Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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H

(248 words)

Author(s): B. Bischoff
der achte Buchstabe des lat. Alphabets. Es hat die Form des klassischen griech. Eta (ursprünglich Heta), das regional verschieden teils für das lange offene, teils für den Hauchlaut verwendet wurde, so im Westgriech.; aus diesem übernahmen es die Römer, nachdem die oben und unten geschlossene etruskische Form vorausgegangen war. Bei der Kursivierung ist sehr früh an den Querbalken die untere Hälfte des rechten Schafts angehängt oder in den vom unteren Ende des linken Schafts ausgehenden geschwun…

Haag

(5 words)

Siehe Den Haag

Haag-Drugulin

(195 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
heute Offizin Andersen-Nexö in Leipzig. Sie ist eine der führenden Druckereien und arbeitet für fast alle Verlage der DDR im Satz- und Druckbereich, wenn es sich um anspruchsvolle Werke handelt, z. B. um bibliophil aufgemachte oder wiss. mit schwierigem Satz. Die Offizin erhielt 1960 als erste Druckerei den Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig und wurde fast in jedem der j. Wettbewerbe «Schönstes Buch» ausgezeichnet. Historisch ist die Firma aus der Niesschen Buchdruckerei und Schriftgießerei hervo…

Haarlem

(370 words)

Author(s): F. A. Janssen | Red.
1. Buchdruck und Buchhadel. Die Theorie, daß Laurens Janszoon Coster ca. 1430 zu Haarlem die Buchdruckerkunst erfunden habe, ist heute night mehr Gegenstand wiss. Auseinandersetzung. Der erste Haarlemer Drucker war Jacob van Bellaert, der 1483 – 1488 eine Reihe ill. Werke druckte. In der zweiten Hälfte des 16. und im 17. Jh. gab es einige sehr aktive Drucker wie Jan van Zuren (1561–1564), Gilles Rooman (1585–1609), Adriaan Rooman (1611–1642) und Vincent Casteleyn (1612–1658). Im 18. Jh. kam es zum A…

Haarlem, Hendrik van

(297 words)

Author(s): P. Veneziani
(Henricus de Harlem), niederl. Frühdrucker in Italien. H. tauchte erstmals 1477 in Ferrara auf. Zuvor war er wahrscheinlich in Padua in Diensten eines ansonsten unbekannten Druckers, Fridericus quondam Johannis de Hollandia. 1482 liierte er sich in Bologna mit dem Drucker Johannes von Nördlingen, mit dem er bereits am 20. 1. 1482 die «Anatómia» des Mundinus (H 11635) herausbrachte. Weitere meist medizinische Drucke folgten. Die Drucker beendeten ihre Zusammenarbeit in Venedig mit einer dort im A…

Haarseite

(123 words)

Author(s): G. Brinkhus
Als H. wird bei Pergament und Leder die ursprüngliche Außenseite des Fells bezeichnet, in der die Haare wurzelten. Beim verarbeiteten Leder (etwa bei Bucheinbänden) ist die Haarseite die geglättete und gefärbte Sichtseite. Bei beidseitig stark geglätteten Pergamenten ist die Haarseite meist noch an Spuren von Haarwurzeln zu erkennen, während bei gröberen Pergamenten die Narbung deutlich zu sehen ist. Außerdem unterscheiden sich H. und Fleischseite durch die geringere Dehnbarkeit der H. und die g…

Haarspatien

(4 words)

Siehe Spatium

Haarstriche

(27 words)

Author(s): A. Ihlenfeldt
feine Verbindungsstriche zwischen den senkrechten Grundstrichen eines Schriftzeichens. H. sind bes. ausgeprägt bei den klassizistischen Antiquaschriften. Ein exemplarisches Beispiel ist die Bodoni. (Bodoni-Schriften) A. Ihlenfeldt

Haas

(455 words)

Author(s): M. Germann | C. W. Gerhardt
Druckerei und Schriftgießerei in Basel. Hervorgegangen aus jener der Familie Genath, gegr. 1579. Familienbetrieb bis 1919, seit 1927 Aktienges. in Münchenstein bei Basel. Johann Wilhelm H. (1698–1764), aus Nürnberg, Stempelschneider und Schriftgießer, 1718 Geselle, dann Schwiegersohn von Johann Rudolf Genath, erhielt 1758 das Basler Bürgerrecht. Wilhelm H. (gen. der Ältere, der Vater, 1741 – 1800), Lieferant von Typenmaterial in ganz Europa außer England und Frankreich, arbeitete an der Normierung des typographischen Systems («Typometrie»)…

Haas

(133 words)

Author(s): T. Nielsen
dt.-dän. Kupferstecherfamilie: der Vater Jonas H. (* ca. 1720 in Nürnberg, † 10. 4. 1775 in Kopenhagen) und seine drei Söhne: Georg H. (*5. 6. 1751[?] in Hamburg, † 10. 5. 1817 in Kopenhagen) Professor der Kunstakademie daselbst 1810, Johann Meno H. (* 6. 4. 1752 in Hamburg, † 16. 10. 1833 in Berlin) und Peter H. (* 12. 4. 1754 in Kopenhagen; er siedelte mit J. M. H. 1786 nach Berlin über, wo sich seine Spuren verlieren). Sie waren geschickte Fachleute ohne persönliches Gepräge, aber als Buchkün…

Haase, Gottlieb

(137 words)

Author(s): P. R. Frank
* 22. 4. 1764 in Halberstadt/Anhalt, † 26. 2. 1824 in Prag, gründete 1798 in Prag eine Buchdruckerei. Unter G. H. und seinen vier Söhnen Ludwig (1801–1868), Andreas (1804–1864), Gottlieb (1809– 1864) und Rudolf (1811–1888) wurde die Firma ein führendes Unternehmen in Österreich. Zu der Druckerei kamen eine Schrift- und Stereotypgießerei, eine Papierfabrik und -handlung sowie eine Verlagsbuchhandlung. H. führte u. a. den Congreve-Druck in Österreich ein. 1827 wurde die offizielle Prager Ztg. über…

Haase, P., & Søn

(93 words)

Author(s): T. Nielsen
Buchhandlung in Kopenhagen. 1877 übernahmen D. Lehmann und C. Stage Gyldendals (Gyldendalskee Boghandel) Sortiment, das 1915 von Peter H. (1865 – 1922) erworben wurde. Unter seinem Sohn Ejnar H. (* 21. 11. 1895 in Kopenhagen, † 1. 4. 1957 ebd.) kam auch eine kultivierte Verlagstätigkeit hinzu, und das Ansehen der Buchhandlung ist mit Niels Jørgen H. (* 1926) bestehen geblieben. P. H. & S. hat einen bedeutenden Import und ist zugleich Hauptkommissionär des Waisenhauses (Gesangbücher) und der Bibelgesellschaft. T. Nielsen Bibliography Andersen, O.: Fra Klareboderne til Løvstræd…

Haas, Hendrik de

(58 words)

Author(s): F. A. Schmidt-Künsemüller
(1732–1809), holländischer Buchbinder in Dordrecht, auch Verleger und Buchhändler, mit einigen einfachen und einem kunstvoll ausgeführten Einband. Er war zugleich Verf. der praktischen Anleitung «De boekbinder of volledige beschrijving van al het gene wat tot deze konst betrekking heeft» (Dordrecht 1806). F. A. Schmidt-Künsemüller Bibliography Storm van Leeuwen, J. in: Quaerendo 10. 1980, S. 237–249

Haas, Otto

(104 words)

Author(s): B. Kitzinger
* 2. 12. 1874 in Frankfurt/Main, † 27. 4. 1955 in London, bedeutender Musikantiquar, erwarb 1903 das Antiquariat von Leo Liepmann in Berlin und führte bis 1932 weltweit beachtete Auktionen musikalischer Handschriften und Nachlässe durch, u.a. Ignaz Moscheles 1911 und Anton André 1929 bis 1932 mit 66 Originalmss. von Mozart. 1933 verkaufte er sein Antiquariat an J. Fock in Leipzig und J. A. Stargardt in Berlin und emigrierte nach London, wo er ein neues Antiquariat aufbaute. Nach seinem Tod ging das Londoner Geschäft an Alby Rosenthal. B. Kitzinger Bibliography Mecklenburg, G.: O. H. …

Haas'sche Buchdruckpresse

(178 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
Wilhelm Haas, gen. der Vater (1741 – 1800), konstruierte 1772 in Basel die erste eiserne Tiegelbuchdruckpresse. Ihre Überlegenheit bestand – neben einer stabilen Metallkonstruktion – in dem horizontal mit der Spindel verbundenen, am hinteren Ende mit einem Schwunggewicht versehenen Balancier, dessen Schwungkraft den Anpreßdruck verstärkte. Aber diese Überlegenheit kam zunächst nicht zum Tragen: Die Basler Druckerzunft verbot dem Schriftgießer Haas, die Presse in Betrieb zu nehmen und bekannt zu …

Haavardsholm, Frøydis

(80 words)

Author(s): T Nielsen
*1. 4. 1896 in Tromsø, † 3.10. 1984 in Oslo, norw. bildende Künstlerin. Bes. im Bereich der kirchlichen Kunst entfaltete sie eine bedeutende Produktion (meisterhafte Glasmalereien). Mit persönlicher Gestaltung ma. Tradition hat sie die liturgischen Bücher der norw. Kirche ornamental ausgestattet. Ein Hauptwerk der norw. Ill.kunst überhaupt sind die Tuschzeichnungen H.s zum Epos «Jonsok-natt» von ihrem einstigen Gatten Hans-Henrik Holm (1933), eine dichte Einheit von Text und Bildern. T Nielsen Bibliography Kielland, T. B.: F. H. Oslo 1935.

Habel, Carl

(50 words)

Author(s): G. Schulz
Verlagsbuchhandlung, gegr. 1868 in Berlin als Musikverlag, übernahm 1871 den 1814 gegr. Lüderitz Verlag. 1938 erwarb die Familie Leonhard die Firma, in deren Besitz sie sich heute noch befindet. Hauptsitz ist seit 1970 Darmstadt. Verlagsgebiet sind Sachbücher. Seit 1973 wird eine Kette von Sortimentsbuchhandlungen betrieben. G. Schulz

Habelt, Rudolf, Verlag GmbH

(105 words)

Author(s): S. Corsten
Am 1. 10. 1948 gründete Dr. R. H. (* 30. 9. 1916 in Braunau/Schlesien) in Bonn Buchhandlung und Antiquariat, denen er am 1. 1. 1954 einen Fachverlag für Archäologie, Vor- und Frühgesch., Klassische Philologie, antike Rechtsgesch. und Volkskunde angliederte. Als Kommissionsverleger angesehener wiss. Institutionen im In- und Ausland und in eigener Verantwortung veröffentlichte H. zahlreiche wichtige Zss. und Serien sowie Einzeltitel: «Intern, volkskundliche Bibliographie», «Jb. des Röm.-Germanisch…

Habent sua fata libelli

(218 words)

Author(s): G. Pflug
(lat.: Bücher haben ihre Schicksale) ist ein seit dem beginnenden 19. Jh. beliebtes Zitat vor allem in Bibliophilenkreisen, das auf den spätrömischen, aus Nordafrika stammenden Grammatiker Terentianus Maurus (Lebenszeit ungewiß zwischen dem 2. und 4. Jh. n. Chr.) zurückgeht. Er verfaßte mehrere grammatische Werke in Versform, die von der philologischen Tradition unter dem Titel «De litteris, de syllabis, de metris libri tres» zu einem Werk vereinigt wurden. Am des Textes über die Silben schiebt …

Haberegger, Vitus

(78 words)

Author(s): T. Nielsen
* ca. 1620, † ca. 1695, schwed. Buchbinder und Buchdrucker. Er war geborener Ungar, ließ sich 1666 in Malmö nieder und war 1668 – 1675 Univ.-Buchdrucker in Lund, danach wieder in Malmö. Sein Sohn Abraham H. (1659–1739) war 1689–1727 Univ.-Buchdrucker, doch litt die Druckerei schwer unter einer Feuersbrunst 1693. Sein Nachfolger verkaufte sie 1745 an Carl Gustaf Berling. T. Nielsen Bibliography Möller, B.: Lunds första boktryckare. In: Berlingska boktrykkeriet i Lund 1745-1945. Lund 1945, S. 11-24.

Haberland, E.

(63 words)

Author(s): C. Alschner
Verlagsbuchhandlung, am 1. 1. 1889 von Ernst H. in Leipzig gegründet, pflegte zuerst vor allem die Gebiete Kunst und Kunstgewerbe, später auch Sprachwissenschaft, Naturwissenschaften, Reise-, Tierund Jagdliteratur. 1928 erwarb sie «Carl Hagenbecks Ill. Tier- und Menschenwelt», außerdem gab sie die Serien «Das Wunderhorn» und «Moderne Kaufmännische Bibliothek» heraus. Die Firma erlosch 1933; den Verlag übernahm Max Möhring, Leipzig. C. Alschner

Habert de Montmor, Henri Louis

(132 words)

Author(s): G. Gabel
(ca. 1600–1679), Berichterstatter über die dem franz. Staatsrat zugeleiteten Bittschriften und eines der ersten Mitglieder der Académie Française, gewann dank seiner Kenntnisse auf dem Gebiet der Naturwissenschaften die Freundschaft Pierre Gassendis und gab dessen gesammelte Werke heraus (6 Bde. 1658). H. kam in Besitz der Bücherslg. des Theologen und Bischofs Isaac Habert († 1668) und baute um sie seine Bibl. auf. Er gehörte zu den Vertretern der Bibliophilie, die auf schöne Einbände Wert legte…

Habilitationsschrift

(133 words)

Author(s): G. Pflug
Die H. ist eine wiss. Arbeit, die von den Fakultäten der dt. Hochschulen als eine Voraussetzung für das Recht gefordert wird, an einer Hochschule reguläre Lehrtätigkeit aufzunehmen (venia legendi). Sie entstand mit der Abwertung der Diss. im Laufe des 18. Jh.s und wurde im Laufe des 19. Jh.s nach dem Vorbild der 1816 gegründeten Univ. Berlin zur Regelvoraussetzung an dt. Universitäten. Sie soll nach den Habilitationsordnungen einen wesentlichen Beitrag zur Wissenschaft leisten. An die Stelle der…

Habré, Carlos

(133 words)

Author(s): F. J. Mosher
bezeugt 1720–1730, erster Drucker in Kuba, wahrscheinlich franz. Herkunft. Fast nichts ist über H. bekannt, außer daß er 1723 in Havanna einige Bücher druckte, darunter den ersten kubanischen Druck «Tarifa general de precios de medicina», als Faks. nachgedr. 1936 von Manuel Pérez Beato u. d. T. «La primera obra impresa en Cuba». Nur zwei weitere Drucke von H. sind sicher belegt, «Méritos que ha justificado y probado el Ldo. D. Antonio de Sossa» (1724) und «Rúbricas generales del breviario romano» (1727). F. J. Mosher Bibliography Medina, J. T.: La imprenta en la Habana. Santiago d…

Hachenburg, Paul

(6 words)

Siehe Mercatoris, Paul

Hachette

(226 words)

Author(s): G. Gabel
franz. Buchhandlung und Verlag, gegr. 1826 nach Aufkauf der Pariser Buchhandlung Brédif durch Louis Christophe Hachette (1800–1864). Zunächst publizierte H. Lehr- und Schulbücher, später wurde das Verlagsprogramm um Lexika, diverse wohlfeile Reihen (Bibliothèque variée, Les meilleurs romans étrangers, Bibliothèque des merveilles, Bibliothèque des chemins de fer, Grands écrivains de la France, Tour du monde), Reiseführer (Guides Joanne, später Guides bleus) sowie Kinder- und Jugendbücher (Bibliot…

Häcker

(214 words)

Author(s): P. Kaegbein
Buchdrucker- und Verlegergeschlecht in Riga. Wilhelm Ferdinand H. (* 19. 2. 1774 in Augustusbad/ Sachsen, † 27. 11. 1842 in Riga), der Begründer der Firma, war 1789–1796 in der Lehre beim Stadtbuchdrucker Julius Conrad Daniel Müller, arbeitete dann in St. Petersburg, Dresden, Meißen, Straßburg und bei – Grenzius in Dorpat, erwarb 1804 die Druckerei von Georg Friedrich Keil in Riga und wurde 1806 dort Stadtbuchdrucker. Seine Söhne Ferdinand Eduard (1812–1877) und Woldemar Magnus (1818–1888) führt…

Hadego Photocompositor

(79 words)

Author(s): F. J. Mosher
ist eine Photosetzmaschine, die 1948 von J. A. de Goij in Haarlem, Niederlande, entwickelt wurde. Der H. arbeitet mit plastischen Photomatrizen. Seit 1952 in Großbritannien im Einsatz, wurden mit ihm wohl die ersten Hardcover-Bücher im Photosatz hergestellt. Das Gerät war bis 1973 auf dem Markt. F. J. Mosher Bibliography Berry, W. T. / Poole, H. E.: Annals of Printing. London 1966, S. 283 Elseviers Dictionary of the Printing and allied Industries.2. ed. Amsterdam usw. 1983, S. 295.

Hadern

(50 words)

Author(s): G. Brinkhus
sind Textilabfälle (Lumpen) aus Baumwolle, Flachs und Hanf, die in Europa bis ins 19. Jh. den einzigen Rohstoff für die Papierherstellung bildeten. Heute werden Hadern nur noch für hochwertige Maschinenbüttenpapiere (Büttenpapier) verwendet. G. Brinkhus Bibliography Kirchner, K.: Satz, Druck, Einband und verwandte Dinge. 9. Aufl. Wiesbaden 1970, S. 179.

Haderndrescher

(43 words)

Author(s): G. Brinkhus
Gerät, in dem die für die Papierherstellung vorgesehenen Lumpen durch Klopfen von Staub und Fremdkörpern befreit werden, bevor sie maschinell zerkleinert und weiter aufbereitet werden. G. Brinkhus Bibliography Kirchner, K.: Satz, Druck, Einband und verwandte Dinge. 9. Aufl. Wiesbaden 1970, S. 179.

Hadernpapier

(25 words)

Author(s): G. Brinkhus
Bezeichnung für hochwertige Papiere, die ausschließlich aus Textilabfällen (Lumpen, Hadern) hergestellt sind. Lumpenpapier G. Brinkhus Bibliography Schwieger, H. G.: Papierpraktikum. Wiesbaden 1973, S. 94.

Hadol, Paul

(119 words)

Author(s): F. Lühmann
* 1835 in Paris, † 25. 11. 1875 ebd., franz. Illustrator und Plakatzeichner. Mitarbeiter an den Zss. «Gaulois», Journal Amüsant», «High Life», «Charivari», der «Monde Comique», «Vie Parisienne», «Eclipse», «Parodie» u. a. Seine wichtigsten Buchill. sind die zu J. Dolent (d. i. A. Fournier): «Le roman de la chair» (Paris 1866), G. Mancel: «La vie à grandes guides» (Paris 1868 und 1869), E. Navarro de la Miraglia: «Ces messieurs et ces dames» (Paris [1874]) und P. Véron: «Le carnaval du dictionnai…

Haebler, Konrad

(638 words)

Author(s): S. Corsten
* 29. 10. 1857 in Dresden, † 13. 12. 1946 in Dorf Wehlen/Sachsen, dt. Bibliothekar und Buchforscher. Nach philologischen und historischen Studien trat H. 1879 als Wiss. Hilfsarbeiter bei der Kgl. Bibl, in Dresden ein, 1907 wurde er an die Kgl. Bibl, in Berlin berufen, wo er bis 1921 (seit 1914 als Direktor der Hss.abt.) tätig war. H. beschäftigte sich seit seiner Diss. (1882) bevorzugt mit der Gesch. Spaniens und legte bald den Schwerpunkt seiner Forschungen auf wirtschaftsgeschichtliche Fragen.…

Haeffelin, Kasimir Freiherr von

(163 words)

Author(s): R. Hacker
* 13. 1. 1737 in Minfeld bei Kandel (Rheinpfalz), † 27. 8. 1827 in Rom, bayerischer Staatsmann, Bibliothekar, Gesandter und Kardinal. H. studierte Theologie, wurde 1767 Priester, Mitglied der Mannheimer (1782 der Münchner) Akad. d. Wiss. und Hofkaplan, 1770 Geheimer Rat des pfälzischen Kurfürsten Karl Theodor, mit dem er 1778 nach München ging. 1783 Vizepräsident des Geistlichen Rats, 1787 Titularbischof, vertrat er in der Kirchen- und Kulturpolitik einen aufgeklärt-staatskirchlichen Kurs. Als O…

Hæggström

(183 words)

Author(s): T. Nielsen
schwed. Buchdruckerfamilie. Zacharias H. (* 6. 8. 1787 in Umeå, † 31. 10. 1869 in Stockholm) gründete 1813 in Stockholm eine Druckerei mit Verlag bes. für populärwiss. Lit.; er war der erste Vorsitzende des schwed. Verlegervereins. Sein Sohn Ivar H. (* 1. 4. 1838 in Stockholm, † 25. 12. 1918 in Uppsala) verlegte u.a. schöne Lit. sowie die Wochenztg. «Ny illustrerad tidning», legte aber bes. Wert auf die Druckerei, wo sein Sohn Carl Z. H. (* 14. 4. 1884 in Stockholm, † 5. 8. 1944 in Uppsala) Fakt…

Haemmerle, Albert

(116 words)

Author(s): H. B. Kälin
*27. 4. 1899 in Augsburg, †27. 1. 1976 in München, Papierhistoriker, Buntpapierspezialist, aus Augsburger Patriziergeschlecht. Studium der Gesell, und Kunstgesch., Konservator am Maximilians-Museum Augsburg, dann freier Forscher und Verf. von Arbeiten über Augsburgs Gesch. und Genealogie, Papiergesch. und Buntpapier. Sein berühmtes Werk über Buntpapier verfaßte er zus. mit Olga Hirsch. H. hat große Verdienste um Dokumentation und Bibl, der Forschungsstelle für Papiergesch. und Wasserzeichenkunde…

Haenel'sche Hofbuchdruckerei

(84 words)

Author(s): A. Ihlenfeldt
Magdeburg, gegr. 1731. 1830 gliederte Eduard Haenel eine Schriftgießerei an, 1838 wurde der Betrieb durch einen Brand zerstört. Die wiederaufgebaute Buchdruckerei übernahm Albert Haenel, während sein Bruder die Schriftgießerei in Berlin neu errichtete und zu einem bedeutenden Unternehmen ausbaute. Eine Druckerei, eine lithographische Anstalt und eine Kupferdruckerei wurden angegliedert. Nach dem Tode Eduards wechselte die Schriftgießerei mehrmals den Besitzer, bis sie 1918 von Gebrüder Klingspor angekauft wurde. A. Ihlenfeldt Bibliography Bauer, F.: Chronik der Sch…

Haenisch, Wolf

(137 words)

Author(s): R . Hacker
* 6. 8. 1908 in Kuling (China), † 3. 2. 1978 in Marburg, dt. Bibliothekar, Japanologe und Sinologe. Seit 1936 Bibliothekar an der Preußischen SB, wurde er 1946 Erster Direktor der umbenannten Öffentlichen Wiss. Bibl, in Berlin und war an ihrem Wiederaufbau nach dem Kriege maßgeblich beteiligt. Als Direktor der UB Marburg (1950–1974) begründete er eine enge Zusammenarbeit zwischen der UB und den zahlreichen Institutsbibl.en und trat auch bibliothekspolitisch für stärkere Kooperation innerhalb der…

Haessel, Hermann Adolf

(129 words)

Author(s): D. Debes
* 26. 3. 1819 in Leipzig, † 8. 2. 1901 ebd., Buchhändler. Nach gründlicher Ausbildung bei Leopold Voß gelang H. die Übernahme des Kommissionsgeschäfts von Georg Wigand am 1. 7. 1854 und die Gründung eines eigenen Verlages «H. Haessel-Verlag», zu dessen Autoren unter anderem R. Huch, S. Lagerlöf, H. Laube und C. F. Meyer gehörten und der auch Sprach-, Literatur- und Handelswissenschaften pflegte. Der erfolgreiche Verleger hatte jahrelang Ehrenämter im Verein der Buchhändler zu Leipzig und im Börs…

Hafnia

(4 words)

Siehe Kopenhagen

Hafod Press

(90 words)

Author(s): R. Cave
engl. Privatpresse im Hafod House nahe Aberystwyth (Wales). Eigentümer war Colonel Thomas Johnes, ihr Leiter James Henderson. Zwischen 1803 und 1810 brachte die Presse eine beachtliche Zahl von Büchern heraus, einschl. der Übers, von T. Johnes der «Chronicles» von J. Froissart, von J. Joinville, Betrandon de la Brocquère und E. de Monstrelet ins Englische. R. Cave Bibliography Wicklen, S. T.: Thomas Johnes and the Hafod House Press. In: Book Design and Production 6. 1963, S. 30–34 Cave, R.: The Private Press. 2. Aufl. New York 1983, S. 43–44.

Haftpflicht des Verlegers

(8 words)

Siehe Ablieferung des Manuskriptes

Haftung

(101 words)

Author(s): L. Delp
Verpflichtung, für anderweitig bewirkte Nachteile aufzukommen. Voraussetzung ist grundsätzlich Verschulden des Haftenden (Vorsatz oder Fahrlässigkeit aufgrund bestehender vertraglicher oder außervertraglicher Rechtsbeziehungen). Die Beschränkung der H. kann vereinbart werden. Die Gefährdungshaftung besteht auch ohne Verschulden, insbes. für Unternehmungen mit gewisser Gemeingefahr (z. B. Betrieb von Land-, See- oder Luftfahrzeugen). Unverschuldete oder fahrlässige H. kann durch eine Haftpflichtversicherung gedeckt werden. Die H. von Verfassern oder Ver…

Hagenau

(222 words)

Author(s): G. Gabel
1. Buchdruck. Die von H.s Erstdrucker Henri Gran 1488 installierte Offizin brachte 1489 als erstes Werk Jean de Garlandia's «Cornutus» heraus. Aus seiner bis 1527 betriebenen Presse gingen in der Mehrzahl theologische Schriften hervor. Im Verlauf des 16. Jh.s waren Thomas Anshelm (1516–1522), Jean Setzer (1523 bis 1532), Pierre Braubach (1534–1536), Amandus Farckall (1524–1527), Guillaume Seltz (1528 – 1529), Valentin Kobian (1532–1540) und Sigmund Bund (1550–1557) als Drucker in H. tätig. Bibliography Hanauer, A.: Les imprimeurs de Haguenau. Strasbourg 1904 Ritter, F.: Hist…

Hagenbach, Peter

(155 words)

Author(s): K. Wagner
dt. Drucker in Spanien. Zus. mit L. Hutz war er zunächst 1493–1495 in Valencia tätig. Vermutlich gegen Ende 1497 verzog er jedoch nach Toledo, wo er im April des folgenden Jahres seinen ersten bekannten Toledaner Druck herausbrachte. Der ital. Kaufmann und Buchhändler Melchior Gorricio dürfte ihn auf Veranlassung des Erzbischofs und späteren Kardinals Cisneros dorthin geholt haben. Gorricio war es auch, der die meisten Hagenbachschen Drucke finanzierte, darunter das «Missale mixtum» (1499 und 15…

Hagen, Friedrich Heinrich von der

(113 words)

Author(s): A. Klotzbücher
* 19. 2. 1780 in Schmiedeberg (Uckermark), † 11. 6. 1856 in Berlin, Germanist und Bibliothekar. Nach dem Studium der Rechte und des Altdeutschen wurde H. 1810 Professor für dt. Sprache und Lit. in Berlin, 1811 Professor und Bibliothekar an der 1810 zur Aufnahme der Bibl.en der säkularisierten Klöster und Stifte Schlesiens gegr. Zentralbibl. in Breslau. H. ordnete die altsprachlichen Bestände und entwarf eine Bibl.ordnung, wandte sich dann aber nach Mißstimmigkeiten der Lehrtätigkeit zu: 1818 wur…

Hager, Hans

(117 words)

Author(s): M. Germann
(um 1477–1538), Formschneider in Zürich, 1524–1527 auch Drucker. Sohn des Formschneiders, Heiligen- und Spielkartenmalers Peter Hager. Unter seinen etwa 40 Drucken sind Amtsdruckschriften sowie 25 Drucke von kleineren Werken Zwinglis, meist nach Froschauers Erstdruck, z. T. in dessen Auftrag, oft mit dessen Typen und Zierinitialen. M. Germann Bibliography Weller, E.: Repertorium typographicum. Nördlingen 1864 ADB Bd. 10, S. 353 Heitz, P.: Die Zürcher Büchermarken bis zum Anfang des 17. Jh.s. Zürich 1895, Nr. 29 Leemann-van Elck, P.: Bibliographie der Drucke Hans Hagers,…

Hager, Julius

(40 words)

Author(s): D. Debes
Großbuchbinderei in Leipzig, gegr. 1844 von Julius August H. (1816–1878), weitergefuhrt von seinem Schwiegersohn Johannes Maul und 1934 in der Fritzsche-Hager-Sieke G.m.b.H. aufgegangen. Zur Erinnerung an das 50jährige Geschäftsjubiläum der Firma J. Hager. Leipzig 1894. D. Debes

Hagerup, H.

(123 words)

Author(s): T. Nielsen
dän. Buchhandlung und Verlag, 1852 von Hans H. in Kopenhagen gegründet. Unter seinem Sohn Eiler H. H. (* 13. 7. 1854 in Kopenhagen, † 27. 2. 1928 in Frederiksberg bei Kopenhagen) gewann der Verlag sehr an Bedeutung, bes. mit Schulbüchern und schöner Lit. nationalen Gepräges. «H.s Konversationsleksikon» erschien in vier Aufl. (4. Ausg. in 10 Bdn., 1948–1953). Der Sohn E. H. H. s, Paul H. H. (1889–1971), führte die Firma bis 1954 weiter, als sie im Aschehoug Dansk Forlag aufging; für einige Verlagsartikel ist der Name H. H. jedoch beibehalten worden. Haggadah Hamburg 1741, geschrieben …

Haggadah

(741 words)

Author(s): E. G. L. Schrijver
[Plural Haggadot] (Séger Haggadáh schel Péssach), hebräisch: Erzählung, d.h. von dem Auszug der Israeliten aus Ägypten, wie sie jedes Jahr am ersten Abend des Pessachfestes in der jüdischen Familie gelesen wird. Der Text der H., teils selbständig, teils aber inkorporiert in den großen Gebetsammlungen überliefert, besteht hauptsächlich aus der Tradition entlehnten Belehrungstexten und Lobgesängen. Oft, z. B. im dt. Ritus, finden sich am Schluß der H. noch einige poetische bzw. hymnische Texte. Al…

Hagiographen

(66 words)

Author(s): F. Heinzer
von Hieronymus eingefuhrte lat. Übers, des hebr. Begriffs «Ketubim», der die dritte Gruppe im Kanon des jüdischen AT bezeichnet. Zu den H. rechnen die «großen H.» (Psalmen, Sprüche, Hiob), die sog. «Megilloth» (Hohes Lied, Ruth, Kohelet, Klagelied, Ester) sowie Daniel, Esra, Nehemia und die zwei Bücher der Chronik. F. Heinzer Bibliography Nelis, J.: H. ln: Bibel-Lexikon. Hrsg. H. Haag. 2. Aufl. Einsiedeln 1968, Sp. 656.

Hagiographie

(1,314 words)

Author(s): H. Finger
Der Begriff H. bezeichnet sowohl die Schriften über Leben und Sterben der Heiligen als auch die wiss. Beschäftigung mit dieser in allen Hochkulturen sehr wichtigen Literaturgattung, die eine wohl überall gegebene, in Grad und Art sehr verschiedene Verehrung vorbildhafter («heiliger») Menschen voraussetzt. Für die Gesch. des Buchwesens besitzt die H. größte Bedeutung, und zwar sowohl für die Kodikologie als auch bes. die Druckgesch., da in der hagiographischen Lit. in hohem Maße herausragende Gro…

Hagionym

(23 words)

Author(s): Red.
Deckname, der aus dem Namen eines Heiligen oder einer kirchlichen Persönlichkeit besteht, z. B. St. Albin für Bettina von Arnim. Red.

Hagmay(e)r, Johannes

(112 words)

Author(s): F. A. Schmidt-Kiinsemüller
Buchbinder in Ulm aus dem letzten Viertel des 15. Jh.s, bekannt durch die Stempel seines Namens in Verbindung mit verschiedenen Tierzeichnungen. H. hat auch schon – eine Ausnahme in dieser frühen Zeit – Plattenstempel mit Tierbildern benutzt, die als Nachbildtmgen von in Kupfer geschnittenen Spielkarten des Meisters ES erkannt sind, ein Beispiel für die Verbindung von Bucheinband und Graphik in dieser Zeit. Schließlich gehörte H. zu den wenigen Buchbindern im 15. Jh., die gepreßte Ledertapete al…

Haguenau

(4 words)

Siehe Hagenau

Hahnsche Buchhandlung

(522 words)

Author(s): E. Henze †
von Heinrich Wilhelm Hahn d. Ä. (* 30. 10. 1760 in Lemgo, † 4. 3. 1831 in Hannover) Anfang Oktober 1792 als Sortiments- und Verlagsbuchhandlung in Hannover gegründet. Nach Eintritt seines Bruders Bernhard Dietrich Hahn (f 1818) firmierte das Geschäft als «Gebrüder Hahn». Die Handlung wurde vergrößert durch Zukauf der Ritscherschen Buchhandlung in Hannover (1803), der Trampeschen Buchhandlung in Halle (1806), schließlich der bereits gegen Ende des 17. Jh.s in Leipzig gegründeten Buchhandlung von …

Hahn, Wiktor

(92 words)

Author(s): A. G. Świerk
* 9. 9. 1871 in Wien, † 2. 11. 1959 in Warschau. Prof, für poln. Lit. und Bibliothekswissenschaft in Lemberg (1917), Lublin (1921–1939) und Warschau (seit 1956). H. verfaßte zahlreiche literarhistorische Schriften und Bibliographien zu poln. und klass. Autoren. Eines seiner wichtigsten Werke ist die erste retrospektive Bibliographie poln. Bibliographien: Bibliografia bibliografii polskich. Warszawa 1921 (2264 Tit.); 2. Aufl. Wroclaw 1956 (6494 Tit.). Die 3. Aufl. besorgte H. Sawoniak, Wroclaw 1966 (6533 Tit. bis 1950). A. G. Świerk Bibliography Słownik pracowników ksiąžki …

Haid

(165 words)

Author(s): W. Krueger
1. Johann Jakob, dt. Kupferstecher und Illustrator, * 1704 in Kleineislingen, † 1767 in Augsburg. H. ist vor allem als Porträtstecher in Schabkunstmanier bekannt geworden. Die meisten seiner Porträts wurden veröff. in Jakob Bruckers «Bildersaal berühmter Schriftsteller», 1741–1755; dessen «Ehrentempel dt. Gelehrsamkeit», 1747; sowie in «Neue Sammlung von Bildnissen gelehrter Männer», 1757. Ferner schuf er u. a. die Tafeln zu Christopher Jakob Trews «Planta selecta». Auffällig ist das Bemühen, di…

Haincelin von Hagenau

(162 words)

Author(s): G. Bartz
Buchmaler in Paris, der am 17. Mai 1404 für die Arbeit an einer Bibel in lat. und franz. Sprache, wohl einer Bible moralisée, 16 francs erhielt. An diesem Auftrag für Philipp den Kühnen von Burgund arbeitete H. zus. mit Ymbert Stanier (Scanier) und Jacques Coene. H. ist bis um die Mitte des .15. Jh.s in Paris nachweisbar; man hat ihn mit dem einzigen Buchmaler identifiziert, dessen Pariser Tätigkeit diese Zeit überspannt, dem Bedford-Meister. Perls schrieb H. nicht nur dessen Œuvre, sondern auch…

Haines, Helen Elizabeth

(158 words)

Author(s): R. D. Harlan
* 9. 2. 1872 in New York City, † 26. 8. 1961 in Altadena, California, amer. Bibliothekarin und Rezensentin. H. war eine Autorität auf dem Gebiet der Buchkritik und der modernen Lit. sowie eine glühende Verfechterin der geistigen Freiheit. Sie lehrte an der Los Angeles Public Library Training School (1914 bis 1932) sowie an der University of Southern California und der Columbia Univ. Ihr populäres Buch «Living with Books» (New York 1935; 2nd ed. 1950) war als Lektüre in amer. Bibliotheksschulen w…

Hain, Ludwig

(444 words)

Author(s): S. Corsten
* 5. 7. 1781 in Stargard/Pommern, † 27. 6. 1836 in München, dt. Privatgelehrter und Bibliograph. Nach Studium der klassischen und orientalischen Sprachen in Halle und Aufenthalten in Weimar (1802 bis 1805) und Leipzig (1805–1812) trat H. in die ienste des Brockhaus-Verlages (Altenburg/Thüringen), wo er schließlich zum Hauptredaktor des «Conversationslexikons» aufstieg. Er unterhielt auch Beziehungen zu F. A. Ebert und J. S. Ersch. Aus nicht völlig durchsichtigen Gründen ging H. 1820 nach Wien, w…

Hainricus Sacrista

(103 words)

Author(s): E. König
Auftraggeber des sog. Missale des H. S. (New York, Pierpont Morgan Library, M. 711), das tatsächlich eine Slg. liturgischer Texte (Graduale, Sequentiar, Sakramentar und andere Offizien) für den Gebrauch von Weingarten und nach dem sog. Berthold-Missale ein wichtiges Beispiel der Spätgruppe der Weingartener Buchmalerei darstellt. Im 2. Viertel des 13. Jh.s entstanden und besonders reich illuminiert. Ungewöhnlich die zahlreichen Stifterdarstellungen wie auch die Marienkrönung zu Beginn des Meßkanons. E. König Bibliography Swarzenski, H.: The Berthold Missal. New York 1943 Ha…

Haiti

(322 words)

Author(s): W. Stegmann
(amtlich République d'Haïti), umfaßt mit 27750 km 2 das westliche Drittel der zu den Großen Antillen gehörenden Insel Hispaniola, die zeitweise auch Santo Domingo oder selbst Haiti genannt wurde; 1986 ca. 5,8 Mio. Einw. (zu fast 90% Abkömmlinge der von den Spaniern und Franzosen aus Afrika eingeführten Negersklaven), davon unter 20 % lesekundig (höchster Stand des Analphabetentums in ganz Amerika); 12 Verlage (Veröff. edierende Institute eingeschlossen); eine NB, ein UB, sechs Institutsbibl. en …

Haken

(31 words)

Author(s): G. Brinkhus
Werkzeug für Restauratoren, das aus einem leichten Griff mit einer gebogenen Stahlspitze besteht. Der Haken entstammt dem zahnärztlichen Instrumentarium. Hefthaken G. Brinkhus Bibliography Wächter, W.: Buchrestaurierung. Leipzig 1981, S. 111.

Hake, Peder

(66 words)

Author(s): T. Nielsen
† 1659 in Kopenhagen, dän. Buchdrucker vermutlich dt. Geburt, bekannt als Hrsg, der ersten eigentlichen Ztg. in Dänemark (Wöchentliche Zeitung aus Hamburg, 1657–1658). Er druckte zugleich die wichtigen topographischen Werke von J. L. Wolf «Encomion regni Danke» (1654) und Arent Berntsen «Danmarckis oc Norgis Fructbar Herlighed» (1656). T. Nielsen Bibliography Stolpe, P. M.: Dagspressen i Danmark. Bd. 1. København 1878 (ND 1977), S. 184–201.

Hakluyt Society

(53 words)

Author(s): G. P.Jefcoate
engl. Ges., gegr. 1846 in London zur Veröff. wertvoller Reiseberichte. Die Ges. ist nach dem Reisenden Richard Hakluyt (* 1552?, † 23. 11. 1616) genannt. Ihre Publikationen, die seit 1847 erscheinen, werden heute von der British Library herausgegeben. G. P.Jefcoate Bibliography Quinn, D. B.: The Hakluyt Handbook. 2 Bde. London 1974.

Halacinski, Kazimierz Ferdynand

(77 words)

Author(s): A. G. Świerk
*11. 1. 1878 in Oswiqcim, † 26. 2. 1930 in Krakau, bedeutender poln. Exlibris-Sammler und Bibliophile, Mitbegründer (1912) der Krakauer Bibliophilenges. (Towarzystwo Miłosniköw Ksiazki). Gemeinsam mit K. Piekarski veröffentlichte H. ein Standardwerk über poln. Drucker–Signete (Sygnety polskich drukarzy, ksujgarzy i nakladców. Zbiör podobizn. H. 1–3. Krakow 1926–1928). H. war Ehrenmitglied des Präsidiums der Bookplate International Association in Los Angeles. A. G. Świerk Bibliography Słownik pracownikow ksiazki polskiej (Wb. poln. Buchschaffender). Warszawa…

Halbband

(268 words)

Author(s): K. Jäckel
ist ein Einband, bei dem nur der Buchrücken und die vorderen Ecken der Buchdeckel mit einem strapazierfähigeren Material überzogen sind, als es bei den meist mit Papier oder ähnlichen leichten Stoffen berzogenen Buchdeckeln der Fall ist. Es kann sich dabei um einen Halbleder–, Halbfranz–, Halbpergament–, oder Halbleinen- bzw. Halbgewebeeinband handeln. In jedem Fall ergibt sich durch den geringeren Anteil von hochwertigem Überzugsmaterial auch ein geringerer Preis für den einzelnen H. gegenüber einem Ganzband. Seit ca. 1980 vollzieht sich eine allmähliche Wandlung; D…

Halbeeck, Jan van

(95 words)

Author(s): W. Krueger
† 1630, fläm. Kupferstecher und Illustrator. H. ist um 1600 in Paris mit seinem Monogramm F. v. H. oder J. v. Hai. nachweisbar, u.a. beim Bildnis des Pariser Arztes J. Riolan († 1606) und bei den Stichen der franz. Könige Henri IV. und Louis VIII. sowie der Abb. einer unterirdischen Monmartre-Kapelle. Ferner stach er Kopien zu M. de Vos' Bilderbüchern «Solitude sive vitae patrum Eremicolarum» und «Solitudo etc. feminarum Anachoretarum» sowie einen Teil der Ill. zu S. Fabris Lehrbuch «Scienza e Pratica d'Armi» (1624). W. Krueger Bibliography Thieme-Becker Bd. 15, S. 495.

Halberstadt

(545 words)

Author(s): H. Finger
1. Buchdruck. Erstdrucker von H. war Lorenz Stuchs (Sohn des Nürnberger Druckers Georg Stuchs), der 1519–1523 ca. 20 Werke (bes. Liturgica) herausbrachte. Sein bedeutendster Druck war die Halberstädter Bibel von 1522, einer der drei vorlutherischen Bibeldrucke in niederdt. Sprache. Eine kontinuierliche Druckertätigkeit begann in H. erst seit 1580. Bibliography Joost, S.: Notizen zum frühen niederdt. Bibeldruck. Ein Beitrag zur Halberstädter Bibel. In: AGB 1. 1958, S. 226–244 Benzing S. 173–174. 2. Bucheinband. Im MA scheint H. nur eine bedeutende Buchbinderwerkstatt…

Halbfette Schrift

(32 words)

Author(s): A. Ihlenfeldt
Schriftschnitt einer Schriftfamilie, die fettere Haar- und Grundstriche zeigt als die Grundschrift. Es gibt aber auch eine Reihe von eigenständigen Schriften, die als halbfette Schriften einzuordnen sind. A. Ihlenfeldt

Halbfranzband

(4 words)

Siehe Franzband

Halbgeviert

(21 words)

Author(s): A. Ihlenfeldt
Bezeichnung eines Ausschlußstückes, das die Hälfte eines Geviertes beträgt. Galt früher beim Bleisatz als der normale Wortzwischenraum. A. Ihlenfeldt

Halbgeviertsatz

(15 words)

Author(s): A. Ihlenfeldt
Bezeichnung für einen gesetzten Text, dessen Wortzwischenräume ein Halbgeviert breit sind. A. Ihlenfeldt

Halbgewebeband

(33 words)

Author(s): K. Jäckel
«Gewebe» ist hier eine Zusammenfassung aller gewebter Einbandstoffe, die zuHalbbänden verarbeitet werden, auch wenn jene durch Appretur oder andere Nachbehandlungen das Aussehen und den «Griff» eines Gewebes verloren haben. K. Jäckel

Halbgotische Minuskel

(11 words)

Author(s): T. Frenz
veralteter Ausdruck für die Littera bononiensis. T. Frenz

Halbkarton

(56 words)

Author(s): G. Brinkhus
Bezeichnung für Papiere mit einem Gewicht zwischen 150 und 200 g/m 2 . Die DIN 730 kennt diese Bezeichnung nicht, sie teilt ein in: Papier bis 225 g/m 2 ; Karton 150 bis 600 g/m 2 ; Pappe über 225 g/m 2. G. Brinkhus Bibliography Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982, S. 33.

Halbkursive

(41 words)

Author(s): T. Frenz
unspezifischer Ausdruck für die Schriften, die im Übergang von der jüngeren römischen Kursive zur Halbunziale und zur Minuskel stehen. T. Frenz Bibliography Steffens, F.: Lat. Paläographie. 2. Aufl. Berlin/Leipzig 1929 (ND Berlin 1964), S. Vif., Taf. 23 a, b, 24.

Halblederband

(53 words)

Author(s): K. Jäckel
Halbband, dessen Rücken sowie Ekken der Einbanddeckel mit Leder, der übrige Buchdeckel mit einem anderen (billigeren) Material, meist Papier oder Leinen überzogen wird. Ein H. kann auch mit einem handgestochenen Kapital und einem Häubchen versehen werden. Halblederband, a) Lederrücken. - b) Papierüberzug. - c) Häubchen. - d) Handgestochenes Kapital. K. Jäckel

Halbleinen

(73 words)

Author(s): G . Brinkhus
1. H. als Einbandmaterial für Bücher ist ein Gewebe aus einem Gemisch von Leinen und Baumwolle (Kette und Schuß aus unterschiedlichem Material), das häufig der leichteren Verarbeitung wegen appretiert wird. 2. Als Einbandart bezeichnet H. einen Band, an dem nur der Rücken und eventuell die Ecken mit Gewebe überzogen sind. Diese Einbandart wird auch als Halbleinwand bezeichnet. Halbband G . Brinkhus Bibliography Helwig, H.: Einführung in die Einbandkunde. Stuttgart 1970, S. 40.

Halbmaier, Simon

(72 words)

Author(s): G. Brinkhus
(1587–1632), Buchführer und ab 1620 selbständiger Drucker in Nürnberg. H. stand neben seiner Tätigkeit als Buchhändler bereits ab 1610 als Buchdrucker in Diensten bei Georg Leopold Fuhrmann in Nürnberg. In den unruhigen Zeiten zu Beginn des 17. Jh.s kam H. mehrfach mit den sehr strengen Zensurbestimmungen seiner Heimatstadt in Konflikt. G. Brinkhus Bibliography Sporhan-Rrempel, L./Wohnhaas, T.: Simon Halbmaier, Buchdrucker in Nürnberg. In: AGB 6. 1966, Sp. 899–936 Benzing S. 364·

Halbpetit

(18 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
Im Bleisatz bezeichnet man Linien und Regletten von 4 Punkt Starke mit H. C. W. Gerhardt

Halbstoff

(4 words)

Siehe Halbzeug

Halbtinten

(4 words)

Siehe Halbtöne

Halbtitel

(4 words)

Siehe Schmutztitel

Halbtonätzung

(4 words)

Siehe Autotypie

Halbtöne

(41 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
nennt man alle Grauwerte einer manuell oder fotografisch angefertigten Schwarzweiß-Druckvorlage, die zwischen reinem Weiß und voll gedecktem Schwarz liegen. Die durch Rasterung, Körnung oder andere Techniken erzeugten Grauwerte sind keine echten Halbtöne. Halbtöne, durch Rasterung erzielt. C. W. Gerhardt

Halbtonfotografie

(51 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
Die H. dient der Herstellung von Halbtondiapositiven oder -negativen ohne Rasterung, wie man sie für die Anfertigung verschiedener Druckformen benötigt (z. B. für Rakeltiefdruck, Lichtdruck, Granolitho u. a.). Bei Bedarf werden die Diapositive oder Negative nach erfolgter Retusche in der Reprokamera oder dem Kontaktkopiergerät entsprechend gerastert. C. W. Gerhardt

Halbtonskala

(19 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
auch Raster-Tonwertskala, gibt eine Übersicht über die Grauwerte von mit Rasterelementen bedeckten Flächen. RastertonwertRasterweite C. W. Gerhardt

Halbunziale

(376 words)

Author(s): B. Bischoff
die älteste, spätantike lat. Minuskelschrift. Der im 18. Jh. vergebene, nichtssagende Name muß heute für zwei analoge, untereinander unabhängige Minuskelprägungen verwendet werden, die auf der Grundlage der Minuskelkursive als Buchschriften geschaffen wurden. Dieser Herkunft gemäß sind es Schriften mit Oberund Unterlängen, die zwischen vier Linien einzuschreiben sind. Die «ältere H.» ist im Osten des römischen Reiches entstanden; durch ägyptische Funde, unter denen die «Livius-Epitome» der älteste ist, wird sie für das 3.–5. Jh. belegt. G, L…

Halbwertzeit

(98 words)

Author(s): B. Fabian
ein unter Bedeutungsveränderung aus der Physik in den Bereich der Dokumentation übernommener Begriff, mit dem die «Lebensdauer» besonders von technischer und naturwiss. Lit. gekennzeichnet wird. Er gibt den vom Zeitpunkt der Bestimmung zurückgerechneten Zeitraum an, in dem jeweils die Hälfte der augenblicklich in Gebrauch befindlichen Lit. publiziert wurde. Die Verfallskurve ähnelt einer Parabel. B. Fabian Bibliography Burton, R. E. / Kebler, W.: The «half-life» of some scientific and technical Literatures. In: American Documentation 11. 1960, S. 18–22 Line, M. B.: The «ha…

Halbysen

(113 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
«Die Geschichte der Papierindustrie in Basel von 1433 bis 1500 ist weitgehend die Geschichte der Familien Halbysen und Galliciani» (Kälin). Begründer der Baseler Papierindustrie war Heinrich H., * um 1390. H. erlernte den Krämerberuf und gründete um 1415 eine Handelsges., die wenig später europaweit tätig war. 1433 Gründung der ersten Papiermühle vor dem Riehentor, 1440 Verlegung in das St.-Alban-Tal. Es folgte der Aufbau weiterer Papiermühlen, die um 1500 in anderen Besitz übergingen. Als Wasse…

Halbzellulose

(4 words)

Siehe Hemizellulose

Halbzeug

(70 words)

Author(s): H. Voorn
(Halbstoffe) nennt man in der Papicrherstellung die primären Faserstoffe (früher Lumpen, heute [1990] hauptsächlich Holzfasern), die durch mechanisches, chemisches oder ein gemischtes mechano-chemisches Verfahren in Einzelfasern aufgelöst sind. Diese aus dem Faserverband gelösten Einzelfasern werden später zu Ganzstoff (Maschinenstoff) aufbereitet. Als Holzschliff und Holzzellstoff wird der Halbstoff vielfach fertig von den Papierfabriken gekauft. H. Voorn Bibliography Zerler, D. u. a.: Lehrbuch der Papier- und Kartonerzeugung. Leipzig 1985, Kap. 1.3.

Halcyon-Presse

(7 words)

Siehe Stols, A. A. M.

Haldeman-Julius, Emanuel

(355 words)

Author(s): F.J. Mosher
* 30. 7. 1889 in Philadelphia, † 31. 7. 1951 in Girard, Kansas, amer. Verleger, Autor und Hrsg. Nach einer Tätigkeit als sozialistischer Journalist in New York, Milwaukee, Chicago und Los Angeles ging H.-J. 1915 nach Girard, um an der Ed. der einflußreichen Wochenztg. «Appeal to Reason» mitzuwirken, und heiratete dort Marcet Haldeman, von der er seinen Doppelnamen übernahm. Nachdem seine Frau 1919 den Kauf von «Appeal to Reason» finanziert hatte, startete H.-J. die Veröff. einer Serie billiger u…

Haliate

(4 words)

Siehe Aliate

Halicz

(4 words)

Siehe Helicz
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