Der Neue Pauly

Get access Subject: Classical Studies
Edited by: Hubert Cancik and Helmuth Schneider (Antiquity) and Manfred Landfester (Classical Tradition).

Der Neue Pauly – published in print by Metzler Verlag – is the most complete and most authoritative modern encyclopedia of the ancient world currently available. In nearly 20,000 entries it covers two thousand years of history and culture of Greco-Roman Antiquity and the reception of this in the two thousand years that followed. This unique reference work is also available in print and online as Brill’s New Pauly.

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Iversheim

(191 words)

Author(s): Wiegels, Rainer (Osnabrück)
[English version] Röm. Kalkgewinnungszentrum der Germania Inferior, h. Bad Münstereifel-I. an der Erft. Älteste Funde reichen bis ins 1. Jh.n.Chr. zurück. Ausgegraben wurde eine vollständige Kalkbrennerei. Um 270 n.Chr. wurden die Anlagen von Franken stark zerstört, doch bald danach wiedererrichtet. Im 4. Jh. wurde der Betrieb der Brennerei aufgegeben. Das Gebiet war großenteils dem Militär unterstellt. Ab Mitte des 2. bis 3. Jh. stand hier eine vexillatio der Bonner legio I Minervia (CIL XIII 7943-7948). Aus dem 3. Jh. sind Weihesteine von Angehörigen der Xantener legio XXX…

Ixion

(183 words)

Author(s): Graf, Fritz (Princeton)
[English version] (Ἰξίων). Thessal. König und einer der großen Büßer der Ant. Nach Pindar ist er der erste Verwandtenmörder (Pindar läßt die Person des Opfers offen, später - Pherekydes FGrH 3 F 51 - ist es sein Schwiegervater Eïoneus). Als ihn Zeus persönlich vom Mordblut reinigt (Aischyl. Eum. 717f.) und bei sich aufnimmt, will er sich an Hera vergehen; doch Zeus ersetzt sie durch eine Wolke, und I. zeugt den ersten Kentauren (etym. spielerisch als “Windaufspießer” verstanden und auf die Zeugung…

Iynx

(274 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton) | Haase, Mareile (Berlin)
(ἴυγξ). [English version] [1] Dämon im Zusammenhang mit der Weltentstehung Mit i. (“tönend”, vgl. ἰύζω) werden 1. ein Vogel, 2. ein summendes, in mag. Riten verwendetes Rad und 3., in der Theurgie, ein Dämon bezeichnet, der mit der Weltentstehung verbunden ist und zw. Menschen und Göttern vermittelt. Im Mythos wird der Vogel aus einer verführerischen Nymphe verwandelt, der Tochter von Echo oder Peitho und vielleicht Pan (Kall. fr. 685; Phot. und Suda, s.v. I.), oder aus einer Frau, die mit den Musen im Singen wetteiferte (Nikandros bei Antoninus Liberalis 9). Rad und Vogel waren wich…

Iyrkai

(102 words)

Author(s): von Bredow, Iris (Bietigheim-Bissingen)
[English version] (Ἰύρκαι, Hdt. 4,22; Tyrcae, Plin. nat. 6,19; Mela, 1,116). Jägervolk östl. der Thyssagetai, im Osten des Tanais, wohl im Uralgebiet, in den Ebenen von Kama, Vjatka, Belaja und Wolga. Genaue Lokalisierung und ethnische Bestimmung sind umstritten und auf Grund der Quellen nicht auszumachen. Die russ. Forsch. verbindet die I. mit der Ananino-Kultur (8.-3. Jh. v.Chr.), von der Grabhügel und befestigte Siedlungen bekannt sind und deren Tauschhandel bis an den Kaukasos reichte. von Bredow, Iris (Bietigheim-Bissingen) Bibliography J. Harmatta, Quellenstud. zu d…

Izala

(114 words)

Author(s): Kessler, Karlheinz (Emskirchen)
[English version] In neuassyr. Quellen ab dem 9. Jh. v.Chr. ist I., ein Zentrum des Weinanbaus, der Gebirgsbereich zw. Ḥarran, Amida (h. Diyarbakır) und Mardin im nö Mesopotamien. Babylon. wird das Toponym auch noch später gebraucht. Dareios I. besiegte in I. (altpers. Izalā, elam. Izzila) die Armenier (TUAT 1, 433 § 29,53). 359 n.Chr. war der mons Izala (Amm. 18,6,12; 19,9,4) Schauplatz von röm. Kämpfen gegen die Perser. In syr. u. byz. Texten (Bar Hebraeus; Theophylaktes Simocatta: Ἰζάλας) kann I. auch das Mardin-Gebirge bzw. den Ṭūr Abdīn umfassen. Kessler, Karlheinz (Emskir…

Izates

(178 words)

Author(s): Schottky, Martin (Pretzfeld)
(Ἰζάτης). [English version] [1] I. I. König von Adiabene bis ca. 30 n. Chr. König von Adiabene bis ca. 30 n.Chr. Schottky, Martin (Pretzfeld) [English version] [2] I. II. Enkel von I. [1] König seit ca. 36 n. Chr. Enkel von I. [1], König seit ca. 36 n.Chr. Einige J. später nahm er seinen bedrängten parthischen Oberherrn Artabanos [5] II. bei sich auf und organisierte dessen Rückkehr auf den Thron, wofür er mit dem Gebiet von Nisibis und Privilegien belohnt wurde. Seine schwankende Politik in den Nachfolgekämpfen nach Artabanos' Tod i…