Der Neue Pauly Supplemente I Online - Band 1: Herrscherchronologien der antiken Welt: Namen, Daten, Dynastien

Get access Subject: Classical Studies
From the Mesopotamian kings in around 3000 BC to the Bishops and Patriarchs of Late Antiquity, Chronologies of the Ancient World lists all rulers and dynasties that made their mark on ancient history. This supplement to Brill’s New Pauly enriches the information from the encyclopedia with its exhaustive lists of names, dates and facts about the people who shaped the ancient world.

Von den mesopotamischen Fürsten im 3. Jahrtausend vor Chr. bis zu den Bischöfen und Patriarchen der Spätantike sind alle Herrscher - nach geographischen Räumen geordnet - verzeichnet. Eine ideale Ergänzung zu den Sachstichworten des Neuen Pauly.
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XII. Das Reich der Hunnen

(381 words)

Author(s): Schottky, Martin
Daß es sich bei den im letzten Drittel des 4. Jh. n. Chr. plötzlich auf der europäischen Bildfläche auftretenden Reitervölkern nicht um Germanen gehandelt hat, muß nicht eigens betont werden. Die ethnische Herkunft der Hunnen (Hunni) ist nach wie vor unklar. Eine Verwandtschaft mit den Hsiung-nu chinesischer Berichte erscheint zwar reizvoll, aber eher unwahrscheinlich. Ebenso kann wohl kein direkter Zusammenhang mit der Ausbreitung der sog. »iranischen Hunnen« (Hephthalitai) hergestellt werden. …

XIII. Bischöfe und Patriarchen

(6,569 words)

Author(s): Geerlings, Wilhelm | Strothmann, Meret
Das Bischofsamt bildete sich in der Alten Kirche relativ schnell aus. Bereits Ignatios [1] von Antiocheia (um 120/175, Datierung umstritten) propagierte das Ideal des Einzelbischofs (Monepiskopat). In der Traditio Apostolica (ca. 210, vgl. Hippolytos [2]) ist die Kirchenstruktur voll entwickelt: Der Einzelbischof ist umgeben von Presbytern und Diakonen sowie von verschiedenen, nicht zum Klerus ( klḗros, Bd. 12/2) gehörenden Diensten (Witwen, Subdiakonen, Ostiariern etc.). Dieser »monarchische Episkopat« setzte sich in der Gesamtkirche durch. Durch synodale Strukturen ( s…

XI. Spätantike Germanenreiche

(9,059 words)

Author(s): Schottky, Martin | Eder, Walter
Im folgenden Abschnitt sind die Herrschaftsbildungen einiger germanischer Völker zusammengefaßt, die seit dem frühen 5. Jh. n. Chr. auf dem Boden des spätröm. Reiches und an seinen Grenzen entstanden. Die Hunnen (Hunni) waren freilich keine Germanen (Germani), gehören aber zweifellos in den vorliegenden Zusammenhang: Ihre plötzliche Expansion löste die sog. »germanische Völkerwanderung« aus. Ebenso führte der baldige Zusammenbruch der Hunnenherrschaft nach dem Tod Attilas nur im Osten zu einem W…