, B.: Volksbücher. Bibliographie der dt. Drucke. Bd. 1 Baden-Baden 1991.

Historieur

(51 words)

Author(s): E. König
von Hystoire für Miniatur; franz. Bezeichnung für den Buchmaler, der die Bilder ausführt, im Unterschied zum Enlumineur, der nur für die Bordüren zuständig ist. Die Grenze zwischen beiden Arbeitsbereichen blieb jedoch so fließend, daß es nur in Ausnahmefällen eine strikte Beschränkung auf eine der beiden Aufgaben gab. E. König

Historische Bibliographie

(46 words)

Author(s): W. Grebe
ein von F. A. Ebert verwandter Begriff für die angewandte Bibliographie, die er auch als «die äußere, die beschreibende oder historische» bezeichnete. W. Grebe Bibliography Nestler, F.: Friedrich Adolf Ebert und seine Stellung im nationalen Erbe der Bibliothekswissenschaft. Leipzig 1969, S. 151 bis 156.

Historische Kommission des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler (HK)

(194 words)

Author(s): G. Schulz
wurde 1876 auf Anregungvon Eduard Brockhaus ins Leben gerufen mit dem Ziel, eine Gesch. des dt. Buchhandels schreiben zu lassen. Von Anfang an gehörten ihr nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch Universitätslehrer und Bibliothekare an. Erstes Ergebnis der Arbeit war das «Archiv für Gesch. des dt. Buchhandels» (21 Bde., Leipzig 1879–1930). Die «Gesch. des Dt. Buchhandels» von Friedrich Kapp und Johann Goldfriedrich erschien in vier Bänden (Leipzig 1886–1913, Reg. 1923). Ab 1933 wurde die Arbei…

Historische Kommissionen

(183 words)

Author(s): W. Brüske
Am Anfang steht die auf Anregung des Freiherr vom Stein 1819 gegr. «Ges. für ältere dt. Geschichtskunde» (Monumenta Germaniae historica). 1858 folgte auf Rankes Initiative die «Historische Kommission bei der Bayerischen Akad. d. Wiss.», deren große Quellened. z.T. noch laufen. Zu den thematisch spezialisierten Kommissionen gehört z.B. die «Kommission zur Erforschung der Gesch. der Reformation und Gegenreformation» (1917). Zu den frühesten dieser Art zählt die 1876 auf Anregung von E. Brockhaus e…

Historisch-politische Zeitschriften

(288 words)

Author(s): P. Ukena
entstanden im ausgehenden 17. Jh. Sie berichteten ausführlich, häufig kommentierend und wertend, in unterhaltend-belehrender, gelegentlich satirisch-polemischer Form über aktuelle und – in geringerem Maße – auch über geschichtliche Ereignisse sowie deren Hintergründe und Zusammenhänge. Zunächst in größeren Abständen, dann in der Regel monatlich erscheinend, befriedigten sie das wachsende Interesse einer verhältnismäßig breiten Leserschicht an umfassender Information und Aufklärung über gegenwärt…

Historisierte Iniiale

(129 words)

Author(s): H. Wendland
Im Gegensatz zu ornamental verzierten, aus Figuren oder Gegenständen gebildeten Initialen meint der Begriff h. I. solche Initialbuchstaben in Handschriften oder gedruckten Büchern, in deren Innenräume szenische Darstellungen eingefügt sind. Das früheste Vorkommen einer h. I. ist im Cotton Ms. Vespasian A. I. der British Library, London, aus der Zeit um 733 festgestellt worden. Die aus dem Engl, übernommene Bezeichnung «historiated» ist im Dt. mißverständlich, denn sie meint eine erzählende, szenische und nicht eine «historische» Darstellung. Hitda-Codex. Illuminierte S…

Hitda-Codex

(327 words)

Author(s): E. Zimmermann
(Darmstadt, Hessische Landes- und Hochschulbibl. Hs. 1640), benannt nach einer Äbtissin Hitda, die ihn laut Eintragung in der Hs. und Dedikationsbild mit anderen wertvollen Kultgegenständen der heiligen Walburga und deren Kloster Meschede in Westfalen gestiftet hat. Eine Äbtissin dieses Namens ist fiir das Kloster nicht bezeugt; es gibt nur eine ähnliche, gleichzeitige Stiftung einer «Hidda» für das Kloster Gerresheim. Hitda nennt sich in der Widmung «peregrina» und «procuratrix» - also nicht Äb…

Hittorp, Gottfried

(348 words)

Author(s): W Schmitz
*ca. 1485 in Köln, † 23. 6. 1573 ebd., aus altem Kölner Patriziergeschlecht, studierte ab 1498 an der Univ. Köln. Seit 1521 führte er den Magistertitel, doch ist der Erwerb des Magistergrades unsicher. 1511 wirkte er in Paris bei der Verlegergemeinschaft von L. Hornken und Denis Roce als Socius mit. Vermutlich seit 1512 wieder in Köln, ist er dort seit 1517 als Verleger nachweisbar. H. wohnte im Haus «zum weißen Kaninchen », das Tier diente auch als Signet. Er heiratete Gertrud von Bergen. In Kö…

Hitzig, Julius Eduard

(401 words)

Author(s): E. Hwzet
(eigentlich Isaak Elias Itzig), * 26.3. 1780 in Berlin, † 26. 11. 1849 ebd., Jurist, Schriftsteller, Verlagsbuchhändler. Als Assessor in preußischen Diensten 1804 nach Warschau berufen, gab H. 1807 den Staatsdienst auf, nachdem Preußen 1806 seine poln. Gebietsanteile an Napoleon verloren hatte. Er erlernte den Buchhandel bei Georg Andreas Reimer in Berlin und eröffuete am 20. 10. 1808 ebendort eine Verlags- und Sortimentsbuchhandlung. In seinem Verlag erschienen u. a. Werke von Friedrich de la M…

Hjelmqvist, Fredrik

(67 words)

Author(s): T. Nielsen
* 9. 9. 1876 in Härslöv (Skane), † 30 . 7· 1960 in Danderyd bei Stockholm, schwed. Bibliothekar, Historiker. H. arbeitete an der UB Lund 1906-1913, wo er der erste Leiter der Beratungsstelle für Volksbibl.en wurde. 1925 - 1941 war er Direktor der auch Studienzwecken dienenden StB Stockholm, die er von Grund auf reorganisierte. T. Nielsen Bibliography Hornwall, G. in: NTBB 48. 1961, S. 47-48.

Hjortzberg, Olle

(86 words)

Author(s): T. Nielsen
*14. 11. 1872 in Stockholm, † 8. 3· 1959 ebd., schwed. Maler und Zeichner, Professor an der Hochschule für Kunst in Stockholm 1911 - 1939. H. war bes. als dekorativer Künstler tätig und hat viele Bücher illustriert. Er arbeitete im symbolreichen Stil des frühen 20. Jh.s, der aber im Laufe der Jahre bei ihm etwas an Schwere verlor. Sein Hauptwerk - und ein Hauptwerk der Bibelill. überhaupt - ist die reich ausgestattete «GustafV.s Bibel» (1902-1927). T. Nielsen Bibliography Schiller, H.: O. H. Malmö 1954.

HMSO

(7 words)

Siehe Her Majesty's Stationary Office
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