Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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W

(100 words)

Author(s): W. Milde
23. Buchstabe im dt. Alphabet, kommt im Lat. nicht vor, entstanden durch Verdoppelung des V. Er bezeichnet im Dt. den stimmhaften labiodentalen Reibelaut und wurde erst durch den dt. Laut notwendig. Im MA an-fangs durch uu dargestellt; etwa im 11. Jh. kam die Form W auf (neben uu). Im Englischen W blieb der alte stimmhafte bilabiale Lautwert erhalten. In angelsächsischen Texten wird statt W oft die Rune = wyn gebraucht, die auch im Althochdt. vorkommt (Hildebrandslied, Glossen). Als Majuskel fi…

Waasberge, Janson von

(8 words)

Siehe Waesberge, Jansson van

Wachholtz, Karl Verlag GmbH

(345 words)

Author(s): H. Buske
Karl Johann Gottfried Wachholtz (1892–1962) aus Neumünster / Holstein absolvierte das dortige Gymnasium, lernte in Hamburg Papierkaufmann und besuchte die Handelshochschulen in München und Berlin. Am 1. 5. 1919 kaufte er von seinem Vetter Robert Hieronymus den 1871 gegr. «Holsteinischen Courier» zur Hälfte und erwarb die Ztg. ein Jahr später ganz. In älteren Verlagsprospekten wird als Gründungsjahr 1871 angegeben, der Firmenname K. W. ab 1923. In diesem Jahr vereinigte er die «Niederdeutsche Run…

Wachsmatrize

(168 words)

Author(s): R. Busch
1. W. nannte man die Folie, die auf den Bürodruckmaschinen von etwa 1950 bis 1980 verwendet wurde. Mit dieser Technik wurden vor der Einführung der elektronischen Datenverarbeitung im Schablonendruck Schriftstücke und z. B. auch bibliothekarische Kat.karten vervielfältigt. 2.Im 19. und auch noch zu Beginn des 20. Jh.s wurden bei der galvanoplastischen Abformung von feinen Holzstichen Matrizen aus einer Wachsmischung geprägt, die mit feingeschlemmtem reinem Graphit elektrisch leitend gemacht wurden. W. kamen nach einem alten Verfahren auch bei der Matrizenfertigung beim Stempelschnitt von Bleilettern zum Einsatz. Hierbei wurde die Messingplatte, aus der eine erhabene Schablone gefertigt werden soll, zunächst mit einer dünnen und gleichmäßigen Schicht Wachs überzogen. Die Werkzeichnung der zu schneidenden Letter wurde mit dem Pantographen abgefahren, während der Gravierstichel das verkleinerte Abbild der Zeichnung in die Wachssc…

Wachspapier

(142 words)

Author(s): R. Fuchs
ist ein mit Wachs, Paraffin oder einer Wachs-Paraffin-Kunststoff-Mischung getränktes oder beschichtetes holzfreies Papier (Ölpapier). Abhängig von der Temperatur beim Imprägnieren und Abkühlen, lassen sich völlig durchtränkte o…

Wachter, Georg

(190 words)

Author(s): H.-O. Keunecke
* vermutlich in Bamberg, † 24. 7. 1547 in Nürnberg, Buchdrucker. Er heiratete 1527 Kunigunde Hergot, die Witwe des Druckers Hans Hergot, und erwarb 1528 das Nürnberger Bürgerrecht. Als Drucker ist er im Ämterbüchlein 1529–1532 und 1540–1547 eingetragen, in den Jah…

Wadström, Carl Bernhard

(221 words)

Author(s): Red.
* 1746 in Stockholm, † 1799 in Paris. Schwedischer Philanthrop. Er war eine bedeutende Persönlichkeit in der britischen Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei. 1779 gründete er in Norköpping eine Gesellschaft, die die Entwicklung des agrarischen Handels mit den afr. Kolonien als Alternative zum Sklavenhandel zum Ziel hatte. 1787…

Waesberghe, van

(120 words)

Author(s): Red.
belg. Druckergeschlecht, begründet von Jan v. W. (* um 1528,† 9. 4. 1590 in Rotterdam), der sich, aus Brabant stammend, 1555 in Antwerpen niederließ und seit 1561 mehrere Druckwerke, darunter verschiedene in franz. Sprache, herstellte, danach nach Rotterdam übersiedelte. Seitdem vererbte sich das Geschäft von Generation zu Generation und erreichte unter Johann v. W. (1651–1681) seinen Höhepunkt. Mit Elisabeth Jansson aus dem bedeutenden Druckerhaus Jansson verheiratet,…

Wagenbach, Klaus, Verlag

(264 words)

Author(s): K. Ebenau
wurde 1964 von Klaus und Katharina Wagenbach gegründet. Rasch etablierte der frühere S. Fischer-Lektor die Buchserie «Quarthefte» mit dem ungewöhnlichen Format (4∞), in der man neben bekannten Autoren (wie Ingeborg Bachmann, Günter Grass, Hans Werner Richter und Erinnerungen von Kurt Wolff) auch unbekanntere publizierte und sie so protegierte, ferner Texte von DDR-Autoren wie Wolf Bier-mann und Stephan Hermlin. Der W. polarisierte durch se…

Wagenbauer (Wagenbaur), Max Joseph

(166 words)

Author(s): H. Wendland
* 28. 7. 1774/ 1775 in Öxing bei Grafing, † 12. 5. 1829 in München, Maler, Zeichner und Lithograph. Studium an der Zeichenschule bei J. J. Dorner d. Ä. und bei J. C. von Mann-lich in München. W. erhielt seit 1801 eine kurfürstliche Künst…

Waghenaer, Lucas Janszoon

(190 words)

Author(s): Red.
* 1533/1534 in Enkhuizen, † 1606 ebenda. Hollandischer Seefahrer und Kartograph. Begrunder und bekanntestes Mitglied der nordhollandischen Kartographieschule. Nach seiner aktiven Zeit als Seefahrer beschaftigte er sich hauptsachlich mit nautischen Fragen und maritimer Kartographie der Westund No…

Wagner & Debes

(180 words)

Author(s): Red.
Druckerei, Verlag. 1835 gründete Eduard Wagner in Darmstadt eine Offizin, die hauptsächlich geographische Karten herstellte. 1839 erhielt die Druckerei von der Firma Karl Baedeker den Auftrag, die Karten für die Reisehandbücher auszuführen. 1873 erfo…

Wagner, Johann Martin von

(270 words)

Author(s): H. Wendland
*24. 6. 1777 in Wurzburg, †8. 8. 1858 in Rom. Maler, Zeichner, Radierer und Bildhauer, Kunstsammler und Archaologe, Sohn des Bildhauers Peter Wagner. Als Schuler seines Vaters erlernte W. zunachst die Zeichenkunst nach Gipsabgussen und lebenden Modellen. 1797 weitere Studien an der Wiener Akademie. Von Herbst 1…

Wagner, Leonhard

(299 words)

Author(s): T. Frenz
(auch Wirstlin, Würstlin genannt), Kalligraph und Schreiblehrer, * 1454 in Schwabmünchen, † 1. 1. 1522 in Augsburg. W. trat 1472 in das Kloster St. Ulrich und Afra in Augsburg ein, wo er seit 1479 bis zu seinem Tode als Schreiber tätig war. Eine von ihm selbst erstellte Liste zählt 49 Titel zum Teil sehr umfangreicher Werke auf; eine weitere Hs. wurde 1977 bei der Öffnung des Simpert-Schreins in Augsburg gefunden. Von Oktober 1500 bis Februar 1502 war er in Irsee, von Mai 1508 bis Juli 1509 in Z…

Wagner, Peter

(426 words)

Author(s): R. Herz
(Currifex) Nürnberger Druckerverleger († vermutlich kurz nach 1500). In seiner 17jährigen Druckertätigkeit publizierte W. mehr als 100 Bücher, größtenteils Kleindrucke und Broschüren. Sein erster signierter Druck, Johannes Melbers «Vocabularis Praedicantium» (ISTC: H 11039), ersch. am 28. 8. 1483 und wurde mit dem Typenmaterial erstellt, mit dem Konrad Zeninger druckte. Da dieser ab 1482 namentlich in keinem Nürnberger Impressum mehr erwähnt wird, werden heute alle Bücher, die nach 1483 mit Zeni…

Wagnersche Druckerei

(289 words)

Author(s): E. Schmitt
Ulm, gegr. 1677 von Matthäus Wagner (1648–1695), weitergeführt von dessen Witwe, dann ab 1707 von beider Sohn Christian Ulrich Wagner I. (1686–1763) und ab 1750 von Christian Ulrich Wagner II. (1722–1804), dem Enkel des Firmengründers. Der Druckerei war auch von Anfang an ein Verlag angeschlossen. Sie entwickelte sich, verstärkt unter Christian Ulrich Wagner I. und II., zu einer der bedeutendsten Süddeutschlands im 17. und 18. Jahrhundert, die mit über 100 Verlagen in Geschäftsverbindung stand. …

Wagner’sche Universitätsbuchhandlung

(414 words)

Author(s): H. Buske
Zu Beginn des 17. Jh.s wurde die Druckerszene in Innsbruck von den Familien Paur und Gäch beherrscht. Nach dem Tod von Johann Gäch heiratete Michael Wagner aus Deubach (Schwaben) Gächs Witwe. Der 14. 8. 1639 gilt als das Gründungsdatum der W. Als Hieronymus Paur, Sohn des Daniel und Enkel des Hans, 1667 kinderlos verstorben war, erwarb Michael Wagner die Hofdruckerei und verschaffte sich damit in Innsbruck eine Monopolstellung. Die 1649 erteilte Konzession zur Herausgabe einer Wochenzeitung, von…
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