Der Neue Pauly Supplemente II Online - Band 10 : Frühgeschichte der Mittelmeerkulturen

Get access Subject: Classical Studies

Von der ausgehenden Bronzezeit bis zum Beginn der sog. historischen Epoche (12. bis 6. Jh. v.Chr.) erschließt das Handbuch erstmalig gemeinsam die Frühgeschichte aller ans Mittelmeer angrenzenden Kulturen. Dazu zählen neben Phöniziern, Griechen und Etruskern zahlreiche weitere Völkerschaften wie Iberer, Ligurer, Thraker, Phryger, Luwier, Aramäer und Libyer. Der Band führt die aus materiellen Quellen, Schrift- und Bildzeugnissen gewonnen Erkenntnisse aller hierzu forschenden Einzelwissenschaften zusammen, u.a. der Vorderasiatischen, Phönizischen und Punischen wie auch Biblischen Archäologie, der Ägäis- und Nordafrika-Forschung, der Villanova-Forschung und Etruskologie, der Iberologie, Frühgriechischen Historiographie und Dark-Ages-Studien. Die Epoche ist insgesamt durch das kulturelle Zusammenwachsen der Mittelmeer-Anrainer geprägt, weshalb ein inhaltlicher Schwerpunkt auf den Kontakten, Kultur- und Wissenstransfers und gemeinsamen Schlüsselthemen wie Mobilität, Religion, Ressourcen, Sprachen und Schriften liegt. Mit Registern und zahlreichen Tabellen und Karten in Pauly-Qualität.

Ranging in time from the end of the Bronze Age to the dawn of the so-called historical period (12th-6th centuries BC), this compendium presents the first complete survey of the early history of all the cultures along the coasts of the Mediterranean. In addition to the Phoenicians, Greeks and Etruscans, these also include many other peoples, such as the Iberians, Ligurians, Thracians, Phrygians, Luwians, Aramaeans and Libyans. The volume brings together the knowledge gained from material, textual and pictorial sources in all disciplines working in this field, including Near Eastern, Phoenician, Carthaginian and biblical archaeology, Aegean and North African studies, Villanovan studies and Etruscology, Iberology, early Greek historiography and Dark Ages studies. As a whole, this period was characterized by the intermingling of cultures around the Mediterranean Rim, and the main focus of content is therefore on contacts, the transfer of culture and knowledge and key common themes, such as mobility, religion, resources, languages and writing. With indices and numerous tables and maps of Pauly quality.



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3.6. Rechtsentwicklung im ostmediterranen Raum

(5,893 words)

Author(s): Lang, Martin | Harter-Uibopuu, Kaja
A. EinleitungStets waren Maßnahmen zur Konfliktlösung zwischen Mitgliedern einer Gesellschaft oder zwischen verschiedenen Gesellschaften ein wichtiges Element der Herausbildung von Strukturen und Hierarchien des Zusammenlebens und ein herausragendes Kennzeichen derjenigen, die diese Gesellschaften (3.2.) leiteten. Dort, wo regelmäßig regulierend in einen Disput eingegriffen wurde, um dem Streit eine gewaltfreie Plattform zu bieten, und die beteiligten Parteien die Vermeidung gewaltsamer Auseinand…
Date: 2017-08-01

3.3.2. Religion: Östlicher Mittelmeerraum

(7,744 words)

Author(s): Niehr, Herbert | Wittke, Anne-Maria | Kubisch, Sabine | Matthäus, Hartmut
A. Allgemeine Grundlagen Östlicher Mittelmeerraum 2.7. | Aramäer (2.7.2.) | Phönizische Städte 2.7.3. | Israels (2.7.5.) | Judas (2.7.6.)Eine weitere Problematik der Konzeption des fruchtbaren Halbmondes liegt darin, dass hier Kulturen wie die Ägyptens und Mesopotamiens zusammen gesehen, die zwischen ihnen bestehenden Unterschiede aber außer Acht gelassen werden. Dagegen befasst sich ein alternatives Konzept mit der Frage, »ob es auf kulturellem und religiösem Gebiet im Altertum neben den Gemeinsamkeiten des fruc…
Date: 2017-08-01

3.3.1. Religion: Zentraler und westlicher Mittelmeerraum

(5,374 words)

Author(s): Rüpke, Jörg
A.AllgemeinItalien, Sizilien und Malta bilden mit Tunesien eine zentrale Kette durch das Mittelmeer, die dieses weniger teilt als vielmehr zu unterschiedlichen Zeiten als Brücke diente. Der Alpenbogen im N war vielfach durchlässig und kanalisierte kulturellen und ökonomischen Austausch eher als ihn zu behindern. Die schmale Adria machte länger anhaltende Kontakte zwischen Italien und der Balkanhalbinsel im 3./2. Jt. nicht unmöglich [66181]; [63]; [2]. Gleichzeitig ist festzuhalten, dass sich Italiens Ostküste im Hinblick auf Häfen und Küstenseefahrt als wenig attraktiv darstellte [75173].Die Hauptrouten der ägäischen und levant. Seefahrt verliefen zu Beginn des 2. Jt.s nach W zu einzelnen Orten an der ital. Südküste, durch die Meerenge zu den Aiolischen (Liparischen) Inseln, nach Sizilien (2.3.21.) und von hier aus weiter nach Sardinien (2.3.18.) oder Malta (2.8.10.); der weitere Austausch erfolgte dann indirekt durch lokale Schifffahrt. Ander…
Date: 2017-08-01