Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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N

(143 words)

Author(s): B. Bischoff †

Nabatäische Schrift

(163 words)

Author(s): H. Buske
Schrift des alten arab. Nomadenvolkes der Nabatäer (ca. 400 v. Chr. bis ca. 300 n. Chr.) aus dem Raum Jordanien mit Petra (heute Wādī Mūsā) als Mittelpunkt bis ans Rote Meer. Zahlreiche Inschriftenfunde auf Ruinen, Felsengräbern, Papyri und Münzen sind mit Sicherheit zu datieren. Die N. S. ist eine Konsonantenschrift und geht auf eine aramäische Urform zurück, entwickelte sich über das Mittelaramäische mit starker Neigung zu Ligaturen und diversen Finalformen in einer Übergangsstufe der sinaitischen Schrift zur arab. Schrift. Nabatäische Schrift. H. Buske Bibliography Euting, J…

NABD

(7 words)

Siehe Normenausschuß Bibliotheks- und Dokumentationswesen

Nachätzen

(52 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
1. beim Rakeltiefdruck. Nach dem Andruck muß zur Farbkorrektur gelegentlich das Volumen von Rasternäpfchen entweder verkleinert oder vergrößert werden. Das geschieht durch N. 2. In der Chemigraphie. Hier werden an Elektrogravuren Tonwerte falls erforderlich durch N. korrigiert. C. W. Gerhardt Bibliography Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 407.

Nachauflage

(63 words)

Author(s): K. Gutzmer
ist als Synonym für «unveränderte Neuaufl.» gebräuchlich; im Verlagsrecht ist der Begriff jedoch nicht definiert. Im Modernen Antiquariat bezeichnet man mit N. den Nachdruck verramschter Titel durch die Großantiquariate nach Ausverkauf der Restauflage. Diese N.n haben inzwischen einen solchen Umfang, daß die Grenzen zwischen Großantiquariat und Verlag verwischt wurden. K. Gutzmer Bibliography Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 408.

Nachbestellung

(42 words)

Author(s): W. Braun-Elwert
Größere (Vertreter – )Aufträge können im Rahmen der Lieferbedingungen der einzelnen Verlage vom Sortiment durch «N.» in festgelegter Frist zu den (besseren) Bedingungen des Hauptauftrags ergänzt werden. W. Braun-Elwert Bibliography Handbuch des Buchhandels. Hrsg, von E. Heinold. Hamburg 1975, S.561 —562

Nachbezug

(124 words)

Author(s): W.Braun-Elwert
1. Der Sortimenter bezieht bedingt oder mit «RR» bestellte Stücke eines Werks, sobald sie verkauft sind, fest nach, um diese dann am Ende der Abrechnungsfrist zu remittieren, wenn weiterer Absatz nicht gelang. Er kann so risikofrei ein größeres Lager halten und seinen Bruttonutzen verbessern, wenn das fest nachbezogene Ex. besser rabattiert ist als das bedingt oder mit «RR» bezogene. 2. Von N. spricht man in anderem Sinne auch, wenn nach und nach so viel Einzelstücke bezogen werden, bis eine Partie erreicht ist und der Verleger trotz Einzelbezuges das Partiefreistück innerhalb einer Frist etwa eines Jahres gewährt. Diese Bezugsformen werden heute (1996) wenig praktiziert. W.Braun-Elwert Bibliography Paschke, M. / Rath, P: Lehrbuch des Dt. Buchhandels. 8. Aufl. Hrsg.von A. Hess. Bd.3. Leipzig 1943, S.309.

Nachdruck

(961 words)

Author(s): H. Rosenfeld †
Das Fachwort «drucken» ist oberdeutsche Variante für «drücken». Druck bezeichnet die Vervielfältigung einer handschriftlichen Vorlage, N. den Wiederabdruck einer bereits gedr. Vorlage. Bei Ausbreitung der Drucktechnik wurden neben Hss. auch Drucke als Vorlagen benutzt. Je mehr die Erstdrucker durch Revision der Texte durch Fachleute (Erasmus war z. B. von Froben mit der Revision der griech. Bibel [1516] und vielen anderen Textausg. beauftragt) oder umfangreiche Buchill. in ihre Drucke investiert…

Nachdrucklizenz

(21 words)

Author(s): L. Delp
die vertraglich eingeräumte Berechtigung, ein urheberrechtlich geschütztes Werk, dessen Verlagsrechte bei einem fremden Verlag liegen, nachzudrucken. Lizenz L. Delp

Nachdruckrecht

(232 words)

Author(s): L. Delp
nach dt. Recht Befugnis des Urhebers zur anderweitigen Vervielfältigung und Verbreitung eines Werkes trotz Einräumung eines ausschließlichen Nutzungsrechts an den Verleger bei bestimmten Werkarten, soweit nichts anders ausdrücklich vereinbart ist. Bei periodisch erscheinenden Slg. (z. B. Zss.) kann der Urheber nach Ablauf eines Jahres seit Erscheinen seines Beitrags anderweitig verfugen; das gilt für einen Beitrag in einer nichtperiodisch erscheinenden Slg. ebenfalls, wenn der Urheber keine Verg…

Nachdruckreihen

(76 words)

Author(s): A. Dornemann
bezeichnen abgeschlossene oder offene Buchserien, die ausschließlich aus unveränderten Nachdrucken älterer, vergriffener Werke bestehen, aber mit einem aktuellen Kommentar versehen sein können. N. gibt es sowohl im Wissenschafts— als auch im schöngeistigen Bereich. In der Regel werden N. von einem oder mehreren Herausgebern betreut. Beispiele: Sammlung wissenschaftlicher Commentare (SWC), Stuttgart/Leipzig; Monumenta Germaniae Hi-storica. Scripteres in folio, Stuttgart; Nachdrucke deutscher L…

Nachdruckverbot

(123 words)

Author(s): L. Delp
meist durch die Formel Nachdruck verboten» zum Ausdruck gebrachte Inanspruchnahme des Urheberrechts, das dem Urheber von Werken der Lit., Wissenschaft und Kunst bzw. demjenigen zusteht, hat (§ 1 Urheberrechtsgesetz der BRDeutschland). Rechtswidrig hergestellte Vervielfältigungsstücke dürfen weder verbreitet noch zu öffentlichen Wiedergaben benutzt werden; rechtswidrig veranstaltete Funksendungen dürfen nicht auf Bild– oder Tonträger aufgenommen oder öffentlich wiedergegeben w…

Nachdruckverfahren

(53 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
sind keine Druckverfahren, sondern bestimmte Techniken der Druckformherstellung, um im Offsetdruck den Text vorhandener Werke ohne Neusatz nachdrucken zu können. Am häufigsten wird die Reprofotografie eingesetzt (Reprint), gelegentlich das Reflexkopierverfahren, gar nicht mehr der anastatische Druck. C. W. Gerhardt Bibliography Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 408 bis 409.

Nachfalzen

(47 words)

Author(s): Red.
heißt das registergenaue Falzen (nach Druck) von ungenau gefalzten Broschurbogen, ehe sie endgültig gebunden werden. Der alte Falz muß zuerst glattgestrichen werden, Heftlöcher sind möglichst zu verdecken, dann wird neu von Hand gefalzt. Falzen Red. Bibliography Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 409.

Nachfolge Christi

(6 words)

Siehe Imitatio Christi

Nachgalvanisieren

(43 words)

Author(s): R. Golpon
Verfahren zum Nachguß von Schriften anderer Schriftgießereien auf galvanischem Wege. Dieses früher viel angewandte Verfahren für Bleisatzlettern verstößt gegen intern. Urheberrecht. R. Golpon Bibliography Peltzer, K.: Graphische Techniken und Papierkunde. Thun 1963 Wilkes, W: Das Schriftgießen. Darmstadt 1990, S. 35 bis 36.

Nachkalkulation

(97 words)

Author(s): R. Busch
heißt jede Kalkulation, die nach dem Erscheinen eines Buches erstellt wird. Die erste N. er- folgt meist unmittelbar nach Fertigstellung, vor endgültiger Festsetzung des Ladenpreises und vor Auslieferung. Eine weitere N. ist die Endabrechnung, nachdem die Aufl. eines Buches ausverkauft (vergriffen) ist. Eine N. kann auch als fortlaufende Wirtschaftlichkeitskontrolle zum Ende eines jeden Geschäftsjahres vorgenommen werden oder immer dann, wenn eine Entscheidung über die Anhebung oder Senkung des Ladenpreises ansteht. Kalkulation des Preises R. Busch Bibliography Krüger, …

NachkopierefFekt

(53 words)

Author(s): R. Golpon
fortschreitende Härtung unbelichteter Stellen auf dichromatsensibilisierten Pigmentpapieroder Druckplattenschichten nach der Kopie (Belichtung) infolge nachträglicher chemischer Reaktionen. Durch Lagerung bei mindestens –20° Celsius kann der Nachkopiereffekt völlig ausgeschaltet werden. R. Golpon Bibliography Golpon, R.: Lehrbuch der Druckindustrie. Bd. 5: Tiefdruck. Frankfurt a.M. 1974 Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 409.

Nachlaß

(1,082 words)

Author(s): I. Stolzenberg | Red.
1. Im Bereich der lit. Überlieferung das nachgelassene private Schrift– und Dokumentationsgut, das sich bei einer Person oder auch Firma bzw. Korporation im Laufe ihres Lebens oder Bestehens organisch gebildet hat und sich zur dauernden Archivierung eignet. Dazu gehören alle Arten von lit., künstlerischen, wiss. und geschäftlichen Aufzeichnungen und Mss. des Nachlassers, unter Einschluß von Noten und Skizzenbüchern, von der Stoffslg. und dem ersten Entwurf bis zur Reinschrift und orrekturfahne, weite…
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